Brekendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brekendorf
Brekendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brekendorf hervorgehoben
54.4166666666679.633333333333346Koordinaten: 54° 25′ N, 9° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Hüttener Berge
Höhe: 46 m ü. NHN
Fläche: 20,48 km²
Einwohner: 993 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24811
Vorwahl: 04336
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 030
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 8
24361 Groß Wittensee
Webpräsenz: www.brekendorf.de
Bürgermeister: Gerhard Guthardt (CDU)
Lage der Gemeinde Brekendorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Brekendorf (plattdeutsch Brekendörp, dänisch Brekentorp) ist eine Gemeinde in den Hüttener Bergen im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Brekendorf liegt etwa elf Kilometer südlich von Schleswig und fünfzehn Kilometer nördlich von Rendsburg an der A7, Abfahrt Owschlag/Brekendorf/Kropp.

Durch die Gletscherablagerungen der Eiszeit ist das Gemeindegebiet sehr steinig, was seit jeher die landwirtschaftliche Nutzung erschwerte, es weist jedoch auch einige Moore auf.

Der ebenfalls in der Eiszeit entstandene Scheelsberg ist mit 106 Metern Höhe die höchste Erhebung im Landesteil Schleswig. Der Heidberg ist wegen seiner seltenen Vegetation als Naturdenkmal geschützt.

Der im Gemeindegebiet liegende Rammsee entstand als Toteisloch ebenfalls in der Eiszeit.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Ausgrabungen im Gemeindegebiet wurde eine Zierscheibe aus Bronze gefunden, die wohl um 800 v. Chr. hergestellt wurde.

Im Gemeindegebiet abgebaute Steine wurden unter anderem zur Uferbefestigung des Nord-Ostsee-Kanals und zum Bau des Hindenburgdamms, der Sylt mit dem Festland verbindet, genutzt.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Brekendorf ist ein Bundeswehrstandort. Hier ist ein Teil vom Abgesetzten Technischen Zug 245 der Luftwaffe stationiert. Entsprechend der Stationierungsentscheidungen der Bundeswehr vom Oktober 2011[2] wird die Einheit umgegliedert und von bisher 40 Dienstposten auf die Hälfte reduziert. Der Standort bleibt aber, dann als ein Teil des neuen Einsatzführungsbereichs der Luftwaffe, erhalten.

Politik[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 haben die CDU und die Wählergemeinschaft UWB je fünf Sitze und die SPD hat einen Sitz von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Gold und Blau im Dreibergschnitt geteilt. Oben eine Ameise, unten eine kreisrunde ornamentierte Zierscheibe in verwechselten Farben.“[4]

Das Wappen wurde anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Gemeinde 1996 genehmigt. Die Ameise bezieht sich auf die Volkssage, dass der Ort aufgrund einer Ameisenplage abgerissen und an anderer Stelle wieder aufgebaut wurde, die auch den Ortsnamen erklären soll: afbreken ist das niederdeutsche Wort für abbrechen. Der Dreiberg symbolisiert die Lage des Ortes am Rande der Hüttener Berge. Die Zierscheibe stellt einen Fund bei Ausgrabungen im Gemeindegebiet dar. Die Scheibe wurde wohl um 800 v. Chr. hergestellt. Die Tingierung entspricht den Farben des Landesteils Schleswig, in dem die Gemeinde liegt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der landwirtschaftlichen Nutzung ist der Tourismus eine wichtige Einkommensquelle. Außerdem gibt es einige Kiesgruben und ein Betonwerk. Viele Einwohner sind Pendler, die in Rendsburg, Schleswig oder Eckernförde arbeiten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brekendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. BMVg - Die Stationierung der Bundeswehr in Deutschland (Oktober 2011) (PDF 3,3MB)
  3. Sitzverteilung Kommunalwahl 2013
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein