Bothenheilingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bothenheilingen
Bothenheilingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bothenheilingen hervorgehoben
51.18666666666710.624166666667229Koordinaten: 51° 11′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schlotheim
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 9,46 km²
Einwohner: 472 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 036043
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Anger 106
99947 Bothenheilingen
Bürgermeister: Jürgen Übensee (parteilos)
Lage der Gemeinde Bothenheilingen im Unstrut-Hainich-Kreis
Altengottern Anrode Bad Langensalza Bad Langensalza Bad Tennstedt Ballhausen Blankenburg Bothenheilingen Bruchstedt Dünwald Flarchheim Großengottern Großvargula Haussömmern Herbsleben Heroldishausen Hornsömmern Issersheilingen Kammerforst Kammerforst Kirchheilingen Kleinwelsbach Klettstedt Körner Kutzleben Vogtei Marolterode Menteroda Mittelsömmern Mühlhausen Mülverstedt Neunheilingen Vogtei Vogtei Vogtei Obermehler Oppershausen Oppershausen Rodeberg Schlotheim Schönstedt Schönstedt Südeichsfeld Sundhausen Tottleben Unstruttal Urleben Weberstedt WeinbergenKarte
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Kirche in Bothenheilingen
Kirche in Bothenheilingen

Bothenheilingen ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Schlotheim hat.

Geografie[Bearbeiten]

Bothenheilingen liegt etwa zwölf Kilometer (Luftlinie) östlich der Kreisstadt Mühlhausen/Thüringen. Der Ort gehört zur Gruppe der einst 9 Heilingen-Orte (Kirchheilingen, Issersheilingen, Neunheilingen und die Wüstungen Altenheilingen, Appenheilingen, Ottenheilingen, Wolfsheilingen, und Wünschenheilingen) um die Heilinger Höhen am Nordwestrand des Thüringer Beckens.

Der Galgenberg (309,4 m ü. NN) im Norden ist die höchste Erhebung der Flur und ein alter Gerichtsplatz. Die Hügelkette Gotternscher Herzberg (241,5 m ü. NN), Bothenheilinger Herzberg (230,2 m ü. NN) und Welsbacher Herzberg (230,5 m ü. NN) bilden eine etwa 100 Höhenmeter messende Geländestufe zum südlichen Vorland mit dem Unstruttal. Die Höhen bestehen aus widerstandsfähigerem Muschelkalk, das südlich angrenzenden Gelände war aus leichter verwitterndem Keupergestein aufgebaut.[2]

Das landwirtschaftlich geprägte Dorf ist von Weiden, Mais- und Gemüsefeldern umgeben. Durch den Ort fließt der Bach „Grundgraben“, den die Dorfbewohner „Ölbach“ nennen. Er entspringt nordwestlich der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Bauern fanden beim Anlegen einer Miete einen jüngerbronzezeitlichen Depotfund von sechs Schwertern, die aus südwestlichen Ländern Europas stammen. Es wird angenommen, dass es sich um einen niedergelegten Schatz handelt.[3]

Der Ort Bothenheilingen wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Bis 1815 gehörte der unter Oberherrschaft des Kurfürstentums Sachsen stehende Ort als Exklave zum Amt Ebeleben in der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. 1816 gelangte Bothenheilingen als Folge des Wiener Kongresses an den Kreis Langensalza der preußischen Provinz Sachsen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Bothenheilingen besteht aus 7 Ratsfrauen und Ratsherren mit dem ehrenamtliche Bürgermeister.

  • CDU 2 Sitze
  • RG 2 Sitz
  • SV 1 Sitz
  • Dorfclub 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jürgen Übensee (parteilos) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2.  Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Eichsfeldkreis, LK Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis. In: CD-ROM Reihe Top10. CD 2, Erfurt 1999.
  3. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer Jenzig-Verlag 2007 ISBN 978-3-910141-85-8 S.124
  4.  Peter Acht (Bearb.): Die Urkunden seit d. Tode Erzbischof Adalberts I. (1137) bis z. Tode Erzbischof Konrads (1200). In: Historischer Verein für Hessen (Hrsg.): Mainzer Urkundenbuch. Bd. II-1 (1137 –1175 ), Darmstadt 1968. (44)
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bothenheilingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien