Bosansko Grahovo

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Bosansko Grahovo
Босанско Грахово

Wappen fehlt
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Bosansko Grahovo (Bosnien und Herzegowina)
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Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Föderation
Kanton: 10
Koordinaten: 44° 9′ N, 16° 22′ O44.1516.366666666667827Koordinaten: 44° 9′ 0″ N, 16° 22′ 0″ O
Höhe: 827 m. i. J.
Fläche: 780 km²
Einwohner: 3.091 (2013)
Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 34
Postleitzahl: 80270
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Uroš Makić (SNSD)
Webpräsenz:

Bosansko Grahovo (kyrillisch: Босанско Грахово) ist eine Kleinstadt und gleichnamige Gemeinde im Westen von Bosnien und Herzegowina nahe der Grenze zu Kroatien. Sie gehört zum Kanton 10 der Föderation Bosnien und Herzegowina.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde vermutlich im 10. Jahrhundert gegründet.

Im Bosnienkrieg stand Bosansko Grahovo unter serbischer Kontrolle, bis kroatische Truppen das Gebiet im August 1995 in der Operation Oluja besetzten und den größten Teil der serbischen Einwohner vertrieben.

Geographie[Bearbeiten]

Bosansko Grahovo liegt auf der Hochebene Grahovsko polje in etwa 800 m Höhe zwischen den Gebirgszügen Dinara und Uilica.

Benachbarte Gemeinden sind Drvar, Glamoč und Livno in Bosnien-Herzegowina sowie Gračac, Kijevo und Knin in Kroatien.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 1991 hatte die Gemeinde Bosansko Grahovo 8.311 Einwohner, darunter

Im Hauptort lebten 2.096 Einwohner.

Die Serben stellen heute wieder die absolute Mehrheit der Einwohner. Bereits vor dem Krieg war die Gemeinde von starker Abwanderung gekennzeichnet. Im Jahre 1971 hatte die Einwohnerzahl noch 10.565 betragen.

Die Gemeinde umfasst 35 Orte: Bastasi, Bosansko Grahovo, Crnac, Crni Lug, Donje Peulje, Donji Kazanci, Donji Tiškovac, Duler, Gornje Peulje, Gornji Kazanci, Grkovci, Isjek, Jaruga, Kesići, Korita, Luka, Maleševci, Malo Tičevo, Marinkovci, Mračaj, Nuglašica, Obljaj, Pečenci, Peći, Preodac, Pržine, Radlovići, Resanovci, Stožišta, Ugarci, Uništa, Veliko Tičevo, Vidovići, Zaseok und Zebe. Viele dieser Dörfer bestehen nur aus wenigen Gehöften.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird durch Land- und Forstwirtschaft geprägt.

Verkehr[Bearbeiten]

Das Straßennetz ist nur wenig ausgebaut. Der westlich des Dinara gelegene Ort Uništa ist praktisch nur über Kroatien zu erreichen. Der Ort liegt an der Una-Bahn, die einst Zagreb mit der dalmatinischen Küste verband, seit dem Ende des Bosnienkrieges findet aber kein durchgehender Personenverkehr statt. Über den Zustand des Bahnhofes ist nichts bekannt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]