Brühl (Rheinland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Brühl
Brühl (Rheinland)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Brühl hervorgehoben
50.8333333333336.965Koordinaten: 50° 50′ N, 6° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 36,12 km²
Einwohner: 43.875 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1215 Einwohner je km²
Postleitzahl: 50321
Vorwahl: 02232
Kfz-Kennzeichen: BM
Gemeindeschlüssel: 05 3 62 012
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Webpräsenz: www.bruehl.de
Bürgermeister: Dieter Freytag (SPD)
Lage der Stadt Brühl im Rhein-Erft-Kreis
Köln Kreis Düren Kreis Euskirchen Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Leverkusen Rhein-Kreis Neuss Rhein-Sieg-Kreis Bedburg Bergheim Brühl (Rheinland) Elsdorf (Rheinland) Erftstadt Frechen Hürth Kerpen Pulheim WesselingKarte
Über dieses Bild

Brühl ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen zwischen Köln und Bonn im Rhein-Erft-Kreis.

Stadtteile[Bearbeiten]

Marktplatz in der Innenstadt

Brühl besteht aus dem eigentlichen Ort Brühl (Innenstadt), unterteilt in Brühl Mitte, Brühl Süd, Brühl Nord, Brühl West und Brühl Ost sowie sechs weiteren Stadtteilen. Aktuell sind in Brühl 46.747 Einwohner gemeldet. (Stand 12.2013)

Ortsteil Einwohner (Gesamt 46.747)[2]
Brühl (Innenstadt) 23.316
Badorf 6.157
Heide 1.449
Kierberg 4.321
Pingsdorf 4.856
Schwadorf 1.666
Vochem 4.982

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Brühl liegt in der Kölner Bucht am Rande des Vorgebirges und damit am Rande der Ville, die zum Naturpark Rheinland gehört. Die nächstgelegenen Großstädte sind Köln und Bonn. Köln grenzt dabei direkt mit dem Stadtteil Meschenich im Brühler Nordosten an, im Süden zwischen Brühl und Bonn befindet sich Bornheim. Die an Brühl angrenzenden Orte sind (von Norden im Uhrzeigersinn) Köln, Wesseling, Bornheim, Weilerswist, Erftstadt und Hürth.

Klima und Boden[Bearbeiten]

In Brühl herrscht das milde Klima der Kölner Bucht. Diese liegt in der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel um die 2 bis 3 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel um die 18 bis 19 °C).[3] Das Gebiet liegt durch den Schutz der Eifelbarriere im Lee der Westwinde und ist damit klimatisch begünstigt. Es können sich gelegentlich allerdings auch Föhnwetterlagen entwickeln. Für die vergleichsweise geringen Niederschläge von 681 Millimeter im Jahr sind hauptsächlich Steigungsregen verantwortlich.[4] Neben dem Klima hat insbesondere der tiefgründige Lössboden die Entstehung großer Obst- und Gemüsebauflächen um Brühl herum begünstigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Römerzeit[Bearbeiten]

Durch das heutige Stadtgebiet führte die Eifelwasserleitung, ein römischer Aquädukt zur Versorgung von Köln mit Trinkwasser. Auch die Straßen von Köln nach Trier und die Bonnstraße waren Römerstraßen. Römische Steinfunde aus dem Stadtgebiet werden im Rheinischen Landesmuseum Bonn, aufbewahrt. Eine Besiedelung der Brühler Gegend in römischer Zeit ist daher anzunehmen.

Mittelalter[Bearbeiten]

"Haus zum Stern" am Markt, erbaut 1530/31

Erste urkundliche Erwähnungen von Höfen im heutigen Stadtgebiet gibt es um das Jahr 650. Badorfer und Pingsdorfer Keramikgefäße aus dem frühen Mittelalter gehören zu den bedeutenden rheinischen Kulturgütern. Der Palmersdorfer Hof wird in einer Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs Brun für das Stift St. Cäcilien in Köln aus dem Jahre 961 erwähnt.[5] Der Name Brühl taucht erstmals 1180 auf einer Urkunde auf, als Erzbischof Philipp I. von Heinsberg zwei der Höfe zum Burghof an der Brule zusammenfasst. Der Name folgt aus einem altdeutschen Wort, das die Lage in einer sumpfigen Niederung bedeutet.

Da die Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten (die Kölner Erzbischöfe waren damals wie die in Mainz und Trier auch Kurfürsten) in dieser Zeit nicht gern in Köln gesehen waren, wurde Brühl ihr bevorzugter Aufenthaltsplatz. 1284 baute der Erzbischof Siegfried von Westerburg gegen die Stadt Köln in Brühl eine Wasserburg (Vollendet 1290). Er verlieh Brühl im Jahr 1285 Stadtrechte und übertrug gleichzeitig dem Schöffenrat nach Stadtrecht Selbstverwaltung und Rechtsprechung.[6] Die Stadt wurde zu einer der stärksten Landesfestungen von Kurköln ausgebaut.

1469 erhob Kurfürst Ruprecht Brühl auch offiziell zur Landeshauptstadt von Kurköln. 1530 wurde Brühl fast vollständig von einem Brand zerstört.

Ab 1567 war Bonn Sitz der Regierung. Der Kurfürst residierte aber während der Sommermonate weiterhin in Brühl.

17. und 18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Französischen Revolution[Bearbeiten]

Sebastian Furck: Brühler Stadtansicht mit Burg um 1630

1596 wurden vier Brühler Frauen Opfer der Hexenverfolgungen. Deren Schicksal teilte 1604 die 35-jährige Dienstmagd Anna Schmitz, die in einem „Hexenprozess“ gefoltert und danach verbrannt wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg traf sich der Kölner Kurfürst-Erzbischof Ferdinand von Bayern mit Verbündeten der Katholischen Liga auf der Brühler Burg. 1647 plünderten hessische Truppen die Stadt, bevor im folgenden Jahr der Friede von Münster den Krieg beendete. 1666/67 wurde Brühl von der Pest heimgesucht. Im folgenden Jahr errichteten die Franziskaner an der Uhlstraße ein erstes Krankenhaus. 1689 wurde Kurköln und damit auch Brühl und sein Schloss in kriegerische Auseinandersetzungen des Reichs verbündet mit den Generalstaaten, der Mark Brandenburg, Hannover und dem Bistum Münster gegen Kurköln, das mit Ludwig XIV. von Frankreich verbündet war, hereingezogen. Die als Pfälzischer Erbfolgekrieg begonnene Auseinandersetzung hatte ihre lokale Bedeutung durch Streit um die Nachfolge des 1688 verstorbenen Erzbischofs Maximilian Heinrich von Bayern, um die sich Wilhelm Egon von Fürstenberg mit französischer Hilfe bemühte. Die Franzosen hatten sich im kurfürstlichen Schloss verschanzt. Die dies seit Juni 1689 belagernden Kaiserlichen schossen mit einer Münsterschen Batterie den Pulverturm des Schlosses in die Luft. Die Stadt wurde daraufhin im August übergeben und die Stadtmauern dann durch die Hannoveraner geschleift. Damit war Brühl für die Zukunft keine befestigte Stadt mehr.[7]

Residenzstadt Brühl, Karte des 17. Jahrhunderts mit Mauern

Der lange Krieg schwächte die Reichsgewalt, ließ aber die deutschen Fürsten weiter erstarken. Diese wollten nun nach dem Vorbild der französischen absolutistischen Könige glanzvoll repräsentieren. 1725 legte Kurfürst Clemens August I. von Bayern den Grundstein für Schloss Augustusburg am Standort der zerstörten Burg. 1735 wurde auch die Kirche des benachbarten Franziskanerklosters von 1493 im barocken Stil zur Schlosskirche umgestaltet und durch eine Orangerie mit dem Schloss verbunden. 1763 führte die erste große Tournee von Wolfgang Amadeus Mozart, seinem Vater und seiner Schwester durch Brühl, bei diesem Kurzbesuch spielte das siebenjährige Wunderkind Wolfgang Amadeus auf der Orgel der Schlosskirche.

Die große Zeit der Kurfürsten und Erzbischöfe in Brühl endete 1794 mit der Flucht des letzten Kölner Kurfürsten Maximilian Franz von Österreich vor den französischen Revolutionstruppen.

Von 1798 bis 1814 bildete Brühl den Kanton Brühl im Arrondissement de Cologne des französischen Département de la Roer. 1798 feierte man in Brühl im Nachhall der französischen Revolution ein Freiheitsfest, errichtete einen Freiheitsbaum und verbrannte auf der Schlossterrasse kurfürstliche Insignien. Der Code civil galt fortan auch in Brühl. Am 19. September 1804 empfing die Stadt den Souverän Napoleon Bonaparte frühmorgens zu einem kurzen Besuch.

19. Jahrhundert: Industrialisierung[Bearbeiten]

Der „Feurige Elias“ auf dem Brühler Markt um 1900

Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel das Rheinland Preußen zu. In den folgenden Jahrzehnten wandelte die Industrialisierung das Bild der barocken Residenzstadt. Geradezu sinnbildlich passierte am 15. Februar 1844 der erste Eisenbahnzug der neueröffneten Strecke der Bonn-Cölner Eisenbahn quer über die Allee zwischen den beiden Brühler Barockschlössern.

1876 begann in Brühl die Gewerkschaft Roddergrube als erste im Rheinischen Braunkohlerevier mit der Braunkohleförderung und Brikettfabrikation. Die Tagebauflächen sind mittlerweile längst rekultiviert und dienen als Naherholungsgebiet im Naturpark Rheinland. 1877 wurde der Kaiserbahnhof Kierberg an der Eifelstrecke Köln–Kalscheuren–Euskirchen fertiggestellt.

Seit 1897 verband als weitere Bahnverbindung die Vorgebirgsbahn Brühl zunächst mit Bonn und im folgenden Jahr auch mit dem Kölner Barbarossaplatz. Die von einer Dampflokomotive gezogene Bahn wurde im Volksmund „Feuriger Elias“ genannt. Sie führte ursprünglich mitten durch die Stadt.

Am 18. Juli des gleichen Jahres übernachtete Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gemahlin Kaiserin Auguste Viktoria im Brühler Schloss.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Brühl zwischen den Weltkriegen[Bearbeiten]

Brühl lag 1914 im Aufmarschgebiet für den Ersten Weltkrieg und wurde Garnisons- und Lazarettstandort. 1917 wurden 150 Schwerverwundete von der Westfront in Brühl behandelt. Fünf Tage zuvor war als letzter kaiserlicher Besuch Auguste Viktoria nochmals zu Gast in der Stadt.

Am 9. November 1918 beendete die Novemberrevolution den Weltkrieg und das Kaiserreich. Auf dem Markt wurde vom Balkon des Brühler Rathauses ein Arbeiter- und Soldatenrat ausgerufen. 1922 bis 1924 entstanden Bergarbeitersiedlungen zwischen Liblarer Straße und Donnersbach. Die soziale Not in den Anfangsjahren der Weimarer Republik führte Anfang 1924 zu einem mehrmonatigen Bergarbeiterstreik. Durch Aussperrung verloren viele ihr Wohnrecht und die Stadt musste Ersatzwohnraum zum Beispiel auf den Apfelwiesen an der Bergerstraße (genannt „Appela“) bereitstellen.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Ehemaliger Standort der Synagoge in der Innenstadt

Am 10. November 1938 wurden im Rahmen der Novemberpogrome jüdische Geschäfte geplündert und die Synagoge an der Friedrichstraße von SA-Trupps in Brand gesteckt. 1941 mussten Juden ihre Wohnungen räumen und wurden in drei Häuser in der Wallstraße und Kempishofstraße eingewiesen. Ab Juni 1942 begann deren Deportation in den Osten. Insgesamt 65 Brühler Juden fielen dem Holocaust zum Opfer.

Bereits 1942 kam es im Zweiten Weltkrieg zu einem ersten Luftangriff. 1943 begannen größere Evakuierungsmaßnahmen. Am 28. Dezember 1944 verwüstete ein Luftangriff vor allem den südlichen Stadtbereich und hinterließ 180 Tote. Am 7. März 1945 beendete der Einmarsch von US-Truppen die nationalsozialistische Herrschaft.

Religionen[Bearbeiten]

Brühl ist eine vor allem vom Katholizismus geprägte Stadt, in der jedoch früh religiöse Minderheiten, so ab 1285 eine jüdische Gemeinde, lebten.

Römisch-Katholisch[Bearbeiten]

Die Katholische Kirchengemeinde Brühl wurde 1304 kurz nach Verleihung der Stadtrechte gegründet. Vorher gab es nur eine Kapelle, die von Kendenich her betreut wurde.

Evangelisch[Bearbeiten]

Evang. Christuskirche

Nach der Reformation fasste auch in Brühl der Protestantismus Fuß. Der Stadtherr Hermann von Wied war am Anfang seiner Herrschaft noch streng katholisch. So wurde 1535 Johann Klopreis, den man in Münster gefangen hatte, an der Westseite des Schlosses als protestantischer Märtyrer verbrannt. 1543 hatte sich die Einstellung des Erzbischofs so geändert, dass er das Abendmahl in beiderlei Gestalt reichen ließ. Er konnte sich aber nicht gegen Kaiser und Papst durchsetzen, und der evangelische Schmalkaldische Bund versagte ihm die Unterstützung. So war die Reformation im Rheinland nach der Exkommunikation des Erzbischofs im April 1545 und endgültig 1547 nach dem Schmalkaldischen Krieg gescheitert. In der Folgezeit mussten alle Protestanten und auch die Zuwanderer zum katholischen Glauben konvertieren.

1812 gab es nach den Pfarrakten nur sechs Evangelische, 1834, in der Zeit Preußens 61. Der erste Gottesdienst wurde 1834 vom Divisionspfarrer als Militärgottesdienst für das in Koblenz und teilweise in Brühl stationierte Infanterie-Regiment „von Goeben“ (2. Rheinisches) Nr. 28 abgehalten. Ab 1836 stand für den evangelischen Gottesdienst aufgrund einer Kabinettsorder im Schloss ein Raum zur Verfügung, der alle vier Wochen von Divisions- oder Kölner Pfarrern versehen wurde. Nachdem sich in der Zwischenzeit Initiativen zur Bildung einer eigenen Pfarrei und auch ein Presbyterium gebildet hatten, wurde mit Genehmigung des Konsistoriums am 14. August 1851 zuerst noch zusammen mit Bornheim der erste Pfarrer und Schlossprediger gewählt. Dies gilt als das Gründungsdatum der Gemeinde. Die Gemeinde umfasste die Bürgermeistereien Brühl, Rondorf (ohne Rodenkirchen), Gymnich, Liblar, Lechenich, Erp, Friesheim, Hürth (ohne die BM Efferen und ohne Gleuel und Berrenrath) sowie die Rheinschiene von Wesseling bis Hersel. Die Kirche konnte von 1886 bis 88 auf einem von der Domänenverwaltung des Schlosses günstig erworbenem nahe gelegenen Grundstück gebaut werden mit erheblichen Spendenbeiträgen der 380 Seelen großen Gemeinde. Architekt des neugotischen Baus war der Baurat Karl Freyse aus Köln-Lindenthal. Die Kirche wurde im Krieg nahezu total zerstört und schlicht wieder aufgebaut.[8]

Griechisch-orthodoxe Kirche "Johannes der Täufer"

Griechisch-Orthodox[Bearbeiten]

Die etwa 1000 Mitglieder zählende griechisch-orthodoxe Gemeinde "Johannes der Täufer" wurde 1983 gegründet und legte 1998 den Grundstein zu einem eigenen Kirchengebäude.[9]

Muslimisch[Bearbeiten]

1974 gründeten Muslime das "Islamische Gemeindezentrum Brühl e. V."[10]

Jüdisch[Bearbeiten]

Seit 1285 bestand eine jüdische Gemeinde in Brühl. 1371 wird erstmals der Brühler jüdische Friedhof urkundlich erwähnt. 1875 wurde nach Gründung des Deutschen Reiches die Synagogengemeinde Brühl neu begründet, die anfangs aus den Spezialgemeinden Brühl und Hürth bestand.[11] 1879 lebten in der Stadt Brühl 146 Einwohner jüdischen Glaubens.[12]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 30. August 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,33 Prozent (+ 0,38 Prozent) zu folgendem Ergebnis:[13]

Partei / Liste CDU SPD Grüne FDP Linke fw/bVb*
Stimmenanteil 44,72 % 23,56 % 14,28 % 7,39 % 3,11 % 7,14 %
Gewinn/Verlust - 2,26 - 2,41 + 3,16 + 2,72 + 3,11 - 4,31
Sitze 22 11 7 4 2 4

* Freie Wähler/Bürger-Vereinigung Brühl

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der langjährige Bürgermeister Michael Kreuzberg (CDU) war von 1999 - Oktober 2013 im Amt, musste die Stelle allerdings aufgeben, da er zum Landrat des Rhein-Erft-Kreises gewählt wurde. Sein Vorgänger Willi Mengel (SPD), der erste hauptamtliche Bürgermeister Brühls bekleidete dieses Amt seit dem 22. Januar 1996. Die letzte ehrenamtliche Bürgermeisterin Brühls war Irene Westphal (SPD). Am 9. Februar 2014 wurde der langjährige Kämmerer der Stadt Dieter Freytag in einer Stichwahl mit über 60% der Stimmen zum neuen Bürgermeister der Stadt gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist nach einem Schöffensiegel von 1319 gestaltet und zeigt den heiligen Apostel Petrus über einem silbernen Schild mit Kölner Stiftskreuz. In der rechten Hand hält er zwei Schlüssel in der linken ein Evangelienbuch. Umgeben wird er von sieben Schöffenköpfen. Das städtische Wappen ziert übrigens auch die Gullydeckel der Stadtwerke.

Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Bibliotheken und Archive[Bearbeiten]

Die 1935 gegründete Stadtbücherei Brühl gehört zu den ältesten Bibliotheken im Rhein-Erft-Kreis. Sie liegt in der Brühler Innenstadt und ist mit regelmäßigen Lesungen, Aktionen und Ausstellungen ein wichtiger Veranstaltungsort.

Als Ergänzung für Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Videos, Gesellschaftsspiele und CD-ROMs wurde im November 2001 eine Mediothek neu eröffnet. Das Angebot umfasst Hörbücher auf MC und CD, Musik-CDs mit Rock, Pop, Jazz, Klassik, DVDs sowie Internetplätze. Die über 36.000 Medieneinheiten wurden im Jahre 2006 von mehr als 4.300 aktiven Kunden genutzt.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der strukturierten Leseförderung der Kinder. Aus diesem Grund nimmt die Stadtbücherei Brühl seit 2005 am sogenannten Sommerleseclub teil. Hierbei handelt es sich um ein Leseförderungskonzept für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse, an dem in Nordrhein-Westfalen circa 40 Bibliotheken beteiligt sind. Gefördert wird das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen sowie vielen regionalen und überregionalen Sponsoren.

Das Vorbild ist der „Teen Reading Club“ in Los Angeles. Das Konzept wurde in Deutschland 2001 erstmals im sauerländischen Brilon getestet. Ziel ist es, die Kinder zum Lesen möglichst vieler Bücher während des Veranstaltungszeitraumes des Sommerleseclubs zu animieren und somit deren Lesekompetenz zu fördern. Jeder Teilnehmer erhält einen Nachweis pro gelesenem Buch. Zusätzlich werden von den Schülern einschlägige Buchbewertungen abgegeben. Neben Gutscheinen für Essen und Getränke locken ebenso positive Einträge auf dem Schulzeugnis. Zugelassen sind Kinder und Jugendliche der jeweils ausgewählten ortsansässigen Schulen. Im Jahre 2006 stand die Stadtbücherei Brühl mit 1.183 Sommerleseclub-Teilnehmern und insgesamt 4.511 gelesenen Büchern an der Spitze von ganz Nordrhein-Westfalen.

Schulbibliotheken gibt es an der Gesamtschule Brühl, am Max-Ernst- und St.-Ursula-Gymnasium.

Das Stadtarchiv Brühl ist in der Barbara-Schule untergebracht. Das Archiv beherbergt Quellen zur Stadt- und Heimatgeschichte sowie ein Archiv der Zeitungsbände ab 1916. Heimatkundler finden hier Material für ihre Recherchen und Familienkundler können hier nach vorheriger Absprache Personenrecherchen durchführen, denn das Archiv verfügt über sämtliche Personenmelderegister Brühls seit 1850.

Ein Fotoarchiv mit 20.000 Arbeiten in Form von Dias, Negativen und Aufsichtbildern dokumentiert die Stadtgeschichte. 5.000 Werke des Brühler Fotografen Fritz Neff mit Lichtbildern aus den Jahren 1930 bis 1939 sind ein bedeutender Beitrag zur Heimatgeschichte und ein lebendiges Zeugnis der Lebensverhältnisse der 1930er-Jahre.

Schulen[Bearbeiten]

Clemens-August-Schule

Hochschulen[Bearbeiten]

Brühl hat drei von der Bundesregierung getragene Hochschulen: die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung und die Bundesfinanzakademie. Dazu kam zuletzt die staatlich anerkannte private Europäischen Fachhochschule, die derzeit vier Studiengänge im Bereich Industrie-, Handels- und Logistikmanagement sowie Wirtschaftsinformatik anbietet.

Sehenswertes/Gebäude[Bearbeiten]

Schloss Augustusburg Innenhof

Museen[Bearbeiten]

Max-Ernst-Museum Brühl
Museum für Alltagsgeschichte
  • Max-Ernst-Museum: Werke des in Brühl geborenen und aufgewachsenen Künstlers Max Ernst werden im nahe dem Schloss Augustusburg gelegenen Max-Ernst-Museum ausgestellt, das am 3. September 2005 durch Bundespräsident Horst Köhler eröffnet wurde. Am 30. September 2005 wurde bereits der 15.000. Gast begrüßt. Der historische klassizistische Gebäudeteil geht auf einen 1844 errichteten Tanzpavillon zurück, der im 19. Jahrhundert als "Benediktusheim" zunächst als Jugend- und Erholungs- und ab 1953 als Altersheim diente.[14]
  • Keramikmuseum[15] (aufgrund eines Brandes am 29. Januar 2014 bis auf unbestimmte Zeit geschlossen)[16]
  • Museum für Alltagsgeschichte:[17][18] Beide Museen befinden sich in historischen Fachwerkhäusern in der Kempishofstraße (Museumsinsel).
  • private Assekuranzhistorische Sammlung
  • Finanzgeschichtliche Sammlung der Bundesfinanzakademie
    (so genanntes Steuermuseum)

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bonn-Cölner Eisenbahn vor dem Brühler Schloss Augustusburg 1844
Bahnhof

Der Bahnhof Brühl liegt an der zweigleisigen, elektrifizierten linken Rheinstrecke, auf der im Schienenpersonennahverkehr neben dem Schienenpersonenfernverkehr und dem Güterverkehr

verkehren.

Darüber hinaus ist Brühl mit dem Haltepunkt Kierberg an die Eifelstrecke Köln–EuskirchenGerolsteinTrier angeschlossen, die täglich im Stundentakt von der Regionalbahn RB 24 „Eifelbahn“ von Köln über Euskirchen nach Kall befahren wird.

Auf der Strecke der Vorgebirgsbahn verkehrt mit mehreren Haltepunkten im Stadtgebiet in dichtem Takt eine Stadtbahn nach Köln und Bonn (Linie 18 der Kölner Verkehrs-Betriebe und der Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH).

Am 6. Februar 2000 um 0:13 Uhr ereignete sich im Bahnhof Brühl ein schweres Zugunglück, bei dem neun Fahrgäste eines Schnellzuges ums Leben kamen. Im Bahnhof wurden danach die das Unglück auslösenden Weichen und Gleise entfernt. Insgesamt wurden von den Feuerwehren, den Hilfsorganisationen und dem THW 847 Kräfte sowie etwa 300 Beamte der Polizei und des Bundesgrenzschutzes vor Ort eingesetzt.

Busverkehr[Bearbeiten]

Für den Nahverkehr dient das Stadtbusnetz der Brühler Stadtwerke, das durch Anrufsammeltaxen ergänzt wird. Drei Regionalbuslinien verbinden Brühl mit Köln-Meschenich und Kalscheuren (Regionalverkehr Köln), Wesseling und Lechenich sowie Weilerswist (REVG).

Brühl gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg.

Straßen[Bearbeiten]

Die kurze A 553 verbindet Brühl mit den Autobahnen A 61 und A 1. Die B 51 verbindet Brühl mit der Eifel. Zwischen den Anschlussstellen Brühl-Nord und Euskirchen ist sie in den 1990er Jahren durch die A 553 und die A 1 ersetzt und um das Zentrum herumgeführt worden. Die B 265 Köln - Schleiden tangiert Brühl im Nordwesten. Die A 555 ist über einen Zubringer von der A 553 oder dem Industriegebiet Brühl-Ost aus erreichbar. Sie bietet eine direkte Verbindung nach Köln und Bonn.

Die Stadt Brühl ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Brühler Zucker

Industrie[Bearbeiten]

Da die Erschließung der rheinischen Braunkohle in Brühl 1876 begann, siedelte sich 1888 hier ein erstes Eisenwerk an, das die nötigen Einrichtungen lieferte. Nach der Übernahme des Betriebs durch den Gießereifachmann Georg Sandmann im Jahre 1927 wurde das Eisenwerk Brühl zum führenden Motorblock- und Zylinderkopf-Produzenten in Europa mit in den 1980er Jahren bis zu 3500 Mitarbeitern. Mit 1500 Mitarbeitern (2007) ist der Familienbetrieb immer noch der größte Arbeitgeber der Stadt.

Hinzu kamen Unternehmen der Schließtechnik sowie zur Herstellung von Verpackungen und Verpackungsmaschinen. Ferner befindet sich seit den 1970er Jahren die Zentrale von Renault/Nissan Deutschland in Brühl und mit ihr auch das Zentrallager der Firmen. Zusammen mit dem Eisenwerk Brühl und dem Phantasialand ist diese eine der größten ansässigen Firmen.

Die 1883 gegründete Zuckerfabrik in Brühl Ost musste über 100 Jahre später den Betrieb einstellen. Sie war zuletzt im Besitz der Firma Pfeifer & Langen. Auf der großen Industriebrache zwischen Franzstraße und Bergerstraße ist ein neues Wohngebiet entstanden.

1874 übernahm Friedrich Giesler, der in Brühl an verschiedenen Unternehmungen, wie Braunkohlegruben und Eisenbahnbau beteiligt war, an der Uhlstraße eine von damals drei in Brühl bestehenden Brauereien. Die übrigen kaufte er später auf. Sein Vermögen war so groß, dass er schon 1832 das Schloss Falkenlust erwarb und später auch das Kloster Benden in Heide. Im Jahr 1998 wurde der Familienbesitz von der Kölner DOM-Brauerei übernommen. Seitdem wird „Giesler-Kölsch“ nicht mehr in Brühl gebraut. Zurzeit wird Giesler, wie auch Dom Kölsch, bei der Erzquell-Brauerei als Lohn-Brau in Bielstein im Oberbergischen Kreis produziert.

Seit 1976 brennt die in Köln gegründete Flimm KG unter anderem. den MagenhalbbitterKabänes“ in Brühl.

Im Jahr 2005 wurden die Anlagen der ehemaligen Giesler Brauerei komplett abgerissen, lediglich das unter Denkmalschutz stehende Sudhaus der Brauerei wurde verschont. Heute ist es zentraler Punkt der neuen Giesler-Galerie, eines Einkaufszentrums, das die Innenstadt ergänzen und die Shoppingmöglichkeiten in Brühl steigern soll. Sie ist Brühls erstes Einkaufszentrum und wurde mit Beginn des an sie angrenzenden Brühler Weihnachtsmarkts am 23. November 2006 eröffnet.

1906 gründete Hermann Julius Ranke das gleichnamige Rankewerk an der Rheinstraße, das weltweit als erstes Unternehmen emaillierte Stahlbadewannen herstellte. 1975 wurde die Fertigung eingestellt und das Gelände der Freiwilligen Feuerwehr sowie verschiedenen Gewerbebetrieben überlassen.

Im März 1933 gründete Edmund Merl das heutige Lebensmittelunternehmen Edmund Merl GmbH & Co. KG.

Freizeit[Bearbeiten]

Brühl hat mit dem Phantasialand einen der ältesten Freizeitparks Deutschlands. Im Westen Brühls befindet sich der Naturpark Rheinland mit zahlreichen Seen, darunter die Badeseen Heider Bergsee und Bleibtreusee, die zumindest teilweise auf Brühler Gebiet liegen. Auf dem Bleibtreusee existiert seit Juli 2007 eine Wasserskianlage und 2012 wurde mit dem Kletterturm Brühl der höchste Kletterturm Europas eingeweiht. In der Innenstadt findet man eine abwechslungsreiche Gastronomie- und Kneipenszene vor. In Brühl gibt es ein umfangreiches Kulturangebot, u. a. ein kleines Kino, sowie ein reges Vereinsleben in unterschiedlichsten Bereichen wie Musik, Karneval, Sport, Jugend und vielem anderen. Der Brühler Kunstverein wurde 1972 als eingetragener Verein gegründet. Seit 2002 nutzt er dank der Initiative des Marienhospitals die wiederhergestellte „Alte Schlosserei des Marienhospitals“ als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum. Die Kolpingsfamilie Brühl 1870 e. V.: „Das Kolpingwerk ist die von Adolph Kolping geschaffene und geprägte katholische Bildungs- und Aktionsgemeinschaft zur Entfaltung des Einzelnen in der ständig zu erneuernden Gesellschaft.“ dieser erste Satz aus dem Programm des Kolpingwerkes Deutschland fasst die Zielsetzungen des Verbandes, der Vereinigung aller örtlichen Kolpingsfamilien, also den Nachfolgern der Gesellenvereine, zusammen. Die Kolpingsfamilie Brühl 1870 e. V. wurde am 10. April 1870 unter Dechant Berrich gegründet, damals unter dem Namen „Katholischer Gesellenverein“. Schon 1873 wurde auf Initiative von Präses Kaplan Loerper erstmals Bildungsarbeit in Form von Fortbildungskursen angeboten; diese Bildungsarbeit zählt auch heute noch zu den Grundpfeilern der Vereinsarbeit. Der Sonderspaß e. V. ist ein Verein, der behinderten Kindern Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet. Betreut werden diese dabei oft durch Brühler Jugendliche.

Sport[Bearbeiten]

Zu den bekannteren Sportvereinen gehört der Brühler Turn-Verein von 1879 e. V. (BTV), der in 20 Abteilungen aufgegliedert ist, u. a. in die Judo-Abteilung, die auf internationaler Ebene schon Erfolge feiern konnte, die Rugby-Abteilung, die Brühl in der Regional- und der Verbandsliga sowie internationalen Turnieren erfolgreich vertritt, und die Tanzsport-Abteilung „TSC Brühl im BTV 1879“, die in der Saison 2010/11 mit der Lateinformation den Aufstieg in die 1. Bundesliga Latein schaffte. Des Weiteren gibt es auch eine Trampolinabteilung, die auf nationaler Ebene im Jugendbereich schon erfolgreich war. Die Leichtathletikabteilung veranstaltet jährlich einen Stadtmarathon.

Einige weitere Vereine sind die Tennisclubs TC Fredenbruch Brühl und THC Brühl, auf dessen Turnier Boris Becker und Steffi Graf Anfang der 1980er als Jugendspieler gewann, der Tischtennisclub TTC Vochem, die ansässige DLRG, ein Tauchverein und ein Surfclub.

In der Tradition der Schlossstadt (unter anderem bedingt durch das Jagdschloss Falkenlust) gibt es mehrere Schützenvereine. Im Juli findet - zeitgleich zur Margarethenkirmes - jedes Jahr ein zentrales Schützenfest in der Innenstadt statt.

Erwähnenswert ist auch noch der ansässige Polizeisportverein Brühl, da Brühl über eine Ausbildungsstätte für die Polizei NRW verfügt (Brühl Ost).

Es gibt auch eine Vielzahl von Fußballvereinen. Die meisten Vereine sind traditionsreiche Vereine, die auf die jeweiligen Stadtteile (und/oder Dorfgemeinschaften) zurückzuführen sind, aus denen sie entstanden sind.

Die Brühler Fußballvereine im Überblick:

  • SC Brühl 06/45 (Brühler Innenstadt, früher SC Renault Brühl). Dieser Verein stellt die stärkste Brühler Mannschaft, und spielt von den ansässigen Vereinen in der höchsten Spielklasse (Verbandsliga).
  • FC Schwadorf (Brühl Schwadorf)
  • SV Badorf/Pingsdorf (Brühl Badorf/Pingsdorf)
  • Spvgg Vochem (Brühl Vochem)
  • FC Viktoria 1911 Gruhlwerk (Brühl Heide)
  • 1.FSV Brühl (Brühl Vochem), der erste Brühler Frauensportverein - Schwerpunkt Fußball.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Carl Gruhl (1862–1947), Sohn von Hermann Gruhl, Unternehmer, Stifter des Karlsbads (4. Oktober 1912)
  • Monsignore Richard Bertram (1834–1920), Dechant, Oberpfarrer an St. Margareta, besondere Verdienste auf sozialem und karitativem Gebiet (29. August 1919)
  • Joseph Frohn (1848–1937), 1898 Stadtverordneter und ehrenamtlicher Beigeordneter 1910, Oberlehrer am Lehrerseminar Brühl, besondere Verdienste auf kommunalem Gebiet (31. Juli 1929)
  • Georg Grosser (1885–1964), evangelischer Pfarrer von 1920 bis 1955 der evangelischen Kirchengemeinde Brühl, die bei seinem Amtsantritt weit über die Stadtgrenzen hinaus reichte (4.Juli 1963)
  • Joseph Hürten Landrat (1899–1977), über 40 Jahre Pädagoge in Brühl, davon zwölf Jahre als Rektor, 1932 bis 1933 und 1945 bis 1964 Mitglied des Rates der Stadt Brühl, davon acht Jahre Bürgermeister, 1961 bis 1969 Landrat des ehemaligen Kreises Köln (23.Juni 1969)
  • Fritz Wündisch (1910–1994), Jurist und Historiker (24. März 1990)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Geburtshaus von Max Ernst
  • 1765, 2. Juni, Ferdinand Wurzer; † 30. Juli 1844 in Marburg, deutscher Chemiker
  • 1836, 7. September, August Toepler, Physiker
  • 1891, 2. April, Max Ernst; † 1. April 1976 in Paris, deutscher Maler und Bildhauer.
  • 1893, 11. Juni, Will Küpper; † 26. März 1972 in Düsseldorf, Maler
  • 1897, 7. September, Leopold Bähr; für tot erklärt am 8. Mai 1945, Verfolgter und Opfer des Nationalsozialismus
  • 1899, Joseph Hürten, 1946 bis 1947, von 1950 bis 1956 und von 1958 bis 1961 Bürgermeister in Brühl, Ehrenbürger der Stadt Brühl
  • 1902, 1. Februar, Jakob Sonntag; † 28. Januar 1991 in Brühl, Brühler Heimatkundler, Gründer des Brühler Heimatbundes, Heimatschriftsteller.
  • 1905, Heinz Burum; † 1989, Professor für Trompete, Solotrompeter
  • 1906, 13. April, Peter Dahr; † 28. Februar 1984 in Bamberg, Pionier der Blutgruppenforschung
  • 1908, 8. Januar, Aloys Lenz, † 1. März 1976 in Brühl, deutscher Politiker (CDU), MdB, MdL (Nordrhein-Westfalen).
  • 1928, Heinz Günter Zavelberg, Politiker (CDU), Präsident des Bundesrechnungshofes
  • 1929, 18. Mai Otto Flimm, Brühler Unternehmer und ehemaliger Präsident und jetzt Ehrenpräsident des ADAC.
  • 1933, 28. Juni, Helmut Müller-Brühl, † 2. Januar 2012 in Brühl, Dirigent, rief die Brühler Schlosskonzerte auf Schloss Augustusburg ins Leben
  • 1936, 2. August, Erika Reihlen, ehemalige Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages
  • 1947, 10. Dezember, Georg Bollenbeck, † 2. Oktober 2010, Germanist und Kulturwissenschaftler
  • 1948, 23. November, Reiner Calmund, ehemaliger Manager von Bayer Leverkusen
  • 1949, 12. Mai, Hans Leyendecker, deutscher Journalist
  • 1955, 28. September, Wolfgang Thönissen, deutscher Theologe
  • 1959, Hans-Jörg Blondiau, Bildhauer und Brühler "ZOOM"-Programmkino-Aktivist
  • 1965, 2. Oktober, Landesminister Michael Breuer MdL (CDU), Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten & Internationales in Nordrhein-Westfalen
  • 1966 Ralph Manno, deutscher Klarinettist und Hochschullehrer
  • 1974, 21. November Gregor Golland, Landtagsabgeordneter (CDU)
  • 1975 Sebastian Loth, deutscher Autor und Illustrator

Sonstige bekannte Brühler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Clemen: Der Landkreis Köln. In: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Bd. 4, Düsseldorf 1897, Nachdruck Düsseldorf 1983, ISBN 3-590-32118-0. (Badorf S.13f; Brühl S. 69ff; Kierberg S.157f; Pingsdorf S.16f; Schwadorf S.177f; Vochem S.186ff)
  • Robert Wilhelm Rosellen: Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl. Bachem, Köln 1887.
  • Jakob Sonntag: Brühl, Geschichte und Geschichten, Schriftenreihe zur Brühler Geschichte Band 2, Brühl 1976, ISBN 3-921300-01-0.
  • Jakob Sonntag: Altbrühler Bilderbuch. Schriftenreihe zur Brühler Geschichte Band 3, Gronenberg-Verlag.
  • Bernhard Münch, Marlies Fey-Bursch: Brühl in alten Ansichten. Verlag Europäische Bibliothek, ISBN 90-288-6333-8.
  • Brühl heute, hg. von der Stadt Brühl, 1979.
  • Wolfgang Drösser: Brühl. Geschichte, Bilder, Fakten, Zusammenhänge. Brühl 2005, ISBN 3-921300-05-3.
  • Hans J. Rothkamp: Schloss Augustusburg und Park. Sutton, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-926-X.
  • Hans J. Rothkamp: Alt Brühler Unternehmen und Geschäfte. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-057-1.
  • Hans J. Rothkamp: Brühler Vororte. Sutton, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86680-397-8.
  • Hans J. Rothkamp: In Alt-Brühler Straßen - ein Spaziergang. Sutton, Erfurt 2010, ISBN 978-3-86680-623-8.
  • Karl Herbert Oleszowsky: Vom Brühler Pavillon über das Benediktusheim zum Max Ernst Museum. K. H. Oleszowsky, Brühl 2007, ISBN 978-3-00-022227-6.
  • Jenny Schon: "Rheinisches Rondeau - Erzählungen, Gedichte", mit einem Geleitwort von Günter Verheugen, trafo Verlag Berlin, 2012, ISBN 978-3-86465-010-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brühl (Rheinland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Brühl (Rheinland) – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Eigenstatistik 2012 (PDF; 261 kB)
  3. gemäß Angaben für Köln nach http://www.eulenspiegel.org/rheinland/michael/koeln
  4. Für Angaben zum Jahresniederschlag vgl. commons.wikimedia.org/wiki/Category:Klimadiagramm,_North_Rhine-Westphalia
  5. Rosellen, S. 82
  6. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 412.
  7. Rosellen, S. 93
  8. Georg Grosser: Evangelisches Gemeindeleben im Kölner Land. Verlag der Löwe, Köln 1958, S. 9 ff.
  9. http://www.orthodox-bruehl.de/
  10. http://www.bruehlermoschee.de/
  11. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Best. Reg. Köln, Spezialakten betr. Organisation der Synagogengem. im LK Köln, zitiert nach Lothar und Maria Sterck: Geschichte eines Fachwerkhauses in Alt-Hürth, Hürther Heimat, Bd. 6, S. 64
  12. Nach Notizen des Dechanten Berrisch, damals im Pfarrarchiv. Zitiert nach Rosellen,a.a.O. S. 101
  13. Kommunalwahlen 2009: Stadt Brühl
  14. http://www.bruehl.de/tourismus/tourismus/stadtrundgang.php
  15. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 18f
  16. Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) Brühl vom 31. Januar 2014: Feuer in Brühl. Museum für Monate geschlossen, von Michael Greuel, abgerufen am 1. Februar 2014
  17. Bernd Imgrund, Nina Osmers: 111 Orte im Kölner Umland, die man gesehen haben muss, Verlag Emons, Köln, 2010, ISBN 978-3-89705-777-7, Ort 27
  18. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 16f