Borsigplatz

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Wohnhaus am Borsigplatz

Der Borsigplatz in Dortmund liegt nordöstlich der Innenstadt im östlichen Bereich der Dortmunder Nordstadt. Er ist heute praktisch ein Kreisverkehr mit sechs sternförmigen Zufahrtsstraßen. Der Innenplatz ist mit Bäumen umstanden und wird von einer Straßenbahnlinie gequert. Der Platz ist Namensgeber für den umliegenden statistischen Bezirk des Stadtbezirkes Innenstadt-Nord.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Benennung und Geschichte

Der Borsigplatz 2008
Der Borsigplatz vor der BVB Meisterschaft 2011
Schwarz-gelber Borsigplatz (Mai 2011)
Straßenbahnkreuzung

Benannt ist der Borsigplatz nach August Julius Albert Borsig (1829–1878), der als Leiter der von seinem Vater Johann Friedrich August Borsig gegründeten Borsigwerke 1872 die in unmittelbarer Nähe an der Borsigstraße gelegene Maschinenfabrik Deutschland (MFD) mitbegründet hat.

Bekannt wurde der Borsigplatz durch seine Nachbarschaft zum Haupteingang der ehemaligen Westfalenhütte der Hoesch AG, vor allem aber durch den Fußballverein Borussia Dortmund. Dieser wurde in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes gegründet und war bis in die 1950er Jahre tief in dem Borsigplatzviertel verwurzelt. Bis heute wird das Vereinskürzel BVB, eigentlich „Ballspielverein Borussia“, manchmal in „Borussia vom Borsigplatz“ umgedeutet. An der Stelle des heutigen Hoeschparks befand sich auch das erste Stadion des Vereins, die Weiße Wiese. Um den Park bauen zu können, enteigneten die Nationalsozialisten den Fußballverein in den 30er Jahren ohne Entschädigung, die Spiele mussten fortan im Stadion Rote Erde des bürgerlichen Südens ausgetragen werden. Damit begann auch die langsame Entfremdung von der alten Heimat. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren am Borsigplatz mehrere Kinos beheimatet.

Der Niedergang der Montanindustrie im Ruhrgebiet hat auch das Stadtviertel um den Borsigplatz in Mitleidenschaft gezogen. Die Arbeitslosigkeit in der Dortmunder Nordstadt ist besonders hoch, da hier traditionellerweise die Arbeiter der örtlichen Schwerindustrie siedelten.

Nach größeren Fußball-Erfolgen der Borussia finden auf dem Platz oft Fan-Feierlichkeiten einschließlich Autokorsos statt. Der Ausspruch den Borsigplatz schwarz-gelb streichen ist unter Anhängern des BVB ein geflügeltes Wort für entsprechende Feierlichkeiten und beruht auf einer wahren Begebenheit nach dem Erringen des Europapokals der Pokalsieger 1966 durch Borussia Dortmund. In der Bundesliga-Saison 2007/2008 fand ein neues Lied namens Am Borsigplatz geboren schnell Eingang ins Gesangsrepertoire der Dortmunder Fans.

Der Borsigplatz ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Nr. A 0296. Denkmalliste des Stadtbezirks Innenstadt-Nord. In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 27. Oktober 2008, abgerufen am 10. März 2011 (PDF, Größe: 46,4 kB).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Borsigplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.5233333333337.4816666666667Koordinaten: 51° 31′ 24″ N, 7° 28′ 54″ O

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