Bonwill-Dreieck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter dem Bonwill-Dreieck (auch: Bonwillsches Dreieck) versteht man in der Zahnmedizin ein gedachtes Dreieck, dessen Eckpunkte der Unterkiefer-Inzisalpunkt (Kontaktpunkt 31/41) und die Mittelpunkte der beiden Unterkieferkondylen bilden. Dieses Dreieck ist normalerweise gleichseitig und seine Seitenlänge beträgt durchschnittlich etwa 10 cm. Zwischen dem Bonwill Dreieck und der Kauebene befindet sich der Balkwill-Winkel. Er beträgt ca. 20-25°.

Das Bonwill-Dreieck wurde nach dem Mediziner William Gibson Arlington Bonwill (1833–1899) benannt. 1873 wurde er für seine Arbeiten am Franklin Institute of Philadelphia ausgezeichnet.

Verwendung[Bearbeiten]

Das Bonwill-Dreieck ist eines der Konstruktionsmerkmale von Mittelwert-Artikulatoren. Zur Ermittlung des individuellen Bonwill-Dreieckes eines Patienten wird ein Gesichtsbogen verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Zahnärztliche Prothetik, Karlheinz Körber, 3. Auflage, Thieme, 1985 Stuttgart: S.18,24
  • Zahn-Mund-Kiefer-Heilkunde – Band 3 Prothetik und Werkstoffkunde, Norbert Schwenzer (Hrsg.), Thieme, 1982: S.289