Boyhood (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Boyhood
Originaltitel Boyhood
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 163 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Richard Linklater
Drehbuch Richard Linklater
Produktion Sandra Adair
Richard Linklater
Vincent Palmo Jr.
Cathleen Sutherland
Anne Walker-McBay
Kamera Lee Daniel
Shane F. Kelly
Schnitt Sandra Adair
Besetzung

Boyhood (deutsch Kindheit) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Regisseur Richard Linklater mit Ellar Coltrane, Patricia Arquette und Ethan Hawke in den Hauptrollen. Der Film wurde in einem Zeitraum von 12 Jahren realisiert. Die ersten Aufnahmen fanden im Sommer 2002 statt, im Oktober 2013 schloss Linklater das Projekt ab. Die Besonderheit an dem Film ist, dass die Schauspieler im Verlauf des sehr langen Filmprojekts reell wachsen und altern, sodass die Coming-of-Age-Geschichte realistisch - immer mit derselben Besetzung - inszeniert werden konnte. Insofern ist Boyhood eine fiktive filmische Langzeitstudie. Dazu kommt, dass die vier wichtigsten Schauspielerinnen innerhalb eines weiten, von Linklater vorgegebenen Rahmens selbst Dialoge geschrieben haben und dabei ihre persönlichen Erfahrungen eingebracht haben. Boyhood ist insofern auch ein experimentelles filmisches Werk, als dass die Entwicklungen besonders der jungen Schauspieler nicht vorhersagbar waren und Linklater den Rahmen für das Drehbuch nur jahrweise schreiben konnte.[1]

Der Film feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival 2014.[2] In Deutschland lief er erstmals im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2014,[3] bei dem Richard Linklater für ihn den Silbernen Bären für die beste Regie erhielt.[4] Der Film war ab dem 5. Juni 2014 in deutschen Kinos zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film zeigt 12 Jahre im Leben des jungen Mason, von seinen schulischen Anfängen im Alter von 6 Jahren bis zu seinem Eintritt ins College.

Im Jahr 2002 leben der sechsjährige Mason Evans, Jr. (Ellar Coltrane) und seine ältere Schwester Samantha (Lorelei Linklater) mit ihrer alleinerziehenden Mutter Olivia (Patricia Arquette) in einem Ort in Texas zusammen. Olivia will studieren, weil sie mit ihrem derzeitigen Job zu wenig Geld für die Familie verdient. Die Kinder wollen nicht wegziehen. Mason macht sich Sorgen, dass ihr Vater sie nicht wiederfinden würde, wenn sie wegziehen. Olivia beruhigt ihn, er könne sie über ihre Oma und über das Telefonbuch wiederfinden. Die Familie zieht trotzdem aus dem Ort weg nach Houston, wo auch ihre Oma, die Mutter von Olivia wohnt und die Kinder mit betreut.

Olivia studiert 2003 an der University of Houston Psychologie. Eines Tages holt der Vater Mason Sr. (Ethan Hawke) die Kinder zum Kegeln bei der Oma ab. Er bringt sie danach entgegen der Absprache direkt zum Wohnhaus der Familie. Die Kinder zeigen ihm ihre Zimmer. Als Olivia nach Hause kommt, ist sie sauer auf den leiblichen Vater der Kinder und streitet sich mit ihm. Die Kinder beobachten den Streit vom Fenster aus, ihre Hoffnung schwindet, dass er über Nacht bleibt.

Olivia nimmt Mason 2004 mit in die Psychologie-Vorlesung über den Pawlowschen Reflex und stellt ihn anschließend ihrem Professor Bill Welbrock (Marco Perella) vor. Bill und Olivia heiraten und ziehen mit ihren Familien zusammen. Bill bringt seine zwei Kinder aus seiner vorherigen Beziehung - Mindy und Randy - mit, die im gleichen Alter wie Mason und Samantha sind. Bill entwickelt sich zum strengen Patriarchen und Alkoholiker. Nachdem Bill betrunken gewalttätig wird, flieht Olivia aus dem gemeinsamen Haus, holt später ihre Kinder und hinterlässt ihren gesamten Besitz. Die Familie wohnt vorerst bei einer alleinerziehenden Freundin. Olivia lässt sich von Bill scheiden. Mindy und Randy bleiben bei Bill zurück.

In einem Gespräch des Vaters Mason mit seinen Kindern Samantha und Mason Jr. kommt zur Sprache, dass die mittlerweile 13-jährige Samantha einen Freund hat. Er erklärt ihr, was Verhütung ist und schärft Samantha ein, dass sie ihren Freund zwingen muss, Kondome zu verwenden. Sie soll aus seinem und Olivias Fehler lernen, zu früh Kinder bekommen zu haben. Samantha ist dieses Gespräch sichtlich peinlich. Danach geht der Vater allein mit Mason im Pedernales Falls State Park campen. (Samantha zieht es vor, nicht mit zu kommen und stattdessen die Party einer Freundin zu besuchen.) Die beiden öffnen sich in längeren Gesprächen füreinander, das Vertrauensverhältnis vertieft sich.

Olivia hat ihr Studium der Psychologie mit sehr guten Noten abgeschlossen während Mason Sr. einen Abschluss in Versicherungswirtschaft macht. Olivia bekommt eine Stelle als Dozentin für Psychologie in San Marcos an der Texas State University, weshalb die Familie dorthin umziehen muss. Olivia gibt eine Antrittsparty für ihre Studenten in ihrer Wohnung. Dort lernt sie ihren Studenten Jim, einen ehemaligen Soldaten im Irakkrieg, näher kennen und die Familie zieht mit ihm zusammen. Mason wird in seiner neuen Schule erst gemobbt, findet aber auch Freunde und stößt langsam auf das Interesse von Mädchen.

Ellar Coltrane 2013 im Kostüm zu Boyhood

Zu Masons fünfzehnten Geburtstag kommt der Vater mit seiner neuen Frau Annie und ihrem Baby zu Besuch. Die Kinder fahren mit zu den Eltern von Annie. Vater Mason Sr. schenkt Mason eine Post-Beatles-Mix-CD, die er als „Black Album“ bezeichnet, sowie einen Anzug. Annies Mutter schenkt Mason eine red letter bible, Annies Vater überreicht ihm ein Schrotgewehr. Samantha und Mason lernen schießen und gehen zum ersten Mal in die Kirche. Mason besucht eine Party und lernt dort Sheena kennen. Mason, der bisher nicht so viel gesprochen hat, führt unter der hinterfragenden Aufmerksamkeit von Sheena lange durchdachte Monologe. Er fühlt sich von ihr verstanden und überwindet seine Angst, von sich zu sprechen. Sie wird später seine Freundin. Als Mason einmal sehr spät nach Hause kommt, schimpft ihn der betrunkene Jim dafür aus. Olivia trennt sich von Jim.

Mason and Sheena schauen sich die Universität von Texas in Austin an. Sheena will dort studieren. Samantha studiert dort schon und wohnt in einem Studentenwohnheim. Sie besorgt Mason und Sheena einen Schlafplatz im Bett ihrer Mitbewohnerin, die sie angeblich vorher dafür um Erlaubnis gebeten hat. Sie gehen zu dritt in einen Musikclub und schauen später vom Dach gedankenverloren über die morgendliche Stadt. Die beiden werden von der nach Hause kommenden Mitbewohnerin geweckt, die von nichts wusste.

Patricia Arquette 2009

Während seines letzten Schuljahrs an der High School trennen sich Sheena und Mason, weil Sheena im entfernten Austin Sex mit einem anderen Mann hatte. Gleichzeitig entwickelt Mason ein großes Interesse für Fotografie und gewinnt eine Silbermedaille und ein Stipendium im Landesfotografiewettbewerb. Masons Familie organisiert ihm eine Schulabschlussparty. Vater Mason gibt Mason Jr. gute Ratschläge, damit er die Trennung von Sheena verwindet. Mason geht zum Studium an die Sul Ross State University. Olivia verkauft das Haus, in dem die Familie in den letzten Jahren wohnte, weil ihre beiden Kinder bald ausgezogen sein werden. Alle müssen ihre Sachen durchsortieren und reduzieren, weil Olivia in eine kleine Wohnung zieht und dort den Besitz ihrer Kinder nicht aufbewahren will. Olivia weint, sie habe alles in ihrem Leben erreicht und geschafft, ihre Kinder sind erwachsen. Jetzt gäbe es für sie nichts mehr zu erreichen, der nächste Schritt in ihrem Leben sei ihre Beerdigung. Mason erwidert, dass sie 40 zukünftige Lebensjahre ausblende.

Mason fährt mit seinem Umzug zur Universität und zieht in ein Studentenwohnheimszimmer. In diesem Zimmer hat er einen Mitbewohner, den er gleich kennen lernt. Sie gehen zusammen mit der Freundin des Mitbewohners und ihrer Mitbewohnerin Nicole im Big Bend National Park wandern. Nicole gibt Mason einen Haschkeks, der während der Wanderung in der wunderschönen Landschaft seine Wirkung entfaltet: Nicole fragt Mason, ob der Mensch den Moment oder ob der Moment den Menschen bestimmt. Mason antwortet, dass sie immer im Moment seien.

Produktion[Bearbeiten]

Linklater plante zunächst nur einen Film über die Kindheit, wollte sich dabei aber nicht auf eine Phase beschränken. Daraus entstand die Idee, einen Film über die gesamte Kindheit eines Menschen umzusetzen.[5] Dann wollte er die Geschichte einer Eltern-Kind-Beziehung von der ersten bis zur 12. Klasse darstellen. Problematisch dabei war, dass Kinder sich im Verlauf ihrer Entwicklung schnell und stark verändern, sodass das im Lauf eines üblichen Filmdrehs nur sehr schwierig umzusetzen gewesen wäre. Die Lösung war, die den Dreh über 11 Jahre zu strecken und die SchauspielerInnen beizubehalten. Damit ließ sich Linklater auch auf die Entwicklungen der SchauspielerInnen ein, und sagt bezogen auf den Hauptdarsteller Ellar Coltrane:

“And I am totally ready to adapt the story to whatever he is going through.”

„Und ich bin absolut bereit, das Drehbuch an an das anzupassen, was er gerade durchmacht.“[6]

Im Mai 2002 gab Linklater bekannt, dass er ab dem Sommer einen Film in seiner Heimatstadt Houston drehen würde. Im Jahr 2002 stellte Linklater die Crew zusammen, mit der er 12 Jahre für einige wenige Wochen im Jahr zusammenarbeitete. Zunächst überzeugte Linklater seinen langjährigen Stammschauspieler Ethan Hawke von dem Projekt.[5] Kurz darauf wurde Patricia Arquette als Mutter gecastet. Die Rolle des Mason besetzte Linklater mit dem damals siebenjährigen Ellar Coltrane. Die Rolle von Masons Schwester Samantha besetzte der Regisseur mit seiner Tochter Lorelei Linklater.[7][8][9]

Ethan Hawke auf dem Filmfestival 2009 in Venedig

Die 39 Drehtage verteilten sich relativ gleichmäßig auf die 12 Jahre, wobei die Crew immer für drei bis vier Drehtage pro Jahr zusammenkam. Danach ging Linklater mit der Cutterin Sandra Adair sofort an den Schnitt des jeweiligen Abschnitts, den sie dann nahtlos an die bereits fertigen Filmteile anfügten.[5] Die lange Entstehungsdauer brachte auch technische Herausforderungen mit sich. 2002 begann das Team mit dem Dreh des Films auf 35-mm-Film, der danach aber zunehmend durch digitale Produktionsmethoden verdrängt wurde.[5] Weitere Probleme ergaben sich mit veraltetem Equipment und sich stetig verschlechternder Qualität von Entwicklungsstudios.[5]

So drehte Linklater jedes Jahr eine Episode von etwa 15 min, deren Themen und Inhalte sich durch gemeinsame Brainstormings und Textarbeit mit Ellar Coltrane, Lorelei Linklater, Patricia Arquette und Ethan Hawke entstanden.[1]

Ethan Hawke sagte 2013 über Boyhood:

“Also known as The Twelve-Year Project; Richard Linklater and I have made a short film every year for the last 11 years, one more to go, that follows the development of a young boy from age 6 to 18. I play the father, and it's Tolstoy-esque in scope. I thought the Before series was the most unique thing I would ever be a part of, but Rick has engaged me in something even more strange. Doing a scene with a young boy at the age of 7 when he talks about why do raccoons die, and at the age of 12 when he talks about video games, and 17 when he asks me about girls, and have it be the same actor—to watch his voice and body morph—it's a little bit like timelapse photography of a human being. ... Next year, he will graduate high school and we will finish the film. It will probably come out in two years.”

„Auch bekannt als das "12-Jahres-Projekt" machten Richard Linklater und ich jedes Jahr einen Kurzfilm in den letzten 11 Jahren, einer wird noch gemacht, der die Entwicklung eines Jungen im Alter von 6 bis 18 verfolgt. Ich spiele den Vater und das in einem Tolstoi'schen Rahmen. Ich dachte vorher, die Before Sunrise/Sunset/Midnight-Trilogie wäre das Einzigartigste, bei dem ich je im Leben mitgewirkt have. Aber Rick (Linklater) hat mich in etwas noch abgefahreneres involviert. Eine Szene mit einem Siebenjährigen zu drehen, der fragt, warum Waschbären sterben, der mit 12 über Videospiele spricht oder mich mit 17 nach Mädchen fragt - alles mit dem gleichen Schauspieler - seine Stimme und seinen Körper sich verändern zu sehen - das ist wie Zeitrafferfotografie eines menschlichen Wesens. … Nächstes Jahre wird er die Highschool abschließen und wir werden den Film beenden. Er wird wahrscheinlich in zwei Jahren herauskommen.“[10]

Die Finanzierung des Projekts übernahm der New Yorker Indie-Filmverleih IFC Films.[11] Die SchauspielerInnen konnten keine Verträge für ihre Beteiligung am „12-Jahres-Projekt“ bekommen, weil Verträge mit einer Laufzeit von mehr als sieben Jahren rechtlich nicht zulässig sind. Linklater trug Ethan Hawke für den Fall seines Todes auf, die Arbeit am Film weiterzuführen und zu beenden.[12] Die Produktionsfirma IFC wendete für das Budget von Boyhood 200000 Dollar im Jahr auf, das waren 2,4 Millionen in 12 Jahren. Linklater erfreute sich einer ungewöhnlich großen Gestaltungsfreiheit seitens der Produktionsfirma, der er während der Produktionszeit keine Resultate vorweisen musste. Der Film wurde laut Ethan Hawke auch nur durch das unkonventionelle und unkomplizierte Verhalten des für Boyhood verantwortlichen Mitarbeiters der Produktionsfirma möglich, der die nötigen Summen für den unüblichen Langzeitdreh geschickt im Firmenbudget unterbrachte.[1]

Auch das Drehbuch wurde über den Zeitraum von 12 Jahren geschrieben. Die vier wichtigsten SchauspielerInnen wirkten maßgeblich daran mit. Die Skripte mancher Szenen wurden manchmal erst in der Nacht vor dem Dreh selbiger geschrieben.[1]

Bis zum Sommer 2013 hatte das Filmprojekt keinen Titel, bis sich Linklater für 12 Years entschied. Als er von dem Film „12 Years a Slave“ erfuhr, änderte er schnell den Titel, weil dieser ihm zu ähnlich schien.[1]

Besetzung[Bearbeiten]

  • Ellar Coltrane als die Hauptfigur Mason Evans Jr.
  • Patricia Arquette als Olivia, Mutter von Mason Evans Jr. und Samantha
  • Lorelei Linklater als Masons Schwester Samantha Evans
  • Ethan Hawke als Mason Evans Sr., Vater von Mason Evans Jr. und Samantha
  • Libby Villari als Masons und Samanthas Oma bzw. Olivias Mutter
  • Marco Perella als Bill Welbrock, zeitweise Ehemann der Mutter Olivia
  • Brad Hawkins als Jim, zeitweise Ehemann oder Partner der Mutter Olivia
  • Jenni Tooley als Annie
  • Zoe Graham als Sheena, Freundin von Mason Evans Jr.
  • Charlie Sexton als Jimmy
  • Jamie Howard als Mindy Welbrock, angeheiratete Halbschwester von Mason und Samantha, Tochter von Bill Welbrock
  • Andrew Villarreal als Randy Welbrock, angeheirateter Halbbruder von Mason und Samantha, Sohn von Bill Welbrock
  • Elijah Smith als Tommy
  • Nick Krause als Charlie
  • Tom McTigue als Mr. Turlington
  • Steven Chester Prince als Ted
  • Evie Thompson als Jill
  • Jennifer Griffin als Mrs. Darby
  • Tamara Jolaine als Tammy
  • Taylor Weaver als Barb
  • Ryan Power als Paul

Rezeption[Bearbeiten]

Die Kritiken zum Film fielen positiv aus. So hält Linklaters Film bei Rotten Tomatoes eine Durchschnittswertung von 99 %, basierend auf 186 Kritiken.[13] Bei Metacritic erreicht er ebenfalls eine Durchschnittswertung von 100%, basierend auf 49 Kritiken.[14]

Der Kritiker des Entertainment Weekly nannte den Film ein „bezauberndes, einzigartiges“ und „visionäres“ Filmkunstwerk.[15] Indiewire vergab für den Film, der Linklaters bisher „scharfsinnigste Leistung“ sei, die Bestnote A und lobte die Leistungen der Darsteller.[16] Der Guardian-Kritiker Xan Brooks vergab ebenfalls eine Bestnote und nannte Boyhood eine „erstaunliche Leistung“ und einen „wunderschönen Film“.[17]

Auch von deutschen Kritikern wurde der Film nach der Berlinale-Aufführung nahezu ausnahmslos positiv rezensiert.[18][19][20][21]

„Freuen Sie sich auf jede einzelne Minute von ‚Boyhood‘. Der Film über einen Jungen, der zum Mann heranwächst, fängt das Leben so einfühlsam und wahrhaftig ein, wie es nur sehr selten im Kino zu sehen ist.“

DER SPIEGEL[22]

„Zwölf Jahre lang hat Richard Linklater an seinem Film „Boyhood“ gedreht - die Chronik einer Jugend, wie es noch keine gab. Und ein Triumph des amerikanischen Kinos aus europäischer Tradition.“

FAZ[23]

„Natürlich gibt es längst Filmer, die versucht haben, die Arbeit der Zeit an den Körpern, Gesichtern und Träumen einzufangen. ‚Die Kinder von Golzow‘ fallen einem ein, das Mammutprojekt von Barbara und Winfried Junge, das von der DDR des Jahres 1961 über den Mauerfall bis zum Jahr 2007 reicht. Michael Apted hat in England ähnliches mit der Dokuserie ‚Up‘ gemacht, und François Truffaut hat seine Figur Antoine Doinel, gespielt von Jean-Pierre Léaud, über zwanzig Jahre und viereinhalb Spielfilme begleitet. Linklaters konsequente jährliche Bestandsaufnahme, in eine einzige fiktionale Erzählung gepackt, ist aber doch bisher einmalig.“

Süddeutsche Zeitung [24]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Justin Chang: Richard Linklater on ‘Boyhood,’ the ‘Before’ Trilogy and the Luxury of Time. In: Variety, 25. Juni 2014
  2. Richard Linklater’s Ambitious ‚Boyhood‘ Premieres at Sundance bei slashfilm.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  3. Boyhood bei berlinale.de, abgerufen am 7. Februar 2014
  4. Preise der Internationalen Jury bei berlinale.de, abgerufen am 15. Februar 2014
  5. a b c d e Reliving ‚Boyhood‘: how Richard Linklater spent 12 years shooting one movie bei theverge.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  6. Blackburn, Rachel: Shooting begins on film that will take 12 years. In: Press Association News, 16. Mai 2002
  7. Sundance: In Richard Linklater's 12-year 'Boyhood,' a profile of a man bei latimes.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  8. Larry Carroll: Gott Plans For 2013? Check Out Richard Linklater's '12-Year Movie', in: MTV Movies, 29. November 2006
  9. Steven Rea: De Niro reassures a studio about a boy. In: The Philadelphia Inquirer, 19. Mai 2002
  10. Kevin Jagernauth: Ethan Hawke Says Richard Linklater's Secret, Long Developing 'Boyhood' Will Be Released In 2 Years. In: Indiewire, 6. Juni 2013
  11. Sundance 2014: Richard Linklater unveils 'Boyhood,' a movie 12 years in the making bei insidemovies.ew.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  12. Conan O'Brien, Hawke, Ethan; Rajskub, Mary Lynn; Scott, Jamie: Conan. Ethan Hawke, Mary Lynn Rajskub, And Musical Guest Jamie Scott. In: Full Episode - Tues. 8/5, TBS, 5. August 2014
  13. Sammlung von Kritiken zu Boyhood bei Rotten Tomatoes (englisch)Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Gleicher Kenner in Wikipedia und Wikidata
  14. Zeitungskritiken zu Boyhood auf Metacritic.com (englisch)
  15. Sundance 2014: Richard Linklater's entrancing 'Boyhood' captures the Zen of growing up bei insidemovies.ew.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  16. Sundance Review: Was Richard Linklater's 12 Year Production 'Boyhood' Worth the Wait? In a Word, Yes. bei indiewire.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  17. Boyhood: Sundance 2014 – first look review bei theguardian.com, abgerufen am 7. Februar 2014
  18. Dieser Film hat Anspruch auf den Goldenen Bären bei welt.de, abgerufen am 14. Februar 2014
  19. Berlinale-Favorit "Boyhood": Kind, wie bloß die Zeit vergeht bei spiegel.de, abgerufen am 14. Februar 2014
  20. Boyhood bei kino-zeit.de, abgerufen am 14. Februar 2014
  21. Jedes Jahr ein bisschen: Richard Linklaters Boyhood im Wettbewerb bei Perlentaucher, abgerufen am 14. Februar 2014
  22. Rezension von David Kleingers Abgerufen am 30. Juli 2014
  23. Rezension von Andreas Kilb Abgerufen am 30. Juli 2014
  24. Rezension von Tobias Kniebe Abgerufen am 30. Juli 2014