Braunsdorf (Auma-Weidatal)

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50.73416666666711.911666666667401Koordinaten: 50° 44′ 3″ N, 11° 54′ 42″ O

Braunsdorf
Landgemeinde Auma-Weidatal
Höhe: 401 m ü. NN
Fläche: 6,18 km²
Einwohner: 230 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Dezember 2011
Postleitzahl: 07955
Vorwahl: 036482
Braunsdorf (Thüringen)
Braunsdorf

Lage von Braunsdorf in Thüringen

Braunsdorf war eine Gemeinde im Landkreis Greiz in Thüringen. Am 1. Dezember 2011 wurde sie Teil der Landgemeinde Auma-Weidatal.

Geographie[Bearbeiten]

Braunsdorf liegt in der Nähe von Auma, am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges.

Zu Braunsdorf gehörte der Ortsteil Tischendorf. Angrenzende Gemeinden sind Harth-Pöllnitz im Landkreis Greiz sowie Mittelpöllnitz und die Stadt Triptis im Saale-Orla-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Braunsdorf wurde am 8. Januar 1441 erstmals urkundlich erwähnt.[1][2] Der Ortsname entstand aus dem Namen Bruno, wie einige Bischöfe des Klosters Mildenfurth hießen.

→ Siehe auch Dorfkirche Braunsdorf (Auma-Weidatal)

Auf einer Insel des ehemaligen Gutsteiches im nordöstlichen Ort stand eine Wasserburg der Herren von Pöllnitz. Sie wurde wohl erst im 16. Jahrhundert quadratisch mit vier Ecktürmen erbaut. Reste der Anlage zeugen noch von der Wasserburg. Im Laufe der Zeit wechselten die Besitzer oft. Familie Seydewitz wurde 1945 entsprechend der Potsdamervereinbarungen enteignet.[3][4][5] Das Schloss wurde bis auf den Eckturm abgerissen, Basis war der berüchtigte Befehl 209 der SMAD.

Bis zum 3. Januar 1996 war Braunsdorf Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Weidatal, danach gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal. Am 1. Dezember 2011 schlossen sich die Stadt Auma und die Gemeinden Braunsdorf, Göhren-Döhlen, Staitz und Wiebelsdorf zur Landgemeinde Auma-Weidatal zusammen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 273
  • 1995: 260
  • 1996: 276
  • 1997: 274
  • 1998: 276
  • 1999: 278
  • 2000: 277
  • 2001: 275
  • 2002: 269
  • 2003: 269
  • 2004: 259
  • 2005: 247
  • 2006: 244
  • 2007: 243
  • 2008: 237
  • 2009: 233
  • 2010: 230
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer bis 1300. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2001, ISBN 3-934748-58-9, S. 16
  2. Ersterwähnung
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 72
  4. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 96
  5. Wasserburg