Braunes Zypergras

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Braunes Zypergras
Braunes Zypergras

Braunes Zypergras

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Unterfamilie: Cyperoideae
Gattung: Zypergräser (Cyperus)
Art: Braunes Zypergras
Wissenschaftlicher Name
Cyperus fuscus
L.
Zypergras am Elbestrand

Das Braune Zypergras (Cyperus fuscus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Braune Zypergras erreicht Wuchshöhen von 3 bis maximal 25, selten bis zu 40 cm und ist damit ein kleinwüchsiges Sauergras. Diese einjährige Pflanze bildet keine Ausläufer [1], aber kleine Horste [2]. Die glatten Stängel sind scharf dreikantig [1]. Die bis zu 4 (selten bis zu 5) mm breiten Laubblätter sind meist so lang wie der Stängel. [2]

Der einfache oder zusammengesetzte Blütenstand ist eine drei- bis achtstrahlige Spirre. Die schwarz-roten, selten gelb-grünen Ährchen sind 3 bis 10 mm lang. Es sind drei Narben vorhanden. Die gelb-braune Frucht ist mit einer Länge von etwa 1 mm und einer Breite von 0,5 mm scharf dreikantig mit aufgesetzter Stachelspitze. [2]

Standort und Verbreitung[Bearbeiten]

Das Braune Zypergras wächst an Flussufern, auf Teichböden und in Entwässerungsgräben. Sie keimt nach sommerlich sinkendem Wasserstand auf schlammigen Böden oder humosen Sanden. Dort schließt die Pflanze, oftmals zwergwüchsig, den Lebenszyklus ab, bevor bei steigenden Wasserständen im Herbst die Wuchsorte überschwemmt werden. Den Winter überdauert sie als Samen (Therophyt). Die Zwergbinsen-Teichbodengesellschaften, in denen die Art wächst, sind auf diesen Standorten durch den jahreszeitlich schwankenden Wasserstand stabil.

Auf diesen Standorten ist diese Art in ganz Deutschland verbreitet, wenngleich nicht überall gleich häufig. Regelmäßige Vorkommen bestehen vor allem an den Strömen. [2]

Standorte und Vorkommen in Mitteleuropa[Bearbeiten]

Das Braune Zyperngras braucht nährstoffreichen, offenen Schlammboden oder schlammigen Sand. Es gedeiht nur, wo im Sommer die relative Luftfeuchtigkeit dauernd hoch ist.

Es besiedelt offene Ufer von stehenden Gewässern, gelegentlich tritt es auch auf vernässten Wegen auf. In Mitteleuropa kommt es selten vom Oberrhein bis zum Mittelrhein, in Niederösterreich und im Burgenland vor.

Sonst ist es in Mitteleuropa sehr selten, und es fehlt dort auch in größeren Gebieten.

Es steigt in den Alpen kaum über 800m auf, in den Südalpen bis 100 m.

In den sumpfigen Gebieten Südeuropas oder in Gebieten mit künstlicher Bewässerung tritt es häufiger auf.

Gelegentlich ist es mit Zitrusfrüchten eingeschleppt worden und tritt dann vor allem unweit von Verladeeinrichtungen an offenen Ufern unbeständig auf.

Allgemeine Verbreitung[Bearbeiten]

Das Braune Zyperngras kommt in Europa, Asien (bis China) und in Nordafrika vor. Eingeschleppt worden ist es in Nordamerika. -

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Europa nordwärts bis Südengland und bis Norddeutschland, vereinzelt tritt es auch auf Seeland, in Südschweden und in Gotland auf; Einzelvorkommen findet man auch im Baltikum bis ca. 59° nördlicher Breite.

In Süddeutschland tritt es zerstreut auf in Norddeutschland ist es selten, hier ist sein Vorkommen vor allem auf die großen Flusstäler beschränkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Aichele/Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 5, ISBN 3- 440-08048-X
  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi, Arno Wörz (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 8: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklassen Commelinidae Teil 2, Arecidae, Liliidae Teil 2): Juncaceae bis Orchidaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-3359-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Werner Rothmaler et al.: Exkursionsflora von Deutschland. Band 4, 1990, Seite 662
  2. a b c d Braunes Zypergras. In: FloraWeb.de.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Verbreitung
  • Cyperus fuscus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Lansdown, R.V., 2012. Abgerufen am 11. April 2014

Verbreitungskarte für Deutschland:

Bilder: