Bokito (Gorilla)

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Bokito 2010 im Rotterdamer Tiergarten Blijdorp

Bokito (* 14. März 1996 in Berlin) ist ein männlicher Westlicher Gorilla.

Nach seiner Geburt im Zoologischen Garten Berlin wurde er von seiner Mutter M'penzi zurückgewiesen und von menschlichen Betreuern aufgezogen. Im August 2005 brachte man ihn in den Tiergarten Blijdorp in Rotterdam, wo er seither lebt. Als dominanter Silberrücken seiner Familie hat er bisher sechs Nachkommen gezeugt, alle weiblich, von denen fünf noch am Leben sind.

Der Enkel des 2008 verstorbenen Matze erlangte durch seine Ausbruchsversuche eine breitere, auch internationale Bekanntheit, insbesondere durch den zweiten im Jahr 2007.

Ausbrüche[Bearbeiten]

  • Im Sommer 2004 überkletterte Bokito eine drei Meter hohe Wand seines Berliner Geheges, konnte aber ohne Probleme zurückgebracht werden.
  • Am 18. Mai 2007 überwand er den vier Meter breiten Abzugsgraben seines Rotterdamer Geheges und griff eine 57-jährige Zoobesucherin an, der er mehrere Bisse und Frakturen beibrachte. Anschließend lief Bokito in ein Restaurant, wo er große Panik verursachte, bevor er mit einem Gewehr betäubt werden konnte. Als Grund für den gezielten Angriff auf die Frau vermutet man deren emotional gefärbte Beziehung zu Bokito. Sie hatte ihn zuvor fast täglich besucht und gegen den Rat des Zoopersonals immer wieder Blickkontakt zu ihm aufgenommen.[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

„Bokitoproof“ ist ein holländisches Wort für „resistent gegen extremen Vandalismus“ und war Wort des Jahres 2007.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bokito – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wenn Frauen sich in Affen verlieben
  2. [1]