Südtirol

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Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige
Provinzia Autonoma de Balsan/Bulsan – Südtirol
Wappen
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Über dieses Bild
Staat: Italien
Region: Wappen Trentino-Südtirol
Hauptstadt: Bozen
Fläche: 7.400 km²
Einwohner: 509.626 (31. Dez. 2012)[1]
Sprachgruppen: deutsch (62,3 %), italienisch (23,4 %), ladinisch (4,1 %),
andere (10,2 %)
(Stand: Volkszählung 2011)[2]
Bevölkerungsdichte: 68,9 Einwohner/km²
Anzahl Gemeinden: 116
Kfz-Kennzeichen: BZ
ISO-3166-2-Kennung: IT-BZ
Landeshauptmann: Arno Kompatscher (SVP)
Website: www.provinz.bz.it
Übersichtskarte Südtirol

Südtirol (italienisch Alto Adige oder Sudtirolo, ladinisch Südtirol) ist die nördlichste Provinz Italiens und bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol. Seit Inkrafttreten des Südtirol-Pakets im Jahr 1972 genießt Südtirol umfassende Selbstverwaltungsrechte und wird seiner autonomen Ausrichtung zufolge als autonome Provinz bzw. als Land bezeichnet. Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen.

Südtirol zählt zu jenen Gebieten Italiens, in denen eine starke Regionalkultur vorherrscht. In Südtirol ist sie auf die bairische und ladinische Besiedlung sowie auf die historisch gewachsenen Bindungen an den deutschen und österreichischen Kulturraum zurückzuführen (siehe Österreichische Identitätsbildung). Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den anderen Teilen des ehemaligen Kronlandes Tirol steht seit Gründung der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino am Beginn einer institutionellen Verflechtung.

Hinsichtlich der sprachlich-kulturellen Differenzierung setzt sich die Bevölkerung gegenwärtig zu über 60 % aus deutschsprachigen und zu gut 20 % aus italienischsprachigen Südtirolern zusammen. Rund 4 % der Bevölkerung, hauptsächlich im Dolomitengebiet, gehören zur ladinischen Sprachgruppe.

Namen[Bearbeiten]

Ein vom größeren Tiroler Gesamtzusammenhang abgegrenztes Südtirol gibt es erst als unmittelbare Folge des Ersten Weltkriegs: War es zuvor Teil von Österreich-Ungarn gewesen, so wurde das heutige Südtirol mit dem Friedensvertrag von 1919 Italien zugesprochen. Die 1927 gegründete Provinz Bozen erlangte erst mit dem ersten Autonomiestatut von 1948 ihren heutigen geographischen Umfang, wurde allerdings amtlich noch als Tiroler Etschland bezeichnet. Mit dem Zweiten Autonomiestatut von 1972 wurde die allgemein übliche Bezeichnung Südtirol offiziell anerkannt. Seither verwendet die Landesverwaltung als Eigenbezeichnung die Langform Autonome Provinz Bozen – Südtirol. Das italienische Äquivalent hierzu lautet Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige, das ladinische Provinzia Autonoma de Balsan – Südtirol (auf Gadertalisch) oder Provinzia Autonoma de Bulsan – Südtirol (auf Grödnerisch).

Der Name „Südtirol“ fand im 19. Jahrhundert weite Verbreitung, konnte sich jedoch auf verschiedene südliche Gebiete der Grafschaft Tirol beziehen, die das moderne Südtirol oft nur teilweise oder überhaupt nicht einschlossen. Im weitesten Sinne wurden mit Südtirol alle Tiroler Gebiete südlich des Alpenhauptkamms bezeichnet, die auf der Grundlage der sprachlichen Mehrheitsverhältnisse weiter in „Deutsch-Südtirol“ und „Welsch-Südtirol“ (oder „Welschtirol“) unterteilt wurden. Nach der Annexion des Südteils Tirols durch Italien vollzog sich in den 1920er Jahren ein Bedeutungswandel, aufgrund dessen „Südtirol“ zum Synonym für die hauptsächlich deutschsprachig besiedelte „Provinz Bozen“ aufrückte.[3]

Die italienische Bezeichnung Alto Adige (zu deutsch „Oberetsch“ oder „Hochetsch“) für die deutschsprachigen Teile Tirols südlich der Wasserscheide wurde vom italienischen Nationalisten Ettore Tolomei geprägt und verbreitet. Er bediente sich dabei des Namens des Département Haut-Adige (Dipartimento dell'Alto Adige) im napoleonischen Königreich Italien, das von 1810 bis 1813 bestand und größtenteils das heutige Trentino sowie einige angrenzende Gebiete, darunter auch den Südteil des heutigen Südtirols mit der Stadt Bozen, umfasste. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand die Alternativbezeichnung Sudtirolo, die zunehmende Verbreitung findet.[4]

Demographie[Bearbeiten]

Sprachgruppen[Bearbeiten]

Geografische Verteilung der Sprachgruppen in Südtirol gemäß der Volkszählung des Jahres 2011

In Südtirol leben drei offiziell anerkannte Sprachgemeinschaften: eine deutschsprachige, eine italienischsprachige und eine ladinischsprachige. Ihre jeweilige kulturelle Eigenart wird vom italienischen Staat per Gesetz und durch entsprechende Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung in ihrem Fortbestand gesichert. Neben diesen autochthonen Bevölkerungsgruppen existiert seit den letzten Jahrzehnten, analog zum gesamteuropäischen Trend, auch eine wachsende Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund, die aus verschiedenen europäischen und außereuropäischen Staaten stammen, und ursprünglich keiner der drei genannten Sprachgemeinschaften angehören.[5]

Räumliche Verteilung: Die autochthonen Sprachgruppen leben nach wie vor in teilweise räumlich getrennten Zonen. Von den 116 Gemeinden Südtirols haben 103, vorwiegend ländliche Kommunen eine mehrheitlich deutschsprachige Bevölkerung. In 81 Gemeinden liegt diese Mehrheit bei über 90 %.

Die italienische Sprachgruppe lebt vorwiegend im städtischen Ballungsgebiet um die Provinzhauptstadt Bozen. Auch die umliegenden Gemeinden Leifers, Branzoll und Pfatten sowie die etwas südlicher gelegene Gemeinde Salurn sind mehrheitlich italienischsprachig bewohnt. In den Bezirksstädten Meran, Brixen und Bruneck sind größere italienische Gemeinschaften beheimatet.

Die ladinische Sprachgruppe konzentriert sich wiederum auf die Talschaften des Gader- und des Grödentals. Acht dort verortete Gemeinden, nämlich Wengen, Abtei, Corvara, Enneberg, St. Martin in Thurn, St. Christina in Gröden, Wolkenstein in Gröden und St. Ulrich in Gröden, haben eine ladinische Bevölkerungsmehrheit.

Zweisprachiger Personalausweis für Südtirol

Geschichtliche Entwicklungsdynamiken: Historisch betrachtet unterlag die sprachgruppenbezogene Bevölkerungsentwicklung speziell im 20. Jahrhundert starken Schwankungen. In den ersten Jahrzehnten hat vor allem die staatlich geförderte Zuwanderung italienischer Arbeiter, und die politisch motivierte Umsiedlung deutschsprachiger Südtiroler (Option) zu massiven demographischen Veränderungen geführt. Der italienische Bevölkerungsanteil stieg im Zeitraum von 1910 bis 1961 dadurch von 3 % auf 35 % an, sank in den darauffolgenden Jahrzehnten aber auf einen aktuellen Stand von rund 25 % ab.

Seit der Jahrtausendwende hat sich vor allem die Einwanderung aus Drittländern im Gesellschaftsbild Südtirols bemerkbar gemacht. 2011 lebten 44.362 ausländische Staatsbürger in Südtirol, was einem Anteil von 8,7 % an der lokalen Wohnbevölkerung entspricht.[6] Die größte Gruppe der Südtiroler mit unmittelbarem Migrationshintergrund sind dabei die Albaner (5.558 Personen), gefolgt von den Deutschen (4.677 Personen) und den Marokkanern (3.570 Personen). Den Großteil der nicht-deutschsprachigen Immigranten integriert dabei die italienische Gemeinschaft Südtirols. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund liegt an italienischen Grundschulen bei 21,1 %, an den deutschsprachigen Schulen hingegen nur bei 6,1 %, an ladinischen Schulen bei 4,0 %.[7] An Höheren Schulen lag der Anteil ausländischer Schüler 2011 bei 7,0 %.[8]

Wohnbevölkerung nach Sprachgruppen laut Volkszählungen von 1880 bis 2011
Sprache 1880 1890 1900 1910 1921 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Deutsch 90,6 % 89,0 % 88,8 % 89,0 % 75,9 % 62,2 % 62,9 % 64,9 % 65,3 % 64,0 % 62,3 %
Italienisch 3,4 % 4,5 % 4,0 % 2,9 % 10,6 % 34,3 % 33,3 % 28,7 % 26,5 % 24,5 % 23,4 %
Ladinisch 4,3 % 4,3 % 4,0 % 3,8 % 3,9 % 3,4 % 3,7 % 4,1 % 4,2 % 4,0 % 4,1 %
Andere 1,7 % 2,3 % 3,2 % 4,3 % 9,6 % 0,1 % 0,1 % 2,2 % 4,0 % 7,5 % 10,2 %
Sprachverteilung nach Sprachgruppenzugehörigkeits- und -zuordnungserklärungen
Sprache 1991 2001 2011
Deutsch 67,99 % 69,15 % 69,41 %
Italienisch 27,65 % 26,47 % 26,06 %
Ladinisch 4,36 % 4,37 % 4,53 %

Sprachen und Dialekte[Bearbeiten]

Dreisprachige Beschilderung in Gröden auf Ladinisch, Deutsch und Italienisch

Amtssprachen: Die Sprachen der drei autochthonen Sprachgemeinschaften, Deutsch, Italienisch und Ladinisch, sind in der Provinz Bozen auch die offiziellen Amtssprachen, wobei dies für das Ladinische nur in den mehrheitlich von Ladinern bewohnten Talschaften gilt. Die amtliche Mehrsprachigkeit impliziert, dass sämtliche Orts- und Straßenschilder sowie ein Großteil aller öffentlichen Beschilderungen deutsch- und italienischsprachig beschriftet sind. Alle Mitarbeiter von öffentlichen Ämtern sind gesetzlich zur Zweisprachigkeit verpflichtet, in Gemeinden mit ladinischer Bevölkerung zur Dreisprachigkeit.

Verwendung von Dialekt- und Hochsprachen: Das gesprochene Idiom der deutschsprachigen Südtiroler ist Teil des Tiroler Dialektkontinuums, das über 40 verschiedene Dialektvarianten umfasst. Diese südbairischen Mundarten haben ihre eigenen speziellen Wörter und Satzverbindungen, sind sich untereinander aber sehr ähnlich und deshalb auch geschlossen verständlich. Das Südtiroler Idiom zeichnet sich seit den letzten Jahrzehnten speziell dadurch aus, dass aus dem gesellschaftlichen Alltag zahlreiche italienische Wörter und Lehnübersetzungen in den Dialekt eingeflossen sind (z. B. Erste Hilfe für Notaufnahme oder Hydrauliker für Installateur).

Im Unterschied zu italienischsprachigen Südtirolern verwenden deutschsprachige Südtiroler ihre entsprechende Hochsprache seltener. Einer Studie aus dem Jahr 2009/10 zufolge ergeben sich daraus sowohl in Südtirol als auch im deutschsprachigen Ausland Probleme im Umgang mit Nicht-Muttersprachlern, die mit dem Tiroler Dialekt nicht vertraut sind.[9] Eine ähnliche Abschottungstendenz ist (allerdings aufgrund der Verortung als geschlossene Sprachinsel) für den ladinischen Sprachgebrauch feststellbar. Unter der italienischsprachigen Regionalbevölkerung ist die italienische Hochsprache demgegenüber die dominante Sprachvariante. Nur im Südtiroler Unterland wird von einem kleinen Bevölkerungsanteil traditionell der lombardisch-venetische Dialekt gesprochen.

Siehe auch:

Konfessionen[Bearbeiten]

Der Dom von Brixen

Katholische Kirche: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Südtirols ist römisch-katholischen Glaubens. Die Diözese Bozen-Brixen, die mit dem Gebiet der Provinz Bozen identisch ist, wurde in der jüngeren Vergangenheit von den Bischöfen Josef Gargitter (1952–1986), Wilhelm Egger (1986–2008) und Karl Golser (2008–2011) geleitet. Seit dem krankheitsbedingten Rückzug Golsers aus dem Amt ist Ivo Muser der höchste katholische Würdenträger in Südtirol.

Evangelische Gemeinde: Die 1898 zunächst als Predigtstation gegründete und 1916 selbständig gewordene evangelisch-lutherische Gemeinde in Bozen ist mit 460 Gläubigen, mehreren Kirchen und Predigtstätten im östlichen Südtirol und im östlichen Teil des Trentino die größte protestantische Gemeinde. Die evangelische Gemeinde A.B. Meran mit ca. 325 Mitgliedern entstand ab 1861. Sie umfasst den Westen Südtirols und des Trentino und besitzt ebenfalls mehrere Kirchen und Predigtstätten. Beide gehören zur gleichrangig deutsch- und italienischsprachigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien.[10]

Konfessionelle Kleingruppen: Vor allem im touristisch früh erschlossenen Meran existieren spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts verschiedene religiöse Kleingemeinden. Die jüdische Gemeinde Südtirols verfügt in Meran und Bozen über eigene Friedhöfe und unterhält in Meran eine Synagoge. Auch die russisch-orthodoxe Kirche ist in Meran (in der Villa St. Petersburg) beheimatet. Ebenso existiert eine Südtiroler Gemeinschaft der Zeugen Jehovas. Über die gestiegene Einwanderung aus dem arabischen und asiatischen Raum kamen in den vergangenen Jahren auch Muslime nach Südtirol. Geplante Moscheebauten, vor allem in der Landeshauptstadt Bozen, sorgten dabei im grundsätzlich entspannten religiösen Klima Südtirols auch für Kontroversen.[11]

Geographie[Bearbeiten]

Seit der Neugliederung der Provinzen Sardiniens ist Südtirol mit fast 7400 km² die flächenmäßig größte Provinz Italiens. Die Besiedlung konzentriert sich in den Haupttälern an Eisack, Etsch und Rienz, sowie in den größeren Nebentälern, etwa dem Ultental, Sarntal, Passeier und Tauferer Ahrntal. Die meisten Siedlungen liegen zwischen 300 und 1200 m über dem Meeresspiegel. Südtirol verfügt über zahlreiche ausgedehnte Hochalmen mit saisonaler Weidenutzung und über umfangreiche Waldgebiete besonders zwischen 800 und 1800 m Seehöhe.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Bezirksgemeinschaften Südtirols

Die 116 Gemeinden Südtirols sind in acht Bezirksgemeinschaften aufgeteilt. Die Landeshauptstadt Bozen ist gleichzeitig auch Bezirksgemeinschaft. Aufgabe einer Bezirksgemeinschaft ist die Koordination der kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Mitgliedsgemeinden. Darüber hinaus werden den Bezirksgemeinschaften viele Aufgaben des Landes (Provinz) oder der Gemeinden übertragen. Dazu zählen unter anderem die Sozialdienste sowie Zuständigkeiten im Umweltbereich.

Bezirksgemeinschaften (Stand
Volkszählung 2011)
Bezirksgemeinschaft Hauptort Fläche Bevölkerung
Bozen Bozen 52 km² 102.869
Burggrafenamt Meran 1101 km² 97.728
Überetsch-Unterland Neumarkt 424 km² 71.684
Salten-Schlern Bozen 1037 km² 48.306
Eisacktal Brixen 624 km² 50.267
Pustertal Bruneck 2071 km² 79.270
Vinschgau Schlanders 1442 km² 35.305
Wipptal Sterzing 650 km² 19.638
Größte Gemeinden

(Stand: Volkszählung 2011)

Blick auf die Stadt Meran
Oberer Vinschgau
Winterstimmung in Astfeld (Sarntal)
Gemeinde Italienischer Name Ladinischer Name Einwohner
Bozen Bolzano Balsan, Bulsan 102.869
Meran Merano Maran 37.436
Brixen Bressanone Persenon, Porsenù 20.713
Leifers Laives 16.933
Bruneck Brunico Bornech, Burnech 15.417
Eppan an der Weinstraße Appiano sulla Strada del Vino 13.997
Lana Lana 11.255
Kaltern an der Weinstraße Caldaro sulla strada del vino 7.664
Ritten Renon Renon 7.643
Sarntal Sarentino 6.896
Kastelruth Castelrotto Ciastel 6.465
Sterzing Vipiteno 6.401
Schlanders Silandro 5.922
Ahrntal Valle Aurina 5.911
Naturns Naturno 5.492
Sand in Taufers Campo Tures 5.272
Klausen Chiusa Tluses, Tlüses 5.148
Latsch Laces 5.127
Mals Malles 5.088
Neumarkt Egna 4.999
Algund Lagundo 4.877
St. Ulrich in Gröden Ortisei Urtijëi 4.659
Ratschings Racines 4.391
Terlan Terlano 4.142

Angrenzende Gebietskörperschaften[Bearbeiten]

Im Norden und Osten grenzt Südtirol an die österreichischen Bundesländer Tirol und zu einem kleinen Teil an Salzburg, im Westen an den Kanton Graubünden (Schweiz). Im Südwesten grenzt es an die Provinz Sondrio (Lombardei), im Süden an das Trentino und im Südosten an die Provinz Belluno (Venetien).

Die Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol verläuft seit der Teilung Tirols nach Ende des Ersten Weltkrieges am Alpenhauptkamm. Der bekannteste Übergang ist der Brennerpass. Über den Pass führt mit der Brennerautobahn und der Brennerbahn eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Etwa 2020 soll dort der Brennerbasistunnel fertiggestellt werden. An den Grenzen Südtirols zu Österreich bestehen auf Grund des Schengenabkommens keine Grenzkontrollen mehr; auch die Währung ist seit der Euro-Einführung in den Jahren 1999 und 2002 beiderseits der Brennergrenze dieselbe.

Bundesland Tirol (Österreich)
Landesteil Nordtirol
Bundesland Salzburg (Österreich)
Kanton Graubünden (Schweiz) Nachbargemeinden Bundesland Tirol (Österreich)
Landesteil Osttirol
Provinz Sondrio Provinz Trient
(Trentino)
Provinz Belluno

Natur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Natur Südtirols

Klima[Bearbeiten]

Südtirol liegt an der „Südseite der Alpen“ und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines vergleichsweise milden Klimas (in den Tallagen).

Berge und Täler[Bearbeiten]

Die vier Haupttäler Südtirols sind das Etschtal, das Eisacktal, der Vinschgau und das Pustertal. Der Ortler ist mit 3905 m der höchste Berg Südtirols. Er war bis 1918 auch der höchste Berg Österreich-Ungarns. Der Rosengarten bildet mit seinem Nachbarn, dem Schlern, ein bekanntes Landschaftsbild Südtirols. Die Drei Zinnen sind die bekannteste Bergruppe des Osten Südtirols und befinden sich im Gebiet der Dolomiten. Weitere Berge sind in der entsprechenden Kategorie verzeichnet.

Flüsse und Seen[Bearbeiten]

Die größten Flüsse Südtirols fließen durch die vier größten Talschaften der Provinz; es sind die Etsch, der Eisack und die Rienz. Größere Flüsse der Nebentäler sind die Passer, die Talfer und die Ahr.

Auf dem Gebiet der Provinz Bozen befindet sich auch eine Reihe namhafter, großteils touristisch erschlossener Seen. Zu ihnen gehören: Der Reschensee (Graun, Vinschgau, 1520 m ü. NN), der Kalterer See (Kaltern), der Haidersee (Graun, Vinschgau), der Karersee (Alpsee im Eggental bei Welschnofen, 1520 m über Normalnull), der Pragser Wildsee (Pragser Dolomiten, 1494 m ü. NN, Wasseroberfläche 31 ha), der Vernagt-Stausee (Schnalstal, 1689 m ü. NN), der Große und Kleine Montiggler See (Überetsch), der Mühlwalder See, der Antholzer See und der Toblacher See (Pustertal, südlich von Toblach).

Geologische Naturdenkmäler[Bearbeiten]

In Südtirol gibt es 4 Geologische Naturdenkmäler:[12]

Die Bletterbachschlucht (Gemeinde Aldein)
Die Bletterbachschlucht ist Teil des Dolomiten UNESCO-Welterbe. Der Bletterbach grub zwischen den Ortschaften Aldein und Radein eine 12 km lange Schlucht in den Fels, wo sich verschiedenste Gesteinsschichten offenbaren.
Die Erdpyramiden (Gemeinde Ritten)
Die bis zu 30 m hohen Erdpyramiden am Ritten sind die größten Europas.
Der Hexensessel und die Hexenstühle (Gemeinde Kastelruth)
Die "Hexensessel" auf Puflatsch, einer Randerhebung der Seiser Alm, bestehen aus fünfeckigen Porphyrsäulen in der Form eines Doppelsitzes.
Die Schluchten in St. Felix (Gemeinde Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix)
Bei der Gemeinde Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix am Deutschnonsberg gibt es für Südtirol viele geologischen Naturdenkmälern, wie z. B. Schluchten, Höhlen und Dolinen

Biotope & Naturparks[Bearbeiten]

Hinweisschild des Naturparks Rieserferner-Ahrn

In Südtirol gib es zahlreiche Biotope (Liste aller Biotope). Sie sind per Gesetz vor Umwelteingriffen geschützt. Das Jagen von Tieren ist im Umfeld von zehn Hektar generell verboten; in größer angelegten Schutzzonen darf nur Schalenwild gejagt werden. Das Fahren mit Motorfahrzeugen ist in Biotopen ebenso verboten wie das Kampieren und Entzünden von Feuer.

Auf dem Gebiet der Provinz Bozen sind weite Naturflächen zudem im Nationalpark Stilfser Joch sowie innerhalb von sieben Naturparks ausgewiesen und somit besonderen gesetzlichen Schutzmaßnahmen unterstellt. Mit Errichtung der Naturparks wurde das Ziel verfolgt, die wildlebende Tier- und Pflanzenwelt zu schützen.[13] In den Monaten des touristischen Hochbetriebs wird in den Naturparks ein saisonaler Schutzdienst eingerichtet, um Wanderer auf die Schutzmaßnahmen des Naturparks hinzuweisen und Sensibilisierungsarbeit zu leisten.[14]

Fauna[Bearbeiten]

Bis 1995 wurden in Südtirol rund 14.700 heimische, und 875 fossile Tierarten nachgewiesen. Davon gehören mehr als die Hälfte, nämlich 7.585 zu den zwei Ordnungen Käfer und Schmetterlinge und nur 494 Arten entfallen auf Wirbeltiere. Eine effektiv Schätzung besagt, dass auf dem Gebiet Südtirols mindestens 32.000 Tierarten heimisch sind. Davon sind 41% bereits gefährdete Tierarten, 71 Tierarten bzw. -gruppen sind geschützt.[15]

Das älteste gefundene Fossil aus Südtirol stammt von Würmern, welche vor 290 Mio. Jahren lebten. Megalodonten-Muscheln aus dem Hauptdolomit wurden auf 215 Mio. Jahre datiert.[16]

Tiergruppe vermutete Anzahl in Südtirol (Stand: 1995/96) bekannte Anzahl in Südtirol (Stand: 1995/96)
Protozoa 1.500 175
Niedere Würmer 2.500 166
Weichtiere 250 166
Gliederwürmer 220 80
Spinnentiere 2.500 1.080
Krebstiere 250 104
Schnabelkerfe 2.000 964
Käfer 5.250 4.475
Schmetterlinge 3.500 3.110
Zweiflügler 5.600 1.606
Andere Insekten 1.675 620
Wirbeltiere 500 494
Übrige 255 144

Geschichte[Bearbeiten]

Gletschermumie Ötzi aus dem 4. Jahrtausend v. Chr.
Hauptartikel: Geschichte Südtirols

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet an Etsch, Eisack und Rienz ist seit der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) besiedelt. Die Menschen hielten sich damals im Sommer überwiegend im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze auf. Dies belegen zahlreiche archäologische Fundstellen mit Funden aus dem 7. bis zum 4. Jahrtausend v. Chr. In der darauf folgenden Jungsteinzeit begann der Mensch die fruchtbaren Mittelgebirgsterrassen entlang der Haupttäler zu besiedeln. Wichtige Funde aus dieser Zeit stammen vom Plunacker in Villanders, dem Hügel von Schloss Juval im Vinschgau und vom Hauslabjoch („Ötzi“). In der Bronzezeit begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, hauptsächlich wegen des Kupferbergbaus. In der späten Bronzezeit (1300–1000 v. Chr.) und der älteren Eisenzeit war das heutige Südtirol von Menschen besiedelt, die Träger der inneralpinen Laugen-Melaun-Kultur waren. Die Räter sind in der jüngeren Eisenzeit Träger der Fritzens-Sanzeno-Kultur und damit die erste namentlich bekannte Urbevölkerung des mittleren Alpenraumes.

Altertum[Bearbeiten]

Burg Karneid in Karneid (Eisacktal bei Bozen) aus dem 13. Jahrhundert

Von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderungszeit gehörte das Gebiet des heutigen Südtirol zum römischen Imperium. Auf diese Zeit gehen keine örtlichen Stadtgründungen zurück, da das Gebiet reine Etappe war, aber zahlreiche Meilensteine und römische Straßenstationen etwa Sebatum im Pustertal oder Sublavione im Eisacktal sind bekannt. In jüngster Zeit wurde bei St. Pauls in Eppan eine römische Villa aus dem 4. Jahrhundert entdeckt und ausgegraben, wobei auch sehr gut erhaltene Fußboden-Mosaike zum Vorschein kamen.

Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen. Wichtige Fundstellen und Denkmäler aus dieser Zeit sind der Hügel von Kloster Säben bei Klausen, Castelfeder bei Auer, St. Peter in Altenburg bei Kaltern und die Kirche St. Prokulus bei Naturns.

Mittelalter[Bearbeiten]

Als Teil des Frankenreiches und später des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte das Gebiet strategische Bedeutung, weil seine Straßen nach Italien führten. Große Teile des Landes wurden 1004 und 1027 den Bischöfen von Trient und Brixen geschenkt.

Nachdem deren Verwalter (Vögte), die Grafen von Tirol (vgl.: Meinhard II.), das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen Tirol. Südtirol ist eine der Gegenden mit den meisten Burgen in Europa, darunter die besonders berühmten Anlagen Schloss Tirol, Schloss Runkelstein, Churburg, Burg Hocheppan und Burg Taufers. 1363 ging die Grafschaft durch Margarete von Tirol (später Maultasch genannt) an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten.

Neuzeit[Bearbeiten]

Gemälde von Joseph Anton Koch (um 1820) zum Tiroler Volksaufstand von 1809.

Am Beginn des 16. Jahrhunderts wurde auch der Tiroler Raum von den großräumigen politischen und religiös-ideologischen Umwälzungen erfasst. Michael Gaismair führte um 1525 den lokalen Bauernaufstand an, der nach ersten Zugeständnissen des Tiroler Landesfürsten allerdings gewaltsam niedergeschlagen wurde. Gaismair fiel 1532 in Padua einem gezielten Mordanschlag der Habsburger zum Opfer.

Die Reformation fand in Tirol zeitgleich in der Bewegung der Hutterer besondere Resonanz – eine religiöse Vereinigung, die 1528 von Jakob Hutter gegründet worden war. Auch die Hutterer waren massiver Verfolgung ausgesetzt. Jakob Hutter wurde 1536 vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zahlreiche seiner Anhänger verließen Tirol infolge der Repression, und fanden in Mähren, später in Nordamerika eine neue Heimat.

Im Zuge der Französischen Revolution und den anschließenden Eroberungskriegen Napoleons entstand in Tirol unter Führung Andreas Hofers eine Widerstandsbewegung, die sich der säkularen, aus Frankreich importierten Neuordnung gewaltsam widersetzte. Nach ihrer militärischen Niederlage wurde das Gebiet des heutigen Südtirol zusammen mit dem Trentino 1810 erstmals an das kurzlebige Königreich Italien angegliedert, 1813 von den Truppen des Kaisertums Österreich jedoch neuerdings besetzt. Im Zuge der Wiederherstellung der vorrevolutionären Machtverhältnisse in Europa (Restauration) auf dem Wiener Kongress wurde Tirol 1815 erneut als Teil der Habsburgermonarchie bestätigt.[17]

Die Industrielle Revolution hielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Tirol erst verspätet Einzug und blieb lange Zeit im Wesentlichen auf die kleinstädtischen Ballungszentren der Region beschränkt. Als politische Strömung gewann der neue Nationalismus deutscher und italienischer Prägung zunehmend an Bedeutung. Erste Kontroversen hatten sich in Tirol diesbezüglich bereits im Revolutionsjahr 1848 abgezeichnet; sie verstärkten sich vor dem Hintergrund des italienischen Risorgimento (1861) und der deutschen Reichsgründung (1871). Als der Erste Weltkrieg ausbrach, war die soziale Basis des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn auch in Tirol bereits tief gespalten. Die Hinrichtung des italienischen Irredentisten Cesare Battisti in Trient im Jahr 1916 gilt als symbolischer Höhepunkt des Tiroler Nationalitätenkonflikts. Ihm war der Kriegseintritt Italiens gegen Österreich-Ungarn aufseiten der Triple Entente im Jahr 1915 vorausgegangen. In diesem Zusammenhang hatte Italien in einer geheimen Abmachung von seinen Bündnispartnern die Zusicherung erhalten, nach dem Sieg unter anderem den südlichen Teil Tirols bis zum Brennerpass annektieren zu können.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Abtrennung von Österreich: Am 30. Oktober 1918 konstituierte sich der neue Staat Deutschösterreich und betrachtete Deutsch-Südtirol als Bestandteil seines Staatsgebiets. Am 3. November 1918 schloss die kaiserlich-österreichische Armee (Ungarn betrachtete sich seit dem Ende der Realunion am 31. Oktober 1918 als nicht mehr betroffen und verhandelte seinen Waffenstillstand mit Italien in der Folge separat) mit dem Königreich Italien den Waffenstillstand von Villa Giusti. Südtirol wurde daraufhin rasch von italienischen Truppen besetzt.

Deutschösterreich nahm am 12. November 1918 die Ausrufung der Republik vor. Es hatte als Teil der Verliererseite des Krieges kaum Einfluss auf den Vertrag von Saint-Germain vom 10. September 1919 (der demzufolge damals als Diktat von Saint-Germain bezeichnet wurde), aber zum Vertragsabschluss keine gangbare Alternative. Der Vertrag legte die Staatsgrenzen der Republik völkerrechtlich fest. Südtirol wurde, dem Geheimabkommen Englands, Frankreichs und Russlands mit Italien von 1915 entsprechend, Italien zugesprochen (Artikel 27, 36). Das österreichische Parlament ratifizierte den Vertrag am 21. Oktober 1919;[18] völkerrechtlich trat er am 16. Juli 1920 in Kraft. Daraufhin erfolgte am 10. Oktober 1920 auch formal die Annexion Südtirols durch Italien.

Italianisierung: 1922, mit der Machtergreifung der Faschisten in Italien begann in Südtirol eine gewaltsame Assimilierungspolitik, die eine vollständige Ausmerzung des altösterreichischen Charakters der Region zum Ziel hatte. Im Rahmen eines umfassenden Italianisierungsprogramms wurde unter anderem der Gebrauch der deutschen Sprache im Schulunterricht sowie in allen öffentlichen Einrichtungen verboten; ebenso wurden Vor- und Familiennamen der ortsansässigen Bevölkerung behördlich ins Italienische übersetzt. Eliten aus dem Umfeld der katholischen Geistlichkeit sowie des konservativ-deutschnationalen Deutschen Verbands leisteten dieser "Entnationalisierungspolitik" über die Unterhaltung illegaler Katakombenschulen Widerstand. Ab Beginn der 1930er-Jahre organisierten sich Südtiroler aber auch im nationalsozialistischen Völkischen Kampfring Südtirols (VKS).

Südtiroler Optanten 1940 bei ihrer Ankunft am Bahnhof von Innsbruck

Umsiedlungspolitik: Im Mai 1939 schlossen Benito Mussolini und Adolf Hitler den Stahlpakt, und legten darin u. a. fest, "die gemeinsame, für alle Zeiten festgelegte Grenze zwischen Deutschland und Italien" anzuerkennen, also auch jene zwischen Tirol und Südtirol. Zur Lösung der Südtirolfrage wurde auf Linie der nationalsozialistischen Heim ins Reich-Doktrin im Oktober desselben Jahres schließlich ein Umsiedlungsabkommen geschlossen (sogenannte Option), in der die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung vor die Wahl gestellt wurde, in das Deutsche Reich abzuwandern, oder ohne ethnischen Minderheitenschutz in ihrer Heimat zu bleiben. Der Völkische Kampfring Südtirols unterstützte dieses Abkommen nach anfänglicher Kritik, während sich eine kleine Gruppe um den Andreas-Hofer-Bund der Umsiedlung widersetzte. Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden so zehntausende Südtiroler (rund 86 % hatten sich für die Abwanderung entschieden) in das Deutsche Reich umgesiedelt.

Nationalsozialistische Herrschaft: Mit dem Sturz Mussolinis und dem deutschen Einmarsch in Norditalien endete die Umsiedlung 1943 vorzeitig; Südtirol geriet nun als Operationszone Alpenvorland bis Kriegsende 1945 direkt unter nationalsozialistische Herrschaft (siehe auch Durchgangslager Bozen). Mit Einmarsch der US-Streitkräfte im Frühjahr 1945 übernahm die italienische antifaschistische Widerstandsbewegung Comitato di Liberazione Nazionale (CLN) die provisorische Verwaltung Südtirols; gleichzeitig wurde die Südtiroler Volkspartei (SVP) als Sammelpartei der deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler gegründet.

Auf Initiative des österreichischen Außenministers Bruno Kreisky kam 1960 die UN-Resolution zur Südtirolfrage zustande.

Nachkriegszeit und Südtirolautonomie[Bearbeiten]

Am Rande der Pariser Friedenskonferenz 1946 wurde zwischen der Bundesregierung Figl I Österreichs und der Republik Italien (beide Staaten zählten zu den Kriegsverlierern) die Grundlage für ein Autonomiestatut für Südtirol und die deutschsprachigen Gemeinden des angrenzenden Trentino ausgehandelt (Gruber-De-Gasperi-Abkommen). Die italienische Regierung fasste die beiden Provinzen 1948 jedoch zu einer Region zusammen, wodurch die politischen Vertreter der deutschsprachigen Südtiroler gegenüber den italienischen Parteien in eine Minderheitenposition gebracht wurden. Auch andere Bestimmungen des Vertrages blieben im Verlauf der 1950er-Jahre zum Großteil unerfüllt. Die italienische Wirtschaftspolitik förderte gleichzeitig die Arbeitsmigration aus den italienischen Nachbarregionen nach Südtirol, gegen die sich unter der alteingesessenen Bevölkerung Widerstände aufbauten.

Einer der 37 in der Feuernacht im Juni 1961 gesprengten Strommasten

Bombenattentate: Das Klima politischer und ökonomischer Marginalisierung bestärkte einige separatistisch gesinnte Südtiroler (Befreiungsausschuss Südtirol, BAS) ab Mitte der 1950er-Jahre in ihrem Vorhaben, durch Bombenattentate eine Loslösung Südtirols von Italien zu erzwingen. Nach Inhaftierung der Führungsriege des BAS infolge der Feuernacht im Jahr 1961 wurden bis in die späten 1980er-Jahre zunehmend gewalttätigere Anschläge von Folgegruppierungen verübt, die mit neonazistischen Kreisen aus dem deutschsprachigen Ausland in Verbindung standen. Gleichzeitig hatten die italienischen Behörden über Folterungen von BAS-Häftlingen und gewalttätige Provokationen aus Geheimdienstkreisen (SIFAR, Gladio) gezielt eine Strategie der Spannung verfolgt, um die Verhandlungsposition der deutschsprachigen Südtiroler auf diplomatischer Ebene zu schwächen.

Diplomatische Lösung: Bereits vor den Ereignissen der Feuernacht wurde die Südtirolfrage im Jahr 1960 mit der Bekanntgabe des Streitfalls zwischen Österreich und Italien durch den damaligen österreichischen Außenminister Bruno Kreisky vor der UNO-Generalversammlung „internationalisiert“, d. h. zum Gegenstand der Aufmerksamkeit über Österreich und Italien hinaus gemacht. Die italienische Regierung wurde dadurch zu einer Lösung des politischen Konflikts mit der ethnischen Minderheit der Südtiroler motiviert. Nach Einsetzung der parlamentarischen Neunzehnerkommission im Jahr 1961 erzielten die Außenminister Giuseppe Saragat (Italien) und Bruno Kreisky (Österreich) 1964 eine erste grundsätzliche Einigung hinsichtlich der Verwirklichung des Maßnahmenpakets, das die Kommission vorgelegt hatte. Nach weiteren Nachverhandlungen wurden 1969 schließlich der so genannten „Operationskalender“ zur Verwirklichung des „Südtirol-Pakets“ von der Südtiroler Volkspartei und dem österreichischen Nationalrat gutgeheißen und 1971 vom italienischen Parlament verabschiedet. 1972 trat somit das Zweite Autonomiestatut als Verfassungsgesetz in Kraft. 1992 gab die italienische Regierung der österreichischen bekannt, Paket und Operationskalender seien nun komplett realisiert. Österreich richtete daraufhin nach Zustimmung der Südtiroler und Tiroler Politiker eine „Streitbeilegungserklärung“ an Italien und an die Vereinten Nationen.

Seitdem besitzt Südtirol eine weitgehende Autonomie (teils auch in Budgetangelegenheiten) und konnte sich zu einer wohlhabenden Region in Europa und einer der wohlhabendsten Italiens entwickeln. Der europäische Integrationsprozess mit dem Schengener Abkommen, die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro und die Bildung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ermöglicht es seit den neunziger Jahren, verstärkt an die lange historische Zusammengehörigkeit von (Nord-)Tirol, Südtirol und Trentino anzuknüpfen.

Politik[Bearbeiten]

Regionalautonomie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Südtirol-Paket
Wappen der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol

Südtirol bildet zusammen mit dem Trentino die Region Trentino-Südtirol, eine der insgesamt fünf italienischen Regionen, die mit weitgehenden Gesetzgebungsbefugnissen ausgestattet und dementsprechend auch von der italienischen Verfassung als autonome Regionen mit besonderem Statut anerkannt werden. Das erste Autonomiestatut wurde 1948 auf Grund des Gruber-De-Gasperi-Abkommens per Verfassungsgesetz eingeführt. Von den politischen Vertretern der deutschsprachigen Südtiroler wurde diese Lösung jedoch als unzureichend empfunden, zumal mit Konstituierung der Gemeinschaftsregion mit dem Trentino de facto eine italienischsprachige Bevölkerungsmehrheit geschaffen wurde, die bei Wahlen das politische Potential der deutschsprachigen Regionalparteien limitierte. Gleichzeitig wurde im Verlauf der 1950er- und 60er-Jahre von Seiten der deutschsprachigen Bevölkerung die fehlende Umsetzung der zugesicherten Maßnahmen zur wirtschaftlichen und kulturellen Förderung kritisiert.

Mit Einführung des Zweiten Autonomiestatus im Jahr 1972 wurden nach mehrjährigen Verhandlungsetappen die autonomen Verwaltungskompetenzen erweitert und großteils von der Region Trentino-Südtirol an die beiden Provinzen Trient und Bozen übergeben. Der Provinz Bozen (in der eine deutschsprachige Bevölkerungsmehrheit vorherrscht) ist es seither vorbehalten, eigene Gesetze im Bereich der öffentlichen Ämter, der Raumordnung, des Handwerks, der Messen und Märkte, der Jagd und Fischerei, dem Kommunikations- und Transportwesen, dem Fremdenverkehr und Gastgewerbe, der Landwirtschaft, den Kindergärten, dem Schulbau und einer Reihe weiterer Kompetenzbereiche zu erlassen.

Um die Umsetzung der Provinzialgesetze und eine entsprechende Selbstverwaltung zu ermöglichen, wird Südtirol mit finanziellen Mitteln aus den staatlichen Steuereinnahmen versorgt. Ein Großteil der in der Provinz einbezahlten Steuern (vor allem der Umsatzsteuer sowie der Einkommens- und Körperschaftsteuer) fließen von Rom an die Provinzverwaltung zurück. Der Südtiroler Landeshaushalt belief sich 2012 auf rund fünf Milliarden Euro pro Jahr.[19] Das Landesbudget des österreichischen Bundeslandes Tirols wies vergleichsweise drei Milliarden Euro auf.[20] Dadurch werden in Südtirol (wie auch im Trentino) von der lokalen Verwaltung zahlreiche Dienstleistungen angeboten, die nicht nur von der staatlichen Verwaltung übernommen wurden, sondern auch über das staatliche Verwaltungsangebot in anderen Regionen Italiens hinausreichen.

Im Verlauf der Eurokrise wurde 2009 zwischen der italienischen Staatsregierung und den Landesregierungen Südtirols und des Trentino vereinbart, dass die Provinzen Bozen und Trient jährlich einen Betrag von je 500 Millionen Euro aus ihrem Budget zur Sanierung des italienischen Staatshaushaltes abtreten.[21]

Politische Landschaft[Bearbeiten]

Hauptartikel: Parteien Südtirols
Luis Durnwalder, von 1989 bis 2014 Landeshauptmann von Südtirol

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs und der Konstituierung Südtirols als autonome Provinz innerhalb der Republik Italien bestimmt die autonomistische Südtiroler Volkspartei (SVP) das politische Geschehen vor Ort maßgeblich. Sie präsentiert sich als „ethnische Sammelpartei“ aller deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler und konnte als solche von 1948 bis 2008 ununterbrochen die absolute Mehrheit der Mandate im Südtiroler Landtag erreichen. Bei den Landtagswahlen 2013 verfehlte sie erstmals die dafür notwendige Stimmenanzahl, blieb aber stärkste Landtagsfraktion. Entsprechend stellte die SVP bis dato alle Landeshauptleute und stets die Mehrheit der Mitglieder der Südtiroler Landesregierung. Auf kommunaler Ebene ist die SVP in zahlreichen Gemeinden die stärkste politische Kraft. Als Regionalpartei ist sie im gesamtitalienischen Kontext hingegen eine Kleinstpartei. Im italienischen Parlament wie auch in den größeren Stadtgemeinden der Provinz (wo gesamtstaatliche Parteien über größeres politisches Potential verfügen) koalierte die SVP bis Anfang der 1990er-Jahre stets mit der gesamtstaatlichen Regierungspartei Democrazia Cristiana. Nach der Transformation des italienischen Parteiensystems ging die SVP strategische Partnerschaften mit dem italienischen Mitte-links-Bündnis L'Ulivo ein, aus dem 2007 der Partito Democratico hervorging.

Neben der Südtiroler Volkspartei existieren seit den 1960er-Jahren auch kleinere regionale Oppositionsparteien. Die Soziale Fortschrittspartei und die Sozialdemokratische Partei Südtirols forderten im Zuge der Ausgestaltung der Regionalautonomie in den 1970er-Jahren einen stärkeren Ausbau von regionalen Sozial- und Bildungseinrichtungen sowie politischen Pluralismus innerhalb der deutschsprachigen Regionalbevölkerung. Die Parteien BürgerUnion, Süd-Tiroler Freiheit und Die Freiheitlichen üben demgegenüber seit den 1980er-Jahren grundsätzliche Kritik an der autonomen Provinz Bozen als Institution. Sie fordern eine Loslösung Südtirols von Italien und propagieren eine Angliederung an Österreich bzw. die Gründung eines eigenen Freistaats. Eine stärkere Eigenständigkeit unter ethnisch-territorialen Gesichtspunkten fordert seit den 1990er-Jahren ebenso der Moviment Politich Ladins für die ladinischen Talgemeinschaften der Provinz. Die Südtiroler Grünen verfechten in partieller Kontinuität zu den sozialdemokratischen Regionalparteien wiederum eine ökosoziale Politik; vor allem die erste links-alternative Liste Neue Linke/Nuova Sinistra setzte am Beginn der 1980er-Jahre zusätzlich wesentliche Akzente zur Überwindung der ethnischen Trennung der politischen Öffentlichkeit in ein deutsch/ladinischsprachiges und ein italienischsprachiges Lager.

Der Aktionsradius der gesamtstaatlichen (italienischen) Parteien ist in Südtirol traditionell vorwiegend auf den urbanen Raum Bozen und Meran beschränkt, der eine größere Anzahl italienischsprachiger Bürger beheimatet. Bis in die 1990er-Jahre war die Democrazia Cristiana unter der italienischen Bevölkerung (die rund 1/3 der Gesamtbevölkerung Südtirols umfasst) durchwegs die stärkste politische Partei, wenngleich der verhältnismäßig hohe Anteil an Industriearbeitern auch der Kommunistischen Partei Italiens zeitweise drei von 35 Landtagsmandaten sicherte. Vor allem die Umsetzung des Zweiten Autonomiestatus für Südtirol und die damit verbundene Einführung des ethnischen Proporzes verunsicherte in den 1980er-Jahren viele italienischsprachige Wähler, die sich infolge mehrheitlich italienisch-nationalistischen Parteien wie dem neofaschistischen und anti-autonomistischen Movimento Sociale Italiano (MSI), später der Alleanza Nazionale und dem italienischen Mitte-rechts-Lager rund um den Popolo della Libertà zuwandten. Das italienische Mitte-links-Lager (Democratici di Sinistra, Partito Democratico) wird von der SVP als italienischer Koalitionspartner bis dato bevorzugt, da sich die Parteien dieses Spektrums stets klar zur Lokalautonomie bekannt, und an deren Ausgestaltung mitgewirkt haben.

Landtag[Bearbeiten]

Mandatsverteilung im Südtiroler Landtag von 2013−2018
1
3
2
17
6
3
1
1
1
17 
Von 35 Sitzen entfallen auf:

Der Südtiroler Landtag (it. Consiglio provinciale) ist das Parlament der Autonomen Provinz. Das Autonomiestatut verleiht dem Landtag umfangreiche legislative Befugnisse und Kompetenzen. Die 35 Abgeordneten werden laut Statut spätestens nach Ablauf einer fünfjährigen Legislaturperiode neu gewählt. Die Landtagsabgeordneten sind zugleich Mitglieder des übergeordneten Regionalrates (Consiglio regionale) der Region Trentino-Südtirol.

Wahlergebnisse und Mandatsverteilung bei den Südtiroler Landtagswahlen 2013

Partei Stimmenzahl Prozent Mandate
Südtiroler Volkspartei 131.255 45,7 %
17/35
Die Freiheitlichen 51.510 17,9 %
6/35
Grüne-Verdi-Vërc-SEL 25.070 8,7 %
3/35
Süd-Tiroler Freiheit 20.743 7,2 %
3/35
Partito Democratico 19.210 6,7 %
2/35
Forza Alto Adige-Lega Nord-Team Autonomie 7.120 2,5 %
1/35
MoVimento 5 Stelle 7.100 2,5 %
1/35
BürgerUnion-Ladins Dolomites-Wir Südtiroler 6.065 2,1 %
1/35
L'Alto Adige nel cuore 6.061 2,1 %
1/35
Unitalia 4.832 1,7 %
0/35
Scelta Civica per l'Alto Adige-Südtirol 4.525 1,6 %
0/35
La Destra 1.655 0,6 %
0/35
Rifondazione Comunista 1.134 0,4 %
0/35
Partito dei Comunisti Italiani 730 0,3 %
0/35

Landesregierung[Bearbeiten]

Die Südtiroler Landesregierung (it. Giunta provinciale), auch Landesausschuss, besteht aus einem Landeshauptmann (Presidente) und einer variablen Anzahl an Landesräten. Die Anzahl der Landesräte wurde seit dem Jahr 1989, als die Landesregierung 14 Mitglieder (einschließlich des Landeshauptmanns) umfasste, stetig reduziert. Derzeit (2014) besteht die Landesregierung aus 7 Landesräten und dem Landeshauptmann.

Der Landeshauptmann und die Landesräte werden vom Landtag in geheimer Wahl mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt. Unter Einhaltung besonderer Bestimmungen können dabei auch Personen in die Landesregierung berufen werden, die nicht Mitglieder des Südtiroler Landtags sind (Art. 50 Autonomiestatut). Die Zusammensetzung der Landesregierung muss jedoch in jedem Fall die proportionale Verteilung der drei anerkannten Sprachgruppen im Landtag widerspiegeln. Diese Bestimmung verhinderte bis dato eine Alleinregierung der deutschsprachig dominierten Südtiroler Volkspartei (SVP) und garantierte den nummerisch schwächeren italienischen Parteien eine geringfügige Beteiligung an der Landesregierung. Die Vertretung der ladinischen Sprachgruppe wurde bis dato stets von der SVP gestellt. Da die ladinische Bevölkerung, der sich nur knapp 4 % der Bevölkerung Südtirols zugehörig erklären, bei Wahlen jedoch nicht zwingend eine Landtagsvertretung erreichen kann, garantiert eine eigene Bestimmung im Autonomiestatut, dass der "ladinischen Sprachgruppe (...) die Vertretung im Landesausschuss von Südtirol auch abweichend von der proporzmäßigen Vertretung (im Landtag) zuerkannt werden (kann)." (Art. 50 Autonomiestatut).

Derzeit gehören neben dem Landeshauptmann weitere fünf Landesräte der deutschen Sprachgruppe an, ein Vertreter erklärt sich der italienischen Bevölkerung Südtirols zugehörig, ein Landesrat vertritt die ladinische Sprachgruppe.

Aus den Reihen der Landesräte werden ebenso zwei Stellvertreter des Landeshauptmanns ernannt, wobei jeweils ein Stellvertreter der deutschen bzw. der italienischen Sprachgruppe vorbehalten ist. Neben dem derzeitigen (deutschsprachigen) Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) bekleiden die Landesräte Richard Theiner (SVP) und Christian Tommasini (PD) diese stellvertretenden Ämter.[22]

Durch das Verfassungsgesetz Nr. 2/2001, das seit Februar 2001 in Kraft ist, verfügt der Südtiroler Landtag über erweiterte legislative Möglichkeiten, die es ihm u.a. ermöglichen, auch die Regierungsform auf Provinzialebene teilweise eigenmächtig zu modifizieren und beispielsweise eine Direktwahl des Landeshauptmannes durch die wahlberechtigte Bevölkerung einzuführen.

Landesregierungen seit 1948[Bearbeiten]

Legislaturperiode Landeshauptmann Kabinett Koalitionsparteien
1948–1952 Karl Erckert Erckert I SVP, DC, PRI
1952–1956 Karl Erckert, Alois Pupp Erckert II SVP, DC
1956–1960 Alois Pupp Pupp I SVP, DC
1960–1964 Silvius Magnago Magnago I SVP, DC
1964–1968 Silvius Magnago Magnago II SVP, DC, PSDI
1968–1973 Silvius Magnago Magnago III SVP, DC
1973–1978 Silvius Magnago Magnago IV SVP, DC, PSI
1978–1983 Silvius Magnago Magnago V SVP, DC, PSDI
1983–1988 Silvius Magnago Magnago VI SVP, DC, PSI
1988–1993 Luis Durnwalder Durnwalder I SVP, DC, PSI
1993–1998 Luis Durnwalder Durnwalder II SVP, Partito Popolare Altoatesino, PDS
1998–2003 Luis Durnwalder Durnwalder III SVP, Unione Democratica Altoatesina, DS
2003–2008 Luis Durnwalder Durnwalder IV SVP, Unione Autonomista, DS
2008–2014 Luis Durnwalder Durnwalder V SVP, PD
2014– Arno Kompatscher Kompatscher SVP, PD

Wirtschaft[Bearbeiten]

Südtirols Wirtschaft ist vor allem durch den Dienstleistungsbereich geprägt, und hier vor allem durch den Tourismus. Daneben spielen aber auch ein gut entwickeltes Handwerk, insbesondere im Bausektor, kleinere und mittelgroße Industrieunternehmen sowie Landwirtschaft eine wichtige Rolle in der Wirtschaftsstruktur des Landes. Die Südtiroler Wirtschaft erzielt anhand des BIP pro Kopf einen Spitzenwert im landesweiten Vergleich.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Apfelblüte in Dorf Tirol

Die Landwirtschaft beschäftigt 7,8 % der Südtiroler Erwerbsbevölkerung (2005).[23] Im Etsch- und Eisacktal dominieren der Anbau von Äpfeln und Wein, während im Pustertal, Wipptal und anderen Seitentälern die Milchwirtschaft überwiegt.

Die Apfelproduktion nimmt einen hohen Stellenwert innerhalb der Landwirtschaft ein – Südtirols Landwirte produzieren auf 18.000 ha rund 10 % der in der EU angebauten Äpfel beziehungsweise 2 % der Weltproduktion.

Neben dem Apfelanbau hat auch der Weinbau eine lange Tradition in Südtirol. Die bedeutendsten Sorten sind Vernatsch und Weißburgunder. Besonders in den letzten 20 Jahren hat es sich als eine der besten Weißweinregionen Italiens einen Namen gemacht – insbesondere mit der Sorte Gewürztraminer. Dabei steht Südtirol besonders für trockene und fruchtige Weißweine. Zuletzt erfreute sich auch die autochthone Rotweinsorte Lagrein großen Interesses. Südtirol gehört mit ungefähr 5100 ha zu den kleinsten italienischen Weinbauregionen (weniger als ein Prozent der Gesamtfläche), ist aber durch den hohen Anteil an Qualitätsweinen überaus erfolgreich. Die Südtiroler Weinstraße führt von Nals durch das Überetsch und das Unterland bis nach Salurn durch die Weinberge der südlichsten Landesteile, dem größten Weinanbaugebiet in Südtirol. Die Straße und der gleichnamige Trägerverein bilden die Brücke zwischen diesem Landwirtschaftszweig und dem Tourismus.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Per Stichtag 22. Oktober 2001 existierten in Südtirol 51.207 Arbeitsstätten mit insgesamt 207.380 Mitarbeitern. Dies ist ein Zuwachs von 27.300 oder 15,2 % im Vergleich zu 1991.

In Südtirol gibt es circa 13.000 Handwerksbetriebe mit 80 verschiedenen Handwerksberufen.

In den letzten Jahren haben sich außerdem viele Unternehmen etabliert. So etwa Leitner im Seilbahnbau, Salewa in der Wintersportbekleidung, Loacker in der Lebensmittelbranche und die Logistikunternehmen Fercam und Gruber Logistics. Überdies unterhalten zahlreiche Unternehmen aus Deutschland ihre italienischen Zweigstellen in Südtirol.

Für die Zukunft hat sich das Land die verstärkte Förderung von Innovationen vorgenommen, um damit den Wohlstand zu sichern und auszubauen. Im Jahr 2009 lag die Forschungsintensität bei 0,57 % (Ausgaben für Forschung und Entwicklung bezogen auf das BIP), während sie im Gesamtstaat Italien mit 1,25 %, Deutschland mit 2,75 % oder im EU-27-Durchschnitt mit 2 % deutlich höher war.[24] Dieses Ziel und die Lissabon-Strategie soll unter anderem durch forschungs- und bildungssichernde Institutionen wie die Universität und die Europäische Akademie in Bozen erreicht werden.

Die Energiewirtschaft spielt eine hervorragende Rolle in der Umweltbilanz Südtirols, welche natürlich durch die geographischen Gegebenheiten begünstigt wird. Biomasse, Wasserkraft und Solaranlagen sowie eine Vorreiterrolle in der Gebäudeisolierung führen zu besonders umweltfreundlichen Wirtschafts- und Wohnräumen.

Tourismus[Bearbeiten]

Neumarkt 46.31272311.271114

Der Tourismus spielt eine zentrale Rolle in der Wirtschaft des rohstoffarmen Landes. Besonders die Tallagen und die Wintersportzentren haben sich in den letzten 100 Jahren zu florierenden Fremdenverkehrszentren entwickelt. Einst wegen der Kurorte und des milden Klimas stark besucht, wurde Südtirol in den letzten Jahrzehnten zunehmend von Wintersport und sommerlichem Erlebnisurlaub geprägt.

Übernachtungen
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Bettenanzahl 213.553 214.603 217.317 217.343 219.018 219.473 218.964
Übernachtungen 25.698.000 26.151.000 26.418.000 27.310.635 27.721.289 28.086.707 28.580.491
davon Ausländer 16.426.000 16.592.000 16.601.000 17.184.856 17.564.848 17.678.038 18.116.711

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Das BIP pro Kopf lag 2007 bei etwa 33.500 €. Damit ist Südtirol nach der Lombardei die reichste Region Italiens. Auch kaufkraftbereinigt gehört das Land zu den reichsten Regionen (NUTS 2-Ebene) der europäischen Union; das Wohlstandsniveau liegt bei einem Index von 134,5 (EU27 = 100; Italien: 103,4; Tirol: 128,2).[25] Allerdings ist Südtirol im EU-Vergleich in den vergangenen Jahren wegen eines vergleichsweise schwachen Wirtschaftswachstums (2005/2006: real +1,2/+1,7 %[26]) deutlich zurückgefallen, wie der Rückgang des Index von etwa 160 im Jahr 2000 auf 134,5 im Jahr 2007 zeigt.[27]

Die guten makroökonomischen Zahlen verschleiern zudem, dass die durchschnittlichen Erwerbseinkommen in Südtirol niedriger sind als im angrenzenden Bundesland Tirol: Ein Arbeiter verdient jährlich fast 1000 € weniger, bei einer Arbeitnehmerfamilie mit zwei Kindern ist das Jahresnettoeinkommen im Bundesland Tirol sogar um 2497 Euro höher als in Südtirol. Bei den Rentnern ist der Unterschied noch deutlicher: Eine Südtiroler Durchschnittsrente beträgt 734 € monatlich, gegenüber 950 € in Nord- und Osttirol.[28]

Als problematisch gilt außerdem die italienische Steuerpolitik, gerade im Hinblick auf die Belastung der Unternehmen, welche zum Teil mit Abwanderung in das steuerlich vorteilhaftere Österreich drohen (Steuerwettbewerb).[29]

Die Arbeitslosenquote beläuft sich auf 4,1% (3,6% bei den Männern und 4,8% bei den Frauen - 2013 Quelle Astat). Die Zahl der Arbeitsuchenden beträgt im Jahresmittel 10.600.[30] Seit fast zwei Jahrzehnten ist Südtirols Arbeitsmarkt durch niedrige Arbeitslosenzahlen geprägt, wenngleich ähnliche Zahlen inzwischen in breiten Teilen Norditaliens erreicht sind (Arbeitslosenquote in Norditalien: 3,9 %[31]). Auch die Jugendarbeitslosigkeit der 15–24-Jährigen ist mit 7,2 % vergleichsweise niedrig (zum Vergleich 1. Quartal 2008: Italien 20,4 %; Österreich 8,2 %; Deutschland 10,2 %).[30]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die A22 im Eisacktal
Die Vinschgaubahn im Bahnhof Mals

Südtirol ist gemeinsam mit dem österreichischen Nordtirol ein wichtiger Verkehrsknoten zwischen den Großräumen Norditalien und Süddeutschland. Bedeutendste Verkehrsader sind die Brennerautobahn A22 und die Brennerstaatsstraße, welche den Alpenhauptkamm am Brenner in etwa 1375 m Seehöhe überschreiten.

Im Zugverkehr verbindet die Brennerbahn München über Innsbruck, Bozen und Trient mit Verona. Der im Bau befindliche Brennerbasistunnel (BBT), der den Brennerpass unterqueren soll, soll ab dem Jahr 2025 mit einer Länge von 55 km (ohne Umgehungstunnel Innsbruck) der zweitlängste Eisenbahntunnel der Welt nach dem Gotthard-Basistunnel sein.

Zu den Südtiroler Eisenbahnstrecken gehören auch die Pustertalbahn (Verbindung mit dem österreichischen Osttirol), die Bahnstrecke Bozen–Meran und die Vinschgaubahn, die von 1992 bis 2005 außer Betrieb war und seither direkt von der Provinz betrieben wird. Die Rittnerbahn ist eine Schmalspurbahn, die das Hochplateau des Rittens bei Bozen erschließt. Die Mendelbahn, eine bereits 1903 erbaute Standseilbahn, führt aus dem Ort Kaltern im Überetsch auf den Mendelpass.

Medien[Bearbeiten]

Zeitungen, Zeitschriften und Buchverlage[Bearbeiten]

Die älteste und verbreitetste Tageszeitung ist die in deutscher Sprache erscheinende Dolomiten der politisch einflussreichen Verlagsanstalt Athesia, gefolgt von der italienischsprachigen Alto Adige. Ferner gibt es den Südtiroler Lokalteil des Corriere della Sera (Corriere dell’Alto Adige), der aus der Tageszeitung Il Mattino dell’Alto Adige hervorgegangen ist sowie die deutschsprachige Neue Südtiroler Tageszeitung.

Unter den Wochenblättern sind die ff – Südtiroler Wochenmagazin, das Katholische Sonntagsblatt, Il Segno und die Südtiroler Wirtschaftszeitung zu nennen. Der FF Media-Verlag gibt außerdem noch das Wirtschaftsmagazin Südtirol Panorama heraus, das zehnmal jährlich erscheint.

Die Union Generela di Ladins, die Dachorganisation der Ladinerverbände, ist Herausgeberin einer Wochenzeitung in ladinischer Sprache, der Usc di Ladins (Stimme der Ladiner). Die Seiten, die jeweils einem Tal gewidmet sind, sind im jeweiligen Idiom verfasst.

Im Bereich des Buchverlags entwickelten sich neben dem traditionellen Südtiroler Verlagshaus Athesia ab den 1990er-Jahren mit Edition Raetia und dem Folio Verlag erste deutschsprachige Konkurrenzverlage, die z. T. überregional agieren. Der italienischsprachige Regionalbuchsektor Südtirols wird vor allem von den Verlagen Praxis 3 und Alpha Beta abgedeckt. Seit der Jahrtausendwende haben einige Verlage verstärkt damit begonnen, ein zweisprachiges Programm aufzubauen (siehe auch Tirolensien).

Rundfunk[Bearbeiten]

Unter den Rundfunkanstalten ist besonders der öffentlich-rechtliche Rai Südtirol hervorzuheben, der sein Radio- und Fernsehprogramm in deutsch und ladinisch ausstrahlt. Auch der ORF hat eine Außenstelle des Landesstudios Tirol in Bozen und strahlt die österreichischen Programme einschließlich Südtiroler Regionalfenster aus.

Des Weiteren verfügt Südtirol über zahlreiche Lokalradios[32] in allen Landessprachen, unter anderem über die deutschsprachigen Hörfunksender Radio Holiday und Südtirol 1.

Über Digital Audio Broadcasting (DAB) werden in zwei landesweiten Ensembles folgende Sender ausgestrahlt: Rai Radio 1, Rai Radio 2, Rai Radio 3, Rai Sender Bozen, Ö1, Radio Tirol, Ö3, FM4, Bayern 1, Bayern 2 Radio, Bayern 3, BR-Klassik, B5 aktuell, Radio Rumantsch, Radio Swiss Jazz und Radijojo. Noch dazu kommt das bis dato nur in Bozen zu empfangene Ensemble (DAB Media), wo einige private Südtiroler Radiosender verbreitet werden.

Fernsehen[Bearbeiten]

Logo der Rundfunkanstalt Südtirol

Seit November 2009 erfolgt die Ausstrahlung der Fernsehprogramme in Südtirol nur noch digital über DVB-T.

Von der RAS (Rundfunk Anstalt Südtirol) werden die österreichischen Programme ORF 1 und ORF 2, die bundesdeutschen Programme Das Erste, der Bayerische Rundfunk, der KiKa sowie das ZDF und das Schweizer Fernsehen (SRF 1, SRF zwei) über viele Sendeanlagen ausgestrahlt. Seit Mai 2010 sind auch die Programme ORF 1 HD, ORF 2 HD, ZDF HD, 3sat, arte und RSI LA 1 empfangbar.

Außerdem können zahlreiche Programme der Rai empfangen werden.

Zusätzlich gibt es die privaten lokalen Fernsehsender der Rosengarten Media AG (Video33, SDF), welche digital abgestrahlt werden und weltweit über Internet Streaming verfolgt werden können, die regionalen Fernsehsender TCA und RTTR, welche von Trient ausgestrahlt werden sowie einige andere italienweite Privatsender.

Sport[Bearbeiten]

Südtirol stellt und stellte besonders im Wintersport international erfolgreiche Sportler. So gehörten Gustav Thöni mit vier Siegen im Gesamtweltcup des Skiweltcups und mehreren Goldmedaillen in Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, Isolde Kostner und Armin Zöggeler als zehnfacher Gesamtweltcupsieger und mehrfacher Gewinner von Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen im Kunstbahnrodeln zu den Besten ihres Sportes. Aktuell stehen mit Christof Innerhofer, Dominik Paris, Manfred Mölgg, Denise Karbon und Werner Heel zu den Weltbesten im aktuellen Skisport, der Snowboarder Roland Fischnaller ist mit aktuell acht Weltcupsiegen Südtirols erfolgreichster Snowboarder.

Aber auch in den Sommersportarten sind und waren Südtiroler erfolgreich: Klaus Dibiasi gewann drei olympische Goldmedaillen im Turmspringen, Alex Schwazer eine olympische Goldmedaille im Gehen, Andreas Seppi gehört aktuell zu den besten Tennisspielern der Gegenwart.

Daneben werden auch Mannschaftssportarten betrieben, so ist der HC Bozen 19facher italienischer Meister im Eishockey und war auch international erfolgreich. Im Fußball spielt der FC Südtirol aktuell in der 3. italienischen Liga und der CF Südtirol in der zweiten Liga der Frauen. Der SSV Bozen Loacker stellt den aktuellen Handball-Meister der Herren, in der Vergangenheit waren auch die Handballmannschaften von Brixen und Meran Meister.

Jedes Jahr finden in Südtirol zahlreiche Welt- und Europacuprennen im Wintersport (Alpinski, Biathlon, Langlauf, Naturbahnrodeln und Snowboard) und regelmäßig Welt- und Europameisterschaften in verschiedenen Sportarten statt. Die bekanntesten Leichtathletikveranstaltungen sind der BOclassic und die Leichtathletik-Jugendweltmeisterschaften 2009.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Südtirol – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Südtirol

Literatur[Bearbeiten]

Politische Geschichte
  • Anton Evelyn Alcock: Geschichte der Südtirolfrage. Südtirol seit dem Paket 1970–1980. W. Braumüller, Wien 1982, ISBN 3-7003-0328-9.
  • Andrea Bonoldi/Hannes Obermair: Zwischen Rom und Bozen. Staat und Provinz im italienischen Faschismus. Stadt Bozen, Bozen 2006, ISBN 88-901870-9-3.
  • Benedikt Erhard (Red.): Option, Heimat, Opzioni: eine Geschichte Südtirols. Tiroler Geschichtsverein, Bozen 1989.
  • Claus Gatterer: Im Kampf gegen Rom. Bürger, Minderheiten und Autonomien in Italien, Europa Verlag, Wien/Frankfurt/Zürich 1968.
  • Michael Gehler: Tirol im 20. Jahrhundert. Vom Kronland zur Europaregion. Tyrolia Verlag, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7022-2881-1.
  • Horst Schreiber: Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol. Opfer – Täter – Gegner. Studienverlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2007, ISBN 978-3-7065-4423-8.
  • Gerald Steinacher (Hrsg.), Im Schatten der Geheimdienste. Südtirol 1918 bis zur Gegenwart. Studienverlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2003, ISBN 978-3-7065-1644-0.
  • Rolf Steininger: Südtirol. Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Studienverlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2003.
  • Rolf Steininger: South Tyrol: a minority conflict of the twentieth century. Transaction Publishers, New Brunswick NJ 2004, ISBN 0-7658-0800-5.
  • Leopold Steurer: Südtirol zwischen Rom und Berlin 1919–1939, Europa Verlag, Wien 1980.
  • Michael Wedekind: Nationalsozialistische Besatzungs- und Annexionspolitik in Norditalien 1943 bis 1945. Die Operationszonen "Alpenvorland" und "Adriatisches Küstenland", Oldenbourg Verlag, München 2003. ISBN 3-486-56650-4
Kultur- und Sozialgeschichte
  • Georg Grote: I bin a Südtiroler. Kollektive Identität zwischen Nation und Region im 20. Jahrhundert. Athesia, Bozen 2009, ISBN 978-88-8266-531-9.
  • Hannes Obermair/Stefanie Risse/Carlo Romeo (Hrsg.): Regionale Zivilgesellschaft in Bewegung, Folio Verlag, Wien/Bozen 2012, ISBN 978-3-85256-618-4.
  • Gottfried Solderer (Hrsg.): Das 20. Jahrhundert in Südtirol, 5 Bände. Edition Raetia, Bozen 1999–2003.
  • Hubert Stuppner: Musik und Gesellschaft in Südtirol. Band 1: Bozen 1800–2000, Edition Raetia, Bozen 2009, ISBN 978-88-7283-337-7
Biologie/Botanik
Linguistik
  • Heidemaria Abfalterer: Der Südtiroler Sonderwortschatz aus plurizentrischer Sicht, (Band 72 von Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft: Germanistische Reihe), Innsbruck University Press, Innsbruck 2007, ISBN 3-901064-35-4
  • Johann Baptist Schöpf, Anton J. Hofer: Tirolisches Idiotikon, Innsbruck: Wagner 1866 (Vollständige Ansicht in der Google-Buchsuche)

Weblinks[Bearbeiten]

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Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikivoyage – Reiseführer

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Landesinstitut für Statistik - ASTAT, Südtirol in Zahlen, Bozen 2013, S. 19, Tab. 11 Wohnbevölkerung nach Sprachgruppe laut Volkszählungen von 1880 bis 2011 (a))
  3. Hans Heiss: „Man pflegt Südtirol zu sagen und meint, damit wäre alles gesagt.“ Beiträge zu einer Geschichte des Begriffes Südtirol. In: Arbeitsgruppe Regionalgeschichte/Gruppo di ricerca per la storia regionale, Tirol — Trentino. Eine Begriffsgeschichte/Semantica di un concetto (Geschichte und Region/Storia e regione Bd. 9). Folio, Wien-Bozen 2000, ISBN 3-85256-149-3, S. 85–109,
  4. Carlo Romeo: Der Fluß im Schatten des Schlosses. „Alto Adige“ – eine Begriffsgeschichte. In: Arbeitsgruppe Regionalgeschichte/Gruppo di ricerca per la storia regionale, Tirol — Trentino. Eine Begriffsgeschichte/Semantica di un concetto (Geschichte und Region/Storia e regione Bd. 9). Folio, Wien-Bozen 2000, ISBN 3-85256-149-3, S. 153–170.
  5. Statistisches Jahrbuch 2006 – Kapitel 3 – Demographische Struktur (Version vom 30. Oktober 2008 im Internet Archive) (PDF)
  6. Ausländische Wohnbevölkerung - 2011. provincia.bz.it. 14. Juni 2012. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  7. Grundschulen im Schuljahr 2011/12 (PDF-Download) provinz.bz.it. April 2012. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  8. Oberschulen - Schuljahr 2011/12. provincia.bz.it. 20. Juni 2012. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  9. Toni Colleselli: Reden. Siebzehn Sprechgeschichten aus Südtirol. Edizioni alpha beta, Meran / Merano 2011, ISBN 978-88-7223-176-0
  10. Information zur Entstehung der Gemeinden in Südtirol und Triest|Italien. Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien
  11. Freiheitlichen - Nein zum Bau einer Moschee in Südtirol Südtirol News, Artikel vom 5. Oktober 2009
  12. Naturdenkmäler Südtirols, Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung
  13. Naturparks Südtirol, Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung
  14. Saisonaler Naturschutzdienst, Naturparks Südtirol
  15. Provinz Bozen. Fauna, Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung
  16. Klaus Hellrigl: Die Tierwelt Südtirols. Naturmuseum Südtirol, Bozen 1996, ISBN 88-70 14-922-6
  17. Michael Forcher, Tirols Geschichte in Wort und Bild, Innsbruck 1984, S. 139–142.
  18. in derselben Sitzung wurde der Staatsname von bisher „Republik Deutschösterreich“ nach nunmehr „Republik Österreich“ abgeändert und die gesetzliche Bestimmung vom 12. Oktober 1918 „Deutschösterreich ist ein Bestandteil des Deutschen Reiches“ außer Kraft gesetzt - StGBl 1919-484
  19. Das ist Südtirol, http://www.provinz.bz.it/729212/download/das_ist_suedtirol.pdf, Seite 30
  20. Südtirol „Ich lasse mich nicht mürbe machen“, Tiroler Tageszeitung, 2. November 2012
  21. [1]
  22. Die Landesregierung 2008–2013
  23. Statistisches Jahrbuch 2006 – Erwerbstätigkeit (PDF; 674 kB)
  24. Südtiroler Landesinstitut für Statistik: Forschung und Entwicklung 2009 (PDF)
  25. Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF; 379 kB)
  26. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der italienischen Regionen 2006 (PDF, italienisch; 425 kB)
  27. Indikatoren der Lissaboner Strategie – Wirtschaftlicher Hintergrund (PDF)
  28. Südtirol, wo liegt deine Zukunft?, 2006, S. 5
  29. Italiens Firmen wollen nach Österreich
  30. a b Gemeinde Bozen – Indikatoren für Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Erwerbstätigkeit in Südtirol
  31. ISTAT: Italien in Zahlen, 2009 (PDF, italienisch; 593 kB)
  32. Liste von Lokalradios

46.6611.43Koordinaten: 46° 40′ N, 11° 26′ O