Hamburg-Borgfelde

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Wappen von Hamburg
Borgfelde
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 33′ 17″ N, 10° 2′ 4″ O53.5547510.034478Koordinaten: 53° 33′ 17″ N, 10° 2′ 4″ O
Höhe m ü. NN
Fläche 0,9 km²
Einwohner 7085 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 7872 Einwohner/km²
Postleitzahlen 20535, 20537
Vorwahl 040
Bezirk Bezirk Hamburg-Mitte
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Borgfelde ist mit nur 0,9 Quadratkilometern einer der kleinsten Stadtteile Hamburgs und gehört zum Bezirk Hamburg-Mitte.

Geografie[Bearbeiten]

Borgfelde liegt zwischen St. Georg im Westen und Hamm im Osten. Nördlich grenzt Hohenfelde an, im Süden, getrennt durch den Mittelkanal, Hammerbrook. Bis zum Hamburger Rathaus sind es nur etwa 2000 Meter Luftlinie. Die in West-Ost-Richtung verlaufende Borgfelder Straße, ursprünglich Teil der Fernstraße nach Berlin, teilt den Stadtteil in das auf dem Geesthang gelegene Oben Borgfelde und das tieferliegende Unten Borgfelde. Eine mehr als 500 Meter lange Stützmauer aus Basalt sichert den Hang. Zehn Treppenaufgänge, von denen noch einige erhalten sind, verbanden die Straße mit dem höher gelegenen Wohnviertel.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Für den Namen Borgfelde gibt es mehrere Deutungen. Naheliegend ist die Ableitung von Burgfeld, denn das Gelände wurde im Mittelalter von den Bewohnern der Hammaburg als landwirtschaftliche Fläche genutzt[1]. Eine andere Interpretation leitet den Namen von dem niederdeutschen Wort für Schwein ab: „barg“ oder „borg“ ab, althochdeutsch „parch oder „paruch“[2]. Danach wäre das Borgfeld ein Freigelände für Schweine gewesen, das von der nördlich gelegenen Schafheide (im Bereich der heutigen Lübecker Straße) und der nordöstlich gelegenen Pferdewiese (heute Hasselbrook) unterschieden wurde[3]. Auf die ursprünglich landwirtschaftliche Nutzung weist auch heute noch der Straßenname Bürgerweide hin. Denkbar ist deshalb auch, das Borgfelde auf „Borger“ zurückgeht, niederdeutsch für Bürger.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Geesthang mit Stützmauer von 1908

Das Gebiet des heutigen Stadtteils wurde den Bewohnern Hamburgs 1256 von den Schauenburger Grafen überlassen und jahrhundertelang hauptsächlich als Viehweide genutzt. 1633 wurde am heutigen Gesundbrunnen eine Quelle entdeckt, der heilsame Wirkung zugeschrieben wurde und die jahrhundertelang sehr rein galt[5]. Im Zuge der Straßenerweiterung wurde sie 1906 in ein Siel geleitet und der Gasthof "Gesundbrunnen" abgerissen[6]. Seit dem 17. Jahrhundert war Borgfelde als Vorfeld (Glacis) in die erweiterte Stadtbefestigung einbezogen und blieb ungenutzt und von Bebauung weitgehend frei. Die Hamburgische Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe empfahl deshalb in den 1760er-Jahren "zur Verbesserung der Gärtnerei (...) die wüstern Ländereien auf dem Borgfelde (...) zum Anbau auszuweisen"[7]. Es blieb aber bei der dünnen Besiedlung mit einzelnen Wohn- und Gartenhäusern.

Der Zugang nach Hamburg-St.-Georg führte durch das Berliner Tor. Aus St. Georg wurde 1805 der städtische Galgen samt Abdeckerei nach Borgfelde verlegt[8]. Er stand an der heutigen Ecke Lübecker Straße/Alfredstraße[9] und damit außerhalb der heutigen Grenzen Borgfeldes im jetzigen Stadtteil Hohenfelde. Im Winter 1813/14 während der französischen Besatzung ließ Marschall Davout die Befestigungsanlagen verstärken und die wenigen Häuser niederreißen, um freies Schussfeld zu haben.

Nach Ende der Befreiungskriege wurde im bescheidenem Umfang gebaut, wohlhabende Bürger errichteten erste Häuser in Oben Borgfelde, gleichzeitig blieb die landwirtschaftliche Nutzung erhalten. Auf dem Hang standen bald „mehrere sehr geschmackvolle Villen“[10] und (an der heutigen Ecke Klaus-Groth-Straße/Alfredstraße) zwischen 1822 und 1865 eine Windmühle. Später ging das Mühlengrundstück an die Neuapostolische Kirche, die dort bis heute eine Kirche unterhält.

Um 1855 zählte Oben Borgfelde bereits 116 Häuser, darunter „viele schön gebaute Land- und Gartenhäuser“, in Unten Borgfelde standen 41 Häuser[11]. Aber erst nach Aufhebung der Torsperre setzte ab 1860 östlich des Tores eine umfassende städtische Besiedlung ein. 1867 beantragte der Hamburger Senat bei der Bürgerschaft die Zustimmung zur Erschließung des ehemaligen Glacis-Geländes und zum Verkauf der entstehenden Bauplätze[12]. Die Befestigungen wurden abgetragen, später der äußere Stadtgraben am Berliner Tor verbreitert und für die Eisenbahn und S-Bahn genutzt.

Nach der Erhebung zum Vorort 1871 begann zunächst die planmäßige Bebauung des oberen Borgfeldes auf dem Geesthang zwischen Berliner Tor und Burgstraße. Es entstanden Sommerhäuser mit großen Gärten. Die landwirtschaftliche Nutzung verlor gegenüber der Wohn- und Gewerbenutzung deutlich an Bedeutung. In den vier Jahren zwischen 1867 und 1871 wuchs die Bevölkerung um über 42 Prozent, von 2.011 auf 2.859[13]. In den folgenden Jahren beschleunigte sich dieses rasante Wachstum noch. Die „Vereinsbrauerei der Hamburg-Altonaer Gastwirthe“ baute in der Klaus-Groth-Straße, die damals Mittelweg hieß, eine Brauerei, die bis 1914 bestand. Der auf die Klaus-Groth-Straße mündende Malzweg erinnert heute noch daran. Der Eiskeller der Brauerei reichte tief in den Hang hinein und wurde erst 2011 abgerissen[14]. Entlang der Bürgerweide, einem Straßenzug in Norden Borgfeldes, errichteten gemeinnützige Stiftungen aufwendige Bauten, u.a. das von der Alida-Schmidt-Stiftung errichtete „Wohnhaus für hilfsbedürftige, unbescholtene Witwen und Jungfrauen christlicher Konfession“, das Auguste Jauch-Stift, ebenfalls mit Freiwohnungen für bedürftige Witwen und einer Suppenküche für „arme Kinder“,[15] und das 1884 eingeweihte Hiob-Hospital.[4] 1894 wurde aus dem Vorort Borgfelde ein Hamburger Stadtteil. Das nördlich der Borgfelder Straße gelegene „Oben Borgfelde“ war eher bürgerlich strukturiert mit repräsentativen Wohngebäude mit Turm- und Erkerfassaden. Im südlichen „Unten Borgfelde“ fanden vor allem Arbeiterfamilien und kleine Angestellte Unterkunft (ähnlich wie im benachbarten Hamm). Auch dort entstanden aber eine Reihe von Gründerzeit- und Jugendstilbauten.

Zwischen 1906 und 1908 wurde die Borgfelder Straße ausgebaut und auf 20 Meter verbreitert. Die steile Böschung, die Oben Borgfelde von unteren Teil trennt, wurde mit einer Basaltmauer abgefangen und im Stil der Zeit mit Beeten, künstlichen Grotten und einem Brunnen verziert. Zehn monumental gestaltete Treppenanlagen verbanden die beiden Teile des Viertels[16]. Der oben am Hang verlaufende Gehweg heißt noch heute „Oben Borgfelde“. Von der Borgfelder Straße geht die Straße Brekelbaums Park ab, benannt nach einem Architekten, die hier mehrere Gartenhäuser errichtet hatte. Dort wurde 1906 die Realschule Borgfelde eröffnet, später Hindenburg-Oberrealschule und ab 1938 Hindenburg-Oberschule. Die Schule war ein vierstöckiger Sandsteinbau, im oberster Stock lag die Aula mit Orgel, in der jeden Montag die Schulandacht stattfand[17]. Das Gebäude wurde beim Feuersturm 1943 zerstört. Bekanntester Schüler ist Arno Schmidt, der die Schule von Ostern 1924 bis November 1928 besuchte.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 wurde Borgfelde wie andere östliche gelegene Stadtteile zu großen Teilen durch die Bomben der Operation Gomorrha zerstört.[18] Die Einwohnerzahl fiel auf ein Achtel der Vorkriegsbevölkerung. Beim Wiederaufbau in den 1950er-Jahren wurden die Straßenverläufe im Wesentlichen beibehalten, anstelle der früheren Blockrandbebauung entstand jedoch die typische Nachkriegs-Zeilenbauweise aus Rotklinkern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • ca.1827: 284[19]
  • 1831: 360
  • ca. 1855: 1.426[20]
  • 1866: 1.998[21]
  • 1867: 2.011[22]
  • 1868: 2.262[23]
  • 1869: 2.691[24]
  • 1870: 2.756[25]
  • 1871: 2.859[26]
  • 1880: 6.858
  • 1905: 15.509
  • 1939: 24.993
  • 1950: ca. 3.000
  • 2002: 6.526
  • 2006: 7.099
  • 2011: 6.556

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Bei der Bürgerschaftswahl 2011 verteilten sich die Stimmen wie folgt[27]:

  • SPD: 47,3 % (+8,9)
  • CDU: 17,4 % (-20,6)
  • GAL: 14,1 % (+5,0)
  • Die Linke: 6,6 % (-0,9)
  • FDP: 5,1 % (+2,1)
  • Übrige 9,5 % (+5,5)

Für die Wahl zur Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Borgfelde zum Wahlkreis Hamburg-Mitte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die traditionelle Trennung zwischen „Oben Borgfelde“ und „Unten Borgfelde“ besteht weiterhin. In den höher gelegenen Bereichen dominiert die Wohnnutzung, einige Villen aus der Vorkriegszeit sind erhalten. Die Klaus-Groth-Straße bietet Einkaufsmöglichkeiten, die allerdings in den vergangenen Jahren weniger geworden sind. Im südlich gelegenen unteren Teil mischt sich Wohnbebauung mit Gewerbebauten, vor allem Handwerksbetrieben, Büros und Autohallen[4]. Borgfelde zählt zu den Hamburger Stadtteilen mit dem geringsten Anteil an Kindern und Jugendlichen. Nur 8,4 Prozent der Einwohner sind unter 18 Jahre alt, im Hamburger Durchschnitt sind es 15,6 Prozent (2011). Die Sozialstruktur in Borgfelde liegt deutlich unter dem Hamburger Durchschnitt. Das Einkommen je Steuerpflichtigen beläuft sich auf 21.715 Euro (2011), für ganz Hamburg sind es 32.505. Mehr als die Hälfte der Einwohner sind Ausländer (21,6 Prozent) oder haben einen Migrationshintergrund (35,8 Prozent), Hamburger Durchschnitt: 13,6 bzw. 29,6 Prozent. Auffällig ist auch der hohe Anteil der Einpersonenhaushalte, der mit 67,4 Prozent deutlich über dem Hamburger Schnitt von 53,1 Prozent liegt. Bei den Hartz-IV-Beziehern liegt Borgfelde aber etwas besser als Hamburg insgesamt: 10,4 Prozent im Stadtteil, 11,0 in der ganzen Stadt[28] Borgfelde leidet unter einer schwindenden Infrastruktur. Es fehlt an niedergelassenen Ärzten, an Restaurants und Läden. Es gibt keine Grundschule, kein Kino und keine Apotheke (Stand 2011). Gleichzeitig profitiert der Stadtteil von seiner zentralen Lage. Bis zum Hauptbahnhof sind es nur zwei Stationen mit der 1967 eröffneten U-Bahn. Die Immobilienpreise sind deshalb in den vergangenen Jahren auch hier stark gestiegen, Borgfelde gilt als „Standort mit Potenzial“[29] oder sogar als „Trendviertel“[30].

Bildung[Bearbeiten]

Neben dem katholischen Gymnasium gibt es in Borgfelde vor allem berufliche Schulen. Auf dem Gelände der im Zweiten Weltkrieg zerstörten ehemaligen Realschule Brekelbaumspark befinden sich heute die Gewerbeschulen für Fertigungs- und Flugzeugtechnik bzw. für Ernährung und Hauswirtschaft. Die Reformschule Burgstraße, hier war Hannelore „Loki“ Schmidt Schülerin, beherbergt heute die Berufliche Schule Burgstraße für Friseure, Kosmetiker, Maskenbildner und Gesundheitsberufe. An der Borgfelder Straße, kurz vor der Grenze zu St. Georg, liegt das Gustav-Radbruch-Haus, mit 503 Wohnplätzen das zweitgrößte Studentenwohnheim Hamburgs.[4]

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

In Oben-Borgfelde bestehen verschiedene soziale Einrichtungen, die zum Teil schon aus dem 18. Jahrhundert stammen. Im Alida-Schmidt-Stift wird Frauen in Not geholfen. Das St.-Gertrud-Stift, das ursprünglich in der Innenstadt ansässig war, besteht bereits seit 1454 und bietet heute 33 Wohnungen für ältere alleinstehende Damen. Neben dem o.g. Agnes-Neuhaus-Heim befindet sich das Mathias-Stift, das heute Wohnungen für HIV-positive Menschen beherbergt und von Hamburg-Leuchtfeuer unterhalten wird.

Sport[Bearbeiten]

Größter Verein im Stadtteil ist der Hamburger Turnerbund von 1862, der seinen Sitz allerdings im benachbarten Hamm hat.

Bekannt ist aber auch der TuS Hamburg 1880, weil er unter seinem langjährigen Vorsitzenden Horst Peterson seit Jahren ein großes internationales Hallenfußballturnier (derzeit Salzbrennercup) in Hamburg ausrichtet. Der TuS Hamburg bezeichnet sich selbst als „ältester Fußballverein Hamburgs“. Seine Wurzeln liegen in Rothenburgsort, entstand er doch 1947 als Fusion des Hamburg-Rothenburgsorter Turnvereins von 1880 (HRT), des Rothenburgsorter Fußballklubs von 1908 (RFK) und des Sportclub Komet von 1908, der ursprünglich aus Hammerbrook stammte. Seit 1951 hat er seinen Sportplatz und sein Vereinsheim jedoch am Gesundbrunnen in Borgfelde. Der HRT erreichte 1926 das Endspiel um die Fußball-Meisterschaft der Deutschen Turnerschaft, verlor jedoch mit 2:3 gegen den MTV Fürth.

Religionen[Bearbeiten]

Erlöserkirche in der Jungestraße
Missione Cattolica Italiana in der Bürgerweide

Neben der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche, die im äußersten Westen des Stadtteils steht und aufgrund ihrer exponierten Lage auf dem Geesthang bis Billstedt im Osten zu sehen ist, und der neuapostolischen Kirche in der Klaus-Groth-Straße ist die Römisch-katholische Kirche lediglich mit einer kleinen Kapelle in der Sankt-Ansgar-Schule vertreten.

Der organisierte Katholizismus verfügt aber ansonsten über viele Einrichtungen im Stadtteil. Mit der Sankt-Ansgar-Schule ist eines von drei katholischen Gymnasien in Hamburg hier ansässig. Das Agnes-Neuhaus-Heim des Sozialdienstes katholischer Frauen in der Hinrichsenstraße betreut psychisch kranke Frauen und auch die Missione Cattolica Italiana ist im Stadtteil vertreten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Seit dem 5. September 2004 gibt es mit dem Hamburger Sprechwerk in der Klaus-Groth-Straße 23 ein Theater, das der freien Hamburger Theaterszene einen großen Spielort bietet und für über 125 Zuschauer Plätze hat. Seit Juni 2006 befindet sich im ehemaligen Gemeindehaus der Erlöserkirche das Theater Klabauter, ein Theaterprojekt, in dem Menschen mit Behinderungen als professionelle Schauspieler arbeiten. Es gehört zur Individuellen Arbeitsbegleitung (IAB) des Rauhen Hauses und besteht seit 1998.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kriegsopfermahnmal von Hans Kock an der Erlöserkirche

Ebenfalls sehenswert ist das um die Ecke gelegene Haus des Allgemeinen Deutschen Bauarbeiterverbandes, 1910 erbaut, das heute der IG BAU als Verwaltungsstelle für Norddeutschland dient.

Hiob-Hospital

Die Erlöserkirche von 1952, erbaut nach Plänen von Henry Schlote und Friedrich Richard Ostermeyer, ersetzt den Vorgängerbau, eine neoromanische Backsteinkirche von 1901, der dem Bombenkrieg zum Opfer fiel. An die Kriegsopfer beider Weltkriege erinnert das Mahnmal von Hans Kock an der Ostfassade der Kirche.

Das AOK-Gebäude im Stil des Backsteinexpressionismus steht weiter östlich an der Burgstraße. In der Denkmalschutzliste: Das 1883 bis 1884 nach Plänen der Architekten Manfred Semper & Karl Friedrich Phillip Krutisch entstandene Hiob-Hospital und das Alida-Schmidt-Stift.

Literatur[Bearbeiten]

Literatur: Hermann Hinrichsen: Hamm + Borgfelde – Goldener Mittelstand in alter Zeit, Hans Christians Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-7672-0656-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. v. Schröder / H. Biernatzke: Topographie (...) des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck, Erster Band, S. 279. Oldenburg (in Holstein) 1855, verwenden "Burgfelde" als eigentlich Stadtteilnamen und nennen "Borgfelde" nur in Klammern
  2. Hermann Hinrichsen: Hamm + Borgfelde – Goldener Mittelstand in alter Zeit, S. 32, Hans Christians Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-7672-0656-0
  3. Horst Beckershaus: Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten, S. 26, Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9
  4. a b c d Hamburger Abendblatt, 21. Mai 2012
  5. Hamburg, wie es war und ist, S. 210, Hamburg 1827
  6. Hermann Hinrichsen: Hamm + Borgfelde – Goldener Mittelstand in alter Zeit, S. 44 ff., Hans Christians Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-7672-0656-0
  7. J.A. Günther: Versuch einer Geschichte der Hamburgischen Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe, S. 70, Hamburg 1790
  8. Hamburg topographisch, politisch und historisch beschrieben, S. 9, Hamburg 1811; W.L. Meeder: Geschichte der freien und Hanse-Stadt Hamburg, Zweiter Theil, S. 403, Hamburg, 1839
  9. Matthias Schmoock: Zwischen Bild und Image - Die Entwicklung der Hamburger Stadtteils Uhlenhorst S. 143, Fn. 497, m.w.N., Hamburg 2002, ISBN 3-8258-5963-0
  10. Hamburg, wie es war und ist, S. 210, Hamburg 1827
  11. J. v. Schröder / H. Biernatzke: Topographie (...) des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck, Erster Band, S. 279. Oldenburg (in Holstein) 1855
  12. Verhandlungen zwischen Senat und Bürgerschaft im Jahre 1867, S. 94 f.: Mittheilung des Senats an die Bürgerschaft No. 26
  13. Statistik des Hamburgischen Staats, Heft IV.; S. 80, Hamburg 1873
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRonald Rossig: Eiskeller Borgfelde - Ein Baudenkmal soll verschwinden. In: www.unter-hamburg.de. unter hamburg e.V., 3. Januar 2013, abgerufen am 13. Januar 2013.
  15. Hermann Joachim (hsgg. vom Armen-Kollegium), Handbuch der Wohlthätigkeit in Hamburg, 1901, S. 100
  16. Hamburgischer Correspondent vom 10. Mai 1908, zitiert nach Hinrichsen, Hamm + Borgfelde, S. 48 f.
  17. Joachim Kersten (Hrsg,) Arno Schmidt in Hamburg, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-40345-9, S.71, 78
  18. Stadtplan der Zerstörungen 1945
  19. Hamburg, wie es war und ist, S. 210, Hamburg 1827
  20. J. v. Schröder / H. Biernatzke: Topographie (...) des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck, Erster Band, S. 279. Oldenburg (in Holstein) 1855
  21. Volkszählung vom 3. Dezember 1866
  22. Volkszählung vom 3. Dezember 1867
  23. Volkszählung 1868
  24. Volkszählung 1869
  25. Volkszählung 1870
  26. Volkszählung 1871
  27. Ergebnisse der Bürgerschaftswahl 20.02.2011. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein 2011, abgerufen am 16. Januar 2013.
  28. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHamburger Stadtteil-Profile 2011, Band 11 der Reihe NORD.regional. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, 12. September 2011, abgerufen am 13. Januar 2013 (PDF, S.35, 3,28 MB). ISSN 1863-9618
  29. Die Welt, 7. März 2012
  30. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30. Dezember 2012