Borkwalde

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Borkwalde führt kein Wappen
Borkwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Borkwalde hervorgehoben
52.2512.83305555555662Koordinaten: 52° 15′ N, 12° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Brück
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 4,88 km²
Einwohner: 1455 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 298 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14822
Vorwahl: 033845
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 056
Adresse der Amtsverwaltung: Ernst-Thälmann-Str. 59
14822 Brück
Webpräsenz: www.borkwalde.de
Bürgermeister: Marco Wilde
Lage der Gemeinde Borkwalde im Landkreis Potsdam-Mittelmark
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Über dieses Bild

Borkwalde ist wie seine Nachbargemeinde Borkheide eine recht junge Waldgemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg und Teil des Amt Brück und gleichzeitig die jüngste Ortschaft in diesem Amt.

Der Ort liegt südwestlich des Berliner Ringes zwischen Beelitz und Kloster Lehnin . Im Westen und Süden wird Borkwalde vom Truppenübungsplatz Lehnin und im Osten von einem 100 ha großen 'Vorsorgestandort für großflächige gewerblich-industrielle Vorhaben' eingeschlossen.

Die Besiedlung von Borkwalde[Bearbeiten]

Noch bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bestand das heutige Borkwalde wohl nur aus Wald. Borkwalde entstand aus dem Verkauf von Wäldern, die Kaniner und Busendorfer Großbauern gehörten. Es gibt dabei keinen Zusammenhang mit der Entstehung der Gemeinde Borkheide. Als erster Besitzer der Kolonie Borkwalde wird der Justizrat Bredereck aus Berlin genannt. Er platzierte im Jahre 1912 in sehr kurzer Zeit 150 Morgen Waldterrain. Immer mehr Berliner bauten in der ruhigen Waldlandschaft Häuser und Lauben; vor allem für die Wochenenden. So entstand der heute „Alt-Borkwalde“ genannte Siedlungsteil.

In den 1920er Jahren setzte wiederum einer der großen Besiedlungsbooms ein und das Gebiet wurde um die Kolonie „Saalberg“ erweitert. Am 19. April 1928 gründeten die Siedler den Grundbesitzerverein „Siedlung Wochenende“ der 1932 seinen Namen in „Grundbesitzverein Borkwalde“ änderte. Das Jahr dieser Namensänderung betrachten die Borkwalder als ihr Geburtsjahr. Obwohl amtlich nur wenige Einwohner registriert waren hielten sich an den Wochenenden teilweise bis zu 3000 Menschen in der Waldsiedlung auf. Die Deutsche Reichsbahn hat sogar mit einer Siedlerkarte geworben; wer weniger als 30 m² Wohnfläche besaß, konnte am Wochenende für 60 Pfennige von Berlin nach Bork fahren.

Auch in neuerer Zeit entstanden auf einer Fläche von 35 ha weitere zahlreiche Eigenheime und Mehrfamilienhäuser - fast ausschließlich als farbenfrohe Holzhäuser. („Schwedensiedlung“). Es handelt sich dabei um die europaweit größte zusammenhängende Holzhaussiedlung.


Nachwort

Obwohl Borkwalde eine sehr junge Gemeinde ist, birgt seine Entstehungsgeschichte bereits viele Unsicherheiten. Entgegen der Annahme vieler Einwohner besteht - bis auf die Wahl des Ortsnamens - nur indirekt ein Zusammenhang mit der Entstehung des Nachbarortes Borkheide. Geht man davon aus, dass die erste urkundliche Erwähnung mit Archivierung der Nachweise das Gründungsjahr datiert, stimmt das bisherige Gründungsdatum im Jahre 1932 wohl nicht. Vielmehr geht die Gemeindevertretung, nach neuesten Funden der Ortschronistin, nun davon aus, dass die Gründung bereits im Jahre 1912 erfolgte. Entsprechende Akten einer Baugenehmigung wurden beim Amtsgericht Charlottenburg gefunden.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • Wir in Borkwalde 7 Sitze
  • Borkwalder Notgemeinschaft 3 Sitze
  • Die Linke 2 Sitze
  • SPD 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ortszentrum befindet sich ein denkmalgeschützter Gedenkstein für Ernst Thälmann sowie eine als Bodendenkmal ausgewiesene Grenzmarkierung. [2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Borkwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Potsdam-Mittelmark (PDF-Datei; 377 kB)