Bouncen (Sport)

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Sportler beim Bouncen

Bouncen (engl. to bounce: Springen, Prellen) oder Powerbocking ist eine Funsportart. Beim Bouncen geht, läuft, sprintet oder springt der Sportler mit speziellen Sprungstiefeln, auch Sprungstelzen genannt. Die Geräte und Sportler werden auch als Flyjumper, Powerjumper oder Powerbocker bezeichnet.[1]

Erfahrene „Bouncer“ schaffen Sprünge bis zu zwei Meter hoch und fünf Meter weit, schlagen Salti, zeigen Stunts oder sprinten mit einer Geschwindigkeit bis zu 45 km/h.

Funktionsweisen der Sprungstelzen[Bearbeiten]

Die Sprungstiefel enthalten eine nach Angaben der Hersteller bruchsichere Fiberglasfeder,[2] die Auftrittsohlen sind aus rutschfestem Hartgummi hergestellt. Die Energie, durch die die Feder zusammengedrückt wird, wird in der Ausdehnungsphase der Feder wieder frei und akzentuiert somit jeden Schritt des Sportlers.

Vertrieb[Bearbeiten]

Die Produkte haben je nach Hersteller unterschiedliche Namen. Die größten Vermarkter sind Pro-Jump, Poweriser, Powerstrider, FlyJumper, SpeedJumper, PowerSkip und 7meilenstiefel, wobei die Typenbezeichnungen wiederum unterschiedlich lauten.

Kosten[Bearbeiten]

Die Stelzen werden zur Zeit für rund 200 bis über 1000 € angeboten. Als Schutzausrüstung sind Handgelenks-, Ellbogen-, und Knieschützer notwendig. Auch das Tragen eines Helmes wird empfohlen.

Anwendung und Gefahren[Bearbeiten]

Durch die direkte Montage an den Fuß und die feste Doppelschnallenverbindung sowie eine feste Verbindung unterhalb des Knies ist die Sprungstelze eigentlich nur eine Verlängerung des eigenen Beines. Der Schwerpunkt (Auftrittspunkt) liegt genau unterhalb des Fußes ähnlich wie beim Gehen. Jedoch wird der Fuß praktisch nur zur Ferse umfunktioniert. Aufgrund der abgerundeten Gummifüße ist es nahezu unmöglich, längere Zeit stehen zu bleiben. Daher muss man sich entweder abstützen oder immer in Bewegung bleiben.[3]

In der ZDF-Fernsehshow Wetten, dass..? am 4. Dezember 2010 erlitt der Spielkandidat Samuel Koch schwere Verletzungen, als er versuchte, auf Sprungstelzen mit einem Salto über ein fahrendes Auto zu springen. Der Wettkandidat zog sich dabei eine komplexe Verletzung der Halswirbelsäule zu und ist seither gelähmt.

Weltrekord im Rückwärts-Salto[Bearbeiten]

Der Weltrekord im Rückwärts-Salto – eingetragen im Guinness Buch der Rekorde – wird von „Half Animal“ Jesus Villa gehalten. Er schaffte am 4. Juli 2007 an der John Carroll University 19 Rückwärts-Salti auf einer Länge von über 100 Yards (etwa 91,4 Meter).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Poweriser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flyjumper/Powerjumper in der Hafencity
  2. Patentschrift des Koreaners Tae-Hyuk Yoon, 2002
  3. 2. Teil: Stillstehen? Das geht nicht