Braunauer Zeitgeschichte-Tage

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11. Braunauer Zeitgeschichte-Tage: Bürgermeister Gerhard Skiba und Andreas Maislinger und Gedenkdiener erinnern vor dem Adolf-Hitler-Geburtshaus an Gerechte unter den Völkern (2002)
16. Braunauer Zeitgeschichte-Tage: Tizzy von Trapp erhielt für die Trapp Family Austrian Relief Inc. den Egon Ranshofen-Wertheimer Preis (2007)
22. Braunauer Zeitgeschichte-Tage: Florian Kotanko berichtet zur Verabschiedung des Jägerbataillons von Braunau mit einem Artikel der Neuen Warte vom 8. August 1914 (2013)

Die Braunauer Zeitgeschichte-Tage sind eine Tagung zur Zeitgeschichte in der Stadt Braunau am Inn. Jährlich wird ein zeitgeschichtliches Thema mit Vorträgen und Diskussionen verhandelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitgeschichte-Tage in Braunau am Inn entstanden über eine Initiative des Politikwissenschaftlers Andreas Maislinger, welcher 1992 die erste Tagung veranstalten konnte und danach bis 2012 die wissenschaftliche Leitung innehatte.[1][2] Unmittelbar nach der ersten Tagung kam es zur Bildung des Vereins für Zeitgeschichte Braunau, welcher seit 1993 die Organisation der Tagung durchführt.

Regionale Schwerpunkte seit 2004[Bearbeiten]

Nach Tagungen über „Vergangenheitsbewältigung“, Widerstand in Diktaturen und andere allgemeine zeitgeschichtliche Themen will der Verein für Zeitgeschichte mit den Themen der Tagungen seit 2004 zur stärkeren Beschäftigung mit dem Innviertel und dem angrenzenden Bayern anregen.

2004 ging es um den „Kleinen Grenzverkehr“ an Salzach und Inn in den Jahren 1933 bis 1938, um „große Politik“ ebenso wie um das Alltagsleben an der Nahtstelle von zwei politischen Systemen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Von 23. bis 25. September 2005 wurde der historische Hintergrund für das „Braunauer Parlament“ 1705 analysiert, das für kurze Zeit Adel, Klerus, Bürger und Bauern unter dem Schlagwort „Lieber bayrisch sterben als österreichisch verderben“ vereinte[3].

2006 stand Johann Philipp Palm im Mittelpunkt: Der Nürnberger Buchhändler wurde am 26. August 1806 auf Befehl Napoléons I. in Braunau erschossen.

2007 wurde an Egon Ranshofen-Wertheimer erinnert. Der 1894 in Ranshofen geborene, 1957 in New York gestorbene bedeutende Staatswissenschaftler war Diplomat im Dienste des Völkerbunds und der UNO ist trotz seines Eintretens für Österreich weitgehend vergessen. Während der Tagung wurde der Egon Ranshofen-Wertheimer Preis an die Trapp-Familie vergeben. Die Laudatio hielt Botschafter Emil Brix.[4]

2008 haben sich die 17. Braunauer Zeitgeschichte-Tage aus Anlass der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz mit der Faszination Fußball beschäftigt.

2009 berichteten Altlandeshauptmann Josef Ratzenböck und der Germanist Hans Göttler über ihre Kindheit im Wirtshaus.

Themen[Bearbeiten]

Referenten[Bearbeiten]

Karl Otmar von Aretin, Ludwig Baumann, Peter Becher, Wolfgang Johannes Bekh, Thomas Brechenmacher, Emil Brix, Walter Brunner, Adolf Burger, Michel Cullin, György Dalos, Georg Denzler, Waclaw Dlugoborski, Winfried Garscha, Roland Girtler, Gabriela von Habsburg, Ulrich Habsburg-Lothringen, Norbert van Handel, Mozes F. Heinschink, Gregor Henckel-Donnersmarck, Madeleine Herren-Oesch, Rudko Kawczynski, Michel Kerautret, Florian Kotanko, Robert Kriechbaumer, Andreas Laun, Branko Lustig, Andreas Maislinger, Ludwig Mehlhorn, Stephanie von Pfuel, Peter Porsch, Gerald Praschl, Edith Rabenstein, Josef Ratzenböck, Hella Schlumberger, Burghart Schmidt, Gerhard Skiba, Klaus Theweleit, Wolfgang Ullrich, Gottfried Wagner, Reinhold Wagnleitner, Moshe Zimmermann, Tilman Zülch u.a.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Braunauer Zeitgeschichte-Tage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alfred Jungraithmayr: Chance für Braunau. Braunauer Rundschau, 11. Mai 1989.
  2. Archivseite zu den Braunauer Zeitgeschichte-Tagen von 1992 bis 2012 hrb.at von Andreas Maislinger, abgerufen am 10. Oktober 2013
  3. Klaus Buttinger, Braunau: Geburtsort des Parlaments. OÖNachrichten 24. September 2005
  4. Preisverleihung an Trapp Familie im Rahmen der 16. Braunauer Zeitgeschichte-Tage
  5. Giorgi Darsalia, Der „große Führer“ aus der kleinen Stadt. In: Mut Nr. 322, Juni 1994, S. 68–73