Brüntrup

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Dieser Artikel behandelt die Ortschaft der Stadt Blomberg in Nordrhein-Westfalen. Zum deutschen Philosophen und Jesuiten siehe Godehard Brüntrup.
Brüntrup
Stadt Blomberg
Koordinaten: 51° 56′ N, 9° 5′ O51.9330555555569.0830555555556183Koordinaten: 51° 55′ 59″ N, 9° 4′ 59″ O
Höhe: 183 m
Fläche: 4,60 km²
Einwohner: 582 (2000)
Eingemeindung: 1. Jan. 1970
Postleitzahl: 32825
Vorwahl: 05236
Karte

Lage von Brüntrup in Blomberg

Dorfmitte in Brüntrup

Brüntrup ist seit 1970 eine der 19 Ortschaften der Stadt Blomberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Die Ortschaft liegt rund 8 km westlich der Kernstadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Brüntrup liegt am Westrand des Blomberger Beckens. Dieses Becken ist ein offenes und hügeliges Gelände, das durch Flusserosion ausgeräumt ist. Auf dem fruchtbaren Boden können besonders Weizen und Zuckerrüben ertragreich angebaut werden. Die meisten Ländereien um Brüntrup, die auch vereinzelt von kleinen Waldinseln bedeckt sind, werden für die Landwirtschaft genutzt.[1]

[Bearbeiten] Geschichte

Wie viele Ortschaften westlich von Blomberg trägt auch Brüntrup die Endung „-trup“ in seinem Namen. Diese Endung bedeutet nichts weiter als „Dorf“. Im Jahre 1363 wird Brüntrup unter dem Namen Bruninctorpe erstmals urkundlich erwähnt. Hier ist der Namensursprung noch gut erkennbar, er bedeutet Dorf der Bruninger. Die Endung "trup" im Namen lässt auf die Anfänge Brüntrups im 6. oder 7. Jahrhundert n.Chr. schließen und wurde vermutlich durch von Norden her eingewanderte Sachsen besiedelt. Da erst gut zweihundert Jahre später lippische Ortsnamen urkundlich erfasst wurden und Brüntrup selbst in dieser Zeit noch keine Erwähnung fand, kam es zur relativ späten Ersterwähnung im Jahre 1363. Brüntrup war zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon fünf, wenn nicht schon sieben oder acht Jahrhunderte alt.

Obwohl die Brüntruper durch die gute landwirtschaftliche Lage hohe Ernteerträge einfahren konnte, spielte ebenfalls das Gewerbe eine, wenn auch nicht große, Rolle. Mitte des 17. Jahrhunderts gab es einen kleinen Händler und sogar einen Krug, der jedoch seinen Alkohol nicht selbst herstellen durfte, sondern aus Horn beziehen musste.[1]

Am 1. Januar 1970 wurde Brüntrup in die Stadt Blomberg eingegliedert.[2]

[Bearbeiten] Politik

Ergebnis des Blomberger Ortsteils Brüntrup bei der Kommunalwahl 2004:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2004
Stimmen
2004
%
1999
Stimmen
1999
FDP Freie Demokratische Partei 40,9 114 44,1 113
FBvB Freie Bürger von Blomberg 32,2 90 12,9 33
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 13,6 38 17,2 44
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 9,7 27 18,8 48
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 3,6 10 7,0 18
Gesamt 100,0 279 100,0 256
Wahlbeteiligung in % 62,9 57,9

Stand: Ergebnis der Kommunalwahl am 26. September 2004. Der Ortsvorsteher ist Hans-Adolf Albrecht (FDP).

[Bearbeiten] Verkehr

Mitten durch Brüntrup führt die Kreisstraße 78, die die Verbindung von Blomberg zum Osten Detmolds darstellt. Auch müssen die Brüntruper in den letzten Jahren mit immer mehr Verkehrsaufkommen zurechtkommen, denn seit die Straße von Barntrup nach Großenmarpe ausgebaut wurde, fahren 50 Prozent der Barntruper auf ihrem Weg nach Detmold durch Brüntrup.

Im Straßenpersonennahverkehr ist Brüntrup über ein Regionalbusnetz des Unternehmens Busverkehr Ostwestfalen GmbH mit der Region verbunden. An der Brüntruper Bushaltestelle verkehrt die Linie 777 (Blomberg–Detmold) regelmäßig im 60- bzw. 120-Minuten-Takt.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Brüntrup ist ein Dorf, das durch die Landwirtschaft geprägt wird. Es sind zwei größere Landwirtschaftsbetriebe ansässig. Weiterhin gibt es in Brüntrup ein Dorfgemeinschaftshaus, eine Tankstelle, einen Friedhof, zwei Spielplätze, einen Kindergarten und einen Sportplatz.[1]

[Bearbeiten] Vereine

  • Sportverein „Schwarz-Weiß“ Brüntrup
  • Chorgemeinschaft Brüntrup
  • Seniorentreff Brüntrup/Cappel
  • Dorfausschuss
  • Jagdgenossenschaft

[Bearbeiten] Literatur

  • Dankward von Reden: Brüntrup - Ein Dorf im Blomberger Becken, 1999.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c Ortschaft Brüntrup
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

[Bearbeiten] Weblinks

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