Bonnesche Projektion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bonnesche Projektion der Erde mit Koordinatenraster
Bonnesche Projektion der Erde mit Landmassen und Ozeanen

Die Bonnesche Projektion ist eine unecht-zylindrische Kartenprojektion des französischen Kartographen und Mathematikers Rigobert Bonne. Er entwickelte diese herzförmige Projektion der Erde 1752. Teilweise wird die Bonnesche Projektion auch als modifizierte Flamsteed-Projektion bezeichnet.

Die Bonnesche Projektion zeichnet sich durch ihre Flächentreue aus. Mittelmeridian und Breitenkreise sind längentreu. Dabei ist ein Breitenkreis stets der Berührungskreis und liegt transversal (senkrecht auf die Erdachse) an. Wegen ihrer Flächentreue war die Projektion zunächst beliebt, sie wurde aber wegen ihrer Verzerrungen später wieder nur mehr wenig verwendet.

Die Bonnesche Projektion wurde als Grundlage für die Dufourkarte verwendet, das älteste amtliche Kartenwerk der Schweiz von 1840.[1]

Eine weitere Anwendung der Projektion war die Übersichtskarte von Mitteleuropa (Projektion Bonne) 1 : 750.000 des österreichischen Militärgeographischen Institutes im Rahmen der Franzisco-Josephinischen Landesaufnahme.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guillaume-Henri Dufour: Die Schweizerische Landesvermessung, 1832–1864. Geschichte der Dufourkarte, etc. Verlag Stämpfli, Bern 1896, British Library, Historical Print Editions, London 2011, ISBN 1-241-38017-1.
  2. Ernst Hofstätter: Beiträge zur Geschichte der österreichischen Landesaufnahmen: Ein Überblick der topographischen Aufnahmeverfahren, deren Ursprünge, ihrer Entwicklungen und Organisationsformen der vier österreichischen Landesaufnahmen. Herausgegeben vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. 2 Bände. Wien 1989, DNB 943727200. S. 169.