Trianel Windpark Borkum

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Trianel Windpark Borkum

BW

Lage
Trianel Windpark Borkum (Deutschland)
Trianel Windpark Borkum
Koordinaten 54° 2′ 30″ N, 6° 28′ 0″ O54.0416666666676.4666666666667Koordinaten: 54° 2′ 30″ N, 6° 28′ 0″ O
Land Deutschland
Gewässer Nordsee
Daten
Primärenergie Windenergie
Leistung aktuell: 40 × 5 MW = 200 MW[1]
geplant: 80 × 5 MW = 400 MW
Typ Offshore-Windpark
Eigentümer Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co KG
Betriebsaufnahme 2015
Gründung Tripod
Turbine AREVA Wind M5000
Website Trianel Borkum

Der Trianel Windpark Borkum, ehemals Offshore-Windpark „Borkum West II“, ist ein seit 2015 in Betrieb befindlicher Offshore-Windpark in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der südlichen Nordsee.

Lage[Bearbeiten]

Der Offshore-Windpark steht auf einer Fläche von 56 km² rund 45 km nördlich der Insel Borkum bei Wassertiefen von 25–35 Metern.

Projekt[Bearbeiten]

Von der Trianel Windpark Borkum GmbH & Co. KG aus Aachen ist die Errichtung und der Betrieb von 80 einzelnen Windenergieanlagen (WEA) vom Typ AREVA Wind M5000 mit einer Nennleistung von rund 5 MW und einer Gesamtleistung von 400 MW geplant.[2] An dem Offshore-Projekt beteiligen sich 33 Stadtwerke unter der Führung der Trianel GmbH mit einer Gesamtinvestition von 1 Mrd. Euro.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Windpark wurde von der Prokon Nord Energiesysteme GmbH in Leer projektiert. Der Antrag auf Bau und Betrieb von 80 Windenergieanlagen vom 26. Mai 2006 in der Fassung vom 15. November 2007 wurden am 13. Juni 2008 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt.[3]

Den Auftrag für die Verkabelung der einzelnen WEA mit der Umspannplattform mit circa 65 km Mittelspannungs-Seekabel hat die Norddeutsche Seekabelwerke GmbH (NSW) erhalten.[4]

Für die erste Bauphase wurde im August 2011 eine Sicherheitszone für die Schifffahrt eingerichtet, damit zunächst 40 WEA aufgestellt werden können. Diese sollten zunächst bis zum zweiten Quartal 2013 ans Netz gehen.[5] Beim Rammen der Fundamente in den Meeresboden wurden Blasenschleier verwendet, um Schweinswale vor dem Baulärm zu schützen.[6] Das Errichterschiff Oleg Strashnov setzte die bei WeserWind in Bremerhaven gebauten Tripods auf die in den Meeresboden gerammten Gründungspfähle.[7] Jeweils zwei dieser 60 m hohen und bis zu 900 t schweren Teile wurden vom Kranschiff Stanislav Yudun vom Offshore-Terminal der Bremer Logistic Group (BLG) in Bremerhaven abgeholt und zum rund 45 km entfernten Baufeld gebracht.[8] Ende Mai 2013 waren alle Tripods gesetzt, danach wurden die Windenergieanlagen vom niederländischen Eemshaven geholt und auf den Tripod-Fundamenten errichtet.[9] Das vom britischen Unternehmen MPI gecharterte Errichterschiff Adventure transportierte dabei jeweils die Komponenten für drei komplette Windenergieanlagen auf einer Tour vom Festland zum Baufeld und montierte sie auf die Tripods.[10] Bis Februar 2014 war die Hälfte der Anlagen errichtet, Anfang Juni wurde gemeldet, dass alle 40 WEA („BW 1“ bis „BW 40“) installiert seien.[11]

Lage von Borkum West II innerhalb der Windparks in der Deutschen Bucht

Das Errichterschiff Oleg Strashnov hob Mitte April 2013 die rund 2400 Tonnen schwere Umspannplattform („BW 0“) von Alstom auf das bereits im Baufeld installierte Fundament.[12] Die damit errichtete Umspannplattform ist das Herzstück des Windparks, hier kommen die 33-kV-Leitungen von den 80 Windenergieanlagen zusammen. Der Strom wird hier auf 155 kV umgespannt und zum TenneT-Netzanschlusspunkt an der etwa 7,5 km entfernten HGÜ-Konverter-Plattform „DolWin alpha“ geleitet werden[13], von dort wird er über die HGÜ „DolWin 1“ über Norderney zum Land geleitet.

Durch eine Verzögerung des Netzanschlusses durch den verantwortlichen HGÜ-Netzbetreiber TenneT TSO wurde die erste Ausbaustufe des Windparks erst am 1. Februar 2015 in den Probebetrieb genommen. Die offizielle Inbetriebnahme fand im Juli 2015 statt.[14]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Trianel Windpark Borkum (ehemals Borkum West II)
  2. Offshore-Windpark „Borkum West II“
  3. Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
  4. NSW erhält Auftrag für Borkum West II. In: Schiff & Hafen Heft 3/2011, S. 70, Seehafen-Verlag, Hamburg 2011, ISSN 0938-1643
  5. Trianel: Windpark startet erst 2013. In: Täglicher Hafenbericht vom 28. Juni 2012, S. 4, Seehafen-Verlag, Hamburg 2012, ISSN 2190-8753
  6. „Vorbereitungen für den Trianel Offshore-Windpark laufen an“. Abgerufen am 17. Juli 2011
  7. Ausbau von Windenergie auf See stockt. In: Täglicher Hafenbericht vom 23. Oktober 2012, S. 4
  8. Kranschiff lädt Tripods. In: Täglicher Hafenbericht vom 7. März 2013, S. 4
  9. Fundamentarbeiten abgeschlossen. In: Schiff & Hafen Heft 6/2013, S. 119
  10. Frank Binder: Der Trianel Windpark Borkum wächst. In: Täglicher Hafenbericht vom 2. August 2013, S. 4
  11. Frank Binder: Nordsee-Windpark fertig – wieder kein Netzanschluss. In: Täglicher Hafenbericht vom 5. Juni 2014, S. 4
  12. Alstom hands over offshore substation for wind farm to Trianel alstom.com, 15. April 2013, abgerufen am 25. April 2013
  13. Parkinterne Umspannplattform errichtet Trianel Pressemitteilung, abgerufen am 30. April 2013
  14. Adwen nimmt Trianel Offshore-Windpark Borkum in Betrieb. In: IWR, 21. Juli 2015; abgerufen am 21. Juli 2015

Weblinks[Bearbeiten]