Boos (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Boos
Boos (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Boos hervorgehoben
50.3130555555567.0194444444444470Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 10,38 km²
Einwohner: 627 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02656
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz: www.boos-eifel.de
Ortsbürgermeister: Friedhelm Stephani
Lage der Ortsgemeinde Boos im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Boos ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Geographie[editar]

Die Gemarkung liegt in der von Maaren geprägten Osteifel und umfasst eine Fläche von 10,38 km², hiervon sind 5,02 km² Wald. Im Jahr 2000 wurde das 1,52 km² umfassende Naturschutzgebiet „Booser Maar“ ausgewiesen.

Boos ist die westlichste Gemeinde des Landkreises Mayen-Koblenz und liegt in der Vulkaneifel, rund fünf Kilometer südöstlich des Nürburgringes. Nordwestlich des Ortes steht seit 2003 der Booser Eifelturm auf dem 557 Meter hohen Schneeberg mit Blick u.a. auf das Booser Doppelmaar.

Geschichte[editar]

1238 wurde die Gemeinde erstmals urkundlich in der Schenkung des Grafen Hermann von Virneburg an das Kloster Himmerod erwähnt.[2] Sie teilte jahrhundertelang das Schicksal der Grafschaft. Nach dem Aussterben der Virneburger 1545 kam Boos an die von Manderscheid-Schleiden. Nach deren Aussterben 1593 ergriff Kurtrier die Herrschaft und machte die von den Manderscheidern eingeführte Reformation rückgängig. Nach der Annexion der Eifel durch Frankreich 1794/95 begann eine 20-jährige französische Herrschaft. Danach kam Boos zur preußischen Rheinprovinz. 1817 kam Boos zur Bürgermeisterei Mayen. Am 15. Mai 1880 wurde ein Teil es Dorfes durch einen Brand zerstört.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise amerikanisch besetzt.

Politik[editar]

Gemeinderat[editar]

Der Gemeinderat in Boos besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bei der vorhergehenden Wahl fand eine Mehrheitswahl statt.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl GRÜNE WGR Gesamt
2014 1 11 12 Sitze
2009 Mehrheitswahl 12 Sitze

Wappen[editar]

Blasonierung: „Durch eingeschweifte blaue Spitze, darin zwei verschlungene silberne Ringe, gespalten, vorn in Silber das rote Kurtrierer Kreuz, hinten in Gold eine rote Raute.“

Bei der Auswahl der Symbole des Wappens hat sich der Gemeinderat auf die geschichtliche Vergangenheit der Ortsgemeinde Boos gestützt. Das Kurtrierer Kreuz weist auf das Lehensverhältnis zum Kurfürstentum Trier hin, während die Raute dem Wappen der Grafen von Virneburg entlehnt ist. Die verschlungenen Ringe geben einen Hinweis auf die historische Zugehörigkeit zur Abtei Himmerod. Das Wappen wurde am 18. Januar 1988 durch die Bezirksregierung Koblenz genehmigt.

Kirche[editar]

Seit 1799 ist Boos eigene Pfarrei. Die Pfarrkirche St. Bartholomäus wurde nach Plänen von Johann Claudius von Lassaulx 1837–39 errichtet und 1896 erweitert. Seit 1998 gehört die Pfarrei zum neuen Dekanat Mayen-Mendig.

Verkehr[editar]

Boos gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel. Mit den Buslinien 334 und 343 der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft sowie dem Anruf-Nah-Verkehrsdienst (ANDi) besteht wochentags eine Verbindung zu den Bahnhöfen Monreal und Mayen Ost an der Pellenz-Eifel-Bahn KaiserseschAndernach.

Durch Boos verläuft die B 410. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Laubach an der A 48.

Persönlichkeiten[editar]

  • Domenica Niehoff (bekannt als Domenica), eine der bekanntesten ehemaligen Prostituierten Deutschlands, lebte mehrere Jahre in Boos, bis sie 2008 wieder nach Hamburg zog.[4]

Bilder[editar]

Siehe auch[editar]

Weblinks[editar]

 Commons: Boos (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[editar]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Mittelrh. UB III Nr. 634
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. St. Pauli: Der Kiez trauert um Domenica Anita Niehoff. Die „Königin der Reeperbahn“ ist tot, Bericht von Jens Meyer-Odewald im Hamburger Abendblatt vom 13. Februar 2009 (abgerufen am 14. Februar 2009).