Borsten-Pippau

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Borsten-Pippau
Crepis setosa 2.jpg

Borsten-Pippau (Crepis setosa)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Tribus: Cichorieae
Gattung: Pippau (Crepis)
Art: Borsten-Pippau
Wissenschaftlicher Name
Crepis setosa
Haller f.

Der Borsten-Pippau (Crepis setosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pippau (Crepis) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Borsten-Pippau ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 8 bis 80 Zentimeter. Der Stängel ist aufrecht. Die Laubblätter sind eiförmig bis länglich, hellgrün, mindestens unterseits borstig behaart, am Rande bewimpert oder kahl. Die unteren Laubblätter sind bis zu 30 cm lang und bis 8 cm breit, in den Blattstiel verschmälert und gezähnt bis fiederspaltig mit einem größeren Endlappen. Die Stängelblätter sind ebenfalls fiederspaltig und mit spießförmigem Grund sitzend.

In einem doldentraubigen Gesamtblütenstand befinden sich körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenkörbe sitzen auf gelb oder fuchsrot borstig behaarten Stielen und weisen einen Durchmesser von 10 bis 14 mm auf. Die Hülle ist 8 bis 10 mm lang und 4 bis 10 mm breit. Die Hüllblätter sind auffällig mit hellen Borsten besetzt. Die Blüten sind hell zitronengelb, der Griffel ist dunkelgrün. Die Achänen sind 3 bis 5 mm lang, gelbbraun, besitzen zehn Rippen und sind in einen Schnabel verschmälert. Der Pappus ist weiß.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 6 oder 8.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Borsten-Pippau reicht von Süd- und dem südlichen Mittel-Europa bis Polen, Russland, zum Kaukasus und nach Vorderasien. Der Borsten-Pippau gedeiht auf sommerwarmen, mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden an Wegen, auf Dämmen, an Ackerrändern und in Unkrautfluren. Er ist eine Pionierpflanze und ist Charakterart des Verbands Dauco-Melilotion.

Taxonomie[Bearbeiten]

Der Borsten-Pippau wurde 1797 von Albrecht von Haller fil. erstbeschrieben.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Derek Sell: Crepis L. In:  T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae), Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 357 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): Crepis setosa. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009.
  •  Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer, Manfred A. Fischer (Hrsg.): Exkursionsflora von Österreich. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora Alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 2. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0, S. 682.
  •  Gerhard Wagenitz (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Pteridophyta, Spermatophyta. Begründet von Gustav Hegi. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Band VI. Teil 4: Angiospermae, Dicotyledones 4 (Compositae 2, Matricaria – Hieracium), Paul Parey, Berlin/Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9, S. 1171–1173, 1436 (revidierter Nachdruck der 1. Auflage (Band VI/2 von 1929) mit Nachtrag).
  1. Albert von Haller: Tentamen Additamentorum et Observationum ad Historiam Stirpium Helveticarum Spectantium. In: Johann Jacob Römer (Hrsg.): Archiv für die Botanik. Band 1, Nr. 2, 1797, S. 1, Vorschau in der Google-Buchsuche

Weblinks[Bearbeiten]