Brasidas

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Dieser Artikel behandelt den spartanischen Feldherrn Brasidas. Die gleichnamigen Gespenstschrecken siehe unter Brasidas (Gattung).

Brasidas († 422 v. Chr. bei Amphipolis in Nordgriechenland) war ein spartanischer Feldherr, der in der ersten Hälfte des Peloponnesischen Krieges wirkte. Er war der Sohn von Tellis und der Argileonis.[1]

Der „Schild des Brasidas“ in Athen

Brasidas stammte aus einer angesehenen spartanischen Familie und war 430 v. Chr. eponymer Ephor. Im Krieg operierte er sehr erfolgreich als Feldherr. Er fungierte in der Frühphase des Krieges als Berater, für die Entsetzung Methones wurden ihm hohe Ehren zuteil. Gegen den Widerstand einflussreicher Kreise in Sparta, die eine Verständigung mit Athen anstrebten, sprach er sich für ein Bündnis mit Makedonien aus.

Im Jahr 424 v. Chr. griff er von Korinth aus in den Kampf um Megara ein und rettete die Stadt vor einem Angriff Athens. Anschließend marschierte er mit einem Heer, zu dem auch freigelassene Heloten gehörten, nach Thrakien, um dort Athens Versorgung mit Getreide aus der Schwarzmeerregion zu bedrohen.

Im Winter 424/423 v. Chr. gelang ihm die Einnahme der athenischen Kolonie Amphipolis am Strymon, eines für Athen wichtigen Stützpunktes, dessen Verlust der mit der Verteidigung beauftragte Strategos Thukydides mit Verbannung büßen musste. Bei der für die Spartaner siegreichen Schlacht von Amphipolis 422 v. Chr. kamen Brasidas und sein athenischer Gegenspieler Kleon ums Leben, was den Weg für den Nikiasfrieden von 421 v. Chr. freimachte.

Die Amphipoliten bestatteten den Gefallenen innerhalb der Mauern. Sie betrachteten ihn als den zweiten Gründer ihrer Stadt und verehrten ihn mit Spielen und kultischen Feiern als Heros.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Plutarch, Denksprüche von Spartanerinnen

[Bearbeiten] Weblinks

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