Brünzow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Brünzow führt kein Wappen
Brünzow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brünzow hervorgehoben
54.113.5666666666675Koordinaten: 54° 6′ N, 13° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Lubmin
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 16,14 km²
Einwohner: 620 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17509
Vorwahl: 038354
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 018
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Geschwister-Scholl-Weg 15
17509 Lubmin
Webpräsenz: www.amtlubmin.de
Bürgermeister: Alfred Bligenthal
Lage der Gemeinde Brünzow im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild

Brünzow ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie wird vom Amt Lubmin mit Sitz im Seebad Lubmin verwaltet.

Ortsteile[Bearbeiten]

Getreidehafen Vierow mit Strand
  • Brünzow
  • Kräpelin
  • Stilow
  • Stilow-Siedlung
  • Vierow
  • Klein Ernsthof

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Brünzow liegt zwischen Greifswald und Wolgast am Greifswalder Bodden. Der Ort befindet sich nördlich der Bundesstraße 109 und westlich der Eisenbahnstrecke Greifswald–Lubmin. Drei Kilometer nordöstlich der Gemeinde befindet sich Lubmin mit dem Sitz der Amtsverwaltung und rund 14 Kilometer südwestlich liegt die Stadt Greifswald.

Geschichte[Bearbeiten]

Brünzow[Bearbeiten]

Kräpelin[Bearbeiten]

Das Dorf wurde erstmals 1271 als „Trepelin“ urkundlich erwähnt. Der slawische Ortsname wird mit schnauben oder röcheln (?) gedeutet. Als „Cropelin“ taucht es dann erst 1302 auf. Mit ä wird es erst seit 1722 geschrieben. Eine Verwechslung mit Kröpelin wäre zwar möglich, aber in den Urkundentexten sind immer Nachbarorte angegeben. Nördlich des Dorfes sind eine Vielzahl von slawischen Siedlungen archäologisch nachgewiesen.

Stilow[Bearbeiten]

Stilow wurde 1248 als „Stylogh“ urkundlich erstmals genannt. Der slawische Name ist wohl mit dunkel zu deuten.

Stilow-Siedlung[Bearbeiten]

Stilow-Siedlung wurde als solche erstmals in der Ortsliste von 1957 genannt. Es ist eine langgestreckte Wohnsiedlung.

Vierow[Bearbeiten]

Vierow wurde 1264 als „Wiroch“ erstmals urkundlich erwähnt. Der slawische Name bedeutet soviel wie Wasserwirbel, Strudel. Am Greifswalder Bodden befindet sich der kleine Hafen von Vierow mit einer Umschlaganlage.

Klein Ernsthof[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Brünzow

  • Gutshaus in Brünzow: Eingeschossiger, 13-achsiger Putzbau mit einem Mittelrisalit
  • Gutshaus in Kräpelin
  • Gutshaus in Stilow: Der zweigeschossige Putzbau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Zwei Wirtschaftsgebäude stehen im rechten Winkel zum Gutshaus.
  • Getreidehafen Vierow
  • Mühlenberg, eine 23 Meter hohe Erhebung zwischen Klein Ernsthof und Stilow
  • Turmhügel Kräpelin und bronzezeitlicher Schälchenstein (Kultstätte)
  • Windmühle in Klein Ernsthof
  • Ziesetal

Pommerns Sagenwelt[Bearbeiten]

Aus Vierow ist eine Pommersche Sage überliefert, die vom Bauer Brand aus Vierow handelt. Er wohnte in einer einfachen Behausung am Eingang des Dorfes und hörte eines Nachts im Traum eine Stimme. Sie befahl ihm, nach Stettin zu gehen – dort werde er auf der Langen Brücke sein Glück finden. Er ging nach Stettin und fiel dort einem Soldaten auf, der mehrfach an ihm vorbeiging. Mittags sprach der Soldat ihn an, was er auf der Brücke mache. Brand erzählte ihm von seinem Traum. Der Soldat lachte und berichtete ebenfalls von seinem Traum. Er sollte seinerseits in Vierow in der ersten Hütte auf der rechten Ortsseite graben und somit sein Glück machen. Doch habe er weder Zeit noch Geld für eine solche Reise und glaube sowieso nicht an solche Träume. Der Bauer hatte genug gehört. Er kehrte zurück in sein Dorf, grub auf seinem Grundstück und fand einen großen Schatz, mit dem er sich ein festes Haus bauen konnte. Es steht noch heute auf der rechten Seite am Ortseingang von Vierow.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. Seiten 68, 137

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Elke Maier, Karl-Ewald Tietz, Adelheid Ulbricht: Aus Pommerns Sagenwelt. 1. Auflage Auflage. Axel Dietrich, Peenemünde 1993, ISBN 3-930066-10-6, S. 56.

Weblinks[Bearbeiten]