Boxspringbett

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Queen-size Boxspringbett auf Metallrahmen

Das Boxspringbett, auch Amerikanisches Bett oder Continentalbett genannt, ist ein Schlafsystem, bei dem ein gefedertes Untergestell die Basis bildet. „Boxspring“ bedeutet „Kiste mit Federn“ und beschreibt im Wesentlichen den Aufbau des Untergestells. Das Boxspring, also das Untergestell, besteht aus einem Rahmen, der meist aus Massivholz gefertigt ist und die Federung umgibt. Meist sind Boxsprings mit Bonellfedern (Federkern oder Taschenfederkern) ausgestattet. Je nach Hersteller können bereits im Boxspringuntergestell mehrere unterschiedliche Lagen an Federn verarbeitet sein. Auf dem Boxspring liegt eine Matratze und – je nach Aufbauvariante – noch ein zusätzlicher Topper auf. Besonders populär sind Boxspringbetten in den Vereinigten Staaten und Kanada, aber auch in Skandinavien haben sie eine lange Tradition.

Aufbau[Bearbeiten]

Inneres eines Boxspringbetts

Grundsätzlich gibt es verschiedene mögliche Aufbauten bei Boxspringbetten. Im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Betten in Deutschland liegt die Matratze nicht auf einem Lattenrost. Die Basis bildet bei allen Varianten das Boxspring. Darauf liegt eine Matratze. Bei dem so genannten Amerikanischen Boxspringbett handelt es sich meist um eine sehr dicke Matratze, die häufig bis 30 Zentimeter in der Höhe misst. Beim skandinavischen Boxspringbett wird zusätzlich eine Matratzenauflage, ein so genannter Topper, aufgelegt. Beim skandinavischen Boxspringbett ist die Matratze meist im Bezugsstoff des Bettes bezogen.

Boxspring[Bearbeiten]

Boxsprings sind im Handel auch unter den Namen Federkernbox, Federrahmen beziehungsweise Untermatratze bekannt. Ein massiver Rahmen, meist aus Holz gefertigt, umschließt die Federung. Das Boxspring ist stoffbezogen und steht auf Füßen, die die notwendige Luftzirkulation unter dem Boxspring gewährleisten sollen. Die Bettfüße sind beim Boxspringbett meist nicht höher als 20 cm.[1]

Boxspring-Matratze[Bearbeiten]

Als Boxspring-Matratze kann prinzipiell jede Art von Matratze genutzt werden. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Abmessungen auf die Größe des Unterbettes abgestimmt sein müssen. Als Matratze finden solche mit Federkern/Bonell, Tonnentaschenfederkern, Latex, Visco oder Kaltschaum Verwendung.

Topper-Matratze[Bearbeiten]

Skandinavisches Boxspringbett

Die Topper-Matratze, kurz Topper genannt, bildet den Abschluss des skandinavischen Boxspringbettes. Dabei handelt es sich um eine wenige Zentimeter dicke Matte, welche den Schlafkomfort in jeder Liegeposition erhöhen soll und die darunter liegende Matratze schont. Der Topper besteht häufig aus Schafschurwolle, Rosshaar, Kaltschaum, viskoelastischem Material oder Latex und meist einem aus hygienischen Gründen abnehmbaren Überzug. Als durchgehender Topper schafft er beim Doppelbett eine gemeinsame Liegefläche.

Vor- und Nachteile[Bearbeiten]

Durch die Übereinanderschichtung der drei Matratzen erreicht man mit dem Boxspringbett eine Komforthöhe, welche besonders älteren Leuten das Ein- und Aussteigen erleichtert.

Das Boxspringbett bietet eine gleichbleibende Unterstützung über die gesamte Liegefläche hinweg und weist daher meist keine den Körper unterstützende Mehrzonen-Einteilung auf.

Eine fehlende Normierung der Matratzen macht es zusätzlich schwierig eine geeignete Matratze zu finden, da sich diese im Härtegrad sehr stark unterscheiden können.

Die Stiftung Warentest kommt in Ihren Tests zum Ergebnis, dass die Bauform oft nicht hält, was vollmundige Werbung häufig verspricht. Einigen der getesteten Modellen attestiert die Stiftung Warentest zwar gute Liegeeigenschaften. In Sachen Haltbarkeit schaffen die Boxspringbetten in den Tests aber oft nur die Noten „Befriedigend“ oder „Ausreichend“. Und bei der Handhabung haben einige Produkte sogar ein „Mangelhaft“.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul J. Bello: The Bed Bug Combat Manual, S. 86 f., AuthorHouse Verlag, 2011, ISBN 9781467036467
  • Marian B. Latzko: I can do it! – A micropedia of living on your own, S. 29–34, Microlife Verlag, 1996, ISBN 9780965182607
  • De Witt Wallace: The Reader's digest, Band 119, S. 256, The Reader's Digest Association, 1981

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeitungsartikel bei lr-online.de
  2. 198 Matratzen im Test test.de, Stand 10. September 2014, abgerufen am 8. Oktober 2014