Boitzenburger Land
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Uckermark | |
| Höhe: | 80 m ü. NN | |
| Fläche: | 215,9 km² | |
| Einwohner: |
3.668 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17268 | |
| Vorwahlen: | 039884, 039885, 039889 | |
| Kfz-Kennzeichen: | UM | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 73 069 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Templiner Straße 17 17268 Boitzenburger Land |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernhardt Rengert | |
| Lage der Gemeinde Boitzenburger Land im Landkreis Uckermark | ||
Boitzenburger Land ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Uckermark im Bundesland Brandenburg (Deutschland). Sie ist eine der flächengrößten Gemeinden Deutschlands.
Im Zuge der brandenburgischen Gebietsreform wurde am 31. Dezember 2001 das ehemalige Amt Boitzenburg aufgelöst und aus den zehn vormals selbständigen Gemeinden des Amtes die Gemeinde Boitzenburger Land gebildet.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Das im Nordosten Brandenburgs gelegene Gemeindegebiet umfasst die eiszeitlich geprägte Hügel- und Seenlandschaft der westlichen Uckermark. Große Teile der Gemeinde Boitzenburger Land liegen im Naturpark Uckermärkische Seen. Von den Uckermärkischen Seen seien die fünf größten innerhalb des Gemeindegebietes genannt: Kuhzer See, Trebbowsee, Haussee, Großer Küstriner See und Krewitzsee. Die Gemeinde ist im Nordosten (Zerweliner Heide) und im Südwesten (Große Warthesche Heide) von ausgedehnten, zusammenhängenden Waldgebieten umgeben. Im Nordwesten grenzt der mecklenburgische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an die Gemeinde Boitzenburger Land. Nachbargemeinden im Landkreis Uckermark sind die Nordwestuckermark, Gerswalde, Mittenwalde (Uckermark), Templin und Lychen.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile
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sowie die Wohnplätze
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ortsteil Boitzenburg
[Bearbeiten] 13. bis 15. Jahrhundert
Der heutige Ortsteil Boitzenburg ist aus ursprünglich zwei Ortssiedlungen zusammengewachsen. So gab es einmal das Dorf Boitzenburg, welches noch unter dem Namen Marienfließ schon 1269 genannt wurde. Im Carolinischen Landbuch von 1375 wird es separat neben dem Städtchen Boitzenburg genannt. Wahrscheinlich lag es ungefähr auf dem Gebiet des heutigen Marktflecken. Das Städtchen Boitzenburg lag dagegen am Marienberg, mit der auf der Höhe gelegenen Marienkirche. Auch eine Mühle wird 1375 in der Nähe des Städtchens erwähnt. 1403 gehörten sowohl Dorf als auch Städtchen Boitzenburg zum Kloster Marienpforte.
Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1269 zurück, als es Ritter Heinrich von Stegelitz stiftete. 1271 überließ Gerhard von Boyceneburg, wahrscheinlich Pfandherr der Burg, dem Kloster zehn Hufen in Boitzenburg. 1276 wurde das Schloss Boitzenburg urkundlich erstmals erwähnt, und zwar als Burganlage. In diesem Jahr war Dietrich von Kerkow Lehnsträger der Burg und von zehn Dörfern der Umgebung. Seit 1337 war offenbar der Markgraf Besitzer des Schlosses, auf den die Familie von Lochen folgte. Untervögte waren ein gewisser von Lyne und ein von Musheym. 1375 gehörten zur Burg bzw. dem Schloss Boitzenburg nur noch fünf Orte: das Städtchen Boitzenburg, die Dörfer Krewitz, Zervelin, Wichmannsdorf und Mittenwalde. Daneben noch zahlreiche Seen.
Schließlich gelangte die Herrschaft Boitzenburg in den Besitz von Johann Herr zu Cotbus, dem zeitweiligen Vertreter Kaiser Sigismunds in der Mark. Es folgten in der Herrschaft die Namen von Holtzendorff, Lippolt von Bredow – der Landeshauptmann der Mittelmark mit seinen Brüdern – und schließlich Lüdeke von Maltzahn. 1398 kam Boitzenburg in mecklenburgischem Besitz. 1415 kamen Boitzenburg und Zehdenick an Brandenburg. 1416 war Boitzenburg wieder im Besitz eines von Bredow, bevor es in den Besitz des Ritters von Hase gelangte.
Die Familie von Arnim, die später ab dem 16. Jahrhundert die zentrale Rolle in der Herrschaft spielte, erhielt erstmals am 29. Januar 1429 das Schloss und die Vogtei. Der Markgraf beglich auf diese Weise Schulden, die er bei den Brüdern Hans und Jaspar von Arnim gemacht hatte. 1439 erhielt daraufhin Hans von Arnim den Auftrag, bauliche Maßnahmen vorzunehmen und die Ringmauern auszubessern. Dieser erwarb Kröchlendorff. Bereits 1433 erhielten die Brüder die Stadt Strasburg mit drei Dörfern, darunter Neuensund. 1438 wurde Hans mit Schloss Zehdenick belehnt, später auch mit Sperrenwalde, sowie Stadt und Schloss Biesenthal. Schließlich werden die Vogteien Lychen und Woldegk seinem Schutz unterstellt.
1448 wurde von Cunersdorf, der spätere Landvogt der Neumark, Vogt von Boitzenburg.
1454 bekamen die Räte des Kurfürsten Friedrich II. von Brandenburg mit Namen Hans von Bredow und Lüdeke von Arnim Boitzenburg durch diesen verkauft. Lüdeke war bereits Pfandherr von Angermünde (Schloss, Stadt und Amt). Von den Bredows gingen Schloss und Amt Boitzenburg auf die von Waldow und von diesen auf den uckermärkischen Hauptmann von Hahn über.
Schließlich bekam Henning von Arnim 1486 das Schloss Boitzenburg, mit den Steuern von Prenzlau, Strasburg und Templin, die Vogtei und Stadt Lychen, sowie die Vogtei im Uckerlande. Henning war bereits Besitzer der Hälfte von Schloss und Stadt Biesenthal und von Gerswalde. Seine Söhne sollten durch markgräflichen Auftrag das baufällig gewordene Schloss wieder herrichten. Es folgten noch die Namen von Krummensee und von Alvensleben, bevor von 1528 bis 1945 die Arnims ununterbrochen die Herrschaft über Boitzenburg innehatten.
[Bearbeiten] 16. bis 18. Jahrhundert
1528 tauschte Kurfürst Joachim I. das Schloss Boitzenburg gegen das Schloss Zehdenick, welches zuvor von Hans von Arnim, dem Landvogt der Uckermark, gekauft worden war. Zu dieser Zeit gehörten durch verschiedene Abgaben und Dienste folgende Ortschaften zum Schloss Boitzenburg: Beenz, Berkholz, Boitzenburg (Dorf und Stadt), Bröddin, Hardenbeck, Haßleben, Klaushagen, Klosterwalde, Krewitz (wüst), Kuhz, Küstrinchen, Mahlendorf, Mechow, Niegelsdorf (wüst), Rosenow, Rutenberg, Sovow, Thomsdorf, Neu- u. Alt-Thymen, Warthe, Weggun und Zervelin (wüst). Daneben gehörten viele Seen, Holzungs- und Jagdanrechte, sowie Geld- und Kornpachten von weiteren Orten dazu. Hans von Arnim kaufte außerdem noch Besitzungen in Kröchlendorff und Wichmannsdorf sowie den Ort Petznick dazu. Als 1539 das Kloster Marienpforte säkularisiert wurde, konnte Hans die wichtigste Erwerbung, die gesamten Güter des Klosters von Kurfürst Joachim II. anzukaufen, tätigen.
Auf Hans folgte dessen Sohn Bernd von Arnim als Besitzer der Herrschaft Boitzenburg. 1570 waren im Dorf Boitzenburg ein Schulz, ein Krüger, vier Bauern und acht Kossäten ansässig. Auch noch im 17. Jahrhundert wurde zwischen Dorf und Städtchen Boitzenburg unterschieden. Auf Bernd folgte dessen zweiter Sohn Hans Georg von Arnim (1581–1641), oft auch genannt Johann Georg, der sein Land durch den Dreißigjährigen Krieg bringen musste. Dieser hatte an den Universitäten Frankfurt (Oder), Leipzig und Rostock studiert, kämpfte ab 1613 in der schwedischen Armee gegen Russland, danach auf Seiten Wallensteins und stieg als Feldherr in der kaiserlichen Armee zum Generalfeldmarschall auf.
In einem Bericht von 1687, also ein paar Jahrzehnte nach dem Dreißigjährigen Krieg, heißt es, dass von ursprünglich 12 Fischern der Stadt Boitzenburg nur noch 2 vorhanden wären. Die Wassermühle Boitzenburgs wurde Schlossmühle genannt. Das Dorf Boitzenburg (Marienfließ) hatte ebenfalls stark gelitten. Dort seien von den sechs Bauernstellen, die 23 Hufe beackert hätten, durch den Krieg wüst geworden, sodass die Herrschaft von Arnim das Land bewirtschafte. Die Mühle des Dorfes hieß Klostermühle. Sie existiert heute noch und fungiert als Museum. Die Marienkirche scheint den Dreißigjährigen Krieg gut überstanden zu haben.
Georg Dietloff von Arnim (1679–1753) war der Begründer der Boitzenburger Schlossbibliothek. Für diese ließ er einen Seitenflügel des Schlosses bauen. Die Bibliothek wurde von den folgenden Generationen weiter ausgebaut. Weiterhin wurde durch Georg Dietloffs Umbau eine schöne Barockanlage geschaffen. Auch der Ort Boitzenburg konnte von seinen Baumaßnahmen profitieren. So wurde durch ihn die Straße vom Schloss zur Kirche angelegt. Er erneuerte zahlreiche Kirchen in seinen Patronaten und er stiftete auch Abendmahlsgeräte. Es galt weiterhin, die enormen Schäden des Dreißigjährigen Krieges in seiner Herrschaft zu beseitigen. Dörfer mussten neu mit Bauern besetzt und neu ausgestattet werden. Um 1750 erfolgte schließlich die Vereinigung von Dorf und Stadt Boitzenburg zu einem einzigen Marktflecken. Das Bevölkerungswachstum des Ortes stagnierte bis zur Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert: Die Bevölkerung hatte im Jahre 1801 mit 663 Einwohnern nur um einen Einwohner im Vergleich zu 1750 zugenommen.
[Bearbeiten] 19. Jahrhundert bis 1945
1801 befanden sich unter den Einwohnern von Boitzenburg 10 Leineweber, 10 Maurer, 5 Schuhmacher, 6 Schneider, 2 Böttcher, 3 Tischler und viele Einzelhandwerker. Daneben existierten zwei Gasthöfe. Jährlich fanden zwei Krammärkte statt. Die Bauern bauten auf ihrem Land Roggen, Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen, Wicken, Kartoffeln und Buchweizen an.
Von Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg (1803–1868) stammen die Auffahrten des Schlosses an der Vorderseite. Sein Sohn Adolf (1832–1887) gab dem Schloss das renaissancehafte Aussehen des Stiches von Merian wieder.
Die Einwohnerzahl Boitzenburgs wuchs bis 1860 auf 1045, schrumpfte jedoch bis 1900 wieder auf 776. 1925 hatte Boitzenburg 888 Einwohner, 1933 jedoch wieder nur 725, wobei diese Zahlenangaben Gut und Gemeinde Boitzenburg mit einbeziehen.
Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges gab es in dem der Renaissance entstammenden Tiergarten der Schlossanlage eine Wisentzucht. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die in den 1920er Jahren vor dem Aussterben bedrohten Wisente jedoch ein Opfer von Wilderern. Die einzigen Nachkommen der Boitzenburger Wisentzucht leben heute in Springe am Deister (siehe Wisentgehege Springe). Die Forst Boitzenburg beherbergte sogar Schreiadler. Daneben gab es mehrere Fischadler- und zwei Seeadlerhorste. Im Park lebten außerdem Kraniche und Schwarzstörche, wie auch das Hochwild.
1938 wurde das Schloss Boitzenburg Drehort für den gesellschaftskritischen Satirefilm Napoleon ist an allem schuld von Curt Goetz. Der Film wurde 1939 von Propagandaminister Goebbels verboten.[3]
Der letzte Arnimsche Besitzer von Schloss Boitzenburg war Joachim Dietlof von Arnim-Boitzenburg (1898–1972), welcher 1945 kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee mit seiner Familie in den Westen flüchtete. Die russischen Besatzer enteigneten die Grafenfamilie im selben Jahr entschädigungslos. Den ca. 10.000 Bände umfassenden Bestand der Schlossbibliothek verpackten die Sowjets sorglos in Lattenkisten und ließen diese nach Moskau transportieren. Seitdem gilt der größte Teil des Bestandes als verschollen. Nur einzelne Exemplare sind seitdem auf verschlungenen Pfaden wieder aufgetaucht.[4]
[Bearbeiten] 1945 bis heute
Durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde das enteignete Land zunächst an landlose Bauern, Landarbeiter und Flüchtlinge aufgeteilt, die es später in die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) einbrachten. Der Forst wurde überwiegend verstaatlicht.[5]
1946 zerstörte ein Brand teilweise die Turmaufbauten und den Renaissancegiebel des Schlosshaupthauses aus Graf Adolfs Zeit. Das große Dach konnte jedoch wiederhergestellt werden.
Ab unbekanntem Datum in der 1949 gegründeten DDR, wurde das Schloss von der NVA als Erholungsheim genutzt.[6]
In den 1970er Jahren starben der letzte Graf von Boitzenburg und seine Frau im Exil. Nach der Wende, im Jahre 1994, konnten ihre Urnen in das Boitzenburger Familiengrab der Arnims überführt werden.[7]
Am 26. April 2003 wurde das Schloss Boitzenburg nach 1999 begonnenen umfassenden Renovierungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es beherbergt ein Hotel und ein Restaurant. Der gegenüberliegende Marstall wird als Kreativzentrum, Bauernmarkt und Veranstaltungsbereich genutzt.[8]
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten] In der Gemeinde
| 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4553 | 4343 | 4270 | 4204 | 4119 | 4060 | 3668[9] |
Im Jahre 2010 waren 1909 der 3668 Einwohner männlich. 1759 waren weiblich.[10]
[Bearbeiten] Im Ortsteil Boitzenburg
| 1875 | 1890 | 1910 | 1925 | 1933 | 1946 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 948 | 888 | 786 | 877 | 725 | 1094 | 1636 | 1526 | 1536 | 1518 | 1501 | 1512 | 1469 | 1411 | 1198 |
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
Bei der letzten Wahl der Gemeindevertretung am 28. September 2008 stimmten die Wähler der Gemeinde Boitzenburger Land folgendermaßen ab. Es waren 3290 Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen, von denen 1757 zur Wahl gingen. 60 Stimmzettel davon waren ungültig. Die gesetzliche Zahl der Sitze beträgt 16.[11]
| Partei / Wahlbewerber | Stimmenanzahl | Sitze |
|---|---|---|
| CDU | 1241 | 4 |
| Die Linke | 1096 | 3 |
| Bürger für Bürger – die Parteiunabhängigen im Boitzenburger Land | 929 | 3 |
| WG Freie Wählervereinigung Boitzenburger Land | 655 | 2 |
| SPD | 252 | 1 |
| Wahlalternative Sport- und Vereinsförderung | 248 | 1 |
| Wählergruppe Bauern – Ländlicher Raum | 202 | 1 |
| B'90/Grüne | 168 | 1 |
| FDP | 136 | 0 |
| Einzelwahlvorschlag Wullstein | 61 | 0 |
[Bearbeiten] Ortsbeirat
Bei der letzten Wahl des Ortsbeirates des Ortes Boitzenburg am 28. September 2008 stimmten die Wähler folgendermaßen ab. Es waren 932 Personen wahlberechtigt, von denen 503 Personen ihr Wahlrecht ausübten. 21 Stimmzettel waren dabei ungültig. Die gesetzliche Zahl der Sitze beträgt 5.[12]
| Partei / Wahlbewerber | Stimmenanzahl | Sitze |
|---|---|---|
| Die Linke | 487 | 2 |
| Wahlalternative Sport- und Vereinsförderung | 293 | 1 |
| WG Freie Wählervereinigung Boitzenburger Land | 287 | 1 |
| CDU | 207 | 1 |
| Bürger für Bürger – die Parteiunabhängigen im Boitzenburger Land | 141 | 0 |
Es wurden daraufhin am 23. Oktober 2008 Monika Lange (Die Linke) zum Ortsvorsteher und zum stellvertretenden Ortsvorsteher Karin Boeck (Die Linke) gewählt.[13]
[Bearbeiten] Landtagswahl
Bei der letzten Landtagswahl in Brandenburg 2009 stimmten die Wähler des Boitzenburger Landes folgendermaßen ab. Wahlberechtigt waren 3181 Personen, von denen 2358 ihr Wahlrecht wahrnahmen. 75 der Zweit- und 85 der Erststimmen waren dabei ungültig.[14]
| Partei / Wahlbewerber | Zweitstimmenanteil (%) | Erststimmenanteil (%) |
|---|---|---|
| Die Linke | 32,9 | 34,8 |
| SPD | 26,3 | 21,6 |
| CDU | 24,0 | 31,1 |
| B'90/Grüne | 5,3 | 6,0 |
| FDP | 4,7 | 4,6 |
| NPD | 2,2 | 0 |
| DVU | 1,4 | 0 |
| Freie Wähler | 1,2 | 1,9 |
| RRP | 0,6 | 0 |
| Die-Volksinitiative | 0,5 | 0 |
| 50Plus | 0,4 | 0 |
| Die Republikaner | 0,2 | 0 |
| DKP | 0,2 | 0 |
Nimmt man den Ort Boitzenburg für die Landtagswahl 2009 allein, so fällt auf, dass die prozentuale Zustimmung für Die Linke und CDU größer war als in der Gesamtgemeinde. Erstere bekam sogar einen Vorsprung von 10% vor der CDU. Die SPD nahm hier nur den dritten Platz ein. Ebenfalls ist festzustellen, dass der Wahlbezirk Boitzenburg bei dieser Wahl mit 14 Zweitstimmen den größten Anteil an Wählern der rechtsextremen NPD in der Gemeinde aufzuweisen hatte.
Das Ergebnis ist in nachfolgender Tabelle zu ersehen. Wahlberechtigt im Wahlbezirk Boitzenburg waren 880 Personen, von denen 464 ihr Wahlrecht wahrnahmen. 22 der Zweit- und 24 der Erststimmen waren dabei ungültig.[15]
| Partei / Wahlbewerber | Zweitstimmenanteil (%) | Erststimmenanteil (%) |
|---|---|---|
| Die Linke | 36,7 | 39,1 |
| CDU | 26,9 | 30,5 |
| SPD | 22,9 | 19,1 |
| FDP | 4,5 | 5,2 |
| NPD | 3,2 | 0 |
| B'90/Grüne | 2,9 | 4,1 |
| DVU | 1,1 | 0 |
| Freie Wähler | 0,9 | 2,0 |
| RRP | 0,2 | 0 |
| 50Plus | 0,2 | 0 |
| Die Republikaner | 0,2 | 0 |
| DKP | 0,2 | 0 |
| Die-Volksinitiative | 0 | 0 |
[Bearbeiten] Vereinsleben
Im Ortsteil Boitzenburg gibt es eine vielfältige Vereinslandschaft[16]:
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[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde am 30. Oktober 2007 genehmigt.
Blasonierung: „Geviert und geteilt durch eine silberne Leiste; Feld 1: in Blau ein silberner Renaissanceschlossgiebel mit zwei offenen Fenstern und einem Vierpass darüber, Feld 2 und 3: in Rot zwei silberne Balken, Feld 4: in Blau ein offenes silbernes Spitzbogenfenster.“[17]
Feld 2 und 3 sind aus dem Wappen der im Boitzenburger Land langjährig herrschenden Adelsfamilie von Arnim entlehnt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bau- und Bodendenkmale
In der Liste der Baudenkmale in Boitzenburger Land stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale. Auch einige Bodendenkmale sind in der Gemeinde zu finden, welche in der Liste der Bodendenkmale im Boitzenburger Land eingetragen sind.
Besonderheiten:
- Schloss Boitzenburg
- Lenné-Park mit Apollotempel in Boitzenburg
- Klosterruine Boitzenburg (ehemaliges Zisterzienser-Nonnenkloster Marienpforte)
- Theater Klosterruine Boitzenburg
- Kapelle in Buchenhain-Mellenau
- Thomsdorfer Kirche
- Boitzenburger Tiergarten (älteste Eiche)
- Verlobungsstein im Tiergarten (riesiger Findling)
[Bearbeiten] Museen
- Historische Wassermühle Boitzenburg
- Heimatstube und Galerie Klaushagen
- Heimatstube Warthe
- Klostermühle Boitzenburg
- Kunsthandwerkerhof Thomsdorf
- Museumsschule Hardenbeck[18]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In der Gemeinde sind viele klein- und mittelständische Betriebe ansässig. In der wald- und seenreichen Ferienregion bestehen weitere Entwicklungspotentiale im Tourismussektor. So stehen z.B. viele Ferienwohnungen in der Gemeinde zur Verfügung.[19]
Des Weiteren gibt es mehrere gastronomische Betriebe. So im Ortsteil Boitzenburg "Zur Klostermühle", den "Gräflichen Marstall", die "Mocca Milch Eisbar", das "Restaurant Schloss Boitzenburg" und die "Gaststätte Am Sportplatz". Weitere Gastronomien gibt es in den Ortsteilen Berkholz, Buchenhain, Hardenbeck, Haßleben, Thomsdorf, Wichmannsdorf und Warthe.[20]
Die Gemeinde Boitzenburger Land verfügt über Kindertagesstätten in Boitzenburg, Haßleben, Hardenbeck und Wichmannsdorf.[21] Die einzige Schule der Gemeinde, die "Puschkin-Grundschule", befindet sich im Ortsteil Boitzenburg. Weiterführende Schulen gibt es nicht.[22]
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Die Bundesstraße 109 durchquert den Osten des Gemeindegebietes. Vom Ortsteil Haßleben an der B 109 führt eine Landesstraße zum Autobahnanschluss Pfingstberg an der A 11 (Berlin–Stettin).
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Adolf von Arnim-Boitzenburg (1832–1887), Reichstagspräsident
- Georg Abraham von Arnim (1651–1734), Generalfeldmarschall
- Hans Georg von Arnim-Boitzenburg (1551–1641), Generalfeldmarschall, Diplomat und Politiker
- Herwart Fischer (1885–1938), Rechtsmediziner und Hochschullehrer, seit 1930 NSDAP-Mitglied
- Helmut Christian Reiche alias Christian Ryke (* 1913 in Wichmannsdorf; † 1993), Jurist und Buchautor
- Joachim Dietlof von Arnim-Boitzenburg (1898–1972), letzter Graf auf Schloss Boitzenburg
- Sieghart von Arnim (* 16. September 1928 in Arnimshain, heute Buchenhain), Manager und Sachbuchautor
[Bearbeiten] Literatur
- Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
- ↑ http://kulturreise-ideen.de/herrenhaeuser/gutshaeuser/Tour-herrenhaeuser-in-der-uckermark.html#to_map
- ↑ http://www.schloss-boitzenburg.de/schloss/historisches/schlossgeschichte4.html
- ↑ http://www.schloss-boitzenburg.de/schloss/historisches/schlossgeschichte4.html
- ↑ http://www.welt.de/print-wams/article608624/Schloss_der_Leidenschaften.html
- ↑ http://www.schloss-boitzenburg.de/schloss/historisches/schlossgeschichte4.html
- ↑ http://www.boitzenburg-uckermark.de/26-0-neorenaissanceschloss-boitzenburg.html
- ↑ http://www.statistik-berlin-brandenburg.de//Publikationen/OTab/2011/OT_A01-04-00_124_201012_BB.pdf
- ↑ http://www.statistik-berlin-brandenburg.de//Publikationen/OTab/2011/OT_A01-04-00_124_201012_BB.pdf
- ↑ http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/cb2350edf0c2c31a8120703745b86c46_bekanntmerg._gv.doc
- ↑ http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/bekanntmerg.ob_boi.doc
- ↑ http://daten.verwaltungsportal.de/dateien/sitzungen/protokoll_1._konst._sitzg_ortsbeirat_boitzenburg.doc
- ↑ http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/ergebnis_ltwahl_wk_10.doc
- ↑ http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/ergebnis_ltwahl_wk_10.doc
- ↑ http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=2
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?kategorie=76
- ↑ http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=8
- ↑ http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=7
- ↑ http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?kategorie=5
- ↑ http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=4
[Bearbeiten] Weblinks
Angermünde | Berkholz-Meyenburg | Boitzenburger Land | Brüssow | Carmzow-Wallmow | Casekow | Flieth-Stegelitz | Gartz (Oder) | Gerswalde | Göritz | Gramzow | Grünow | Hohenselchow-Groß Pinnow | Lychen | Mark Landin | Mescherin | Milmersdorf | Mittenwalde | Nordwestuckermark | Oberuckersee | Passow | Pinnow | Prenzlau | Randowtal | Schenkenberg | Schöneberg | Schönfeld | Schwedt/Oder | Tantow | Temmen-Ringenwalde | Templin | Uckerfelde | Uckerland | Zichow
