Bolmen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bolmen
Blick auf den See Bolmen von Piksborg aus.
Blick auf den See Bolmen von Piksborg aus.
Geographische Lage im westlichen Teil von Småland in Schweden
Zuflüsse Storån
Abfluss Bolmån
Daten
Koordinaten 56° 52′ N, 13° 42′ O56.86666666666713.7141.6Koordinaten: 56° 52′ N, 13° 42′ O
Bolmen (Kronoberg)
Bolmen
Höhe über Meeresspiegel 141,6 m ö.h.
Fläche 173,19 km²[1]
Volumen 1,070 km³dep1[2]
Maximale Tiefe 36 m[2]
Mittlere Tiefe 5,4 m[2]
Einzugsgebiet 1640 km²[3]
Besonderheiten

Binneninsel Bolmsö, Trinkwasserversorgung

Der Bolmen ist der größte See im westlichen Teil Smålands in Schweden. Er liegt etwa 80 Kilometer südlich von Jönköping.

Der Name Bolmen stammt aus dem Altschwedischen (Fornsvenska) und wird auf das Jahr 1689 datiert. Er lautete damals „Bollmen Lacus“, was so viel bedeutet wie „Großer See“ (Storsjön).

Der See hat sehr viele Inseln – laut einer Sage sind es 365 – von denen Bolmsö die größte im See ist. Weiterhin befindet sich die bis 1932 unkartierte Inselgruppe der Tira-Inseln im See.

Der Bolmen gehört größtenteils zur Gemeinde Ljungby, Teile des Sees gehören aber auch zu den Gemeinden Hylte und Värnamo.

Der See dient der Trinkwasserversorgung für mehrere südschwedische Orte, u. a. Lund. Das Wasser wird durch den Bolmentunnel bis nach Schonen geleitet. Der natürliche Ablauf des Sees ist der Fluss Bolmån, welcher wiederum der größte Zufluss des Flusses Lagan ist.

Am südlichen Ende des Bolmen befand sich im 13. Jahrhundert die Burg Piksborg. Die Anlage ist heute auch noch zu erkennen, die Gebäude existieren aber nicht mehr, da sie aus Holz gebaut waren. In Piksborg überquert auch der Radwanderweg „Banvallsleden“ den Bolmen.

Im Bolmen kommen 24 Fischarten vor. Unter anderem gibt es Zander, Hecht, Barsch, Aal, Brasse (Brachse), Schleie, Rotfeder, Rotauge, Aalquappe, Lachs, Lachsforelle.

Die Seilfähre „Bolmia“ zwischen Bolmsö und Sunnaryd.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sjöareal och sjöhöjd (3,32 MB; PDF), Svenskt vattenarkiv (SVAR), Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  2. a b c Sjödjup och sjövolym (712,6 kB; PDF), Svenskt vattenarkiv (SVAR), Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  3. VattenWeb, Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)