Breitenfelde

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Breitenfelde im Herzogtum Lauenburg; für weitere Bedeutungen siehe Breitenfelde (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breitenfelde
Breitenfelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breitenfelde hervorgehoben
53.610.63333333333338Koordinaten: 53° 36′ N, 10° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Breitenfelde
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 12,54 km²
Einwohner: 1899 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 151 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23881
Vorwahl: 04542
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 014
Adresse der Amtsverwaltung: Wasserkrüger Weg 16
23879 Mölln
Webpräsenz: www.breitenfelde.de
Bürgermeisterin: Anne Fröhlich (BWG)
Lage der Gemeinde Breitenfelde im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Breitenfelde ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten]

Breitenfelde liegt in der Mitte des Kreises Herzogtum Lauenburg am Elbe-Lübeck-Kanal.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde im Ratzeburger Domkapitelverzeichnis 1194 zum ersten Mal als Kirchspiel urkundlich erwähnt. Breitenfelde lag an der historischen Alten Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck. Im 15. Jahrhundert gehörte es je zur Hälfte der Stadt Lübeck und dem Kloster Marienwohlde. Das Amt Breitenfelde entstand 1889 auf Anordnung des preußischen Ministers des Innern nach der Inbesitznahme des Herzogtums Lauenburg durch Preußen.

Von November 1944 bis April 1945 war in Breitenfelde ein Außenkommando des Konzentrationslagers Neuengamme untergebracht. Es umfasste 20 Häftlinge, die für die SS-Bauleitung Mölln im Sägewerk der Firma Karl Gülzow Zwangsarbeit tun mussten.[2]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Schwarz und Silber geteilt. Oben ein silberner Pferdekopf, unten sechs eng aneinander gestellte, nach oben schmaler werdende, wachsende abwechselnd blaue und rote Pfähle.“[3]

Die Teilung des Wappens symbolisiert die jahrhundertelange Teilung der Gemeinde in einen Teil Lübecker Pfandherrschaft und einen zum Kloster Marienwohlde gehörigen Teil. Im oberen Teil ist die preußische Variante des Wappens des Herzogtums Lauenburg abgebildet. Die Tingierung des unteren Teils symbolisiert die Zugehörigkeit zu Schleswig-Holstein. Des Weiteren stellt er durch die gleich breiten Felder im wörtlichen Sinne den Ortsnamen dar.

Gemeindeflagge

Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf weißem, oben und unten von einem breiten roten Streifen begrenztem Flaggentuch das Gemeindewappen, etwas aus der Mitte zur Stange hin verschoben.“[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfkirche Breitenfelde

In der Liste der Kulturdenkmale in Breitenfelde stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die in den Ursprüngen romanische Breitenfelder Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert ist eine frühgotische Hallenkirche des 13. Jahrhunderts. Der dreischiffige Bau ist aus Feld- und Backsteinen errichtet. An das dreijochige Langhaus schließt sich ein Kastenchor mit drei Fenstern in der östlichen Abschlusswand an. Der neugotische Kirchturm stammt aus dem Jahr 1866. Ebenfalls erst im 19. Jahrhundert wurde die neugotische Sakristei an den Chorraum angebaut.

Die Ausmalungen der Gewölbe sind frühgotisch. Das mittlere der drei Fenster in der Ostwand des Chors stammt aus der gleichen Zeit. Die Verglasung der beiden weiteren Fenster erfolgte im Zuge der Umbauarbeiten durch 1867 durch Carl Julius Milde.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Breitenfelde ist über die Bundesstraße 207 an die Bundesautobahn 24 angeschlossen. Der nächste Bahnhof ist in Mölln an der Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg. Flughäfen gibt es in Lübeck (Regionalflughafen) und Hamburg (Fernflughafen).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Breitenfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Information der Gedenkstätte Neuengamme
  3. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Hartwig Beseler (Hrsg.): Kunst-Topographie Schleswig-Holstein. Neumünster 1974, S. 325 ff.