Braunau am Inn
| Braunau am Inn | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Braunau am Inn | |
| Kfz-Kennzeichen: | BR | |
| Fläche: | 24,85 km² | |
| Koordinaten: | 48° 15′ N, 13° 2′ O48.257513.033888888889352Koordinaten: 48° 15′ 27″ N, 13° 2′ 2″ O | |
| Höhe: | 352 m ü. A. | |
| Einwohner: | 16.217 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 653 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 5280, 5282 | |
| Vorwahl: | 07722 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 04 04 | |
| NUTS-Region | AT311 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Stadtplatz 38 5280, 5282 Braunau am Inn |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Johannes Waidbacher (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2009) (37 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Braunau am Inn im Bezirk Braunau am Inn | ||
Braunauer Stadtkern, von der Innbrücke aus gesehen |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Braunau am Inn ist die älteste und mit 16.217 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) bevölkerungsreichste Stadt im oberösterreichischen Innviertel. Sie liegt rund 60 km nördlich von Salzburg und auf etwa halber Strecke je rund 110-120 km östlich von München bzw. westlich von Linz entfernt.
Als Bezirkshauptstadt des Bezirks Braunau am Inn bildet Braunau mit der am gegenüberliegenden Ufer des Inn gelegenen deutschen Kleinstadt Simbach am Inn in Bayern ein grenzübergreifendes Mittelzentrum. Der zuständige österreichische Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.
Geografie[Bearbeiten]
Braunau am Inn liegt im Innviertel auf 352 m Höhe, etwa 15 km östlich des Zusammenflusses von Inn und Salzach. Der Inn bildet die Grenze zum benachbarten Freistaat Bayern. Gegenüber, auf der deutschen Seite des Inns, liegt das niederbayerische Simbach am Inn. Die geografische Ausdehnung beträgt 9,1 km von Nord nach Süd, sowie 7,8 km von West nach Ost. Das Stadtgebiet umfasst 24,7 km² Fläche, von denen 16,2 % bewaldet sind und 53,0 % landwirtschaftlich genutzt werden.
Stadtgliederung[Bearbeiten]
Die Stadt besteht aus den drei Katastralgemeinden Braunau - Stadt, Osternberg und Ranshofen.
Stadtteile:
- Aching (1)
- Au (2)
- Blankenbach (3)
- Braunau Neustadt (4)
- Gasteig (5)
- Höft (6)
- Haiden (7)
- Haselbach (8)
- Himmellindach (9)
- Laab (10)
- Lach (11)
- Lindach (12)
- Maierhof (13)
- Neue Heimat (14)
- Oberrothenbuch (15)
- Roith (16)
- Scheuhub (17)
- Tal (18)
- Unterrothenbuch (19)
Geschichte[Bearbeiten]
788 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Rantersdorf (Ranshofen) und 1120 wurde Braunau zum ersten Mal urkundlich unter dem Namen Prounaw erwähnt. 1260 erhielt Braunau das Stadtrecht. Beim großen Stadtbrand 1380 wurde die hölzerne Stadt der Gründerzeit samt Innbrücke völlig zerstört. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadtpfarrkirche Sankt Stephan erbaut, und 1492 erfolgte die Grundsteinlegung für den 87 Meter hohen Turm der Stephanskirche. 1504 wurde die Stadt von den Pfälzern beschossen und kurzzeitig besetzt.
Während des bayerischen Volksaufstandes 1705/06 (Sendlinger Mordweihnacht) war Braunau für einige Zeit in der Hand der Rebellen und tagte in Braunau der Landesdefensionskongress (Braunauer Parlament). Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekrieges wurde Braunau 1743 belagert.
1779 wurde im Friedensvertrag von Teschen das bisher zu Bayern gehörende Innviertel den Habsburgern zugesprochen.
Der Nürnberger Buchhändler Johann Philipp Palm wurde 1806 in Braunau auf Befehl Napoleons wegen Hochverrats hingerichtet. Zwischen 1810 und 1816 gehörte das Innviertel kurzzeitig wieder zu Bayern.
Am 20. April 1889 wurde der spätere Diktator und Begründer des Nationalsozialismus Adolf Hitler in Braunau geboren.
In Braunau garnisonierte 1914 das K.u.K. Galizische Feldjäger-Bataillon Nr. 4. Bereits bei Kriegsbeginn wurde ein Gefangenenlager entlang der Mattig errichtet. In 120 Baracken wurden bis zu 15.000 Kriegsgefangene untergebracht. Die k.u.k. Marine-Akademie wurde ein Jahr darauf von Pula in die Salzburgertor-Kaserne (heute Bucheder) verlegt, ein weiteres großes Barackenlager im Ortsteil Laab errichtet. Hier wurden Flüchtlinge aus dem Trentino (damals: Welschtirol) untergebracht.
Nach dem im März 1938 erfolgten Anschluss von Österreich an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die bisher selbstständige Gemeinde Ranshofen am 15. Oktober 1938 in der Stadtgemeinde Braunau am Inn eingemeindet. Martin Bormann kaufte das Geburtshaus von Adolf Hitler von der Familie Pommer für 150.000 Reichsmark.[1] In den Akten der NSDAP findet sich dazu am 19. Mai 1938 folgende Notiz von SS-Brigadeführer Edmund Veesenmayer: „Die von Bormann angeforderten Verhandlungen über den Ankauf des Geburtshauses Hitlers in Braunau an den Geldforderungen der Besitzer Gebr. Pommer gescheitert; Übernahme des Geburtszimmers durch die Ortsgruppe der NSDAP; weitere energische Maßnahmen erwogen.“ Anfang der 50er Jahre erhielten die Vorbesitzer die Immobilie für einen geringen Betrag wieder zurück. Sie ist bis heute im Besitz von Gerlinde Pommer. Nun möchte ein russischer Duma-Abgeordneter das Haus kaufen und abreißen.[2]
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Braunau zur US-amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der amerikanischen Militärverwaltung wurde ein DP-Lager eingerichtet.
Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit und Gedenken[Bearbeiten]
Braunau am Inn ist als „Geburtsstadt von Adolf Hitler“ bekannt. Eine Aufarbeitung der NS-Vergangenheit begann jedoch erst zögerlich ab Ende der 1980er-Jahre. Im April 1989 – zwei Wochen vor dem 100. Geburtstag Hitlers – wurde auf Veranlassung von Bürgermeister Gerhard Skiba auf öffentlichem Grund vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler ein Mahnstein gegen Krieg und Faschismus errichtet.[3] Der Stein stammt aus dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen. Seitdem wurden mehrere Projekte ins Leben gerufen, die sich mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzen und die der Mahnung und dem Gedenken dienen.[4] Seit 1992 veranstaltet der Verein für Zeitgeschichte jährlich die Braunauer Zeitgeschichte-Tage, die sich mit Themen der Zeitgeschichte und zunehmend der Regionalgeschichte befassen. Im Jahr 2006 wurde der Park des Krankenhauses auf den Namen des von den Nationalsozialisten hingerichteten Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter umbenannt[5] und der deutsche Künstler Gunter Demnig verlegte in Braunau am Inn – im Rahmen seines europaweiten Gedenkprojektes Stolpersteine – mehrere solcher Gedenksteine für NS-Opfer, die ehemals im Ort gelebt hatten (siehe Liste der Stolpersteine im Bezirk Braunau am Inn).
2007 verlieh die Stadtgemeinde gemeinsam mit dem Verein für Zeitgeschichte erstmals den Egon Ranshofen-Wertheimer Preis, der nach dem aus Ranshofen bei Braunau am Inn stammenden Diplomaten, Staatsrechtler und Emigranten sowie Beraters der US-Regierung während des Zweiten Weltkrieges, Egon Ranshofen-Wertheimer, benannt wurde. Mit dem Preis werden seitdem Auslandsösterreicher ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für ihre Heimat Österreich engagieren bzw. engagiert haben.[6]
Am 7. Juli 2011 entzog der Braunauer Gemeinderat Hitler die in den 1930er Jahren durch die damals noch selbstständige Gemeinde Ranshofen verliehene Ehrenbürgerwürde sowie das Heimatrecht.[7][8]
Bevölkerung[Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]
In der Wirtschaft dominieren Industrie und Gewerbe, wo rund 58 % der Beschäftigten tätig sind.
2001 fand in der oberösterreichischen Stadt Braunau am Inn und der bayerischen Stadt Simbach am Inn die grenzüberschreitende Ortsbildmesse statt. Es haben neben österreichischen Gemeinden auch solche aus dem Bundesland Salzburg und aus Bayern teilgenommen.[9]
Shopping[Bearbeiten]
In Braunau befinden sich mit dem City Center und dem Innpark Braunau zwei kleine Fachmarktzentren mit je ca. 7000 m2 Fläche. Ferner gibt es Niederlassungen mehrerer Discounter, Supermärkte und Baumärkte sowie in der Innenstadt eine Reihe von Mode- und Sportgeschäften.
Ansässige Firmen[Bearbeiten]
- Geothermisches Heizkraftwerk (in Kooperation mit Simbach am Inn)
- Borbet Austria (vormals Austria Aluguss)
- Austria Metall AG (AMAG)
- Hammerer Aluminium Industries GmbH (HAI)
In Braunau befindet sich der Hauptsitz des Techno-Z Innviertel.
Verkehr[Bearbeiten]
Bahn[Bearbeiten]
Braunau ist durch die Eisenbahn in drei Richtungen erschlossen:
- Über die Bahnstrecke Braunau – Simbach am Inn, weiter über die Strecke nach Mühldorf (KBS 941) und von dort u.a. in Richtung München (KBS 940), Landshut (KBS 945) und Rosenheim (KBS 944). In München gibt es eine nach dem Ort benannte Eisenbahnbrücke über die Isar. Die Braunauer Eisenbahnbrücke wurde im Zuge des Baus der Strecke nach Braunau errichtet.
- Über die Bahnstrecke Braunau – Steindorf bei Straßwalchen sowie darüber hinaus nach Salzburg und auf die Westbahn und Tauernbahn.
- Über die Bahnstrecke Braunau – Ried sowie darüber hinaus nach Wels, Linz, Wien und auf die Westbahn.
Straße[Bearbeiten]
Braunau ist über verschiedene Bundesstraßen erreichbar:
- Über die B 156 (Braunau – Salzburg)
- Über die B 147 (Braunau – Straßwalchen)
- Über die B 148 (Braunau – Ort im Innkreis)
- Über die deutsche B 12 (Passau – München)
Die Innkreis Autobahn A 8/E 56 (Abfahrt Ort) ist 34 km, die West Autobahn A 1/E 60 (Abfahrt Salzburg Nord) 53 km, die Tauern Autobahn A 10/E 55 (Knoten Salzburg) 68 km und die Bundesautobahn 8 A 8/E 52 (Abfahrt Piding) 65 km entfernt. Seit über 20 Jahren wird in Bayern an der A 94 gebaut, die nach Fertigstellung eine Direktverbindung zwischen Braunau, München und Passau ermöglichen wird.
Flughäfen[Bearbeiten]
Die nächstgelegenen Verkehrsflughäfen sind:
- Flughafen Salzburg, etwa 62 km entfernt
- Flughafen Linz-Hörsching, etwa 104 km entfernt
- Flughafen München Franz Josef Strauß, etwa 108 km entfernt
Die nächstgelegenen Sportflugplätze sind:
- Flugplatz Kirchdorf am Inn, etwa 5 km entfernt
- Flugplatz Kirchheim im Innkreis, etwa 30 km entfernt
Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]
Der innerstädtische öffentliche Nahverkehr wird mit vier Buslinien (Citybus) bedient.
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
Ämter und Behörden
- Stadtgemeindeamt
- Bezirkshauptmannschaft
- Bezirksgericht
- Finanzamt für Braunau, Ried und Schärding (FA41)
- Vermessungsamt
- Stadtpolizei
- Polizeiinspektion
- Arbeitsmarktservice
- Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Kammer der gewerblichen Wirtschaft
- BFI Berufsförderungsinstitut
- OÖ Gebietskrankenkasse Braunau
Gesundheit[Bearbeiten]
In Braunau befindet sich das Landeskrankenhaus St. Josef der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Das Spital verfügt über 15 Abteilungen und Institute, darunter die Klinik für psychische Gesundheit, über 434 systemisierte Betten und 1.214 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 betrug die Zahl der stationären Patienten 26.667 Personen.[10] Weiters ist dem LKH eine Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, das TAU-Kolleg, angeschlossen.
Bildung[Bearbeiten]
Braunau hat mehrere Volks- und Hauptschulen, ein Bundesgymnasium und -realgymnasium, eine Handelsakademie (BHAK Braunau), eine Höhere Technische Lehranstalt (HTL Braunau), eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und eine Berufsschule.
Derzeit wird der Aufbau einer Fachhochschule diskutiert, als möglicher Standort wurde das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Ranshofen genannt.[11]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Braunau am Inn war von 27. April bis 4. November 2012 Schauplatz der Oberösterreichisch-Bayerischen Landesausstellung „Verbündet, verfeindet, verschwägert“, gemeinsam mit Mattighofen und Burghausen (Bayern)
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Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Johannes Waidbacher (ÖVP), der sich bei der Stichwahl am 13. Februar 2011 gegen seinen Herausforderer Günter Pointer (SPÖ) durchsetzte.[12] Waidbacher löste Gerhard Skiba (SPÖ) ab, der am 24. September 2010 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.[13] Seit 1955 hatten ausschließlich Bürgermeister der SPÖ die Stadt geführt.[14]
Im Gemeinderat hat die SPÖ 16 Mandate, die FPÖ 7, Grüne 6, die ÖVP 6 und das BZÖ 2 Mandate. (2009)
Wappen[Bearbeiten]
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber oben nebeneinander zwei freischwebende Schildchen, im linken in Schwarz ein goldener, rot bekrönter und gewaffneter, aufgerichteter Löwe, das rechte von Silber und Blau schrägrechts gerautet; unten zwei grüne, doppelt verschlungene Zweige, der linke mit Lindenblättern, der rechte mit Dolden besetzt. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.
Der gerautete silber-blaue Teil und der Pfälzische Löwe sollen die lange Verbundenheit mit Bayern symbolisieren.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Mit El Castillo in
Nicaragua besteht seit 1989 eine Partnerschaft.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter:
- Joachim Meichel (um 1590–1637), Lyriker und Übersetzer der Barockzeit
- Johann Kaspar Sing (1651–1729), kurfürstlich bayerischer Hofmaler
- Felizian Hegenauer (1692–unbekannt), Bildhauer, bedeutende Schnitzwerke in Kirchen Oberschwabens, vor allem in Pfullendorf
- Eligius Scheibl (1851–1936), von 1898 bis 1900 Bürgermeister der Stadt Salzburg.
- Josef Reiter (Komponist) (1862–1939), Komponist
- Friedrich Kollarz (1876–1934), Offizier und Politiker
- Rudolf Gscheidlinger (1876–1948), Goldschmied und Politiker
- Franz Jetzinger (1882–1965), Jesuitenpriester, Theologieprofessor in Linz, Redakteur, sozialdemokratischer Politiker (1919–1934 Landtagsabgeordneter; 1932–1934 Mitglied der Landesregierung), Autor des Werkes „Hitlers Jugend“ (1958)
- Edmund Glaise von Horstenau (1882–1946), Militärhistoriker, Vizekanzler im Kabinett Seyß-Inquart
- Egon Ranshofen-Wertheimer (1894–1957), Diplomat, Journalist, Staatsrechtler, Emigrant und Berater der US-Regierung während des Zweiten Weltkriegs
- Adolf Hitler (1889–1945), Reichskanzler, nationalsozialistischer Diktator
- Willi Schneider (Medium) (1903–1971) und Rudi Schneider (1908–1957), die Brüder waren in der Zwischenkriegszeit in der Parapsychologie-Szene berühmt
- Ruthilde Boesch (1918–2012), Opernsängerin, Gesangspädagogin
- Helmut Janatsch (1918–1989), Schauspieler
- Leopold Stiefel (* 1945), Unternehmer, Mitgründer von Media Markt
- Marianne Hagenhofer (* 1948), Abgeordnete zum Nationalrat (SPÖ)
- Siegfried Denk (1951–1982), Radrennfahrer
- Christoph Kotanko (* 1953), Chefredakteur der Wiener Tageszeitung Kurier
- Wilfried Scharf (*1955), Zitherspieler
- Ursula Piëch (* 1956), VW-Managerin
- Maria Mesner (* 1960), wissenschaftliche Leiterin des Bruno-Kreisky-Archivs in Wien
- Daniela Raschhofer (* 1960), Abgeordnete zum europäischen Parlament 1996–2004, Delegationsleiterin FPÖ
- Evelyne Polt-Heinzl (* 1960), Literaturkritikerin und Literaturwissenschaftlerin
- Susanne Riess-Passer (* 1961), Politikerin (FPÖ), 2000–2003 Vizekanzlerin
- Wolfgang Wenger (* 1962), Schriftsteller
- Hubert Wolf (* 1967), Schauspieler
- Günther Weidlinger (* 1978), Langstrecken- und Hindernisläufer
- Lukas Perman (* 1980), Musicaldarsteller und Sänger
- Dominik Landertinger (* 1988), Biathlon-Massenstart-Weltmeister 2009
- Jan-Marc Riegler (* 1988), österreichischer Fußballspieler
- Markus Hammerer (* 1989), österreichischer Fußballspieler
Personen mit Bezug zur Stadt:
- Aloys Wach (1892–1940), Maler und Graphiker, in Braunau gestorben
- Klaus Eberhartinger (* 1950), Sänger der Austropop-Gruppe EAV, in Braunau aufgewachsen
- Albert Hainz (* 1964), Radrennfahrer, geboren in Ranshofen
- Rainer Reinisch (* 1933), Architekt, Maler und Schriftsteller, lebt und arbeitet in Braunau
Ehrenbürger:
- Eduard Kriechbaum († 1958), Braunauer Heimatforscher und Hausarzt, Ehrenbürger der Stadt Braunau
- Adolf Hitler (1889–1945) war Ehrenbürger der damals noch selbstständigen, später mit Braunau vereinigten Gemeinde Ranshofen. Am 7. Juli 2011 entzog der Braunauer Gemeinderat diese Ehrenbürgerwürde.[15][16]
Vereine[Bearbeiten]
Die Stadt Braunau am Inn hat durch ihre lange Geschichte eine beachtliche Anzahl von Vereinen oder Zweigstellen von Vereinen. Derzeit sind 233[17] Vereine in Braunau ansässig.
Literatur[Bearbeiten]
- Max Eitzlmayr: Braunauer Album. Braunau am Inn 1985.
- Max Eitzlmayr: Braunau – die historische Handelsstadt. Braunau 2. Aufl. 1997 (Kurzführer durch die Stadt)
- Hans von Hammerstein-Equord: Im Anfang war der Mord. Erlebnisse als Bezirkshauptmann von Braunau am Inn und als Sicherheitsdirektor von Oberösterreich in den Jahren 1933 und 1934. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1981.
- Sebastian Hiereth: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. 1. Teil. Herausgeber Stadtgemeinde Braunau am Inn 1960
- Sebastian Hiereth: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. 2. Teil. Herausgeber Stadtgemeinde Braunau am Inn 1973
- Joseph Kyselak (* 1799 Wien–1831 ebenda) beschreibt Braunau in den 1829 veröffentlichten Skizzen einer Fußreise durch Oesterreich, Steiermark, Kärnthen, Berchtesgaden, Tirol und Baiern nach Wien – nebst einer romantisch pittoresken Darstellung mehrerer Ritterburgen und ihrer Volkssagen, Gebirgsgegenden und Eisglätscher auf dieser Wanderung, unternommen im Jahre 1825 von Joseph Kyselak, Bd. 2, S. 201f.
- Konrad Meindl: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. Braunau 1882.
- Reiner Reinisch: Braunau am Inn (Deutsche Lande - Deutsche Kunst). München/Berlin 1974
- Florian Schwanninger: Im Heimatkreis des Führers. Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938–1945. Edition Geschichte der Heimat. Buchverlag Franz Steinmaßl, Grünbach 2005.
Trivia[Bearbeiten]
Der Geschützturm B des Schweren Kreuzers Prinz Eugen, der in der deutschen Kriegsmarine dazu ausersehen war, die Tradition der ehemaligen österreichisch-ungarischen Kriegsmarine fortzuführen und zu pflegen, war nach der Stadt Braunau am Inn benannt. Die übrigen Türme waren Graz, Innsbruck und Wien gewidmet.
Seit mehr als 15 Jahren verbringen Flamingos an einem Kraftwerkstausee in Braunau die Wintermonate.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Webseite der Stadt Braunau (RiS-Kommunal)
- Straßennamen der Stadt Braunau am Inn
- Gemeindedaten von Braunau am Inn. In: Statistik Austria.
- Weitere Infos über die Gemeinde Braunau am Inn auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Ingeborg Münzing: Es gibt kein Bier im Hitler-Haus. In: Frankfurter Rundschau vom 10. Februar 1968; abgerufen am 11. Mai 2011
- ↑ Russe will Geburtshaus von Hitler abreißen. In: Süddeutsche Zeitung vom 8. November 2012
- ↑ Lukas Grasberger: Nicht totzuschweigen (intern.auslandsdienst.info). Artikel aus: Frankfurter Rundschau vom 10. Februar 2001; abgerufen am 21. August 2012.
- ↑ Marion Kraske: Braunaus Vergangenheit. Mit Hitler leben. Auf: einestages vom 4. Oktober 2008; abgerufen am 11. Mai 2011.
- ↑ „Leuchtturm gegen Resignation vor dem Schicksal“. Auf: www.katholisch.at vom 9. August 2006; abgerufen am 11. Mai 2011.
- ↑ Trapp Familie mit neuem Preis geehrt. Für Verdienste um Österreichs Ansehen. Auf: Website des ORF vom 29. September 2007; abgerufen am 11. Mai 2011.
- ↑ Braunau entzieht Hitler Ehrenbürgerwürde, Spiegel online am 8. Juli 2011
- ↑ Adolf Hitler hat eine Ehrenbürgerschaft weniger, Welt online am 8. Juli 2011
- ↑ Aussteller Ortsbildmesse in Braunau am Inn
- ↑ Krankenhaus St. Josef Braunau
- ↑ Braunauer Rundschau, Nr. 29 vom 20. Juli 2006, Seite 6.
- ↑ nachrichten.at
- ↑ Rücktritt von Braunauer Bürgermeister, ooe.orf.at, 24. September 2010
- ↑ ORF Oberösterreich
- ↑ Braunau entzieht Hitler Ehrenbürgerwürde, Spiegel online am 8. Juli 2011
- ↑ Adolf Hitler hat eine Ehrenbürgerschaft weniger, Welt online am 8. Juli 2011
- ↑ Stadtgemeinde Braunau am Inn (Onlinestand: 7. April 2011)
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