Bohnanza

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Bohnanza
Daten zum Spiel
Autor Uwe Rosenberg
Grafik Björn Pertoft
Verlag Amigo,
Lookout Games,
Rio Grande Games,
999 Games,
u.a.
Erscheinungsjahr 1997
Art Kartenspiel
Mitspieler 3 bis 5 (Grundspiel)
Dauer 45 Minuten
Alter ab 12 Jahre
Auszeichnungen
Spiel des Jahres 1997: Auswahlliste
Deutscher Spiele Preis 1997: Platz 5
à la carte Kartenspielpreis 1997: Platz 1
Niederländischer Spielepreis 2003: nominiert

Bohnanza ist ein Kartenspiel für drei bis fünf Personen. Es wurde von Uwe Rosenberg entwickelt und 1997 vom Amigo-Verlag herausgegeben. Bis Januar 2007 wurden 700.000 Spiele verkauft.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Spiel

Der Name rührt vom Wortspiel „Bonanza“ und „Bohne“ her. Das Spiel hat mit der Westernserie Bonanza nichts zu tun, wohl aber mit der Bedeutung des englischen Wortes bonanza (Glücksfall, Goldgrube, unerwartet großer Gewinn). Die Spieler sind Bohnen-Bauern, die verschiedene Sorten Bohnen gewinnbringend anzubauen und zu ernten versuchen. Die Spieler interagieren durch Tausch der Bohnen. Der besondere Reiz an Bohnanza ist, dass jeder Spieler zwar zwei homogene Stapel („Bohnenfelder“) mit seinen Karten bilden darf, aber die Reihenfolge seiner Handkarten nicht ändern kann. Unpassende Karten erfordern somit entweder ein (verfrühtes und evtl. unprofitables) Abernten eines Bohnenfeldes oder den Tausch mit einem Mitspieler.

Bohnanza ist ab 12 Jahren empfohlen und dauert ohne Erweiterungen ca. 45 Minuten. Es belegte 1997 den fünften Rang des Deutschen Spiele Preises, wurde in die Auswahlliste Spiel des Jahres aufgenommen und mit dem à la carte Kartenspielpreis ausgezeichnet.

[Bearbeiten] Erweiterungen

Uwe Rosenberg hat innerhalb seines Kleinstverlages Lookout Games verschiedene Erweiterungen zu Bohnanza herausgebracht, teils zusammen mit Hanno Girke. Von diesen Erweiterungen wurden manche von Amigo übernommen und in großer Auflage publiziert. Die Erweiterungen von Lookout Games sind jeweils in einer limitierten Auflage (meist von 2.500 Stück) in ausgewählten Geschäften erschienen und sämtlich vergriffen. Die Erweiterungen können miteinander kombiniert werden und erhöhen dementsprechend Komplexität und Dauer des Spiels.

Bei Amigo erhältliche Erweiterungen:

  • Erweiterungsset: Das Set erlaubt nun sieben Mitspieler und führt vier neue Bohnenarten sowie „Auftragskarten“ ein.
  • Al Cabohne: Zwei Spieler spielen gegen die „Bohnenmafia“, zwei bis drei simpel, aber geschickt simulierte Gegenspieler. Das Spiel ist selbständig spielbar und erlaubt auch das Solo-Spiel.
  • High Bohn: High Bohn erlaubt den Kauf von Monopoly-ähnlichen Immobilien einer Westernstadt, welche den Spielern neue Fähigkeiten verleihen. Für das Spiel Al Cabohne ist ein „Prohibon“ genannter Spielmodus mit ähnlichen Zielen enthalten.
  • La Isla Bohnita: dehnt das Spiel auf die See aus; Spieler können Häfen anfahren, um dort Bohnen zu tauschen, und Bohnen auf Schiffen lagern. Mittels Piratenschiffen können sie sich die Bohnen abjagen.
  • Bohnaparte: ändert das Spielziel ab: Die Taler der Ernten werden zur Risiko-ähnlichen Kriegsführung in Bohnreich eingesetzt. Das Spiel enthält Karten, um ein entsprechendes Spielfeld zusammenzusetzen.
  • Ladybohn: führt „Böhninnen“ in das Spiel ein, welche mit ihren männlichen Pendants angepflanzt werden, jedoch mehr Punkte wert sind.
  • Bohnröschen (2007). Es gibt nun Rankenkarten, die die Spieler nutzen können um sich weitere 5 Bohnentaler zu verdienen: Leichter gesagt als getan, denn das Erklimmen einer Rankenkarte erfordert das Erfüllen einer Aufgabe (35 insgesamt).

Bei Lookout Games erschienene Erweiterungen:

  • High Bohn (2000) (mittlerweile von Amigo veröffentlicht).
  • Mutabohn (2001) verdreht das Spiel gehörig: Es ist nun möglich, heterogene Bohnenfelder anzupflanzen sowie durch spezielle Saatkombinationen Zusatzpunkte zu gewinnen.
  • Ladybohn (2002) (mittlerweile von Amigo veröffentlicht)
  • Bohnaparte (2003) (In limitierter Stückzahl von 2500 Exemplaren von Lookout Games veröffentlicht, mittlerweile bei Amigo in unlimitierter Version erschienen)
  • Dschingis Bohn (2003) ist eine Erweiterung für Bohnaparte und führt zusätzliche Spieler (bis zu sieben) und Geländearten ein. (In limitierter Stückzahl von 2500 Exemplaren von Lookout Games veröffentlicht, mittlerweile bei Amigo im nicht limitierten Bohnaparte als sogenannte „Reitervariante“ enthalten)
  • Telebohn (2004) erlaubt die Übernahme ganzer Bohnenfelder (diese Erweiterung ist mit der begrenzten Stückzahl von 5.000 Exemplaren bei Lookout Games erschienen).
  • Rabohnzel (2005) (dieses eigenständige Spiel ist in limitierter Auflage von 3.000 Exemplaren bei Lookout Games erschienen). Die Spieler mixen Zaubertränke und benutzen die magischen Fähigkeiten ihrer verzauberten Bohnen, um an mehr Siegpunkte (Bohnentaler) zu gelangen.
  • Kannibohne (2006) (dieses eigenständige Spiel ist in limitierter Auflage von 2.500 Exemplaren bei Lookout Games erschienen). Es geht thematisch darum, dass sich zwei Spieler (daher reichen auch die 33 Karten völlig aus) gegenseitig mit ihren „Kannibohnen“ ärgern, eigentlich normale Bohnen, die aber zu bestimmten Phasen des Spielzugs eigene Fähigkeiten entwickeln können.
  • Auf der schwäb’schen Eisenbohn (2008) (In limitierter Stückzahl von 2500 Exemplaren von Lookout Games veröffentlicht)


Alle Erweiterungen (außer Al Cabohne, Rabohnzel, Ladybohn) erfordern den Besitz des Grundspiels bzw. die Kenntnis dessen Regeln.

[Bearbeiten] Die Siedler und Bohnanza

Die Autorenspieleserie Bohnanza persifliert indirekt die bekannte deutsche „Die Siedler von Catan“-Serie. Nicht nur sind alle Bohnanza-Varianten mit einem Spieler mehr spielbar als „Die Siedler“, auch die Erweiterungen ähneln stark den Siedler-Erweiterungen: La Isla Bohnita entspricht thematisch den „Seefahrern von Catan“, High Bohn entspricht „Städte und Ritter“.

[Bearbeiten] Verwandte Spiele

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ruhmeshalle bei Amigo

[Bearbeiten] Weblinks

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