Bokeloh (Meppen)
| Bokeloh
Stadt Meppen
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| Koordinaten: | 52° 42′ N, 7° 21′ O52.69757.347514Koordinaten: 52° 41′ 51″ N, 7° 20′ 51″ O |
| Höhe: | 14–22 m ü. NN |
| Fläche: | 4,45 km² |
| Einwohner: | 1.237 (2007) |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 |
| Postleitzahl: | 49716 |
| Vorwahl: | 05931 |
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Lage von Bokeloh in Meppen |
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Bokeloh ist ein Ortsteil der niedersächsischen Kreisstadt Meppen im Landkreis Emsland.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschreibung des Ortes
Bokeloh hat etwa 1240 Einwohner auf einer Fläche von 4,45 km² und liegt an der Hase im Osten des Stadtgebietes von Meppen.
Der Maler Otto Pankok lebte in den Jahren 1938 bis 1941 in Bokeloh zurückgezogen mit seiner Familie um dort, ungestört von den Nationalsozialisten, leben und arbeiten zu können. In der alten Dorfschule, die im Jahre 2002 saniert wurde, wird in einer Dauerausstellung an ihn erinnert.
Bokeloh besitzt mit St. Vitus eine über 1000jährige Kirche, die wahrscheinlich die älteste im Landkreis ist.
Bokeloh stellt hinsichtlich des Grundbesitzes einen Sonderfall dar: Einer nicht gesicherten Überlieferung nach war der für die Säkularisation kirchlichen Besitzes in den napoleonischen Zeiten zuständige Sekretär beim Bischof von Osnabrück ein Cousin des damaligen Pfarrers von St. Vitus in Bokeloh. Ihm gelang es, die Akte Bokeloh so weit auf die lange Bank zu schieben, bis diese für kirchlichen Besitz schwierigen Zeiten vorüber waren.
Auf diese Weise blieb aller Grund und Boden des Dorfes Bokeloh bis in die 1960er Jahre Eigentum der Kirchengemeinde, ganz im Gegensatz zu den direkt angrenzenden Flächen außerhalb der Ortsgrenzen wie in Hofe (die Höfe Jansen und Meyring) und Vormeppen (der Hof Wekenborg mit dem mittelalterlichen Burgwall Wekenborg). Erst dann konnten die Bürger des Dorfes die Grundstücke käuflich erwerben, auf denen ihre Häuser standen.
Da die übrigen Flächen weiterhin Eigentum der Kirchengemeinde sind, lässt sich auch ein späterer Vorgang erklären: Obwohl sich der Einwohnerzuwachs eher im nördlichen Dorf (Siedlung in Richtung Bundesstraße) ergab, bestand die Kirchengemeinde darauf, die St.-Vitus-Kirche zu vergrößern. Die im alten Dorfzentrum (Kirchberg) ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe wurden ausgesiedelt, das alte Lehrerhaus abgerissen und an die Kirche ein moderner Neubau angefügt.
Ortsvorsteherin ist Marita Westermann.
[Bearbeiten] Herkunft des Namens
Der Name Bokeloh ist zusammengesetzt aus dem Bestimmungswort boke (Buche) und dem Grundwort lo, loh auch la (Gehölz, Wald). Der Name bedeutet also Buchenwald.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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[Bearbeiten] Wirtschaft
Nördlich der Bundesstraße 402 befindet sich ein Werk zur Herstellung von Spanplatten und mitteldichten Holzfaserplatten. Im Ortskern befinden sich die beliebten Gaststätten Albers (direkt gegenüber der Kirche, mit Hotel) und Giese (unterhalb der Kirche an der Hase). Im Juni 2008 wurde ein neues Café mit integriertem Kiosk eröffnet. Seit 2002 werden in der Galerie Atelierspuren internationale Künstler präsentiert.
[Bearbeiten] Geschichtliches
Unmittelbar an der Hase, drei Kilometer östlich von Meppen und einen Kilometer südlich von Bokeloh, war man sich im Jahr 1888[2] sicher, ein Römerlager gefunden zu haben. Man benannte es Wekenborg nach der dortigen Flur. Man ging davon aus, dass das Römerlager oder Kastell aus der älteren Periode der römisch-germanischen Kriege (16 v. Chr.–16 n.Chr.) stammte.
Die Hase hatte früher einen anderen Verlauf und umschloss das Lager an den Seiten. Nur im Nordosten musste es durch zusätzliche Wälle und Gräben stärker gesichert werden.
Entdeckt wurde eine Wallanlage, die ein Quadrat mit einer Seitenlänge von rund 200 Metern bildete. Über den römischen Ursprung, und dass es sich um ein Marschlager gehandelt hatte, gab es bei den beteiligten Forschern keinen Zweifel, weil nicht nur die Art und Konstruktion der Wälle darauf hinwies, sondern auch ein mutmaßlicher römischer Heerweg in nur einem Kilometer Entfernung vorbeiführte.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Einwohnerzahlen nach: G. Uelschen: Die Bevölkerung in Niedersachsen 1821 - 1961, Hannover, 1966 für 1821 bis 1961; Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes, Bd. 20, 1973 für 1971; www.meppen.de ab 2005
- ↑ Paul Höfer: Die Varusschlacht S. 83–84, Leipzig 1888
[Bearbeiten] Weblinks
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