Brandberg (Tirol)

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Brandberg
Wappen von Brandberg
Brandberg (Tirol) (Österreich)
Brandberg (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 156,48 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 11° 54′ O47.16694444444411.8983333333331082Koordinaten: 47° 10′ 1″ N, 11° 53′ 54″ O
Höhe: 1082 m ü. A.
Einwohner: 353 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6290
Vorwahl: 05285
Gemeindekennziffer: 7 09 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brandberg 13
6290 Brandberg
Website: www.brandberg.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Ebenbichler (Allgemeine Brandberger Liste)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
8 Allgemeine Brandberger Liste
3 Brandberger Heimatliste
Lage der Gemeinde Brandberg im Bezirk Schwaz
Achenkirch Aschau im Zillertal Brandberg Bruck am Ziller Buch in Tirol Eben am Achensee Finkenberg Fügen Fügenberg Gallzein Gerlos Gerlosberg Hainzenberg Hart im Zillertal Hippach Jenbach Kaltenbach Mayrhofen Pill Ramsau im Zillertal Ried im Zillertal Rohrberg Schlitters Schwaz Schwendau Stans Steinberg am Rofan Strass im Zillertal Stumm Stummerberg Terfens Tux Uderns Vomp Weer Weerberg Wiesing Zell am Ziller Zellberg TirolLage der Gemeinde Brandberg (Tirol) im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Brandberg von der gegenüberliegenden Talseite gesehen
Brandberg von der gegenüberliegenden Talseite gesehen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Brandberg ist eine Gemeinde mit 353 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

Geografie[Bearbeiten]

Brandberg liegt im Zillergrund, einem Seitental des hinteren Zillertals, das bei Mayrhofen abzweigt und vom Ziller durchflossen wird. Das Gemeindegebiet nimmt fast den gesamten Zillergrund ein und reicht bis zur Grenze mit Südtirol (Italien). Der gleichnamige Hauptort liegt etwa 200 m über dem Ziller, während die sonstige Besiedelung durch mehrere Höfe und Weiler charakterisiert ist. Der süd-exponierten Lage verdankt die Gemeinde ganztägige Sonneneinstrahlung. Die höchstgelegenen Höfe liegen auf etwa 1300 m Seehöhe. Ein nahe liegender Berg ist der Brandberger Kolm (2700 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Brandberg besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Pignellen, Steglach, Dorf, Windhag, Emberg, Stein, Ahornach, Gruben, Ritzl-Pötzmann, Nößlrain-Klaushof, Häusling, Au und Bärenbad.


Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Brandberg (früher als Pramberg, Pramach bezeichnet) leitet sich entweder von Brombeerschlag oder von einer Brandrodung her. Im 12. Jahrhundert wurde der Brandberg vom Salzburger Erzbischof in einer einzigen Rodungsaktion kultiviert. Damals wurden fünf Schwaigen (Viehhöfe) angelegt, die dem zuständigen Maierhof Zinsen und Naturalabgaben leisten mussten. Es wurde mit dem Südtiroler Ahrntal Tauschwirtschaft über die Jöcher betrieben. Die Schwaighöfe wurden allmählich geteilt.

Bis 1801 war Brandberg ein eigener Steuer- und Verwaltungssprengel, zu dem auch Mayrhofen gehörte.

1837 mussten 427 Zillertaler Inklinanten ihre Heimat verlassen. Darunter waren 89 Personen aus Brandberg, was fast einem Drittel der Bevölkerung entsprach. 416 wanderten nach Niederschlesien aus, elf von ihnen nach Kärnten und in die Steiermark in bestehende Toleranzgemeinden.

1960 wurde die Straßenverbindung ausgebaut, um den Tourismus anzukurbeln. 1987 wurde der Speicher Zillergründl fertiggestellt.

Wappen[Bearbeiten]

1984 wurde der Gemeinde Brandberg ein Gemeindewappen verliehen. Es stellt in Grün eine goldene Spitze dar, darin ein grüner Brombeerstengel mit Blättern und schwarzer Frucht.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Haupterwerbsquellen sind die Landwirtschaft und der Tourismus, wobei Brandberg im Gegensatz etwa zu Mayrhofen den sanften Tourismus fördert. Daneben spielt die Erzeugung elektrischer Energie (Speicher Zillergründl mit Kraftwerk) eine Rolle. In den Seitentälern des Zillergründls wird vorwiegend saisonale Almwirtschaft betrieben.

Im Bereich der Gemeinde liegen zwei Schutzhütten (Kolmhaus 1845 m und Plauener Hütte 2373 m).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Brandberg

Verkehr[Bearbeiten]

Von Mayrhofen führen zwei Strecken nach Brandberg. Eine ist als Schluchtstrecke bekannt, die zweite und auch modernere führt durch den Brandbergtunnel, einen Tunnel von Hollenzen (einem Ortsteil von Mayrhofen) in Richtung Zillergrund und dann weiter nach Brandberg. Mittlerweile wurde jedoch auch die Sanierung und Verbreiterung der bislang in einem relativ schlechten Bauzustand befindlichen Schluchtstrecke in Angriff genommen. Die Zillertalbahn hat ihre Endstation in Mayrhofen, von dort besteht Busverkehr.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brandberg, Tirol – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien