Bormes-les-Mimosas

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Bormes-les-Mimosas
Wappen von Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas (Frankreich)
Bormes-les-Mimosas
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Var
Arrondissement Toulon
Kanton Collobrières
Koordinaten 43° 9′ N, 6° 21′ O43.1516666666676.3430555555556157Koordinaten: 43° 9′ N, 6° 21′ O
Höhe 0–642 m
Fläche 97,32 km²
Einwohner 7.548 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 78 Einw./km²
Postleitzahl 83230
INSEE-Code
Website http://www.ville-bormes.fr

Blick vom Dorf zum Hafen

Bormes-les-Mimosas (bis zum 15. Februar 1968 Bormes, provenzalisch Bouarmo) ist eine französische Gemeinde mit 7548 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) an der Mittelmeerküste am Fuß des Massif des Maures im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in Hanglage von der Mittelmeerküste bis auf 642 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten]

Der hl. Franz von Paola, Schutzpatron der Gemeinde

Die Gemeinde wurde erstmals im Jahr 1056 als Borma erwähnt, archäologische Befunde weisen aber auf eine Besiedelung seit keltischer Zeit zurück. Der Hafen von Brégançon, der heute zu Bormes zählt, war in der Antike ein wichtiger Umschlagsplatz für Blei und Granit aus nahegelegenen Bergwerken. Zahlreiche Relikte sind aus der Zeit der römischen Herrschaft erhalten.

Im Mittelalter wurde das Dorf mehrfach zerstört. Seit 730 plünderten es wiederholt die Sarazenen, 1393 die Korsaren. Einige Jahre zuvor überfielen die Spanier den Ort. Im Jahr 1529 brannten es die Mauren nieder, 1539 der Genueser Andrea Doria und einige Jahre später, 1579 im Verlauf der Religionskriege, die Truppen des Comte de Carcès.

Der hl. Franz von Paola wurde zum Schutzpatron der Gemeinde erhoben, da er der im Jahr 1482 wütenden Pest Einhalt geboten haben soll. Eine Statue auf dem Place St-François und die dem Patron geweihte Kapelle aus dem 16. Jahrhundert erinnern heute daran.

Im Jahr 1913 wurde ein Teil der Gemarkung der neu gegründeten Gemeinde Le Lavandou zugeschlagen. Die Ergänzung des Namens um den Zusatz les Mimosas stammt erst aus dem Jahr 1968. Napoléon III. brachte die Mimosenbäume 1867 von seinen Feldzügen aus Mexiko mit und ließ sie in Bormes kultivieren.

Das Fort de Brégançon dient seit 1968 dem französischen Präsidenten als Sommerresidenz.

Straße der Mimosen[Bearbeiten]

Bormes-les-Mimosas ist Ausgangspunkt der Straße der Mimosen, auch Mimosenstraße genannt (frz: La Route du Mimosa; engl.: Golden Route). Es ist eine 130 km lange touristische Strecke, die entlang der Côte d’Azur über Rayol-Canadel-sur-Mer, Sainte-Maxime, Saint-Raphaël, Mandelieu-la-Napoule, Tanneron und Pégomas bis nach Grasse führt. Von Januar bis Mitte März stehen die ursprünglich aus Australien kommenden gelbblühenden Akaziengewächse in Blüte.[1]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bormes ist die Heimat der Korsaren Hippolyte Mourdeille (1785–1807) und Hippolyte de Bouchard (1780–1837), des späteren argentinischen Revolutionärs. Der Maler Alfred Courmes (1898-1993) wurde ebenfalls hier geboren,

Bilder aus Bormes-les-Mimosas[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bormes-les-Mimosas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. La route du Mimosa 2012. (engl.)