Brüssel International – 1910

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Brüssel International 1910
Exposition Universelle et Internationale de Bruxelles
Offizielles Poster der Brüssel International 1910

Offizielles Poster der Brüssel International 1910

Allgemein
Ausstellungsfläche 88 ha
Besucherzahl 13 Millionen
BIE-Anerkennung ja
Teilnahme
Länder 26 Länder
Aussteller 29.000 Aussteller
Ausstellungsort
Ort Brüssel
Gelände Solbosch, Jubelpark, Tervuren Welt-Icon50.8128894.3805 50.8128894.3805Koordinaten: 50° 48′ 46″ N, 4° 22′ 50″ O
Kalender
Eröffnung 23. April 1910
Schließung 1. November 1910
Zeitliche Einordnung
Vorgänger Mailand 1906
Nachfolger Turin 1911

Die Brüssel International – 1910 (französisch Exposition Universelle et Internationale de Bruxelles) war die Weltausstellung in Brüssel, vom 23. April bis 1. November 1910.

Sie fand genau 13 Jahre nach der Weltausstellung 1897 in Brüssel und bereits 5 Jahre nach der Weltausstellung 1905 in Lüttich statt. Drei Jahre später folgte mit der Weltausstellung von 1913 in Gent erneut eine Weltausstellung in Belgien.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Ausstellungsgelände zeichnete sich durch üppige Ziergärten aus. Hauptattraktionen waren eine Kunstausstellung und eine Kolonialausstellung. Frankreich errichtete Pavillons zu Indochina, Algerien und Tunesien, die in traditioneller Bauweise ausgeführt und mit exotischen Pflanzen umgeben waren. Ebenfalls wurden als „lebende Ausstellungsstücke“ Einheimische in traditionellen Kostümen präsentiert. Die gesamte Ausstellungsfläche betrug 88 Hektar.

Die Abteilung der schönen Künste einschließlich der moderne Kunst war bei den Franzosen untergebracht. Gezeigt wurden u. a. jeweils drei Werke von Monet, Rodin und Renoir sowie zwei Werke von Matisse und Scherf.[1] Auch wurde das Altargemälde der St. Jan Berchmans Kirche zu Brüssel ausgestellt. Vom 14. zum 15. August wütete ein Brand, dem einige Pavillons zum Opfer fielen.[2]

Weitere Attraktionen waren:

  • Paradies der Affen
  • Restaurant Zillertal
  • „La création du Monde“: ein animiertes Diorama zum Thema der Erschaffung der Welt
  • Wild West Show
  • Achterbahn
  • Labyrinth
  • „L'arbre géant“: szenische Eisenbahnfahrt rund um einen riesigen Kunstbaum

26 Länder waren an der Ausstellung vertreten. 29.000 Aussteller waren angereist. Davon kamen 22 Prozent aus Belgien und 34 Prozent aus Frankreich. Die Ausstellung verzeichnete 13 Millionen Besucher und schloss mit einem Verlust von 250.000 Belgischen Franken.

Nachnutzung[Bearbeiten]

Das Hotel Astoria wurde speziell für die Weltausstellung erbaut und ist seither denkmalgeschützt.

Das größte Ausstellungsareal bot der Mont des Arts. Im Zuge der Nachkriegs-Bautätigkeit und im Rahmen der sogenannten Brüsselisierung war dort umfangreiche Bautätigkeit zu verzeichnen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  John E. Findling, Kimberly D Pelle: Encyclopedia of World's Fairs and Expositions. McFarland & Company, Jefferson, New York, 2008, ISBN 978-0-7864-3416-9.
  •  Winfried Kretschmer: Geschichte der Weltausstellungen. Campus, 1999, ISBN 3-593-36273-2.
  •  Erik Mattie: Weltausstellungen. Belser, 1998, ISBN 3-7630-2358-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brüssel International – 1910 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise, Literatur[Bearbeiten]

  1. John E. Findling, Kimberly D Pelle: Encyclopedia of World's Fairs and Expositions. McFarland & Company, Jefferson, NC u.a. 2008, ISBN 978-0-7864-3416-9, S. 209.
  2. Humor Picture of the Day – The World's Fair Community. Abgerufen am 24. Januar 2011.
  3. Alte Meister en miniature – Thüringer Porzellanplattenmalerei, Schriften … Otto-Ludwig-Museum Eisfeld, B1, 2011