Feldwebelanwärter

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Ein Feldwebelanwärter (FA) ist ein Soldat der Bundeswehr nach seiner Zulassung zur Laufbahn der Feldwebel gemäß dem Unterabschnitt FeldwebelVorlage:§§/Wartung/juris-seite der Soldatenlaufbahnverordnung (SLV), bis er zum Dienstgrad Feldwebel bzw. Bootsmann befördert wird. In der Marine sowie bei den Marineuniformträgern der Streitkräftebasis werden die Feldwebelanwärter als Bootsmannanwärter (BA) bezeichnet.

Die Anwärter durchlaufen innerhalb ihrer Ausbildung beim Heer und bei der Luftwaffe die Dienstgrade Schütze (FA) / Flieger (FA), Gefreiter (FA), Obergefreiter (FA), Unteroffizier (FA) und Stabsunteroffizier (FA) bzw. bei der Marine Matrose (BA), Gefreiter (BA), Obergefreiter (BA), Maat (BA) und Obermaat (BA), sofern sie nicht bereits mit einem höheren Dienstgrad zur Laufbahn der Feldwebel zugelassen werden.

Die Dienstgrade Obergefreiter, Hauptgefreiter, Stabsgefreiter und Oberstabsgefreiter müssen nicht durchlaufen werden, können es aber (z. B. nach einem Laufbahnwechsel).

Die eigenständige Laufbahn der Feldwebel (und damit der Feldwebelanwärter) ist relativ neu in der Bundeswehr und wurde erst mit der SLV in der Fassung vom 19. März 2002 (mit Wirkung zum 1. April 2002) geschaffen. Sie war zuvor Teil der Laufbahn der Unteroffiziere.

Abzeichen[Bearbeiten]

  • Feldwebelanwärter tragen eine schmale altgoldfarbene Kordel aus Metallgespinst auf den Dienstgradabzeichen,
  • Bootsmannanwärter zwei quergestellte gewebte goldene Streifen bzw. Metallabzeichen zu den Dienstgradabzeichen.

Bei Ernennung zum Feldwebel entfällt die Quertragung der Kordel auf den Schulterklappen; stattdessen wird die Goldschnur nunmehr am äußeren Kragenrand des Dienstanzuges (gleich der Silberschnurpaspelierung der Offiziere) getragen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Die Ausbildung von Feldwebelanwärtern des Heeres wird seit Januar 2014[1] in den drei Feldwebelanwärter-/Unteroffizieranwärterbataillonen an den Standorten:

begonnen und durchgeführt.

Reservefeldwebelanwärter[Bearbeiten]

Analog zu den aktiven Soldaten können Reservisten gemäß § 22 SLV zu einer Laufbahn der Feldwebel der Reserve zugelassen werden und tragen dann den Dienstgradzusatz "Reservefeldwebelanwärter (RFA)" und dieselben Abzeichen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKyffhäuser Nachrichten: DAS EINRÜCKEN HAT BEGONNEN. Abgerufen am 2. Januar 2014.
  2. Webseite Feldwebel-/ Unteroffizieranwärterbataillon 3. Bundeswehr (Heer), abgerufen am 23. Dezember 2013.

Siehe auch[Bearbeiten]