Boot Camp (Software)
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| Boot Camp | |
|---|---|
| Entwickler: | Apple Computer |
| Aktuelle Version: | 2.1 (24. April 2008) |
| Betriebssystem: | ab Mac OS X Leopard v10.5 |
| Kategorie: | Assistent |
| Lizenz: | Proprietär |
| Deutschsprachig: | ja |
| apple.com | |
Die Software Boot Camp von Apple ist zur Installation von Windows XP (Home oder Professional mit SP 2) oder Windows Vista auf Apple Mac-Computern mit Intel-Prozessoren vorgesehen. Andere Microsoft-Windows-Betriebssysteme und die Apple Mac OS-Computer mit PowerPC-Prozessoren werden nicht unterstützt. Windows wird mithilfe von Boot Camp nativ auf Macs mit Intel-Prozessoren ausgeführt, da es sich bei Boot Camp nicht um eine Emulations-Software handelt. Boot Camp wurde am 5. April 2006 von Apple als öffentliche Beta-Software vorgestellt. Im August 2006 gab Apple die Version 1.1 frei, die weiterhin im Beta-Stadium war. Diese Version enthält weitere Treiber zum Beispiel für integrierte iSight-Webcams, die mit den Treibern der Vorversion nicht nutzbar waren. Am 28. März 2007 erschien eine dritte Betaversion, Public Beta 1.2. Dieser unterstützte erstmals Windows Vista und hielt neue Funktionen wie ein Tool bereit, das die Systemuhrzeit zwischen Windows und Mac OS X synchronisiert. Mit dem 30. September 2007 endete jedoch die Nutzungsmöglichkeit dieser Beta. Am 8. Juni 2007 erschien die Version 1.3, die einige kleinere Veränderungen mitbringt, u.a. funktionierende Tastaturbeleuchtung auf dem MacBook Pro und neue Treiber.
Seit der Veröffentlichung von Mac OS X (Version 10.5) am 26. August 2007 wird Boot Camp in der Version 2.0 zusammen mit dem Betriebssystem ausgeliefert. Vorherige Versionen von Mac-OS X sind nicht mehr verfügbar.
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[Bearbeiten] Funktionsweise
Aufgrund der Standard-PC-Architektur des Macs mit Intel-Prozessor können hier die verschiedenen PC-Betriebssysteme betrieben werden. Der Boot-Camp-Assistent hilft bei der Installation von Windows. Er erstellt eine mit FAT32 oder NTFS formatierte Partition für Windows auf der Festplatte. Die nötigen Gerätetreiber für Windows XP und Windows Vista befinden sich auf einer eigenen Partition der mitgelieferten MacOS X Installations-DVD. Bei Mac-Modellen, die zwischen Januar und April 2006 verkauft wurden, ist gegebenenfalls vor der Installation von Boot Camp eine Firmware-Aktualisierung des Macs notwendig.
[Bearbeiten] Systemanforderungen
- Apple-Mac-Computer mit einem Intel-Prozessor und aktueller Firmware
- Betriebssystem Mac OS X Tiger 10.4.6 oder höher
- 10 GB freier Festplatten-Speicher (5 GB für die Windows-Partition, 5 GB müssen frei bleiben)
- Mit Mac OS X 10.5 befindet sich eine Windows-Partition auf der DVD für die benötigten Windows-Treiber.
- Für Windows XP: Eine Microsoft Windows XP Installations-CD mit integriertem Service Pack 2 und gültigem Product-Key. Es ist nicht möglich, eine Installations-CD ohne Service Pack 2 zu verwenden und das Service Pack 2 nachträglich zu installieren.
- Für Windows Vista: Windows Vista Installations-CD (32 Bit Variante) und gültiger Product-Key
- Die Anforderungen an eine Linux-Distribution ist ein GRUB- oder LILO-Bootloader
[Bearbeiten] Reaktionen
Die Ankündigung von Boot Camp sorgte für gemischte Gefühle bei den Mac-Usern. Analysten sahen die Ankündigung jedoch durchweg positiv, was einen Anstieg der Apple-Aktie zur Folge hatte.[1]
Viele sehen die Ankündigung des Computerherstellers zudem als strategisch wichtigen Schachzug, um mehr Kunden zu gewinnen, da diese nun das eigene Mac OS X , Linux und Windows an demselben Rechner ohne jegliche Geschwindigkeitsverluste betreiben können.[2] [3]
[Bearbeiten] Alternativen
Eine andere Möglichkeit, andere Betriebssysteme auf einem Intel-Mac zu installieren ist die Benutzung von Virtualisierungs-Software, namentlich Parallels Desktop, VMWare Fusion oder VirtualBox. Bis zur Version 2.5 von Parallels Desktop for Mac ließen sich Spiele auf Grund der fehlenden DirectX-Unterstützung in der Regel nicht zum Laufen bringen. Mit Version 3.0 ist auch dieses Manko behoben, zudem lassen sich Dateien auch im jeweils anderen Betriebssystem per Doppelklick öffnen. Microsoft Virtual PC) befindet sich noch in der Entwicklung.
Außerdem gibt es CrossOver Mac von CodeWeavers, die kommerzielle Version von Wine. Mit CrossOver soll Windows-Software auf OS X ohne Windows ausführbar sein.
Man kann andere Betriebssysteme auch ganz ohne Boot Camp installieren, was allerdings recht tiefgreifende Kenntnisse über das System erfordert. Einerseits unterstützt Linux das EFI durch den Bootloader elilo bereits nativ, andererseits lässt sich die BIOS-Emulation auch durch die EFI-Applikation rEFIt nachrüsten.
[Bearbeiten] Umgang mit mehr als 2 Partitionen
Der Boot-Camp-Assistent stößt an seine Grenzen, wenn man mehr als insgesamt zwei Partitionen benötigt (z. B. Mac OS X, Windows XP und eine zusätzliche Datenpartition bzw. Windows Vista oder Linux). Dies ist zwar prinzipiell technisch möglich, aber der Boot-Camp-Assistent ist nur darauf ausgelegt, eine einzige "Nicht-Mac-OS-X"-Partition anzulegen. Der Wunsch, eine dritte Partition anzulegen, entsteht meist aus folgendem Problem: Ist die Windows-System-Partition größer als 32 GB, kann Windows diese nicht mehr mit FAT formatieren, sondern muss auf NTFS zurückgreifen. Mac OS X ist wiederum von Haus aus nicht in der Lage, NTFS zu beschreiben, sondern kann nur lesend darauf zugreifen. FAT-Partitionen sind dagegen in vollem Umfang (d.h. lesend und schreiben) benutzbar. Eine zusätzliche Datenpartition, die kleiner als 32 GB und mit FAT formatiert ist, könnte von Mac OS X und Windows gleichermaßen angesprochen werden und würde dieses Problem lösen.
[Bearbeiten] Literatur
- Antoni Nadir Cherif: Windows auf dem Macintosh - Mac OS X 10.5, Boot Camp & Co. SmartBooks, Baar (Schweiz) 2008, ISBN 978-3-908497-77-6.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.macwelt.de/artikel/_News/337267/analysten_sehen_schwaecheres_quartal_fuer_apple_voraus/1
- ↑ http://www.netzwelt.de/tags/dual-boot.html
- ↑ http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,409940,00.html
[Bearbeiten] Weblinks
- Boot-Camp-Website von Apple
- Slideshow von Boot Camp auf flickr.com (englisch)
- Erste Schritte mit Boot Camp von Dirk Olbertz
- Homepage des rEFIt-Projekts
- Homepage Windows On Mac
- Deutsche Anleitung bei onmac.net
- Englisches HowTo zu Fedora-(Linux) On Intel-Mac

