Brühlbach (Erms)

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Brühlbach
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Der Brühlbach zwischen Wasserfall und Bad Urach

Der Brühlbach zwischen Wasserfall und Bad Urach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23817652
Lage Baden-Württemberg (Deutschland)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Erms → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle südwestlich des Uracher Wasserfalls
48° 28′ 53″ N, 9° 21′ 58″ O48.4812555555569.3660666666667615
Quellhöhe ca. 615 m ü. NN[1]
QuellschüttungVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MNQ
MHQ
70 l/s
420 l/s
Mündung am Pegel Bad Urach von links und Süden in die Erms48.5061555555569.3746666666667427Koordinaten: 48° 30′ 22″ N, 9° 22′ 29″ O
48° 30′ 22″ N, 9° 22′ 29″ O48.5061555555569.3746666666667427
Mündungshöhe ca. 427 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 188 m
Länge 3,4 km[2]
Einzugsgebiet 7,1 km²[3] nur oberflächlich
nach der Schneeschmelze

nach der Schneeschmelze

Der Brühlbach ist ein linker Zufluss der Erms bei Bad Urach in Baden-Württemberg, der den Uracher Wasserfall speist.

Geografie[Bearbeiten]

Brühlbachquellen[Bearbeiten]

Die Quellen des Brühlbaches

Die Quellen des Brühlbaches befinden sich etwa 150 m südwestlich des Uracher Wasserfalls. Es handelt sich um mehrere Karstquellen, die in einem zerklüfteten Kalktuff-Plateau austreten. Das Wasser stammt von der Hochfläche um Würtingen. Dort sickert Regenwasser durch die kalkigen Gesteinsschichten. Dabei nimmt das kohlensäurehaltige Wasser Kalk auf und sammelt sich auf der darunter liegenden wasserundurchlässigen Mergelschicht. Ungefähr 28 Stunden nach seiner Versickerung tritt das Wasser in den Brühlbachquellen wieder zutage. Die Schüttung variiert abhängig von Wetter und Jahreszeit von rund 70 l/s bis zu 420 l/s. In heißen Sommern können die Quellen sogar versiegen.

Verlauf[Bearbeiten]

Nach seiner Quelle stürzt der Brühlbach den Uracher Wasserfall herab. Unten wird er von weiteren Quellen verstärkt. Er durchfließt in vorwiegend nördlicher Richtung das Brühl und – nach Aufnahme des Gütersteinbachs vom Gütersteiner Wasserfall – das Maisental. In der Nähe des Pegels Bad Urach am Nordwestrand der Stadt mündet der Brühlbach in die Erms.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das oberflächliche Einzugsgebiet des Brühlbachs umfasst etwa 7,1 km², das im Karst der Schwäbischen Alb relevantere in tieferen Stockwerken rund 20 km². Im Süden und Südwesten entwässert das Terrain auf der Albhochfläche über die Gächinger Lauter und die Große Lauter letztlich zur Donau. Im Nordwesten konkurriert jenseits eines kurzen Abschnitts der Wasserscheide der abwärtige Erms-Zufluss Glemsbach, im Osten der aufwärtige Seltbach, sonst die zum Neckar laufende Erms selbst. Das Gebiet grenzt also an die Europäischen Hauptwasserscheide an.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Liste der Zuflüsse vom Ursprung zur Mündung. Gewässerlängen in der Regel nach LUBW-FG10 (Datensatzeinträge), Einzugsgebiete entsprechend nach LUBW-GEZG, Höhenangaben nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Quellen des Brühlbachs auf etwa 615 m ü. NN.

  • Stürzt den Uracher Wasserfall herab.
  • Zufluss, von rechts nahe der Südspitze des offenen Brühls auf 511,1 m ü. NN[4], ca. 0,1 km.[5] Quelle auf etwa 530 m ü. NN.
  • Bach aus dem Schießtal, von links auf 475,7 m ü. NN[4], 1,005 km. Quelle auf etwa 545 m ü. NN.
  • Gütersteinbach, von links auf 443,6 m ü. NN[4], 2,075 km. Quelle auf etwa 640 m ü. NN.

Mündung des Brühlbachs, von links beim Bad Uracher Thermalbad von links und Süden und auf etwa 427 m ü. NN in die Erms. Der Bach ist hier 3,431 km lang und hat ein oberirdisches Einzugsgebiet (anhand der scheidenden Bergkämme bestimmt) von 7,138 km² hinter sich. Das Einzugsgebiet in den tieferen Karststockwerken ist merklich größer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer.
  2. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  3. Nach LUBW-GEZG (Datensatzeintrag).
  4. a b c Texteintrag in Blau auf dem Geodatenviewer.
  5. Abgemessen auf LUBW-FG10.

Weblinks[Bearbeiten]