Brät

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Brät für die Wurstherstellung
Brätknödelsuppe mit Backerbsen

Brät oder Wurstbrät (von althochdeutsch brāto, „schieres Fleisch, Weichteile“) ist Hackfleisch oder fein gekuttertes Fleisch, wie es zur Wurstherstellung verwendet wird. Neben Salz und Gewürzen wird häufig auch Wasser zugegeben, um eine für die Wurstherstellung geeignete Konsistenz zu erreichen.

Hergestellt wird Brät mit dem Fleischwolf oder industriell mit dem Kutter – dann wird Wasser meist als Eis zugegeben, um die Masse trotz der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit kühl zu halten und so ein Gerinnen des Eiweißes zu verhindern. Früher wurde Brät von Hand mit dem Wiegemesser oder Mörser hergestellt.

Neben der Verwendung als Wurstfüllung wird es auch als Einlage von Suppen eingesetzt, so in der Brätspätzlesuppe, der Brätknödelsuppe oder in Verbindung mit Teigwaren wie im Brätstrudel oder der Maultasche.

Ähnliche Zubereitung aus Schweinefleisch ist Mett, das direkt verzehrt oder zu Mettwurst verarbeitet wird, und Tatar vom Rind, das ebenfalls roh verzehrt wird.

Als Bratwurstgehäck bezeichnet man in Süddeutschland, insbesondere Franken und der Oberpfalz, die zubereitete Hackfleischmischung, die als Füllung für Bratwurst vorbereitet wird. Nicht alles davon wird zu Bratwürsten verarbeitet. Bratwurstgehäck kann gut gewürzt in Dosen abgefüllt und dann (je nach Konsistenz) als Brotaufstrich oder Brotbelag gegessen werden. Alternativ kann Bratwurstgehäck auch sehr frisch verzehrt werden, wobei meist Zwiebeln und Petersilie zum Anrichten verwendet werden.

Bratwurst-Grundbrät[Bearbeiten]

Als Bratwurst-Grundbrät bezeichnet man in der deutschen Lebensmittelherstellung ein Standardrezept zur Wurstherstellung.

Für die Herstellung verwendet man sehnenreiches Schweinefleisch, Schweinebauch ohne Schwarte und Speck. Typische Gewürze sind Kochsalz, Pfeffer, Mazis, Ingwer, Kardamom und Zitronenpulver. Die Zutaten werden zusammen mit Eisschnee und Kutterhilfsmittel in einem Kutter feinst zerkleinert. Anschließend wird es entweder direkt zu Bratwürsten verarbeitet oder wird als Zutat bei verschiedenen Wurstrezepten verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Koch, Martin Fuchs: Die Fabrikation feiner Fleisch- und Wurstwaren. 22., erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86641-187-6.

Weblinks[Bearbeiten]