Braak

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Braak (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Braak
Braak
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Braak hervorgehoben
53.61083333333310.24666666666758Koordinaten: 53° 37′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Siek
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 7,51 km²
Einwohner: 927 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22145
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 011
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 49
22962 Siek
Webpräsenz: www.amtsiek.de
Bürgermeister: Hans-Ulrich Schmitz (CDU)
Lage der Gemeinde Braak im Kreis Stormarn
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Braak ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesautobahn 1 im Einzugsbereich von Hamburg.

Braak wurde als Waldrodungsdorf in Form eines Rundangerdorfes im ehemaligen slawisch-sächsischen Grenzgebiet mit ursprünglich sieben Hufen angelegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Braak wurde erstmals 1256 urkundlich erwähnt, aber wahrscheinlich bereits um 1245 gegründet. Es entstand im Rahmen der sächsischen Ostkolonisation an der Grenze zu den slawischen Siedlungsgebieten. 1310 verkauften die holsteinischen Grafen Gerhard II. und Adolf VI. das Dorf an das Zisterzienserinnen-Kloster in Reinbek. Im Verlaufe der Reformation und der damit verbunden Auflösung des Klosters kam Braak in den Besitz von König Friedrich I. von Dänemark, der es in das alte landesherrliche Amt Reinbek eingliedert. 1814 unterlagen hier die Dänen in einem Gefecht mit den Russen. Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen kam Braak schließlich 1889 in den Amtsbezirk Alt-Rahlstedt. Als Alt-Rahlstedt 1927 der neu gebildeten Großgemeinde Rahlstedt zugeschlagen wurde, kam Braak zum Amtsbezirk Siek, aus dem nach dem Zweiten Weltkrieg das heutige Amt Siek hervorging.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze, die Wählergemeinschaft BBV hat vier und die Wählergemeinschaft ADB zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün eine erhöhte silberne Spitze, darin sieben giebelständige, um eine rote Lilie angeordnete rote Bauernhäuser.“[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Großbäckerei Braaker Mühle ist größter Arbeitgeber im Ort.

Braaker Mühle

Bildung[Bearbeiten]

Die Fahrbücherei im Kreis Stormarn hält im 3-Wochenrhythmus an zwei Haltepunkten in Braak.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Braak stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

In Braak gibt es eine Freiwillige Feuerwehr mit einem Musikzug und einen Seniorenkulturkreis Braak.

Der Verein Braaker Mühle betreibt die südlich von Braaks Zentrum gelegene Windmühle, dessen Mehl von der gleichnamigen Großbäckerei verarbeitet wird. Die Mühle wurde 1850 erbaut und war seit 1859 im Besitz der Müller- und Bäckerfamilie Lessau. 1977 wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt, das Gebäude 1983 unter Denkmalschutz gestellt und umfangreichen saniert.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Gebiet der Gemeinde Braak maß der Altonaer Astronom Heinrich Christian Schumacher die sogenannte "Braaker Basis", eine ca. 6 km Linie, deren Länge äußerst genau bestimmt wurde. Diese Linie diente als Messbasis für Schumachers Dänische Gradmessung und die Hannoversche Landesvermessung von Carl Friedrich Gauss.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthäus Berg: Chronik von Braak. Aus Geschichte und Kultur eines Stormaner Dorfes. Braak 1979

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Braak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. http://www.bz-sh.de/prog/fahrplan2014/fahrplan_bib.php?sigel=659
  4. Gerd Hoffmann, Karl-Heinz Nerkamp: Heinrich Christian Schumacher - Der Altonaer Astronom und die Vermessung. Hamburg Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung 2009 hamburg.de pdf