Brahma (Huhn)

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Brahma
Brahmahahn, Farbschlag: schwarz-weiß-columbia
BDRG - Standard Nr.
Herkunft Riesenhuhn asiatisch-amerikanischen Ursprungs.
Jahr Um 1850 eingeführt.
Farbe
Gewicht Hahn 3,5 bis 5,0 kg

Henne 3,0 bis 4,5 kg

Legeleistung 140 Eier
Eierschalenfarbe Gelbbraun, besser gelbrot
Eiergewicht 53 Gramm
Liste der Hühnerrassen

Die Brahmas sind eine alte Hühnerrasse.

Allgemeines[Bearbeiten]

Brahmas entstanden in Nordamerika, wahrscheinlich aus Kreuzungen von Cochin-, Malaien- und Chittagong-Hühnern und können somit den Hühnern asiatischen Ursprungs zugeordnet werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Als die zu den Riesenhühnern zählenden Brahmas im 19. Jahrhundert nach Europa kamen, waren sie erst in England und später auch in Deutschland die „große Mode“ der Rassegeflügelzucht. Vor allem durch ihren sehr breiten und kräftigen Körperbau, den üppigen Feder- und Daunenreichtum, die ausgeglichene Form und reich befiederte Läufe, die massige Gestalt, ihre würdige Haltung und ihre Behäbigkeit wurden sie sehr schnell beliebt. Die Situation durch die beiden Weltkriege wirkte aber der Verbreitung dieser Rasse entgegen, vor allem wegen des beachtlichen Verbrauchs an Futter, das in diesen schweren Zeiten schwer zu beschaffen war. Die ersten Brahmas wurden um 1850 nach Deutschland eingeführt, und zwar die weiß-schwarzcolumbia (damals „helle“ genannt) und die silberfarbig gebänderte (ehemals „dunkle“).

Mittlerweile werden die Brahmas in Deutschland in neun anerkannten Farbschlägen gezüchtet:

  • weiß-schwarzcolumbia,
  • gelb-schwarzcolumbia,
  • gelb-blaucolumbia
  • silberfarbig-gebändert,
  • rebhuhnfarbig-gebändert,
  • blau rebhuhnfarbig-gebändert,
  • blau silberfarbig-gebändert mit Orangerücken
  • blau
  • schwarz
Brahmahahn und Brahmahenne

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

In ihrem Erscheinungsbild verkörpern die Brahmas Mut und Kraft, hervorgerufen durch ihre Größe, den massigen Körper und den breiten mittelhohen Stand. Sie zeichnen sich durch ein ruhiges Wesen, eine herausfordernde Haltung und einen kühnen Blick aus. Rassemerkmale der Brahmas sind:

– der große breite, tiefgestreckte und waagerecht getragene Rumpf

– eine volle und gut gerundete Brust

– der dreireihige Erbsenkamm ohne Dorn

– der breite, kleine Kopf mit vorspringenden Scheitel über den Augen, im Genick gut abgesetzt

– ein kurzer und kräftiger Schnabel

– stark befiederte Läufe

Reinrassige Brahmas erkennt man daran, dass nicht nur die Außenzehen befiedert sind, sondern auch die Mittelfußzehe. Bei Mischlingen, die reinrassigen Brahmas sehr ähnlich sehen können, fehlt die Befiederung an der Mittelzehe.

Brahmahenne im Farbschlag weiß-schwarz-columbia

Besonderheiten[Bearbeiten]

Brahmahenne im Farbschlag Rebhuhnfarbig-gebändert

Die Brahmas legen normalgroße Eier. Diese erscheinen im Verhältnis zur Körpergröße jedoch relativ klein.

Eine weitere Besonderheit sind die Federn an den Läufen, die vorwiegend an den Außenseiten der Läufe zur Seite wachsen. Die Brahmas haben einen kleinen Kamm, ihre Kopfform ähnelt der eines Adlers.

Diese Hühnerrasse zeichnet sich durch einen sehr ruhigen Charakter aus, sie sind eher zurückhaltend und werden leicht zutraulich. Die Hennen haben einen ausgeprägten Bruttrieb. Die Küken sollten im Frühjahr schlüpfen, da sie langsam wachsen und ebenso langsam befiedern.

Brahmas sind bei allzu starker Aufregung ziemlich empfindlich und bekommen bei zu großer Aufregung nur allzu leicht einen Herzschlag. Die Tiere fallen dann scheinbar ohne erdenklichen Grund einfach um und sind tot.

Die Rassebetreuung wird in Deutschland durch den Sonderverein der Cochin-, Brahma- und Zwergbrahma – Züchter angeboten.

Ringgrößen: Hahn: 27, Henne: 24

Weblinks[Bearbeiten]