Bongard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Bongard in Rheinland-Pfalz. Für weitere Bedeutungen siehe Bongard (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bongard
Bongard
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bongard hervorgehoben
50.2930555555566.8391666666667495Koordinaten: 50° 18′ N, 6° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Kelberg
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 6,64 km²
Einwohner: 268 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53539
Vorwahl: 02692
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 206
Adresse der Verbandsverwaltung: Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Webpräsenz: www.vgv-kelberg.de
Ortsbürgermeister: Alois Sicken
Lage der Ortsgemeinde Bongard im Landkreis Vulkaneifel
Scheid Hallschlag Ormont Kerschenbach Reuth Stadtkyll Jünkerath Schüller Gönnersdorf Esch Feusdorf Lissendorf Birgel Steffeln Wiesbaum Berndorf Hillesheim (Eifel) Oberbettingen Basberg Kerpen (Eifel) Üxheim Nohn Oberehe-Stroheich Walsdorf Dohm-Lammersdorf Duppach Kalenborn-Scheuern Rockeskyll Pelm Berlingen Hohenfels-Essingen Gerolstein Neroth Birresborn Kopp (Vulkaneifel) Mürlenbach Densborn Salm Dreis-Brück Betteldorf Daun Dockweiler Hinterweiler Kirchweiler Kradenbach Nerdlen Sarmersbach Gefell Hörscheid Darscheid Utzerath Schönbach Steiningen Steineberg Demerath Winkel (Eifel) Immerath Strotzbüsch Mückeln Strohn Gillenfeld Ellscheid Saxler Udler Mehren Schalkenmehren Üdersdorf Brockscheid Bleckhausen Oberstadtfeld Wallenborn Niederstadtfeld Weidenbach Schutz Meisburg Deudesfeld Borler Bongard Boxberg Neichen Beinhausen Katzwinkel Hörschhausen Berenbach Kötterichen Höchstberg Kaperich Lirstal Oberelz Arbach Retterath Uersfeld Mannebach Bereborn Kolverath Sassen Gunderath Horperath Ueß Mosbruch Kelberg Gelenberg Bodenbach Reimerath Welcherath Brücktal Kirsbach Drees Nitz Landkreis Mayen-Koblenz Landkreis Cochem-Zell Landkreis Bernkastel-Wittlich Eifelkreis Bitburg-Prüm Nordrhein-Westfalen Landkreis Ahrweiler BelgienKarte
Über dieses Bild

Bongard ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Vulkaneifel und teilweise im Landschaftsschutzgebiet „Kelberg“. Östlich des Ortes fließt der Nohner Bach. Zu Bodenbach gehört auch der Wohnplatz Forsthaus Barsberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten, bekannten Bewohner in und um Bongard waren die Kelten (ca. 500 v. Chr.). Sie lebten auf dem und am östlich des Ortes liegenden Barsberg und noch heute kann der einst ca. 60 m lange und wohl 7 m hohe Schutzwall erkannt werden.

Vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Bongard zum Kurfürstentum Trier und war Hauptort eines Zentgerichts, das dem Amt Daun untergeordnet war. Zur „Zent Bongard“ gehörten die Nachbarorte Bodenbach, Borler, Boxberg, Gelenberg, Meisenthal und Rothenbach. Nach dem Trierer Feuerbuch von 1563 umfasste die Ortschaft im Jahr 1563 insgesamt 16, im Jahr 1684 nur 10 Feuerstellen.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Administration gehörte Bongard von 1798 bis 1814 zum Kanton Ulmen im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Unter preußischer Verwaltung war die Gemeinde Bongard dem Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet und wurde von der Bürgermeisterei Kelberg verwaltet. Diese ging 1927 im Amt Kelberg und 1968 in der Verbandsgemeinde Kelberg auf. Nach dem Ersten Weltkrieg stand das Gebiet unter Französischer Militärverwaltung. Bei der Auflösung des Kreises Adenau im Jahr 1932 kam Bongard zum Kreis Mayen. Seit 1946 ist die Region Teil des Landes Rheinland-Pfalz und gehörte bis 1949 zur Französischen Besatzungszone.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung von Rheinland-Pfalz kam die Gemeinde am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Mayen zum Landkreis Daun (heute Landkreis Vulkaneifel).[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bongard, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 179
1835 206
1871 180
1905 211
1939 225
Jahr Einwohner
1950 225
1961 243
1970 239
1987 248
2005 256

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bongard besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter rotem Schildhaupt mit silberner Zange, in Silber auf grünem Boden ein auffliegender roter, goldbewehrter Falke mit erhobenem rechten Fuß“.

Nach einer Mitteilung des Landeshauptarchivs Koblenz hatte das Geschlecht der „von dem Bongart genannt Dumegin“ einen gleichartigen Falken in ihrem Siegel. Es ist lokalisiert für Bongard bei Kelberg und zeigt „einen auffliegenen Falken mit erhobenem rechten Fuß“. Dieses Bongard´sche Adelswappen steht für die Gemeinde Bongard im unteren Schildteil. Bongard verehrt seit altersher als Kirchen- und Ortspatronin die hl. Agatha. Ihr Attribut, eine Zange, ist im Schildhaupt wiedergegeben. Die Feldfarben Rot und Silber deuten auf die frühere landesherrliche Zugehörigkeit zu Kurtrier hin.

Religion[Bearbeiten]

Die Bürger von Bongard sind zu ca. 90 % römisch-katholisch. Bongard gehört zur kath. Pfarrei Bodenbach. Auch die Heyerbergkapelle mit ihrem Kreuzweg im Wald wird von Bongardern gerne besucht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bongard – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 73 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 112, 149.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 163 (PDF; 2,1 MB)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen