Borgwedel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Borgwedel
Borgwedel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Borgwedel hervorgehoben
54.59.66666666666674Koordinaten: 54° 30′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Haddeby
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 9,96 km²
Einwohner: 703 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24857
Vorwahlen: 04621 u. 04354Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 012
Adresse der Amtsverwaltung: Rendsburger Straße 54c
24866 Busdorf
Webpräsenz: www.borgwedel.de
Bürgermeister: Holger Weiß (ABW)
Lage der Gemeinde Borgwedel im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Borgwedel (dänisch: Borgvedel) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Sie besteht aus den Ortsteilen Borgwedel und Stexwig (Stegsvig) und liegt am Südufer der Schlei rund acht Kilometer östlich von Schleswig.

Geschichte[Bearbeiten]

Stexwig im Jahr 1894

Namen[Bearbeiten]

Der Name Borgwedel wurde zum ersten Mal 1575/76 auf einer Rechnung im Klosterarchiv St. Johannis urkundlich erwähnt. Der Name könnte „Auf dem Weg zu einer Burg“ oder „… Stadt“ bedeuten, wobei nicht auszumachen ist, was mit Burg gemeint ist, da die Stadt Schleswig eigentlich nicht so genannt wird.[2] Der Name des zweiten Ortsteils Stexwig steht für „Bucht und das Wasser vor dem Ort“. Der Name wird 1412 zum ersten Male urkundlich erwähnt.[3]

Übersichtskarte der Wikingersiedlung bei Füsing, des Schleisperrwerks und des Margarethenwalls

Wikingerzeitliche Befestigungsanlage in der Schlei[Bearbeiten]

In jüngerer Zeit wurden bei Ausgrabungen in der Bucht von Stexwig Wehranlagen aus der Wikingerzeit entdeckt. Zunächst wurden bei einer Vertiefung der Schlei 1925 zahlreiche Holzbalken ausgegraben. Untersuchungen ab den 1990er Jahren ergaben ein 900 m langes Sperrwerk zwischen der Halbinsel Reesholm und einer 1925 abgebaggerten Spitze der Untiefe Kockbarg, bestehend aus quradratischen Holzkonstruktionen von fast 5 m Seitenlänge. Die Hölzer, außer Eiche auch Birke und Weide, wurden im Winter 737 geschlagen, so dass eine genaue Datierung des Bauwerks möglich ist.[4] Das Bauwerk reichte ursprünglich bis über die Wasseroberfläche und ist auch auf alten Karten abgebildet.[5] Die Anlage diente vermutlich als Teil des Danewerks dem Schutz der Wikingersiedlung von Füsing.

Politik[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 haben die SPD und die Wählergemeinschaft ABW je vier Sitze in der Gemeindevertretung, die CDU zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf Gold eine erhöhte, eingebogene und oben verstutzte blaue Spitze, belegt mit zwei dem Bogen folgenden silbernen Pfahlreihen, unten ein silbernes Großsegel mit Spinnaker.“[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Borgwedel ist eine Wohngemeinde mit starker Orientierung zur Kreisstadt Schleswig. In den 1970er Jahren entstanden mehrere Wochenendhausgebiete für Hamburger. Die Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung verloren. Die nächste Einkaufsmöglichkeit befindet sich im vier Kilometer entfernten Fahrdorf. Dort befindet sich auch die Grundschule für die Borgwedler Kinder. Arbeitgeber in der Gemeinde sind die Jugendherberge an der Schlei und zwei Seniorenheime.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Borgwedel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. siehe auch Wolfgang Laur, Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein
  3. Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv, Urkundsabtl. 16.1,7, „De Villa Stexwyg“
  4. Das Seesperrwerk des Danewerks
  5. Jürgen Griese: Historische Häfen an der inneren Schlei
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein