Brachylogie

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Als Brachylogie (gr. βραχύς brachys, „kurz“ und λόγος logos, „Wort“, also etwa „Kurzwörtigkeit“) oder Brevitas (lat. ‚Kürze‘ bzw. ‚Sprachkürze‘) wird eine kurze, knappe Ausdrucksweise bezeichnet, ähnlich der Ellipse (Linguistik). Diese wird erreicht durch die Auslassung von Satzteilen, die im unmittelbaren Kontext in anderer Form schon vorkommen oder aus dem Satzsinn notwendig ergänzt werden können. Unterarten der Brachylogie sind Apokoinu, Syllepse und Zeugma.

Beispiel[Bearbeiten]

„Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen;
Die Seele      Gott, wenn sie in Gott ist aufgenommen.“

Angelus Silesius: Cherubinischer Wandersmann, 6. Buch, S. 83.

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Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elfriede Hagenbichler (Paul): Brachylogie. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Hrsg. von Gert Ueding. Bd. 2: Bie–Eul. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 978-3-484-68102-6, Sp. 50–53.
  • Craig Kallendorf, Lisa Gondos: Brevitas. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Hrsg. von Gert Ueding. Bd. 2: Bie–Eul. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, Sp. 53–60.
  • Horst Rüdiger: Pura et illustris brevitas. Über Kürze als Stilideal. In: Konkrete Vernunft. Festschrift für Erich Rothacker. Hrsg. von Gerhard Funke. Bouvier, Bonn 1958, S. 345–372.