Brega (Libyen)

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30.40888888888919.573333333333Koordinaten: 30° 25′ N, 19° 34′ O

Karte: Libyen
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Brega

Brega (al-Buraiqa) (arabisch ‏مرسا البريقة‎, DMG Marsā al-Buraiqa) ist die südlichste Hafenstadt des Mittelmeers. Sie befindet sich im Bereich der Großen Syrte im nördlichen Libyen und gehört seit 2007 zum vergrößerten Munizip al-Wahat.

Name[Bearbeiten]

Der Ort wurde während der italienischen Besatzungszeit als Mersa Brega, Marsa el-Brega bzw. Port Brega bekannt, andere arabische Bezeichnungen sind Marsā al-Burayqah bzw. Al Brayqah. Während des Afrikafeldzuges 1941 wurde der Ort von Erwin Rommel als „Tor zur Cyrenaika“ bezeichnet. Bis 2007 gehörte der Ort zum Munizip Adschdabiya.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Brega befindet sich nahe einer Bucht und besteht aus mehreren Siedlungskörpern. Die neuere Stadt wurde in Betonfertigteilen errichtet. Das Konzept stammt von dem griechischen Stadtplaner und Architekten Konstantinos A. Doxiadis.[1] In der Stadt lebten im Jahr 2010 etwa 7300 Einwohner.[2]

Brega besitzt zahlreiche Industrieanlagen, darunter die Ölraffinerie der Sirt Oil Company, die ab Anfang der 1960er von einem Joint Venture betrieben wurde, bis sich Esso Anfang der 1980er Jahre aus Libyen zurückzog. Der Ölhafen wird von der Brega Oil Marketing Company betrieben, die ebenfalls der libyschen National Oil Corporation gehört.

10 Kilometer östlich von Brega ist die Bright Star University of Technology ansässig.

Verkehr[Bearbeiten]

Im Süden der Stadt befindet sich der Flughafen Al Burayqah (Marsa Brega Airport), der Flugverbindungen nach Tripolis anbietet. Die Stadt erhält künftig Anschluss an die Bahnstrecke Sirt–Bengasi.

Geschichte[Bearbeiten]

Während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 wurde Brega mehrfach zum Schauplatz von Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Oppositionskräften.[3][4] So fiel die Stadt am 30. März 2011 an Regierungstruppen[5] und wurde im August 2011 von Rebellentruppen zurückerobert.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Masterplan aus dem Büro Doxiadis
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bevoelkerungsstatistik.deWorld Gazetteer
  3. Gaddafi will "bis zum letzten Mann" kämpfen. In: Tagesschau. Abgerufen am 3. März 2011.
  4. Sanktionen gegen Gaddafi. In: Spiegel.de. Abgerufen am 12. März 2011.
  5. Geheimdienst will Informationen von Mussa Kussa. In: Frankfurter Rundschau. 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011 (deutsch).
  6. Schwere Gefechte jetzt auch in der Hauptstadt Tripolis. In: Hamburger Abendblatt. 20. August 2011, abgerufen am 29. Oktober 2011 (deutsch).