Brehmbach

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Brehmbach
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BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 24692
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Tauber → Main → Rhein → Nordsee
Quelle etwa 2,7 km westsüdwestlich von Königheim-Brehmen neben der Straße nach Hardheim-Erfeld
49° 33′ 29″ N, 9° 31′ 13″ O49.5580972222229.5203833333333366
Quellhöhe ca. 366 m ü. NN[1]
Mündung im Süden Tauberbischofsheims in die Tauber49.6192972222229.6681027777778177Koordinaten: 49° 37′ 9″ N, 9° 40′ 5″ O
49° 37′ 9″ N, 9° 40′ 5″ O49.6192972222229.6681027777778177
Mündungshöhe ca. 177 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 189 m
Länge 18,2 km[2]

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Der Brehmbach ist ein über 18 km langer Bach im Norden von Baden-Württemberg, der bei Tauberbischofsheim von links und Westen in die untere Tauber mündet.

Name[Bearbeiten]

Das Bestimmungswort des Gewässernamens geht auf das althochdeutsche Wort breme zurück, das Brombeere bedeutet.[3] Der Bachname hat – wie das Grundwort Bach selbst und seine vielen anderen Zusammensetzungen – in der Mundart des durchlaufenen taubergründischen Dialektgebiets das weibliche Geschlecht.

Geographie[Bearbeiten]

Blick das Brehmbach-Tal aufwärts von Königheim in Richtung Gissigheim.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Brehmbach entsteht bei einer kleinen Baumgruppe im rechten Graben der sonst baumlosen Straße von Hardheim-Erfeld nach Königheim-Brehmen, von wo er in recht gerader Linie, vom Verkehrsweg begleitet, ostnordöstlich auf Brehmen zuläuft und sich merklich eintieft. Im Ort tritt eine Kreisstraße ins Tal, das nun bis zur Mündung eine Verkehrsachse ist, unterhalb Brehmens nordöstlich läuft und kleine Mäander entwickelt. Ab dem nächsten Taldorf Gissigheim fließt der inzwischen etwa 100 Meter gegen die umgebenden Höhen eingetiefte Bach nach Norden und erreicht so bald den Hauptort Königheim der Gemeinde, wo das Tal abrupt nach Osten abknickt. Unterhalb Königheims fließt der Brehmbach in einer weiten Kurve nach Süden um den Stammberg, auf diesem Abschnitt sind beide hohen Talflanken bewaldet. Dann tritt der Brehmbach dem Südrand Tauberbischofsheims entlang in die Talaue der Tauber ein. Hier geht linksseits ein Mühlkanal zur Rollenmühle ab, der in meist offenem Lauf durch die Altstadt zieht und an deren Brücke mündet. Der Brehmbach dagegen läuft in kürzerem Ostlauf durch deren Aue zum Fluss und mündet noch oberhalb der Stadt zwischen der Brücke der B 29 und dem Frankenbad von links in die hier nordwärts fließende Tauber.

Kommentierte Zuflussliste[Bearbeiten]

Ursprung des Brehmbachs etwa 2,7 km westsüdwestlich von Königheim-Brehmen als Graben neben der Straße nach Hardheim-Erfeld wenig vor der querlaufenden Reihe von Windrädern auf etwa 366 m ü. NN.

Zuflüsse

  • Kessel, von links längs dem Ostrand des Kesselwaldes auf etwa 348 m ü. NN, 0,95 km. Entspringt zwischen den Waldinseln Gerichtsstätter Gehäu im Norden und Kesselwald auf etwa 377 m ü. NN.
  • Zufluss aus dem Ostertal, von rechts zwischen den Waldgewannen Heißenberg und Ameisenbühlauf etwa 338 m ü. NN, 0,975 km. Entsteht nördlich von Ahorn-Schwarzenbrunn auf etwa 372 m ü. NN in der Flur.
  • Zufluss aus dem Feldgewann See, von rechts östlich des Ameisenbühls auf etwa 332 m ü. NN, 0,475 km. Entsteht südöstlich des Ochsenbergs auf etwa 352 m ü. NN
  • Zufluss vom Dettelberg, von links wenige Schritte danach auf etwa 331 m ü. NN, 0,683 km. Entsteht westlich des Dettelbergs auf etwa 366 m ü. NN.
  • Bach aus dem Dürrenschlag, von rechts ⅓ km vor Brehmen auf etwa 325 m ü. NN, 1,942 km und 1,497 km². Entsteht am Nordostrand des Waldes Maschlanden auf etwa 390 m ü. NN.
  • Zufluss längs der Straße aus Buch, von rechts an der Ecke Esselbrunner Straße/Flurstraße in Brehmen auf etwa 321 m ü. NN, 1,233 km. Entsteht in der Reißklinge auf etwa 380 m ü. NN.
  • Feldweggraben zuletzt längs der Tiergartenstraße, von rechts auf etwa 320 m ü. NN ein paar Schritte nach dem vorigen, 1,033nbsp;km und 0 km². Entsteht am Waldrand des Gelbrunn' auf etwa 362 m ü. NN. Am Ende verdolt. Danach Nordkehre.
  • Dörres Wieslein (?), von links nach der Kläranlage unterhalb von Brehmen auf etwa 311 m ü. NN, 1,039 km und 1,107 km². Entsteht auf etwa 375 m ü. NN unweit von Königheim-Pülfringen im Gewann Lindenbrunnen und läuft meist neben der K 2834 von dort ins Tal.
  • Zufluss aus dem Spachenloch, von links auf etwa 304 m ü. NN, 0,766 km. Entsteht auf etwa 352 m ü. NN. Hier Ostkehre.
  • Birkenfelder Graben, von links gegenüber dem Wald Ruhle auf etwa 300 m ü. NN, 0,666 km. Entsteht am Ostrand des Weilers Königheim-Birkenfeld nahe der Kapelle auf etwa 347 m ü. NN.
  • Pülfringer Graben, von links auf den Talwiesen an der Einmündung der K 2803 aus Pülfringen in die Talstraße K 2893 auf etwa 275 m ü. NN, 3,521 km und 6,43 km². Entsteht am Ostrand von Pülfringen auf etwa 345 m ü. NN.
  • Willentalgraben, von links an der Königheim-Gissigheimer Kettenmühle auf etwa 275 m ü. NN, 1,211 km und 1,148 km². Entsteht auf etwa 329 m ü. NN.
  • Mühlkanal zur Kettenmühle, von rechts auf etwa 264 m ü. NN, 0,752 km. Zweigt kurz nach dem Zulauf des Pülfringer Grabens rechts ab auf etwa 273 m ü. NN.
  • Adelsgraben, von rechts in Gissigheim auf etwa 254 m ü. NN, 3,453 km und 4,457 km². Entsteht am oberen Ende des Küttentals am Nordrand des Stöckichs auf etwa 372 m ü. NN.
  • Bach durchs Gießtal, von links am westlichen Ortsanfang von Königheim auf etwa 244 m ü. NN, 2,517 km und 9,03 km². Entsteht bei Weikerstetten unterhalb der Eichhalde auf etwa 302 m ü. NN.
  • Haigerbach, von links am östlichen Ortsende von Königheim auf etwa 218 m ü. NN, 3,926 km und 9,688 km². Entsteht auf etwa 286 m ü. NN in der Fortsetzung Salzbrunnen des Haigergrundes..
  • Rinderbach, von links nach der Königheimer Kläranlage zu Füßen des Stammbergs auf etwa 206 m ü. NN, 2,963 km. Entsteht am Sportplatz von Tauberbischofsheim-Dienstadt auf etwa 285 m ü. NN.
  • Muckbach, von rechts am ehemaligen Bahnhof Dittwar auf etwa 193 m ü. NN, 6,768 km und 21,065 km². Entsteht am Nordrand des Dorfes Heckfeld von Lauda-Königshofen auf etwa 310 m ü. NN.
  • Mühlkanal, von links am Haus Königheimer Straße 85, 0,294 km. Zweigt zuvor links ab beim Haus Königheimer Straße 99.
  • Mühlkanal, zweigt nach links ab gleich nach der Brehmbachbrücke zwischen dem Tauberbischofsheimer Südwestkreisel und der B 27 auf etwa 183 m ü. NN. Er fließt durch die Altstadt von Tauberbischofsheim und mündet von links bei der Tauberbrücke der Würzburger Straße und auf etwa 177 m ü. NN in die Tauber, nicht ganz einen halben Kilometer unterhalb der Brehmbach-Mündung.

Mündung des Brehmbachs auf dem Sportgelände südlich der Tauberbischofsheimer Altstadt auf etwa 177 m ü. NN von links und Westen in die Tauber.

Flusssystem[Bearbeiten]

Eigenes Flusssystem[Bearbeiten]

Flusssystem Tauber[Bearbeiten]

Gewässergüte[Bearbeiten]

Der Brehmbach war mit Stand von 2004 auf seinem ganzen hierfür erfassten Lauf von etwa oberhalb der Einmündung des Pülfringer Bachs bis zur eigenen Mündung mäßig belastet (Güteklasse II).[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Am Fronleichnamstag, dem 21. Juni 1984 führte Starkregen zu einer Hochwasserkatastrophe, bei der auch das Rückhaltebecken Gissigheim brach. Königheim war dabei am stärksten betroffen; es entstand ein Schaden in hoher zweistelliger Millionenhöhe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach dem Höhenlinienbild auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  2. Kartenservice des Baden-Württembergischen Landesamts für Umwelt, Messungen und Naturschutz
  3. Königheim. In: Waldemar Lutz, Hansjörg Noe (Hrsg.): Kennzeichen TBB, Heimatkunde für den Main-Tauber-Kreis. Verlag Waldemar Lutz, Lörrach und Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-12-258280-5, S. 191.
  4. Biologische Gewässergütekarte 1 : 350.000 der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (PDF, 11,7 MB)

Literatur[Bearbeiten]

„TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt die Nr. 6323 Tauberbischofsheim West, Nr. 6324 Tauberbischofsheim Ost und Nr. 6423 Ahorn

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers