Boxspringbett

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Queen-size Boxspringbett auf Metallrahmen

Das Boxspringbett, auch Amerikanisches Bett oder Continentalbett genannt, ist ein Schlafsystem, bei dem ein gefedertes Untergestell die Basis bildet. „Boxspring“ bedeutet „Kiste mit Federn“ und beschreibt im Wesentlichen den Aufbau des Untergestells. Das Boxspring, also das Untergestell, besteht aus einem Rahmen, der meist aus Massivholz gefertigt ist und die Federung umgibt. Meist sind Boxsprings mit Bonellfedern (Federkern oder Taschenfederkern) ausgestattet. Je nach Hersteller können bereits im Boxspringuntergestell mehrere unterschiedliche Lagen an Federn verarbeitet sein. Auf dem Boxspring liegt eine Matratze und - je nach Aufbauvariante - noch ein zusätzlicher Topper auf. Besonders populär sind Boxspringbetten in den USA und Kanada, aber auch in Skandinavien haben sie eine lange Tradition.

Geschichte und Verwendung[Bearbeiten]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts suchten Bettenkonstrukteure eine Möglichkeit, die Matratze, welche bis dahin direkt auf dem Boden auflag, aus hygienischen Gründen höher zu legen. So entstanden die ersten unterfederten Betten, die zum Teil aus zwei aufeinander gelegten Matratzen bestanden, wobei die untere massiver konstruiert wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden sowohl in Großbritannien, als auch in Skandinavien und den BeNeLux in kleineren Manufakturen Federkernmatratzen, die auf gefederten Unterbetten genutzt wurden.

Verwendung fand das Bett vor allem in der Hotelbranche und auf Kreuzfahrtschiffen. Das vielleicht berühmteste Passagierschiff mit Boxspringbetten war die RMS Titanic. Bis heute haben sich Boxspringbetten im Hotelbereich bewährt, da sie zwar nicht perfekt an den einzelnen Gast angepasst sind, aber ergonomisch vielen Menschen entgegenkommen.

In einigen Regionen der Welt haben sich Boxspringbetten als Standardschlafsystem durchgesetzt.

Aufbau[Bearbeiten]

Inneres eines Boxspringbetts

Grundsätzlich gibt es verschiedene mögliche Aufbauten bei Boxspringbetten. Im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Betten in Deutschland liegt die Matratze nicht auf einem Lattenrost. Die Basis bildet bei allen Varianten das Boxspring. Darauf liegt eine Matratze. Bei dem so genannten Amerikanischen Boxspringbett handelt es sich meist um eine sehr dicke Matratze, die häufig bis 30 Zentimeter in der Höhe misst. Beim skandinavischen Boxspringbett wird zusätzlich eine Matratzenauflage, ein so genannter Topper, aufgelegt. Beim skandinavischen Boxspringbett ist die Matratze meist im Bezugsstoff des Bettes bezogen.

Boxspring[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den üblichen verwendeten Betten in Deutschland, liegt die Matratze nicht auf einem Lattenrost, sondern auf dem Boxspring-Untergestell. Boxsprings sind im Handel auch unter den Namen Federkernbox, Federrahmen beziehungsweise Untermatratze bekannt. Ein massiver Rahmen, meist aus Holz gefertigt, umschließt die Federung. Das Boxspring ist stoffbezogen und steht auf Füßen, die die notwendige Luftzirkulation unter dem Boxspring gewährleisten sollen. Die Bettfüße sind beim Boxspringbett meist nicht höher als 20 cm.[1]

Boxspring-Matratze[Bearbeiten]

Als Boxspring-Matratze kann prinzipiell jede Art von Matratze genutzt werden. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Abmessungen auf die Größe des Unterbettes abgestimmt sein müssen. Als Matratze finden solche mit Federkern/Bonell, Tonnentaschenfederkern, Latex, Visco oder Kaltschaum Verwendung.

Topper-Matratze[Bearbeiten]

Skandinavisches Boxspringbett

Die Topper-Matratze, kurz Topper genannt, bildet den Abschluss des skandinavischen Boxspringbettes. Dabei handelt es sich um eine wenige Zentimeter dicke Matte, welche den Schlafkomfort in jeder Liegeposition erhöhen soll und die darunter liegende Matratze schont. Der Topper besteht häufig aus Schafschurwolle, Rosshaar, Kaltschaum, viskoelastischem Material oder Latex und meist einem aus hygienischen Gründen abnehmbaren Überzug. Als durchgehender Topper schafft er beim Doppelbett eine gemeinsame Liegefläche.

Vor- und Nachteile[Bearbeiten]

Durch die Übereinanderschichtung der drei Matratzen erreicht man mit dem Boxspringbett eine Komforthöhe, welche besonders älteren Leuten das Ein- und Aussteigen erleichtert.

Das Boxspringbett bietet eine gleichbleibende Unterstützung über die gesamte Liegefläche hinweg und weist daher meist keine den Körper unterstützende Mehrzonen-Einteilung auf.

Eine fehlende DIN-Normierung der Matratzen macht es zusätzlich schwierig eine geeignete Matratze zu finden, da sich diese im Härtegrad sehr stark unterscheiden können.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul J. Bello: The Bed Bug Combat Manual, S. 86 f., AuthorHouse Verlag, 2011, ISBN 9781467036467
  • Marian B. Latzko: I can do it! – A micropedia of living on your own, S. 29–34, Microlife Verlag, 1996, ISBN 9780965182607
  • De Witt Wallace: The Reader's digest, Band 119, S. 256, The Reader's Digest Association, 1981

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeitungsartikel bei lr-online.de