Bonaventura Berlinghieri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der hl. Franziskus und Szenen aus seinem Leben. Altarretabel, 1235, 160 x 123 cm, Pescia, San Francesco

Bonaventura Berlinghieri (nachweisbar von 1228 bis 1274 in Lucca), war ein italienischer Maler.

Bonaventura Berlinghieri war der Sohn des Berlinghiero Berlinghieri, von dem er auch ausgebildet wurde. Gegen 1235 malte er einen Heiligen Franziskus, der sich in Pescia befindet und sein einziges gesichertes Werk ist. Gegen 1244 soll er die Privaträume des Erzbischofs von Lucca mit Vögeln und ornamentalen Motiven ausgemalt haben, von denen sich nichts erhalten hat.

Obwohl man deutlich erkennen kann, dass er dem Stil seines Vaters nachfolgte, verstand es Bonaventura nicht seine eigene Individualität umzusetzen, so dass seine Bilder der byzantinischen Malerei näher stehen, als dessen Werke. Trotzdem war auch er stilbildend für die nachfolgende Malergeneration und beeinflusste sogar, besonders in Florenz, hochrangige Maler, wie z. B. den Meister des Bardi-Altars.

Ausgehend von seinem einzigen gesicherten Werk, versuchte die Forschung ihm noch einige weitere Werke zuzuschreiben.

Ausgewählte Werke[Bearbeiten]

  • Florenz, Galleria degli Uffizi
    • Doppeltafel: Maria mit dem Kinde und Heiligen; Die Kreuzigung Christi. um 1260 – 1270
  • Pescia, San Francesco
    • Der heilige Franziskus mit Szenen aus seinem Leben.
  • Rom, Palazzo Barberini
    • Kruzifix.
  • Tereglio, Pfarrkirche
    • Kruzifix.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kindlers Malereilexikon. Kindler Verlag AG, Zürich 1964-1971