Brühl (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brühl
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Brühl hervorgehoben
Koordinaten: 49° 24′ N, 8° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Höhe: 102 m ü. NN
Fläche: 10,19 km²
Einwohner: 14.344 (31. März 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1408 Einwohner je km²
Postleitzahl: 68782 (alt: 6835)
Vorwahl: 06202
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 009
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 1
68782 Brühl
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ralf Göck (SPD)
Lage der Gemeinde Brühl im Rhein-Neckar-Kreis
Karte

Die Gemeinde Brühl hat etwa 14.300 Einwohner und liegt im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg (Deutschland). Sie ist Teil der Metropolregion Rhein-Neckar, einem Ballungsraum mit 2,4 Millionen Einwohnern. Das im Jahr 1157 erstmals urkundlich erwähnte Brühl gehörte lange zum Hochstift Speyer und zur Kurpfalz. Das ehemals ländliche Dorf am Rhein entwickelte sich, zusammen mit dem eingemeindeten Rohrhof, im 20. Jahrhundert zu einer Vorstadt des nahegelegenen Mannheim, in dem ein Großteil seiner Bewohner beschäftigt ist. Der Ortsname ist keltischen Ursprungs und deutet auf eine am Wasser gelegene Wiese hin. Die Gemeinde ist seit 2001 schuldenfrei.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Lage

Brühl besteht aus den beiden Ortsteilen Brühl und Rohrhof. Es liegt im Nordwesten von Baden-Württemberg im Zentrum des Rhein-Neckar-Raums an der Grenze zu Rheinland-Pfalz am Rhein. Die zu Brühl gehörende 400 ha große Halbinsel Kollerinsel gehört zu den wenigen linksrheinischen Gebieten Baden-Württembergs. Vom Kraichgau kommend durchfließt der Leimbach das Ortsgebiet in Ost-West-Richtung und mündet in den Rhein.

Brühl grenzt direkt an das nördlich gelegene Mannheim. Im Osten befindet sich Schwetzingen und im Süden Ketsch. Angrenzend an die Kollerinsel liegen die rheinland-pfälzischen Orte Altrip, Waldsee und Otterstadt. Neben Mannheim sind drei weitere Städte nicht weit entfernt: Heidelberg zehn Kilometer östlich, Speyer elf Kilometer südwestlich und Ludwigshafen elf Kilometer nordwestlich.

Der Leimbach.
Der Leimbach.

[Bearbeiten] Geologie und Naturraum

Die Wohnbebauung liegt auf einem Hochufer der Niederterrasse im Oberrheingraben. Westlich schließen sich die mehrere Meter tiefergelegenen Rheinauen an, die sich in Jahrhunderten durch die wechselnden Rheinschlingen herausbildeten. Östlich endet ein Ausläufer des Neckarschwemmkegels. Alle drei Oberflächenformen entstammen dem Quartär. Die durch Sedimentation entstandenen Kiese wurden im 20. Jahrhundert abgebaut, wodurch mehrere Baggerseen entstanden.

Im Norden der Flussniederung finden sich alluviale Lehmböden und im Süden sowie auf der Kollerinsel Lehme und Sandböden, jeweils mit Ackerzahlen bis 86. Auf der Niederterasse rund um den Leimbach sind Sand- und Lehmböden mit Ackerzahlen bis 70. Auf den Sand- und Schotterflächen des nördlichen Hochgestades herrschen mäßige diluviale Sandböden vor.

Die am Rhein gelegenen Schwetzinger Riedwiesen und Backofen-Riedwiesen stehen wegen ihrer zahlreichen sehr unterschiedlichen Biotope mit hoher ökologischer Bedeutung unter Naturschutz. Zusätzlich sind alle übrigen Flächen der Rheinaue sowie die Kollerinsel als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.[1] Auwälder gibt es nur noch in einem schmalen Streifen auf der Kollerinsel, sowie in geringem Umfang auf der anderen Rheinseite.

Die Gemarkung erstreckt sich über 1019 Hektar. Davon sind 30 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 48 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt, 10 Prozent sind Wasserflächen und 9 Prozent sind bewaldet.[2]

[Bearbeiten] Klima

Das Klima wird zu 65 Prozent durch die Zufuhr von maritimen Luftmassen bestimmt, weswegen auch Winde aus den westlichen Richtungen dominieren.[3] Begünstigt durch die geschützte Lage in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Haardt im Westen und Odenwald im Osten sind die Temperaturen sehr mild. Die nächstgelegene Klimastation in Mannheim maß zwischen 1971 und 2000 eine Durchschnittstemperatur von 10,5 °C und eine Niederschlagsmenge von 668 mm pro Jahr. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 19,9 °C, der kälteste der Januar mit 1,8 °C. Temperaturen über 30 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Die meisten Niederschläge fallen im Juli und der trockenste Monat ist der Februar.[4]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mannheim 1971–2000
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 1,8 2,7 6,6 10,0 14,8 17,6 19,9 19,5 15,4 10,2 5,2 2,9 Ø 10,5
Niederschlag (mm) 40 38 46 48 73 74 83 49 56 54 55 53 Σ 668

[Bearbeiten] Geschichte

Brühl und Umgebung ca. 1773. Das Koller-Gewann ist noch rechtsrheinisch.
Brühl und Umgebung ca. 1773. Das Koller-Gewann ist noch rechtsrheinisch.
Kurfürst Carl Theodor 1763
Kurfürst Carl Theodor 1763
Kapelle am Brühler Friedhof.
Kapelle am Brühler Friedhof.
Gedenken an die Familie Rhein.
Gedenken an die Familie Rhein.

[Bearbeiten] Frühgeschichte

Archäologische Funde auf Brühler Gemarkung weisen zurück bis in die Eiszeit. Von Menschen geschaffene Werkzeuge und Scherben stammen aus der Jungsteinzeit. Es ist allerdings nicht gesichert, ob das Gebiet wirklich besiedelt war, oder ob die Funde vom Rhein angeschwemmt wurden. 1906 und 1997 wurden Gräber aus der Frühen Bronzezeit gefunden.[5] Auch aus den folgenden historischen Perioden gibt es mehrere Funde.

Im 1. Jahrhundert überschritten die Römer den Rhein und unter Kaiser Vespasian (69–79) erfolgte die Eingliederung des rechtsrheinischen Rhein-Neckar-Gebiets in das Römische Reich. Im Brühler Raum wurden mehrere Römerstraßen angelegt. In Nord-Süd-Richtung verlief eine Verbindung von Ladenburg über Brühl nach Schwetzingen durch den Hardtwald. Keine archäoligischen Funde, aber schriftliche Hinweise gibt es für eine Fernstraße auf dem rechtsrheinischen Hochufer von Italien nach Britannien. Geschnitten wurden beide durch die West-Ost-Straße von Altrip über den Rhein nach Rohrhof und Wiesloch. An letzterer befand sich auf einem Hügel bei Rohrhof ein römischer Wachturm aus Holz. Durch die Völkerwanderung im 4. Jahrhundert wurden die Römer zurückgedrängt.

[Bearbeiten] Rohrhof

976 wurde Rohrhof als „Rorheim“ erstmals urkundlich erwähnt, anlässlich einer Schenkung von Kaiser Otto II. an den Bischof von Worms. Die Endung -heim deutet auf eine Gründung während der fränkischen Landnahme hin. Lehensträger waren ab dem 11. Jahrhundert die Grafen von Henneberg. 1152 schenkte der Wormser Bischof den Ort an das Zisterzienserkloster Schönau, die die Siedlung in eine Grangie verwandelten, das heißt, die meisten Häuser wurden abgebrochen und das Ackerland von einem großen Wirtschaftshof aus kultiviert. Das Schönauer Kloster war das Hauskloster der Pfalzgrafen bei Rhein. Im Rahmen der Reformation wurde das Kloster 1558 durch Kurfürst Ottheinrich aufgehoben und der Hof und das Land wurden fortan von der Pflege Schönau verpachtet.

[Bearbeiten] Brühl

1157 war die erste Erwähnung von Brühl als „Bruowele“ in einer Urkunde, die ausführt, dass der Bischof von Speyer Günther von Henneberg mit seinem Privatvermögen Brühl erwarb und dem Hochstift Speyer übergab. Die genauen Besitz- und Herrschaftsverhältnisse bis in das 15. Jahrhundert sind unklar. Besitz oder Rechte in Brühl hatten unter anderen die Freiherren von Wiesloch, das Kloster Maulbronn, die Herren von Handschuhsheim, die Edlen von Sickingen und die Herren von Helmstatt. Hans von Helmstatt verkaufte 1426 sein Viertel an Brühl an Pfalzgraf Ludwig. Der Ort hatte seitdem mit Speyer und der Kurpfalz zwei Landesherren.

1405 hatten die Herren von Handschuhsheim die speyerer drei Viertel als Lehen inne und nachweislich im 16. Jahrhundert erhielten sie auch das pfälzer Viertel, womit die Ortsherrschaft über Brühl in einer Hand lag. 1600 starben die Handschuhsheimer aus und das oft strittige Kondominat zwischen der Kurpfalz und Speyer wurde erst 1709 mit einem Vertrag gelöst, in dem Speyer auf die weltlichen Rechte an Brühl verzichtete. In der Kurpfalz gehörte Brühl zur Kirchheimer Zent.

Im 17. Jahrhundert wurde Brühl, wie weite Teile der Kurpfalz, im Dreißigjährigen Krieg, im Holländischen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüstet. Die Bewohner mussten mehrfach in die nahe Stadt Mannheim flüchten und die Landwirtschaft kam über Jahre zum Erliegen, weswegen die Äcker mühsam neu kultiviert werden mussten.

Während des 18. Jahrhunderts verlegte Kurfürst Carl Philipp von der Pfalz seine Residenz von Heidelberg nach Mannheim und verbrachte die Sommer im nahen Schwetzinger Schloss. Brühl mit seinen Rheinauen war ein Jagdrevier der Hofgesellschaft und für die Reiher-Jagd wurden eigens Areale angelegt. Kurfürst Carl Theodor errichtete 1768 zwischen Brühl und Rohrhof eine Fasanerie für Erbprinz Carl August.[6]

Nach der Französischen Revolution wurde die Kurpfalz im Rahmen der Koalitionskriege besetzt und Napoléon Bonaparte ordnete die politische Landkarte in Europa neu. Brühl und Rohrhof wurden badisch, was 1803 im Reichsdeputationshauptschluss bestätigt wurde. Im 19. Jahrhundert setzte sich die Bezeichnung „Brühl“ als Ortsname endgültig durch, nachdem er sich zuvor von Bruwel über Bruel zu Briel gewandelt hatte. 1848 brach im Großherzogtum die Badische Revolution aus. Auch der Brühler Bürgermeister sympathisierte mit den Ideen der Aufrührer und wurde deswegen von der Obrigkeit seines Amtes enthoben. 1878 wurden Brühl und Rohrhof nach jahrzehntelangen Diskussionen vereinigt. Nachdem Brühl bis dahin dem Amt Schwetzingen angehört hatte, wurde es 1924 dem Amtsbezirk Mannheim, dem späteren Landkreis Mannheim, angegliedert.

Politisch waren die katholisch geprägten Ultramontanen bwz. das Zentrum die stärkste Strömung in Brühl. Bei den Reichstagswahlen 1912 wurden dann die Sozialdemokraten die führende Kraft, bis sie 1924 wieder vom Zentrum verdrängt wurden. Die Nationalsozialisten spielten in Brühl lange Zeit keine Rolle und traten bei Gemeinderatswahlen bis kurz vor Ende der Weimarer Republik nicht an. Bei der Reichstagswahl 1933 erhielt die NSDAP 29,6 Prozent und die KPD 29,1 Prozent der Stimmen.

In der NS-Zeit wurde 1938 das Geschäft der in Brühl tätigen jüdischen Kaufmannsfamilie Rhein zerstört. Die drei Frauen siedelten in die vermeintlich sichere Großstadt Mannheim über und wurden später von dort nach Treblinka und Auschwitz deportiert und ermordet. Während des Zweiten Weltkriegs mussten beim Unternehmen Schütte-Lanz mehr als hundert Zwangsarbeiter – hauptsächlich Franzosen – arbeiten. Im Weltkrieg starben 190 Soldaten aus Brühl, 14 zivile Opfer gab es bei Fliegerangriffen. Am 30. März 1945 besetzte ein amerikanischer Panzerverband vom Norden her kommend kampflos den Ort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Brühl zur amerikanischen Besatzungszone. Das Land Baden wurde aufgelöst und die Gemeinde wurde Teil des neugebildeten Bundeslandes Württemberg-Baden, das 1952 im Südweststaat Baden-Württemberg aufging. Obwohl nur relativ wenige Gebäude beschädigt waren, herrschte in der Nachkriegszeit wegen der Beschlagnahme für amerikanische Soldaten, der Aufnahme von ausgebombten Mannheimern und der Zuweisung von Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Wohnungsnot vor. Brühl reagierte mit der Ausweisung von Baugebieten und dem Ausbau der gemeindeeigenen Gebäude, so dass zwischen 1948 und 1966 1630 neue Wohnungen entstanden. Flankierend wurden bis in die 1970er zahlreiche Infrastrukturmaßnamen umgesetzt, wie Klärwerk, Festhalle, Kindergarten, Schulen, Bäder und Sportplätze. Im Zuge der baden-württembergischen Kreisreform wurde 1973 der Landkreis Mannheim aufgelöst und die Gemeinde Brühl dem neugebildeten Rhein-Neckar-Kreis angegliedert.

In den 1980ern machten die Erfolge der Tennisspielerin Steffi Graf ihren Wohnort Brühl überregional bekannt. Trotz der unterdurchschnittlichen Steuerkraft wurde die Gemeinde dank einer sparsamen Haushaltspolitik 2001 schuldenfrei.[7] „Leben und feiern am Rhein“ war das Motto des Gemeindejubiläums „850 Jahre Brühl“ im Jahr 2007. Der Höhepunkt war der historische Festumzug am 24. Juni mit 1.200 Mitwirkenden und 20.000 Zuschauern.

[Bearbeiten] Religionen

Schutzengelkirche
Schutzengelkirche

Über die erste Kirche in Brühl berichtet eine Urkunde aus dem Jahr 1435. Die Kapelle befand sich in der Nähe des heutigen Friedhofs. Der Gottesdienst wurde vom Pfarrer von Ketsch gehalten. Nach 1453 stifteten die Ritter von Handschuhsheim eine Eigenkirche. Nach dem Aussterben der Handschuhsheimer 1600 fiel ihr Lehen und damit ein Viertel von Brühl zurück an die Kurpfalz, die mit Zwang versuchte, den reformatorischen Gottesdienst durchzusetzen. 1607 wurde dem Ketscher Pfarrer verboten nach Brühl zu kommen. Trotzdem blieben mehr als zwei Drittel der Brühler katholisch.[8]

Evangelische Kirche und Veteranendenkmal von 1911.
Evangelische Kirche und Veteranendenkmal von 1911.

In der 1707 in der Kurpfalz durchgeführten Kirchenteilung wurde die mittlerweile stark baufällige Kirche den Reformierten zugesprochen. 1752 erhielten die Katholiken eine eigene Kirche in der allerdings erst ab 1779 regelmäßige Gottesdienste durch die Franziskaner aus Schwetzingen stattfanden. Mit der Aufhebung des Klosters durch die Säkularisation endeten auch die Messen bis ab 1852 wieder ein Vikar aus Schwetzingen kam. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche wegen Baufälligkeit geschlossen und durch die im neugotischen Stil 1899 geweihte Schutzengelkirche ersetzt. 1903 wurde Brühl zur eigenen Pfarrei erhoben und 1957 erhielt Rohrhof mit St. Michael eine eigene Filialkirche. Waren noch 1905 mehr als vier Fünftel der Brühler katholisch so sank der Anteil besonders nach dem Zweiten Weltkrieg durch Zuzüge und Austritte. 1961 lag der Anteil bei 61 Prozent, 2005 bei 42 Prozent.

Die reformierte Gemeinde wurde ab 1610 von Schwetzingen aus betreut.[9] Zwar erhielt sie die Brühler Kirche zugesprochen, aber die Zahl der Gläubigen blieb gering, so dass der Gottesdienst in Schwetzingen besucht werden musste. Die baufällig gewordene Kirche wurde bis 1772 durch einen bescheidenen Holzbau ersetzt, der bereits 1825 wieder abgerissen werden musste. Erst 1888 entstand wieder eine eigentlich zunächst nur als Betsaal geplante Kirche. Sie wurde 1957 saniert und erweitert. 1904 erhielt Brühl einen eigenen Vikar und sieben Jahre später wurde es eigenständige Pfarrei mit Zuständigkeit für Ketsch (bis 1968) und Rohrhof. 1996 wurde das evangelische Gemeindezentrum in der Ortsmitte eröffnet. Im 19. Jahrhundert waren etwa ein Fünftel der Brühler evangelisch. Der Anteil steigerte sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf 29 Prozent.

Goggelbrunnen in Rohrhof.
Goggelbrunnen in Rohrhof.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Rohrhof war zwar rechtlich selbständig, verfügte aber außer der durch den Stabhalter wahrgenommenen Polizeihoheit über keine eigene Verwaltung. Für die Schul- und Armenversorgung war Brühl zuständig. Brühl stellte daher 1843 den Antrag, den Rohrhof einzugemeinden. Nach einer widersprechenden Stellungnahme des Stabhalters wurde der Antrag jedoch genauso wie bei einem zweiten Anlauf 1854 abgelehnt. Erst eine Denkschrift des Brühler Gemeinderats führte schließlich zu einer Anordnung des badischen Innenministeriums, die am 30. Oktober 1878 die Vereinigung der 4,74 km² großen Rohrhofer Gemarkung mit der 6,59 km² großen Gemeinde Brühl verfügte.

1911 gab es durch den großen Zuzug von Industriearbeitern eine starke Gruppierung, die die Eingemeindung an Brühl rückgängig machen wollte. Stattdessen forderte sie in einem Antrag an das Innenministerium den Anschluss an Mannheim. Dies wurde aber abgelehnt.

1927 stellte die Gemeinde Brühl den Antrag zu Mannheim eingemeindet zu werden. Die Stadt Mannheim stimmte aber nicht zu, weil sie eine zu starke Nord-Süd-Dehnung der Mannheimer Gemarkung befürchtete und mit Seckenheim, Friedrichsfeld und Neu-Edingen zunächst eine Erweiterung nach Osten vornehmen wollte.[10]

Schule der IG-Farben-Siedlung.
Schule der IG-Farben-Siedlung.

1933/34 entstand im Nordosten von Rohrhof eine Siedlung für I.G.-Farben-Angestellte. 1937 wohnten dort bereits mehr als 700 Menschen. Im Zweiten Weltkrieg erzielten Mannheim und Brühl Einverständnis über eine Eingemeindung Brühls. Die Landesplanungsbehörde stimmte aber nicht zu und so wurde 1944 nur die Siedlung, die heute zu Rheinau-Süd gehört, mit 225 ha an Mannheim angeschlossen. Verhandlungen nach dem Zweiten Weltkrieg führten dazu, dass Brühl 1950 mit 110 ha einen Teil der Fläche, insbesondere das Schütte-Lanz-Werk, eine Entschädigung für entgangene Grundsteuereinnahmen und die Kosten für den Schulbau in der Siedlung erhielt.[11]

Bei der baden-württembergischen Gemeindereform in den 1970ern gab es zunächst Pläne, eine große Verwaltungseinheit mit Schwetzingen, Brühl, Ketsch, Oftersheim und Plankstadt zu bilden. Nachdem dies verworfen wurde, wollte Mannheim wegen der funktionalen Verflechtung und der zentralen Leistungen der Stadt Brühl, Edingen, Heddesheim und Ilvesheim eingemeinden. Letztlich konnte Brühl aber seine Selbständigkeit behaupten.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

In Rohrhof befand sich jahrhundertelang nur ein einziger Hof. Nach dem Dreißigjährigen Krieg begannen die ersten Erbteilungen in Viertel und Achtel. Im 19. Jahrhundert setzten sich die Teilungen fort und die Wohnbevölkerung wuchs entsprechend. Nach der Vereinigung mit Brühl und insbesondere durch die Industrialisierung des nahen Mannheim stieg die Einwohnerzahl sprunghaft an.

Auch die Bevölkerung des alten Brühl war entsprechend dem adeligen Grundbesitz lange Zeit klein. Allerdings entwickelten sich schon wesentlich früher dörfliche Strukturen. Die Industrialisierung, die Aufnahme von mehr als 900 Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und die ersten Zuzüge von Städtern, die dann mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz pendelten, ließen die Einwohnerzahlen zwischen 1875 und 1961 um 564 Prozent explodieren, was die höchste Zuwachsrate unter allen Gemeinden des damaligen Landkreises Mannheim darstellte.[12] Bis in die 1990er gab es nochmal fast eine Verdopplung der Bevölkerung. In rascher Folge entstanden Neubaugebiete, die die alten Ortskerne von Brühl und Rohrhof miteinander verschmolzen. Auch mit Mannheim-Rheinau ist die Wohnbebauung mittlerweile fest verzahnt. Der Ausländeranteil lag 2006 bei 8,2 Prozent.[13]

Entwicklung der Wohnbebauung in Brühl und Rohrhof.
Entwicklung der Wohnbebauung in Brühl und Rohrhof.
Einwohnerentwicklung
Jahr Rohrhof Brühl Gesamt
1652 35
1727 100
1777 66 221 287
1834 68 460 528
1852 57 783 840
1875 91 1.085 1.176
1925 3.459
1939 4.314
1950 5.448
1961 7.807
1967 9.724
1976 11.967
1993 14.000
2007 14.334

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 22 Sitze und wird in direkter Wahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Hinzu kommt der Bürgermeister als Gemeinderatsvorsitzender. Nach dem baden-württembergischen Kommunalwahlrecht hat der Wähler die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens. Die nächste Gemeinderatswahl findet turnusgemäß 2009 statt. Seit dem Zweiten Weltkrieg war meist die CDU die stärkste Partei.

Brühler Rathaus
Brühler Rathaus

Bei der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergaben sich folgende Verhältnisse:

Gemeinderat 2004
Partei Prozent Sitze
CDU 42,77 % 10
SPD 21,79 % 5
Freie Wähler 19,12 % 4
Grüne Liste 9,72 % 2
Bürgervereinigung 4,31 % 1
FDP 2,29 % 0
Wahlbeteiligung: 54,01 %
Der Bildstock mit der ersten Abbildung des Brühler Wappens steht an der B 36 bei Schwetzingen.
Der Bildstock mit der ersten Abbildung des Brühler Wappens steht an der B 36 bei Schwetzingen.

[Bearbeiten] Bürgermeister

Seit 1998 amtiert Dr. Ralf Göck (SPD) als Bürgermeister. Er wurde 2006 für weitere acht Jahre gewählt.

Bisherige Gemeindeoberhäupter:

  • 1820–1836: Jacob Eder
  • –1848: Andreas Merkel
  • 1849–1870: Michael Lindner
  • 1870–1897: Wilhelm Eder
  • 1898–1906: Albert Eder
  • 1906–1916: Michael Schäfer
  • 1919–1928: Karl Pister (SPD)
  • 1928–1934: Valentin Eder (Vereinigte Bürgerpartei)
  • 1934–1945: Karl Kammerer (NSDAP)
  • 1945–1948: Wilhelm Keßler (CDU)
  • 1948–1973: Alfred Körber (FDP)
  • 1973–1982: Gerhard Stratthaus (CDU)
  • 1982–1998: Günther Reffert (CDU)
  • seit 1998: Ralf Göck (SPD)

[Bearbeiten] Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau ein silbernes Hufeisen.

Das Hufeisen lässt sich erstmals 1496 auf einem Bildstock nachweisen. Später war es auch auf allen Gemeindesiegeln abgebildet. 1911 wurde das Wappen dann vom badischen Generallandesarchiv offiziell genehmigt. Die Farben weiß und blau gehen zurück auf das Herrschergeschlecht der Kurpfalz die Wittelsbacher.

Die Flagge ist Weiß-Blau und wurde 1960 vom baden-württembergischen Innenministerium verliehen.[14]

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften

Seit 1977 wird mit Ormesson-sur-Marne in Frankreich eine Partnerschaft gepflegt, seit 1993 mit Weixdorf, das 1999 zu Dresden eingemeindet wurde, und seit 1997 mit Dourtenga in Burkina Faso.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kollerfähre überquert den Rhein.
Die Kollerfähre überquert den Rhein.

[Bearbeiten] Kollerinsel

Die 400 Hektar große Kollerinsel entstand durch die Rheinbegradigung nach den Plänen von Tulla. 1833 wurde mit dem Durchstich bei Ketsch begonnen und man überließ es dem Fluss, sich durch seinen Wasserdruck sein neues Bett zu erarbeiten. 1845 war dieser Vorgang abgeschlossen. Gemäß einem Staatsvertrag sollten die so entstehenden Inseln auf der linksrheinischen Seite an Bayern und auf der rechtsrheinischen Seite an Baden fallen. Auch die Kollerinsel wurde 1839 zunächst bayerisch, aber bereits ein Jahr später wurde sie gegen rechtsrheinisches Gelände der Festung Germersheim wieder zurückgetauscht.[15] Seit 1835 verkehrt eine Fähre über den Rhein zum Brühler Festland.

Später verlandete der Altrhein, so dass die Kollerinsel zur Halbinsel wurde. 1938 wurde das Gebiet unter Landschaftsschutz gestellt. Bis 2005 wurde auf der Kollerinsel zum Schutz der Rheinanlieger vor Hochwasser ein Polder errichtet. Das Retentionsvolumen beträgt 6,1 Millionen Kubikmeter. Die Bauernhöfe wurden abgebrochen und auf einer Warft ein Reiterhof eröffnet. Mit Camping und Wassersport dient die Kollerinsel nun der Naherholung.

Das Kulturzentrum Villa Meixner.
Das Kulturzentrum Villa Meixner.

[Bearbeiten] Bauwerke

Das Brühler Rathaus wurde 1866 errichtet, zu einem Zeitpunkt, als die Gemeinde knapp 900 Einwohner hatte. Analog zum Bevölkerungswachstum wurde es viermal – 1925, 1955, 1975 und 1991 – beträchtlich erweitert und ausgebaut.

Die Villa Meixner stammt von 1899. Die Jugendstil-Villa wurde vom damaligen Bürgermeister Albert Eder errichtet, aber bereits 1906 an die Familie Meixner verkauft. 1956 kaufte die Gemeinde Brühl das Gebäude und nutzte es als Wohnhaus für sozial schwache Bürger. 1988 wurde die Villa saniert und fortan als Kulturzentrum genutzt. Im ersten Stock befand sich bis 1998 ein privates Jugendstil- und Art-Déco-Museum von europäischem Rang.[16] Die Villa wird für Ausstellungen, Veranstaltungen, Kleinkunst und Hochzeiten genutzt. Das Ensemble wird ergänzt durch einen Skulpturengarten.

[Bearbeiten] Musik

Das 2003 mit Musikern aus dem 1889 gegründeten Musikverein Brühl gestartete Modell der Brühler Bläserakadmie verweist mittlerweile auf sechs Ensembles (Brühler Blech, Brühler Holz, Elementarblasorchester Brühl, Jugendblasorchester Brühl, Sinfonisches Blasorchester Brühl, Brühler Solisten) mit über 70 vorwiegend jungen Musikern. Durch eine Kooperation zwischen dem Musikverein, der Jugendmusikschule Brühl, Schulen, Gemeinde, Wirtschaft und Medien entwickelte sich die Brühler Bläserakademie innerhalb weniger Jahre zu einem Kompetenzzentrum für Blasmusik in der Rhein-Neckar-Region.[17]

Die Festhalle
Die Festhalle

[Bearbeiten] Freizeit

Das Freibad wurde 1963 eröffnet und 1986 bei der Generalsanierung mit Edelstahlbecken ausgestattet. Es bietet ein Erlebnisbecken, einen Sprungturm und eine 67 Meter lange Rutsche und wird daher auch von Bewohnern der Nachbargemeinden aufgesucht. Darüber hinaus verfügt Brühl über ein Hallenbad (Eröffnung 1973), ein Jugendzentrum im Rennerswald und eine Festhalle.

Die größten Veranstaltungen des Jahres sind die Brühler Straßenkerwe, das Rohrhofer Sommerfest und die beiden Fischerfeste.

[Bearbeiten] Sport

Die mitgliederstärksten Vereine sind der TV Brühl (Turnen, Handball, Tischtennis, Volleyball), der FV 1918 Brühl (Fußball, Leichtathletik, MES) und der SV Rohrhof 1921 (Fußball, Turnen, Leichtathletik).

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Wirtschaft

Traditionell lebte die Bevölkerung von der Landwirtschaft. 1840 wurde die erste Ziegelei gegründet. Befördert durch die Nachfrage des naheliegenden, wachsenden Mannheim gab es 1890 bereits sieben Ziegeleien. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielten allerdings fünf keine Konzession mehr und die letzten zwei schlossen in den 1960ern. Viele Brühler fanden auch Arbeit in den während der Industrialisierung in Mannheim entstehenden Betrieben insbesondere im Rheinauer Hafen.

SL20 im Jahr 1917.
SL20 im Jahr 1917.

1909 gründete Karl Lanz auf Brühler Gemarkung die Luftschiffbau Schütte-Lanz. Die dort gebauten Luftschiffe waren die größte deutsche Konkurrenz für die Zeppeline.[18] Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags musste der Luftschiffbau 1922 eingestellt werden. Die gewonnenen Erfahrungen konnten aber für die Holzverarbeitung genutzt werden. Das Unternehmen war noch bis 2007 in Brühl ansässig und zuletzt auf den Verschalungsbau spezialisiert.[19]

Der größte Arbeitgeber in Brühl ist die HIMA. Ein Unternehmen, das Produkte für die Fabrik- und Prozessautomation entwickelt.[20] Mehr als 90 Prozent der Brühler allerdings finden Arbeit in den umliegenden Oberzentren Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg und pendeln täglich an ihren Arbeitsplatz.[21]

Bus auf der Linie Mannheim–Brühl–Ketsch.
Bus auf der Linie Mannheim–Brühl–Ketsch.

[Bearbeiten] Verkehr

1905 wurde von Rheinau her ein Abzweig der Rheintalbahn nach Brühl gebaut und sieben Jahre später bis Ketsch verlängert. 1966 wurden die Bahnstrecke und der Brühler Bahnhof stillgelegt. Den ÖPNV betreibt heute die Busverkehr Rhein-Neckar mit Linien nach Mannheim, Schwetzingen und Ketsch. Brühl gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar.

Seit den 1960ern führt die Bundesautobahn 6 östlich an Brühl vorbei. Über die Anschlussstelle Mannheim/Schwetzingen besteht eine direkte Anbindung. Dort kreuzt auch die Bundesstraße 36, die in die Mannheimer Innenstadt bzw. nach Süden Richtung Karlsruhe führt. Die 1991 eröffnete, parallel zur Autobahn verlaufende, L 599 dient der Ortsumgehung von Brühl und Ketsch.

[Bearbeiten] Medien

Die Schwetzinger Zeitung berichtet in ihrem Lokalteil über das Brühler Gemeindeleben. Das Amtsblatt, die Brühler Rundschau, wird kostenlos jeden Freitag an die Haushalte verteilt und erscheint im Verlag Nussbaum Medien.

Seit 2006 gibt es den Regionalen-Informations-Kanal Brühl im digitalen Kabelnetz. RIK Brühl sendet in ständiger Wiederholung rund um die Uhr und berichtet über lokale Themen.

[Bearbeiten] Bildung

Brühl verfügt über vier Schulstandorte, an denen Grundschulen, eine Hauptschule mit Werkrealschule, eine Realschule und eine Jugendmusikschule untergebracht sind.

Die Jahn-Grundschule befindet sich im alten Brühler Ortskern. Das Schulgebäude von 1912 geht auf die älteste Brühler Schule zurück.

Schillerschule
Schillerschule

Das Schulzentrum der Schillerschule wurde als größte Baumaßnahme der Brühler Geschichte 1967 im Zentrum der Gemeinde errichtet. Es beherbergt eine Grundschule und eine Hauptschule mit Werkrealschule. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Hallenbad, eine Sporthalle, ein Sportplatz und die Gemeindebücherei. Die früher eigenständige Rohrhof-Grundschule im alten Rohrhofer Ortskern gehört seit 1993 organisatorisch zur Schillerschule.

Mit der Fertigstellung der Schillerschule wurde dort eine Außenstelle der Schwetzinger Realschule für Brühler und Ketscher Kinder eingerichtet. 1975 erhielt die Realschule Brühl/Ketsch am südlichen Ortsrand ein eigenes Gebäude und 1998 wurde sie im Beisein der Namensgeberin in Marion-Dönhoff-Realschule Brühl/Ketsch umbenannt. Die Pläne, am gleichen Standort eine Hauptschule und ein Gymnasium zu bauen, wurden nicht verwirklicht.

1965 beschloss der Brühler Gemeinderat eine Jugendmusikschule zu gründen, zu einer Zeit, als es in Baden-Württemberg nur 37 derartige Einrichtungen gab. Sie wurde 1971 in Kooperation mit der Mannheimer Musikschule eröffnet und befindet sich seit 1983 in der Schillerschule.

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Brühl hat achtmal die Ehrenbürgerwürde verliehen. Die Jahreszahlen geben den Zeitpunkt der Verleihung wieder.

  • 1905: Johann Baptist Eder (1839–1918) wurde in Brühl geboren und war Ziegeleibesitzer. Er war Abgeordneter der zweiten Kammer des badischen Landtags. Dort setzte er sich für den Bau der Eisenbahnstrecke nach Brühl ein.
  • 1934: Karl Mark (1873–1951) war fast 28 Jahre Lehrer, lange auch Schulrektor, in Brühl. Darüber hinaus engagierte er sich lange als Chorleiter.
  • 1973: Alfred Körber (1908–1998) war 25 Jahre lang Bürgermeister von Brühl. In seiner Amtszeit vollzog sich der Aufbau und das rasante Wachstum der Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • 1988: Steffi Graf (* 1969) war in ihrer aktiven Zeit eine der besten und erfolgreichsten Tennisspielerinnen der Welt. Sie lebte fast während ihrer ganzen Tenniskarriere in Brühl.
  • 1993: Karl Maurer (* 1919) engagierte sich jahrzehntelang ehrenamtlich in Brühl. Er war mehr als 40 Jahre Gemeinderatsmitglied, lange Vorsitzender der CDU und Pfarrgemeinderat.
  • 1998: Olivier d'Ormesson (* 1918) war 51 Jahre Bürgermeister von Brühls Partnergemeinde Ormesson-sur-Marne und Mitbegründer der Partnerschaft.
  • 2002: Gerhard Stratthaus (* 1942) war Bürgermeister von Brühl und Vorsitzender der Stiftung Brühler Bürger in Not. Auch als Oberbürgermeister von Schwetzingen und Finanzminister von Baden-Württemberg behielt er stets seinen Wohnsitz in Brühl.
  • 2004: Gerd Stauffer (* 1938) war jahrzehntelang für die CDU im Brühler Gemeinderat und fast 30 Jahre ehrenamtlicher erster Bürgermeisterstellvertreter.

[Bearbeiten] Literatur

  • Otto Knaus: Achthundert Jahre Brühl: Geschichte der Gemeinde Brühl in 8 Jahrhunderten urkundlich nachgewiesenen Bestehens. 1957
  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Bd 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966
    • Bd 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970
  • Peter Dewitz, Helmut Mehrer: Liebes altes Brühl: Eine Gemeinde im Spiegel ihrer jüngeren Geschichte. Ketsch 1982(?)
  • Ralf Göck, Helmut Mehrer: Eine Gemeinde und ihr Rathaus: 125 Jahre Brühler Ortsgeschichte. Schwetzingen 1991
  • Ursula Kohl, Ralf Göck: Spaziergang durch Brühl und Rohrhof. Schwetzingen 2003, ISBN 3-87742-172-5
  • Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Brühl/Rohrhof (Hrsg.): Brühl und Rohrhof: Das Heimatbuch. Brühl 2007

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Brühl – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
  2. Statististisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 31. Dezember 2004
  3. Kreisbeschreibung Bd. 1, S. 54
  4. www.klimadiagramme.de
  5. Heimatbuch, S. 18
  6. Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim: Ohne Stadt Schwetzingen. München 1967, S. 41
  7. Schwetzinger Zeitung 6. März 2006
  8. Katholische Kirchengemeinde Brühl
  9. Evangelische Kirchengemeinde Brühl
  10. Kreisbeschreibung Bd. 3, S. 25
  11. Leo Adalbert Tolxdorff: Der Aufstieg Mannheims im Bilde seiner Eingemeindungen (1895–1930). Stuttgart 1961, S. 123
  12. Kreisbeschreibung Bd. 3, S. 447
  13. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  14. Herwig John, Gabriele Wüst: Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis. Ubstadt-Weiher 1996, ISBN 3-929366-27-4, S. 41
  15. Eugen Seyfried: Heimatgeschichte des Bezirks Schwetzingen. Ketsch 1926, S. 353
  16. Ursula Kohl: Museumsführer Rhein-Neckar-Kreis. Schwetzingen 1995, ISBN 3-87742-101-6
  17. Brühler Bläserakademie
  18. Ludwig Friedrich: Der Schütte-Lanz-Luftschiffbau in Mannheim. In: Mannheimer Geschichtsblätter Neue Folge Bd. 6/1999. Ubstadt-Weiher, ISBN 3-89735-129-3, S. 265
  19. Pressemitteilung IG Metall Mannheim 13. September 2007
  20. Schwetzinger Zeitung 22. April 2008
  21. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 30. Juni 2006
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