Bourbon-Sizilien

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Wappen des Königshauses Bourbon-Sizilien
König Ferdinand I. und seine erste Gemahlin Maria Karolina im Kreise ihrer Kinder; Gemälde von Angelika Kauffmann

Das Haus Bourbon-Sizilien ist eine italienische Nebenlinie der spanischen Bourbonen. Diese Linie geht auf Ferdinand (1751–1825), dem dritten Sohn des spanischen Königs Karl III. (1716–1788) zurück.

Die Übertragung der Königreiche Neapel und Sizilien auf die spanische Bourbonen erfolgte 1735 infolge des Wiener Präliminarfriedens, der den Polnischen Erbfolgekrieg (1733–1735/38) beendete. Der spanische Infant Karl, dritter Sohn von König Philipp V. (1683–1746) und ältester Sohn von dessen zweiter Gattin Elisabetta Farnese (1692–1766), herrschte von 1735 bis 1759 als Karl VII. im Königreich Neapel und als Karl V. im Königreich Sizilien, ehe er 1759 die Nachfolge seines Halbbruders Ferdinand VI. (1713–1759) als König von Spanien antrat.

Seine Nachfolge in Neapel und Sizilien übernahm Ferdinand, der als Ferdinand IV., König von Neapel (1759–1806), als Ferdinand III., König von Sizilien (1759–1815) und als Ferdinand I., König beider Sizilien (1815/16–1825) herrschte.

Das Haus Bourbon-Sizilien hatte unter anderem folgende Mitglieder:


Mit der Einigung Italiens (1860/61) verloren die Könige beider Sizilien ihren Thron.

Siehe auch[Bearbeiten]