Boticas

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Boticas
Wappen Karte
Wappen von Boticas
Boticas (Portugal)
Boticas
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Alto Trás-os-Montes
Distrikt: Vila Real
Concelho: Boticas
Koordinaten: 41° 41′ N, 7° 40′ W41.6875-7.6688888888889Koordinaten: 41° 41′ N, 7° 40′ W
Einwohner: 1283 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 13,92 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 5460-328
Politik
Bürgermeister: António Guilherme F. L. Pires
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Boticas
Rua Dr. Figueiredo Guerra, n.º 4
5460-328 Boticas
Webseite: www.boticas.freguesias.pt
Kreis Boticas
Flagge Karte
Flagge von Boticas Position des Kreises Boticas
Einwohner: 5747 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 321,96 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 16
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Boticas
Praceta do Município
5460-304 Boticas
Präsident der Câmara Municipal: Fernando Pereira Campos (PSD)
Webpräsenz: www.cm-boticas.pt



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Boticas ist eine Kleinstadt (Vila) im Norden Portugals.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 2. Jahrhundert v. Chr. eroberten die Römer die Iberische Halbinsel. Vermutlich bestanden hier bereits befestigte Siedlungen der Castrokultur, in denen sich die Römer niederließen, um in den umliegenden Minen Erze abzubauen und die Thermalquellen von Carvalhelhos zu nutzen. Der heutige Ortsname leitet sich vom lateinischen apotheca ab.[4]

Im Verlauf der Reconquista wurde die Verwaltungseinheit von Barroso geschaffen, zu der Boticas gehörte. Nach der erfolgreichen Revolution von 1383, in der die Unabhängigkeit Portugals gesichert wurde, gab König João I. das Gebiet an den Ritter Nuno Álvares Pereira.

Der eigenständige Kreis Boticas wurde im Verlauf der Verwaltungsreformen nach der Liberalen Revolution 1822 und dem folgenden Miguelistenkrieg (1832/34) im Jahr 1836 neu geschaffen, durch Abspaltung aus dem anschließend aufgelösten Kreis Barroso. [5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben verschiedenen Sakralbauten, Steinbrunnen und historischen öffentlichen Gebäuden (Grundschule und Gericht) steht auch der historische Ortskern als Ganzes unter Denkmalschutz.[6]

Das kleine Museum Repositório Histórico do „Vinho dos Mortos“ erinnert an eine kuriose Episode aus der zweiten Napoleonischen Invasion. Als die Bewohner Boticas´ 1808 alles Hab und Gut vor den heranrückenden Truppen des General Soult versteckten, vergruben sie auch ihre Weinvorräte. Als sie diese später ausgruben, fanden sie keinen verdorbenen, sondern im Gegenteil geschmacklich verbesserten Wein vor. Diese lokale Weinspezialität trägt seither den Namen Vinho dos Mortos (port. für: Wein der Toten), der sich auf das Vergraben des Weines bezieht. [7]

Das Museu Rural de Boticas widmet sich der regionalen landwirtschaftlichen Geschichte und dem früheren Alltagsleben im Kreis. Weitere Orte der Kultur sind das Kunst- und Kulturzentrum Centro de Artes Nadir Afonso, der Archäologiepark Parque Arqueológico do Vale do Terva in der Gemeinde Bobadela, die Stadtbibliothek Biblioteca Municipal, und das städtische Konferenz- und Veranstaltungszentrum Auditório Municipal Dr. José S. Fernandes, u.a. mit Konzerten, Kino und Ausstellungen.

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

Boticas ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Vila Real. Am 30. Juni 2011 hatte der Kreis 5747 Einwohner auf einer Fläche von 322 km²[3].

Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Montalegre, Chaves, Vila Pouca de Aguiar, Ribeira de Pena sowie Cabeceiras de Basto.

Die folgenden Gemeinden liegen im Kreis Boticas:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Boticas (1849 – 2011)
1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
10 226 10 982 11 154 14 481 8 773 7 936 6 417 5 750

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 6. November

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Nationalstraße N311 führt zur 16 km östlich gelegenen Anschlussstelle Nr.20 (Vidago) der Autobahn A24, die zur 45 km südlich gelegenen Distrikthauptstadt Vila Real bzw. in das etwa 25 km nördlich beginnende Galicien führt. Die N312 verläuft nördlich zur 4 km entfernten Durchgangsstraße N103, die zum etwa 20 km östlich gelegenen Chaves und zum etwa 100 km westlich gelegenen Braga führt.

Einen eigenen Eisenbahnanschluss hat Boticas nicht. Bis zur einstweiligen Stilllegung der Linha do Corgo befand sich im etwa 16 km östlich gelegenen Vidago der nächste Bahnhof.

Der zentral gelegene Busbahnhof Central de Camionagem de Boticas ist Ausgangspunkt für eine Reihe privater Buslinien, die lokale, regionale und überregionale Verbindungen anbieten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Boticas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S.56 (ISBN 978-9724617305)
  5. www.verportugal.net, abgerufen am 29. September 2013
  6. www.monumentos.pt, abgerufen am 29. September 2013
  7. Das Repositório do Vinho dos Mortos auf der Kreis-Website, abgerufen am 29. September 2013
  8. www.anmp.pt, abgerufen am 28. September 2013