Brandfort

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Brandfort
Brandfort (Südafrika)
Brandfort
Brandfort
Koordinaten 28° 42′ S, 26° 27′ O-28.70111111111126.457777777778Koordinaten: 28° 42′ S, 26° 27′ O
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Freistaat
Distrikt Lejweleputswa
Gemeinde Masilonyana
Höhe 1400 m
Einwohner 12.899 (2011)
Gründung 1875

Brandfort ist eine Stadt in der südafrikanischen Provinz Freistaat. Sie liegt in der Gemeinde Masilonyana im Distrikt Lejweleputswa.

Geographie[Bearbeiten]

Brandfort hat, zusammen mit dem nördlich gelegenen Township Majemasweu, 12.899 Einwohner (Volkszählung 2011).[1] Die Umgebung ist relativ flach. Brandfort liegt rund 55 Kilometer nördlich von Bloemfontein.

Geschichte[Bearbeiten]

1866 ließ der Voortrekker Jacobus van Zijl auf seiner Farm eine Kirche errichten; 1875 wurde dort Brandfort gegründet. Der Ort wurde nach Johannes Henricus Brand, dem damaligen Premierminister des Oranje-Freistaats, benannt. Während des Zweiten Burenkrieges richteten die britischen Behörden bei Brandfort ein Konzentrationslager für burische Frauen und Kinder ein.

Ab 1977 lebte Winnie Mandela, die damalige Ehefrau des inhaftierten Nelson Mandela, aufgrund eines Banns der Apartheid-Behörden mehrere Jahre in Brandfort. Sie bewohnte das Haus Nr. 802 in Majemasweu.[2]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Brandfort ist ein landwirtschaftliches Zentrum.

Der Ort liegt an der Fernstraße R30, die Brandfort unter anderem mit Bloemfontein und Virginia verbindet, und der R703. Brandfort liegt an der Bahnstrecke Johannesburg–Bloemfontein[3] und wird im Güterverkehr bedient.

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Nähe der Stadt liegt Florisbad, wo 1932 der fossile Menschenschädel Florisbad 1 gefunden wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hendrik Frensch Verwoerd (1901–1966), südafrikanischer Premierminister, ging in Brandfort 1917 bis 1919 zur Schule
  • Kagisho Dikgacoi (* 1984), südafrikanischer Fußballspieler, geboren in Brandfort

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brandfort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Majemasweu, Brandfort Volkszählung 2011 (addiert), abgerufen am 29. März 2014
  2. Bericht bei sahistory.org.za (englisch), abgerufen am 29. März 2013
  3. South Africa Touring Atlas. Map Studio, Johannesburg 1988, ISBN 1-86809-089-2