Bong Joon-ho

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Bong Joon-ho bei dem Festival des amerikanischen Films Deauville 2013
Koreanische Schreibweise
Hangeul 봉준호
Hanja 奉俊昊
Revidierte Romanisierung Bong Jun-ho
McCune-Reischauer Pong Chunho
siehe auch: Koreanischer Name

Bong Joon-ho (* 14. September 1969 in Seoul, Südkorea) ist ein südkoreanischer Regisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Bong Joon-ho absolvierte die Koreanische Filmakademie. Daraufhin führte er bei vielen Kurzfilmen Regie, bevor er 2000 mit der Komödie Barking Dogs Never Bite seinen ersten abendfüllenden Spielfilm drehte. Schon für sein Erstlingswerk wurden Joon-ho vielfach herausragende Fähigkeiten attestiert.

Sein zweiter Kinofilm, der Thriller Memories of Murder, wurde von der Kritik hochgelobt und in Südkorea unter anderem mit vier Grand Bell Awards ausgezeichnet, darunter dem für die beste Regie. Auch in den USA und Europa wurde der Film verschiedentlich positiv besprochen, eine weitere Auszeichnung für die Regie erhielt Bong Joon-ho etwa beim Internationalen Filmfestival in San Sebastián.

Der 2006 erschienene Monsterfilm The Host machte Joon-ho endgültig zum Starregisseur des südkoreanischen Kinos. In weniger als drei Wochen zog The Host über 10 Millionen Zuschauer an, womit er eine neue Rekordmarke setzte. Auch international wurde der Film, der bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt wurde, ein Publikumserfolg. Die französische Filmzeitschrift Cahiers du cinéma führt ihn als drittbesten Film des Jahres 2006.[1] Das US-amerikanische Filmstudio Universal sicherte sich die Rechte für Fortsetzungen. Neben einem weiteren Grand Bell Award für die beste Regie erhielt Joon-ho weitere Auszeichnungen und Nominierungen renommierter Filmwettbewerbe.

Die hohen Erwartungen an sein nächstes Projekt, das 2009 erschienene Thrillerdrama Mother, konnte Joon-ho in den Augen der meisten Kritiker erfüllen. Vor allem in den USA erhielt der Film diverse Auszeichnung als bester fremdsprachiger Film, in dieser Kategorie war er auch für den Oscar nominiert.

2011 stand Bong Joon-ho der Caméra-d’Or-Jury vor, die auf den 64. Filmfestspielen von Cannes den Preis für den besten Erstlingsfilm vergab.

Wie Park Chan-wook ist er Mitglied in der sozialistischen Demokratischen Arbeiterpartei.

Stil und Themen[Bearbeiten]

Bong Joon-hos Regiearbeiten werden als sehr facettenreich beschrieben, sowohl was den inszenatorischen Stil als auch den Inhalt betrifft. Die vermeintlichen Unterhaltungsgenres, die er mit seinen bisherigen Filmen, insbesondere mit The Host bediene, seien angereichert mit gekonnten und psychologisch stimmigen Charakterstudien sowie ausgeprägter Gesellschaftskritik, in Memories of Murder etwa durch eine Aufarbeitung der späten südkoreanischen Militärdiktatur in den 1980er-Jahren.[2] Einer sehr dichten Atmosphäre stünden ironische, schwarzhumorige Brüche und teilweise rasante Tempiwechsel gegenüber. Trotzdem würden seine Filme wie aus einem Guss wirken.[3]

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bong Joon-ho – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Palmares 2006, cahiersducinema.com
  2. A South Korean „Zodiac“, Seongyong Cho in der Chicago Sun Times vom 22. Mai 2012
  3. The Bong Joon-ho Page auf koreafilm.org
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Bong ist hier somit der Familienname, Joon-ho ist der Vorname.