Boris Schatz

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Boris Schatz

Boris Schatz (* 23. Dezember 1866 in Varniai (jetzt Rajongemeinde Telšiai); † 23. März 1932 in Denver, Colorado) war ein jüdischer Bildhauer, Maler und Lehrer und wurde zum Gründer der Bezalel-Akademie für Kunst- und Kunsthandwerk in Jerusalem.[1]

Leben[Bearbeiten]

Boris Schatz studierte, nachdem er an einer Jeschiwa in Wilna mit seiner religiösen Tradition gebrochen hatte, in Warschau und Paris (dort von 1889 bis 1894), wo er unter Herzls - zu dieser Zeit Pariser Korrespondent der Neuen Freien Presse - Einfluss kam und die Idee einer Kunst-Schule in Palästina zur Herausbildung einer spezifisch jüdischen Kunst entwickelte.

Von 1895 bis 1905 war Boris Schatz Hofbildhauer bei Prinz Ferdinand in Sofia und dort Gründer der bulgarischen Akademie der Künste, eines Museums und der industriellen Teppichfertigung.

Beim Zionistenkongress von 1905 machte er den Vorschlag einer Kunstschule für den Jischuw, seit 1906 lebte er in Palästina, wo er noch im gleichen Jahr die Bezalel-Akademie gründen konnte.

Boris Schatz war ein versponnener Visionär mit messianischem Eifer, der in Beduinenkleidern durch Jerusalem wandelte und das jüdische Volk und die ganze Welt erlösen wollte. Er schmiedete sogar Pläne, das Goldene Tor zu öffnen, was nach herrschender Auffassung allein dem Messias vorbehalten ist. Alles wurde ihm zur Kunst, was zwar die Akademie zunächst voranbrachte (im Jahr 1911 gab es 32 Abteilungen der Bezalel-Kunstschule), aber die Schulden immer mehr in die Höhe trieb. 1929 musste die Bezalel-Akademie geschlossen werden. Boris Schatz unternahm daraufhin den Versuch, im Ausland Kunstwerke der Akademie teuer zu verkaufen, um so die Wiedereröffnung von Bezalel zu ermöglichen. Während einer Reise durch die USA starb er zu Purim 1932 in Denver, Colorado.

Bald jedoch konnte die Kunstakademie ihre Arbeit fortsetzen, heute ist sie die größte Design- und Kunsthochschule im Nahen Osten.

Werke[Bearbeiten]

Unter seinen bildhauerischen Arbeiten befinden sich Büsten von Antokolski, Herzl, Rubinstein und Pasteur sowie die Skulpturen Jeremia, Mosis Mutter und Schofarbläser.

Familie[Bearbeiten]

Seine Kinder Bezalel (geb. 1911), Louise (geb. 1913) und Zoharah (geb. 1916) wurden zu bekannten Malern in Israel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ita Heinze-Greenberg: Europa in Palästina. Die Architekten des zionistischen Projekts 1902–1923 gta Verlag, Zürich 2012, ISBN 978-3-85676-230-8

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Library of Congress. Abgerufen am 30. August 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Boris Schatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien